Verständnisfrage zu Kompressorbedienung

von TheBum, 16.01.06.

  1. TheBum

    TheBum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #1
    Hallo,

    mal die obligatorische Bemerkung, dass ich nicht weiß, ob das hier der korrekte Thread ist, aber ein Versuch ist's wert.

    Wenn ich ein Schlagzeug aufnehmen will, wie stelle ich da den Kompressor für Snare & Co. ein? Also hoffe ich auf einen hochwertigen, sehr gut klingenden Limiter, der mit wahnsinnig schnellen Attackzeiten die Peaks einer latent unsauber gespielten Snare sauber auffängt? ;)

    Oder sollte der Kompressor erst NACH dem Attack der Snare, also nachdem der Knall kam, einsetzen? Dass man dann die Snarespur halt soweit runternimmt, dass die nach dem Schlag nicht mehr clippt.

    Ist meine Frage verständlich gestellt? Im Prinzip verstehe ich langsame Attackzeiten bei einem Kompressor nicht, weil ich ja eigentlich die Peaks abfangen will von den Trommeln (bei Gesang und allen anderen Instrumenten ja eigentlich auch).
    Und wenn die Zeit zu langsam eingestellt ist, naja, dann donnert der Peak doch durch die Decke? Hm.
    Ich habe mal ein Schlagzeug aufgenommen digital, und alle Spuren mit dem L1 Maximizer dichtmachen können. Das war toll, denn der klingt ja okay und macht wirklich dicht. Doch analog bekomme ich das nicht in den Griff.

    Ich weiß auch, dass ein guter Schlagzeuger in etwa immer gleich laut schlagen sollte, nur gibt es ja schliesslich auch dynamisches Spiel, was erhebliche Lautstärkeunterschiede mit sich bringt.

    Danke schonne mal,
    Thomas
     
  2. Henk

    Henk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.06   #2
    Da verweise ich doch auf die unzähligen Verlinkungen zu diesem Schweizer Tonstudio, dass eine "Kompressor- und EQ-Tabelle" ins Netz gestellt hat. Da du aber zu faul zum Suchen bist, bin ich es auch:D
     
  3. TheBum

    TheBum Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.06   #3
    Hallo,

    mir geht es garnicht so sehr um irgendwelche Tabellen oder EQs, die irgendeiner als das non plus ultra für sich entdeckt hat. Es geht da mehr um's Prinzip, also WARUM stelle ich das so und so ein, aus oben genannten Fragen und Gründen.
     
  4. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.06   #4
    www.bws-tonstudio.ch

    ... da hast du zumindest ein paar Anhaltspunkte!

    Ansonsten geht`s darum ein gewissen Gefühl dafür zu entwickeln ... Attack u. Release sollen schließlich "zusammenspielen" ... wenn du also nun hardcore abschneidest u. kurze Release-Zeiten hast, würdest du ja den berühmt berüchtigten Pumpeffekt erzeugen ... das willst du ja auch nicht. Und wie du richtig erkannt hast, kommt`s natürlich auch auf die Spielweise an! Ich fange meist mit den Werten 20 / 200 (Attack u. Release) zu arbeiten an und spiele mich dann bis ich zufrieden bin!

    Grüße

    Manuel
     
  5. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.02.06   #5
    Jup, so siehts aus. Und ist ja auch alles irgendwie Geschmackssache.
    Lies mal ruhig das Skript und experiemtiere ein wenig, wird viel bringen!

    Und generell ist ein Kompressor, gerade bei der Snare, nicht unbedingt ein muss. Es dient ja wie du selber festgestellt hast mehr zur "Fehlerkorrektur" des Drummers.
    Bei der Kick sieht das etwas anders aus, da kann man den Klang von vorne herein sehr gut damit formen. Die angesprochene 20/200 Faustregel führt idR schon zu einer recht tighten, drückenden Bassdrum, da durch die 20ms Attack der Anschlag nicht beeinträchtigt wird, sondern erst der "Rumms" der kurz darauf entsteht etwas gedämpft wird. So in der härteren Gegend der Musik eigentlich Standard. Und dementsprechend natürlich wieder eine Frage der eigenen Vorlieben...

    Du solltest den Komp nicht als Limiter ansehen. Ein Limiter ist eine recht radikale Dynamik"schranke", und dient eigentlich einem anderen Zweck. Wenn die Mikros sauber eingepegelt sind, braucht man keinen Limiter (als Übersteuerungsschutz), sonst macht man bzw. der Drummer was falsch. Also schon beim Einpegeln so druff hauen wie mans auch später macht bei der Aufnahme ;)

    PS: Es gibt ja einige Drummer die, spezielle Live, den FOH-Mann bitten keine Dynamics zu verwenden. "Keep it natural!" heißt es dann mitunter. Gibt es, kann auch wunderbar klappen.
     
  6. Direwolf

    Direwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.06   #6
    Ein gutes Drumset kann auch ihne Kompressor gut klingen. Bei härterer Musik ist ein Kompressor bei der Snare schon angebrauch, bie schnellen sachen ist aber das wichtigste ein gutes Gate

    cu Direwolf
     
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