Was kann ein AMP bewirken?

von NuPi, 23.01.16.

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  1. NuPi

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    Erstellt: 23.01.16   #1
    Hallo liebe Musiker Welt. Spiele selber Akustik Gitarre und Keyboard und habe nun eine E-Gitarre geschenkt bekommen. Es ist ein billig Modell (Harley benton). Welches Modell selbst, steht leider nicht drauf. 2 Humbucker, 2-teilige tune-o-matic bridge und strings jeweils 3 pro mechanikseite. .Dazu gab's einen Verstärker Harley Benton HB20G(kein Reverb Regler bei diesem Modell).


    Clean hört sich ganze immerhin akzeptabel an. Jedoch versuch ich seit einiger Zeit einen schönen rockigen klang zu erzeugen und richte mich dabei nach folgendem Video:


    diesem klang konnte ich mir nur leicht annähern, da es eher zu rauschen und unangenehmen Tönen geführt hat. Ich Weiß man sagt billig = Schrott. Aber geschenkt ist geschenkt. Und als student ist mein Budget begrenzt.


    Darum meine Frage: KANN ein guter Verstärker hierbei einen großen Unterschied bewirken? oder ist bei der Gitarre an sich Hopfen und Malz verloren? Ich rede natürlich nicht von der gesamten Qualität des klanges. Sondern lediglich von der Klangweise.

    Im akustischen Bereich war harley benton trotz des billigen Preises trotzdem gut spielbar. Auch der Cleane Sound der E-Gitarre ist okay. Darum denke ich dass der Verstärker das Problem darstellen könnte. Falls weitere Infos benötigt sind einfach Fragen :) kann auch noch Fotos Hochladen etc.


    Freue mich über jedes Feedback. Aber bitte kein reines billig-gitarren gemotze :D

    Liebe Grüße
    NuPi
     
  2. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.16   #2
    Das sind ja insgesamt 6 Saiten. :eek: :gruebel:
    ;)

    Das 2. Teil der Tune-o-Matic ist übrigens der Saitenhalter (Stop Tailpiece, kurz STP genannt), nur zu den Begrifflichkeiten/zur Info. Und Amp, nicht AMP. :D

    Rauschen tut übrigens auch manch wesentlich teurerer Amp, bspw. der 5150/6505 rauscht wie ein Wasserfall. Interessant wären noch die anderen "unangenehmen Töne", diese könnten u.U. auf ein Problem bei der Spieltechnil hinweisen, bspw. das Abdämpfen. Kannst Du dies näher beschreiben?
     
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  3. musikuss

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    Erstellt: 23.01.16   #3
    Nabend :)

    Nach deiner Beschreibung handelt es sich dabei um eine Harley Benton Les Paul Kopie.

    https://www.thomann.de/de/harley_be....htm?ref=search_rslt_Benton+Les+Paul_362544_3

    So in die Richtung ? Gibt da mehrere Modelle die sich auch im Laufe der Jahre immer mal wieder ändern.

    Laut der Videobeschreibung spielt er einen Marshall DSL 50


    Wenn es Dir aber eigentlich nur um solche singenden sustainreichen Leadsounds geht, sowas kann man auch schon aus günstigen Amps rausholen.

    "Darum meine Frage: KANN ein guter Verstärker hierbei einen großen Unterschied bewirken?"

    Der Amp ist (neben deiner Spieltechnik) sehr klangentscheidend.

    Wie hast du deinen Amp denn eingestellt ?

    Ich würde Dir raten, schalte mal bei deiner Gitarre auf den Hals-Pickup (Pickup-Switch nach links) und am Amp in den Overdrive und dort Gain auf 15 Uhr oder mehr, EQ erstmal alles auf 12 Uhr und dann mal etwas mehr Höhen und Mitten reindrehen.
     
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  4. stoffl.s

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    Erstellt: 23.01.16   #4
    Über die Gitarre kann ich nix sagen - aber möglicherweise ist die gar nicht so schlecht. Gibt ja, wie du selbst feststellst, sehr geteilte Meinungen zu Harley Benton. Photo wär nicht schlecht, dass wir herausfinden können welches Modell ;)

    Zum Sound: natürlich macht der Amp einen Riesenunterschied - aber auch da würd ich die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Was ich bei dem Sound raushöre ist eine leichte Zerre und Reverb und/oder Delay. Wahrscheinlich bist du mit ein paar Pedalen fürs erste da besser bedient, denn die Overdrive Sounds von Transistorverstärkern sind meist nicht so toll, gerade bei Billigamps. Also ein Overdrive Pedal - und da kannst du auch bei Harley Benton schauen, die haben da zum Teil ganz gute Pedale im Angebot...
     
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  5. schmendrick

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    Erstellt: 23.01.16   #5
    Der Amp macht wesentlich mehr am Sound als die Gitarre, insofern kann ich dich beruhigen. DIESEN Sound kriegst du auch aus deiner HB. Der Wermutstropfen: nicht mit diesem Amp. :o Jedenfalls nicht so pur.. Du könntest versuchen, dir ein preiswertes Multieffekt zu schießen:
    Digitech RP-50 Gitarren Multi-Effektgerät kein Boss Ibanez DOD, 25 € VB
    http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-...eraet-kein-boss-ibanez-dod/415134137-74-16640

    Damit würdest du wenigstens in die Nähe dieses Sounds kommen...
     
