verstärker kaputt bitte um hilfe

von hansi100987, 16.05.06.

  1. hansi100987

    hansi100987 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #1
    hi!

    also ich hab einen alten acoustic b120 bassverstärker (rein transistor).

    das problem: anscheinend funktioniert die endstufe aber nicht die vorstufe.

    genauer: ich hab fast alle transistoren gemessen und die scheinen ok zu sein. wenn man ihn an eine box anschließt rauscht er ziemlich laut. bis zum equalizer scheint ein signal zu laufen (kann mir aber nicht sicher sein weil ich einfach am eingang zum equalizer gemessen hab und hab keine ahnung ob das noch was mit dem signal des basses zu tun hat...ich glaub es waren um die 0,8V). den bass am eingang konnte ich nicht genau messen war aber so um die 0,04V oder so. der equalizer wird mit 15V versorgt.

    an den endstufen transistoren war zwischen (collector oder emitter kann ich nicht genau sagen) und basis 40V (das waren die "fetten" transistoren (mit metallkörper)). scheint auch gut zu sein. bei manchen anderen (kleineren (die die in plastik eingeschweißt sind)) 10V usw. also die endstufe hat recht gut ausgesehen bis auf einen transistor der sehr "böse" auf mein messen reagiert hat obwohl ich nur mit einer strippe mal auf der basis angekommen bin. der hat dann sehr laut geknackst. auf das knacksen und das rauschen hat jedoch der volume regler überhaupt keinen einfluss. bis auf 4 transistoren hab ich alle durchgemessen wobei 2 sicher wichtig sind (großes kühlblech rundherum). kann ich auch die ohne gefahr messen oder geh ich die gefahr ein die box zu fetzen? der lautsprecher ausgang ist für min. 4ohm hab einen 8ohm benutzt also von der seite sollte es auch kein problem geben.

    sicherungen, transformator (soweit ich ihn gemessen habe), dioden und transistoren ok. ich weiß zwar nicht ob es normal ist aber am lautsprecher ausgang habe ich ein paar volt gemessen (kommt mir wenig vor aber ich hab sowas noch nie gemessen also...). ampere zu messen war mir zu gefährlich da lautsprecher ja mit stömen und nicht mit spannungen gesteuert werden (glaube mich zumindest darauf entsinnen zu können) und ich mit meinem messgerät höchstens 10A messen kann.

    fazit: ich glaube das irgentwo zwischen vorstufe und endstufe kein signal oder ein störsignal läuft habe aber keine ahnung wo ich noch messen kann. vielleicht weiß ja jemand wo es einen bauplan gibt dann hätt ich wenigstens eine ahnung wo das signal laufen müsste. oder weiß vielleicht jemand (ich könnte ja bilder machen) wo der fehler liegt.

    vielen dank im voraus
     
  2. tonarchiv

    tonarchiv Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #2
    Hmmm also eihgentlich musst du da mit einem Oszilloskop ran und dann ein Sinus an den Eingang legen. Nur so kriegst du raus, wo die Signalübetragung unterbrochen ist.

    Spannungen messen an Transistoren hat keine große Aussagekraft. Mit den Gleichstömen wird nur der Arbeitspunkt eingestellt.

    Eigentlich ist es nicht so ne Sache, so ein Teil zu reparieren, wenn man was davon versteht...

    Wenn der Verstärker nicht zu kompliziert aufgebaut ist, kriegt man das mit etwas Erfahrung hin, aber sonst braucht man auf jeden Fall ein Schaltbild. Wenn du keine Schaltbilder lesen kannst, würde ich dir eher davon abraten, das Teil selber zu reparieren! Man muss schon wenigstens wissen, wie so ein Verstärker prinzipiell funktioniert. Sonst misst du dich dumm und dämlich und weißt die Ergenbisse nicht zu beurteilen...

    Wenn man in dem Verstärker einen deutlichen Übergang von Vorverstärker zu Endstufe sieht (abgeschirmtes Kabel), könntest du mal probieren, den zu überbrücken, also Siganl direkt in die Endstufe. Aber achtung: Laut! Also ohne Lautrsprecher, da brauchst du aber eben wieder ein Oszilloskop um zu messen, was rauskommt. Das machst du dann Schritt für Schritt mit allen Komponenten, dann kannste die Fehlerquelle so auf ein Teil reduzieren.

