Verstärker Selbstbau oder altes englisches Modell?

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Hallo, Ich habe einen Verstärker geschenkt bekommen. Der Gitarrist, von dem ich den Verstärker geschenkt bekommen habe, ist leider verstorben. Jetzt kann ich ihn nicht mehr fragen was es mit diesen Verstärker auf sich hat. Ist es ein altes englisches Modell oder hat er ihn sich selber zusammengebaut? Oder vielleicht einen Verstärker aus den siebziger Jahren. Bin mir nicht ganz sicher. Vielleicht könnt ihr mir dort helfen.

Liebe Grüße, Max

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https://ibb.co/YN2HDZ5
 
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Hi hopplahop!

Das ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit kein "altes englisches Modell" ;)
Diese Art von Trafos waren in "alten Zeiten" - soweit ich weiß - noch nicht gebräuchlich.

Google doch mal nach "Interton" und "Stratos" - vielleicht findest du da etwas...

cheers - 68.
 
Rostl

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tja
der Trafo, die Griffe von Fender, der alte Fane Speaker :gruebel:
ich tippe auf Selbstbau
 
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hopplahop

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Ja, stimmt! Das macht Sinn, dass es ein Eigenbau ist! Ich habe aber zur Interton und zu Stratos nichts gefunden. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich nicht genau weiß, ob das Teil, auf dem Interton steht, ein Preamp oder ein Transitorverstärker.
 
Bass_Zicke

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ich denke , das es kein selbstbau ist ....... dagegen spricht einfach die beschriftung des front und rear panel ..... es macht sich niemand die arbeit und schreibt noch so extra texte auf son ding , desweiteren ist der stolz des einzelnen immer so groß , das irgendwo ein kürzel oder ähnliches zu finden ist .

es könnte ein gerät sein , was in stückzahlen gebaut wurde und dann eben mit " hausmarken " betittelt wurde .

das ist meineransicht nach ein solid state transistorgerät , wobei die lage des kühlkörpers nicht ganz so professionell ist .

der ringkerntrafo kann ja auch später eingebaut worden sein , ev war da früher mal ein m kern trafo verbaut . ich würde den amp mal aus dem gehäuse nehmen und einen blick drauf werfen , bzw photos von posten .

desweiteren kanns ja auch sein , das das ampchassis mal in einem ganz anderen gehäuse gewesen ist ....... wobei das jetztige ja recht nett aussieht .

ich bin gespannt , ob wir hier eine antwort finden
 
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Minor Tom

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Die Gehäuse sowohl des Combos als auch des Fußschalters sind selbstgebaut. Besonders das Combo Gehäuse zeigt gutes Baugeschick, könnte auch im Auftrag von einem Schreiner gemacht worden sein.

desweiteren kanns ja auch sein , das das ampchassis mal in einem ganz anderen gehäuse gewesen ist ....... wobei das jetztige ja recht nett aussieht .
Genau, in ungefähr so weit war ich ja auch schon gediehen.

Die eingeschobene Verstärker-Baugruppe ist ein Transistor Vollverstärker aus professioneller Fertigung, mit "moderneren" (heute ziemlich gängigen) Features wie Ringkerntrafo, FX Loop und englischer Reglerbeschriftung. Von einer deutschen (?) Firma, die es geschafft hat, trotz internationalem Anspruchs (3 sprachiger Warnaufdruck) ziemlich spurlos unterzugehen.

Die Vermutung "deutsche Firma" beruht auf 2 Fakten:
- dem Firmennamen Interton
- der führende Warnhinweis ist auf deutsch.

es könnte ein gerät sein , was in stückzahlen gebaut wurde und dann eben mit " hausmarken " betittelt wurde .
Keineswegs ausgeschlossen. Dass da nur der Name und keine weiteren Angaben draufstehen, spricht eher dafür.

Das Teil unter dem Lautsprecher ist ziemlich sicher die Reverbspirale.

Und der Amp ist wohl professionell verwendet worden - wenn ich richtig damit liege, dass das auf den Fotos eben noch sichtbare das untere Teil eines Metall-Case ist.
 
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Sir Adrian Fish

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hopplahop

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Ja, vielen Dank für die Rückmeldungen.

Also die Griffe sind von einer Firma namens Re-an, auch aus London. Der Transistor Vollverstärker ist “made in W-Germany“. Wobei die Trafo-Spule mit Baujahr November ´87 von einer Firma namens Zollner mit Sitz in D-8491 Zandt eingebaut ist. Die Hall-Spirale hat keinen Namen aufgedruckt.

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Christian_Hofmann

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Ich finde solche Geräte immer sehr spannend. Früher hatte man ja meist nicht wie Heute die Gelegenheit alles zu kaufen und es wurde vieles selber gebaut. Ich bin kein Fachmann, aber die Platinen wirken auf mich auch selber gemacht. Wie würdest du das ganze selber klanglich einschätzen, ist es brauchbar?

Für den Privatgebrauch spricht ja auch nichts dagegen, wenn du jedoch irgendwo unterwegs bist sind solche Eigenbauten immer sehr kritisch weil kein Verantwortlicher für Sicherheit bei so was grünes Licht geben würde.
 