    Gruß
    Till
     
  3. tonarchiv

    tonarchiv Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #3
    P.S. Wenn du am Lautsprecherausgang eine Gleichspannung misst, dann ist auf jeden Fall die Endstufe hinüber und du solltest auf gar keinen Fall einen Lautsprecher anschließen. Der würde u.U. den Geist aufgeben.

    Ohne dir nahe zu treten muss ich sagen, dass du - nach deinen Beschreibungen zu schließen - nicht wirklich die Ahnung hast, um so ein Teil zu reparieren. Also besser die Finger davon, bevor noch mehr kaputt geht!
     
  4. hansi100987

    hansi100987 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #4
    schaltbilder lesen wäre nicht das problem sondern eher eins zu bekommen. und 300€ hab ich auch nicht für ein oszilloskop. und erfahrung bekommt man wohl wenn man sowas mal probiert oder?

    außerdem hab ich nicht nur die spannungen an den transistoren gemessen sondern auch den durchgang. ich bin mir schon ziemlich sicher das es aber noch vor dem equalizer ist und somit auch vor der endstufe. auf der platine war nämlich ein verstellbarer kondensator der das rauschen am lautsprecher verändert hat. somit muss der fehler wohl davor liegen weil davor überhaupt keine einstellung einfluss hat.

    ich werd eh meinen werkstätten lehrer fragen ob ich das teil bei ihm ansehen kann mit dem oszilloskop. vor allem kennt sich der aus :great:

    vielleicht fällt dir noch was ein aber die endstufe sollte funktionieren. vielleicht gibt es ja nochwas was man mit nem simplen multimeter prüfen könnte.

    ps: der verstärker ist eigentlich simpel aufgebaut. nur ein volume, 3 regler für höhen, mitten, bässe, equalizer, limiter, vorstufe und endstufe.
     
  5. tonarchiv

    tonarchiv Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #5
    Ja, da gebe ich dir recht. Ich habe ja auch mal irgendwie angefangen ;)
    Mit Erfahrung meinte ich wohl eher einfach das Wissen, wie eine Endstufe bzw. ein Verstärker überhaupt funktioniert (Gegentakt, Regelung des Arbeitspunktes, A,B,C-Klasse usw.)

    Das ist mir z.B. schon mal ein Rätsel: Wie misst du den Durchgang an einem eingebauten Transistor? Ohmmeter ran? Oder Spannungabfall?

    Wie gesagt: Ich würde versuchen, die einzelnen Komponenten zu trennen und einzeln zu testen. Wenn du systematisch vorgehst, kannst du schon mal ne Reihe von fehlermöglichkeiten ausschließen.

    1. Netzteil durchmessen. Da gibt es bei einer Gegentaktbauweise mind. eine symmterische Spannung für die Endstufe. So'n Bassverstärker ist aber wohl anders aufgebaut, da meistens am Netztrafo gespart wird. Daher ist schwer zu sagen, was für Spannungen man am Netzteil genau zu erwarten hat. Falls OPAmps drin sind, kann man im Internet nachgucken, wie die Pinbelegung ist und dann messen, ob sie die richtige Spannung kriegen

    2. Wenn klar ist, dass es nicht am Netzteil liegt, versuchen, die Komponenten einzeln zu testen: Endstufe an ein Signal. Wenn ok, Endstufe mit Vorverstärker an ein Signal, wenn ok, Enstufe mit Vorstufe und EQ an ein Signal.
    Wenn du merkst, ab wann der Fehler auftritt, kannste den entspr. Teil einzeln durchmessen. Dafür braucht man aber wirklich ein Oszi.

    3. Messen mit Oszi: Am Eingang solle immer ein Sinus 1kHz oder so liegen, denn dann weißt du auch genau, was du am Ausgang messen solltest. Der Ausgangskurve sieht man evtl. schon an, was kaputt ist. Das braucht aber eben Erfahrung und weitere Ausführung würden hier den Thread sprengen.

    4. Verdächtige Teile auslöten und durchmessen.

    Ja, das ist ne gute Idee. Am besten repariert man sowas mit jemandem, der schon Erfahrung hat. So lernt man am meisten.

    Im Internet gibt's bestimmt auch noch diverse Tipps, wie man einen Verstärker am besten repariert.

    Grüße
    Till

    Mit einfach meinte ich eher die elektronische Bauweise, also wie aufwändig die Schaltung ist. Ob z.B. alles diskret aufgebaut ist oder mit Op-Amps, usw.
     
  6. hansi100987

    hansi100987 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #6
    ich hab heute nochmal getestet und mir ist aufgefallen das DOCH ein signal des basses da ist. leider aber verschwindet dies unter starken rauschen und das signal selber ist für ein gerät was 300W verbraucht doch ein bisschen wenig laut ;). schätze es ist doch endstufe^^
     
  7. hansi100987

    hansi100987 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #7
    aja natürlich wollt ich nicht die x transistoren ausbauen. deswegen hab ich einfach nur auf den durchgangsprüfer geschalten und getestet. ich weiß das die methode nicht sehr genau ist (bzw. ob sie überhaupt sinnvoll ist sei dahingestellt). am sinnvollsten wärs wahrscheinlich mit spannungsabfall mit einem analogen multimeter gewesen^^. zumindest glaub ich mich auf irgentsowas in der schule erinnern zu können.
     
  8. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #8
    Mir scheint es gibt Schaltpläne zu kaufen.
    Guck mal da: http://www.musicparts.com/products.asp?Company=Acoustic

    Die wollen aber 20 US-$ dafür haben

    Leider hat folgende Seite keine Schaltpläne Deines Modells:
    http://acoustic360.homeunix.net/schematics.html
    Aber vielleicht sind andere Modell bauglich :rolleyes:

    Mit etwas Glück bekommst Du schon ein einfaches 10 Mhz Einstrahloszi (Neuware) für unter 100,-€ bei ebay.
     
  9. hansi100987

    hansi100987 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #9
    thx für die pläne werd noch schauen glaub aber nicht das was baugleich ist
     
  10. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #10
    Ich will ja nicht klugscheißen, aber einfache Verstärker habe ich früher immer mit einem Signalverfolger repariert. Ein Oszi haben wir meist nur bei etwas exotischeren Fehlern bei Radio/Fernsehen gebraucht.
    Imho nützt ein Oszi eh nur jemandem, der die zu erwartenden Vergleichsoszillogramme kennt (waren früher in den Fernseh-Schaltbildern meistens neben den Meßpunkten abgebildet).
    Einfache Signalverfolger kann man sich entweder selbst bauen, es gibt sie aber auch für ein paar Euro fertig. In Englisch heißen sie Signal injector oder tracer. Ist meist ein kleiner Transistor-Oszillator, der einen 1 kHz-Ton erzeugt und so eine Art 'Schnüffelspitze' mit kleinem NF-verstärker, mit der man die Schaltung danach abtastet, bis wohin das Signal noch durchläuft.


    Edit: Hier ein billiges Fertiggerät
     
  11. schmoemi®

    schmoemi® Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #11
    An Transistoren im eingebauten Zustand misst man eh nur Mist. Man könnte evtl. nachmessen, ob die Diodenspannungen noch passen, was m.E. aber hinkt, weil sich bei eingebautem Bauteil wieder völlig andere Spannungen ergeben können...
     
  12. hansi100987

    hansi100987 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.06   #12
    cool... wiedermal was neues gelernt. von einem signalverfolger hab ich noch nie gehört. und mit dem kann man das so einfach messen? einfach am eingang dran und der erkennt das signal irgentwo später noch obwohl es stark verändert wird bis dorthin?
     
  13. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.05.06   #13
    Na ja, ganz so easy ist es auch nicht. Du legst einen Meßton an den Eingang oder den Eingang des Kreises, den du testen willst. Dann hast du einen kleinen Verstärker, manchmal nur mit Ohrhörer (um die anderen in der Werkstatt nicht zu nerven ;)), der an der Spitze einen Tastkopf mit Kondensator-Entkopplung hat.
    Im Prinzip kannst du damt nur eine go/nogo-Messsung durchführen, die erschlägt aber 80% aller Fälle. Starke Verzerrungen kann man sicher auch noch herausfinden, das ist es aber schon. Ist natürlich mit Schaltbild auch einfacher: Du siehst die Basis des Eingangstransistors, dort legst du deinen Piepser drauf und tastest danach alle Verstärkerstufen ab. Wenn irgendwo nichts mehr zu hören ist 'stimmt da was nicht' :D.
     
  14. Boe

    Boe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.06   #14
    Hallo, versuche doch unter www.schaltungsdienst.de bei der Firma Lange in Berlin einen Stromlaufplan zu bekommen. Hat bei mir fast immer geklappt. Die wollen zwar etwas Geld dafür, aber die Leute helfen Dir. Gruß Boe
     
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