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Bassturmator

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Für den Privatgebrauch spricht ja auch nichts dagegen, wenn du jedoch irgendwo unterwegs bist sind solche Eigenbauten immer sehr kritisch weil kein Verantwortlicher für Sicherheit bei so was grünes Licht geben würde.

So sorgfälltig wie der aufgebaut ist glaube ich schon dass der ohne große Probleme ein entsprechendes Siegel / Gutachten erhalten könnte.
 
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hopplahop

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Klanglich kann ich leider gar nicht viel sagen. Viele von den Potties sprechen nicht an, Der ReVerb pfeift recht schnell, Und die Kontakte in den klinken rascheln, kratzen und setzen aus. Der Lautsprecher an sich funktioniert. Ich bin daher im überlegen, was ich damit machen soll. Ob ich ihn selbst restauriere, Wobei ich mich da nicht wirklich auskenne, oder ob ich ihn als defekt auf eBay Kleinanzeigen stelle....Das Gehäuse schaut halt ganz schön aus, das ist was mir gefällt. Und die Geschichte, die er mit sich trägt… ich kann nicht wirklich einschätzen, ob Es sich noch lohnt den Vollverstärker zu reparieren , oder ob ich ihn ersetzen müsste...
 
elmwood_3100

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Vieles erinnert mich an Exef, z.B. die Spannzangenknöpfe, die Kondensatoren

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Obwohl es mit Sicherheit keiner ist, warum sollten die etwas unter einem anderen Label rausbringen ... :nix:
 
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Christian_Hofmann

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Der Lautsprecher an sich funktioniert. Ich bin daher im überlegen, was ich damit machen soll.
Eine gute Frage. Ich persönlich würde dir davon abraten an der Elektronik zu basteln wenn du keine Ahnung hast was du da tust, so was kann einen ganz schnell umbringen. Ebay wäre natürlich eine Option aber vielleicht hast du ja jemanden im Umfeld der so etwas machen könnte. Die Regler brauchen ja oft nur etwas Kontaktspray und eine Klinkenbuchse zu wechseln wäre jetzt kein großes Ding. Aber man weiß eben nicht was sonst noch Probleme macht.

Halte uns mal auf dem laufenden.
 
Minor Tom

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ganz schnell umbringen
Nun ja, Transistorverstärker sind jetzt nicht gänzlich ungefährlich und auch hier sind möglicherweise (wenn keine Entladewiderstände verbaut sind) auch länger nach dem Ausschalten noch Ladungen in den Elektrolytkondensatoren gespeichert, die zu elektrischen Schocks führen können. Aber die hohen Spannungen, die einem beim Röhrenverstärker überall begegnen können, sind hier nur vom Netzkabel bis zum Transformator zu erwarten.
Aber natürlich ist es eine gute Regel, seine Finger von Sachen zu lassen, von denen man nix versteht.
 
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Nick McNoise

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Mein Tipp: Handarbeit, home-brewn.

Ich schätze, das beschriftete Metallgehäuse stammt von einem anderen Amp.
"Interton Stratos" klingt ein bisschen nach DDR.
Dort wurde ja viel Zeugs für den Export produziert (um Westdevisen zu erwirtschaften).
Darum haben sie dort immer gern sehr international getan (mehrsprachige Beschriftung)

Das Gehäuse ist m. M.n. zu liebevoll gemacht für "billige Industrieware".
Der Aufbau sieht doch superordentlich aus, allerdings mit Teilen aus verschiedenen Zeiten (Ringkerntrafo, Speaker, Buchsen).
Soweit ich weiss, kann mensch Platinen in der Qualität auch zu Hause fertigen.
Und weisen die unregelmäßigen Lötstellen nicht auch eher auf Hand- statt Maschinenarbeit hin?
 
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ShelbyMustangGT

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@hopplahop Sehr interessantes Teil!

Kannst Du mal eine Aufnahme davon machen? Auch wenn's nur das Handy mit Diktier-App ist. Würde mich interessieren wie der klingt.

Wie schon hier gesagt: Versuch es mal mit ein bisschen Kontaktspray an den Reglern. Mal ein sachter Spritzer und dann gut drehen hat bei mir schon manches Kratzen (vorerst; meistens keine Endlösung) beseitigt.
 
AchimK

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Potis zum Austauschen z.B. bei Tube Town, da bestelle ich auch...
Auf einem der Kondensatoren prangt W-Germany!
Platinen sehen für mich nach Profiarbeit aus den 1970er Jahren aus.
 
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Christian_Hofmann

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Aber die hohen Spannungen, die einem beim Röhrenverstärker überall begegnen können, sind hier nur vom Netzkabel bis zum Transformator zu erwarten.
Im Grunde können diese hohen Ströme aber bis an jede Stelle gelangen (sogar an das Instrument) wenn man nicht weiß was man tut. Daher rate ich davon ab. Davon abgesehen ist es ja nicht nur die Gefahr eines Stromschlages sondern auch eine Brandgefahr.
 
Telefunky

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@Christian_Hofmann könntest du dich beim Schreiben etwas zurückhalten, da du offensichtlich nicht weisst, was (bzw worüber) du schreibst ?
Die Warungen zum Umgang mit Netzspannung dürften allgemein bekannt sein und werden zusätzlich auf jeder DIY Seite wiederholt.
 
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