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  6. stonarocka

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    Erstellt: 23.01.16   #6
    Was kann ein AMP bewirken?


    ... verdammt viel .
    Verdammt viel macht aber auch deine Spieltechnik, da schliesse ich mich dem @benny barony an. Ein besserer Amp zeigt dir das unter Umständen noch deutlicher.
    Versuch mal mit weniger Gain dem Sound durch verschiedene Anschlagtechniken näher zu kommen. ;)
     
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  7. musikuss

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    Erstellt: 23.01.16   #7
    Der Rat ein Pedal vor die Transistortröte zu schalten ist nett gemeint aber klingt doch meistens eher sehr suboptimal.

    Wenn dann würde ich Dir raten auf einen guten Amp zu sparen ! Es gibt genug Geräte die Dir solche Sounds bei Zimmerlautstärke liefern können ..

    Das muss auch kein Vermögen kosten .. :)

    Bei Bedarf kann ich Dir da gern ein paar Hinweise geben,
     
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  8. benny barony

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    Erstellt: 23.01.16   #8
    Noch 2 Dinge, die ich vergessen hab:
    Am Anfang hat er an der Gitarre das Volume-Poti etwas zugedreht, ab 00:40 fängt er an es schrittweise hochzuregeln. Dadurch hat er zunächst einen etwas Cleaneren Sound, mit mehr Volume kommt auch mehr Zerre dazu.
    Er spielt anfangs über den Halstonabnehmer - i.d.R. gut für solche singenden Sounds. Bei 02:31 etwa schaltet er auf den Steg-TA.
     
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  9. NuPi

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    Erstellt: 24.01.16   #9
    Hey wow danke für dir vielen schnellen antworten.

    @musikuss Habe auch auf eine Les paul Imitation getippt. Das Modell aber war bei Thomann nicht
    exakt auffindbar, ist wohl veraltet.

    @Benny barony
    Danke für die Nachhilfe

    Natürlich danke an alle. Werde morgen erstmal nochmal die vorgeschlagennen Einstellungen testen. Und auch mal mit dem pickup switch herum probieren. Habe auf den Hinweis hin mal gegooglet und jetzt erst den sinn des pickup switchs verstanden. Werde mir auch mal diverse spieltechniken aneignen und diese ausprobieren.

    Danach gebe ich mal ein neues Feedback. So oder so ist es schön zu hören dass ein Amp viel bewirken kann. Bzw zusätzliches equipment.
     
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  10. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #10
    Klar, viel Spaß und bis dann :)
     
  11. stoffl.s

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    Erstellt: 24.01.16   #11
    Aller Anfang ist schwer und wenn du gerade mit der E-Gitarre angefangen hast - da wirst du noch viel lernen. Sowohl von der Technik her, als auch vom Spielen. Glaub mir, auch ich lerne immer wieder dazu ;)
    Ich denke du hast schon mal ein ganz gutes Einsteigerset - schau dich in Ruhe um, was es am Markt an Verstärkern, aber auch an Pedalen, Multieffekten und auch Verstärkern gibt. Und dann spare auf das, was du haben möchtest, wenn dein Budget im Augenblick nicht dafür ausreicht.
     
  12. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #12
    Stoffel hat da schon ganz recht .

    Ich würde sogar noch weiter gehen ...

    ... das , was zum Schluß zu hören ist , fängt schon im Kopf an ... geht über die Finger auf die Klampfe ... über Saiten , PUs und Kabel zum Amp . Im Amp über verschiedene Einstellmöglichkeiten , ev noch Bodentreter und dann zum Lautsprecher .

    Jedes einzelne Teil davon bestimmt den Sound , manches mehr , manches weniger .

    Der größte Fehler besteht aber darin , den Sound des Vorbildes nach zu jagen !

    " ... ich hab jetzt die gleichen PUs wie Clapton und hab auch den gleichen Amp ... kling aber nicht so ? "

    Woran das wohl liegt ;) .

    Immer eins nach dem anderen .

    Man kann auch verzerrte Sachen , clean üben , was den Vorteil hat , das man genauer hört , was man falsch macht .... ansonsten kommt dann in einem Jahr die Frage ... warum matscht das so ?

    Verplemper nicht die Zeit mit Soundsuche , sondern üb ganz einfach ... der Rest kommt dann schon .
     
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  13. stoffl.s

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    Erstellt: 24.01.16   #13
    Achim - ich halte Soundsuche für etwas ganz wichtiges, aber - und ich glaub da sind wir einer Meinung - es soll dein Sound sein.
    @NuPi: und um seinen Sound zu finden muss mal dein Gehör trainiert werden, du musst an deinem Spiel arbeiten und schauen was du für Möglichkeiten hast. Dabei - und das ist ja auch schon angedeutet worden - wirst du auch die Nuancen lernen, wie etwas unterschiedlich klingt, wenn du unterschiedlich spielst, die Pickups schaltest, das Volume und Tonepoti verwendest...
     
  14. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #14
    Das stimmt, und ich bin der letzte, der einen besseren Amp abrät. Aber wenn man wirklich die Kröten zählen muss und nur so eine HB "Tröte" hat, tut so ein preiswertes Multi Wunder und 25€ sind erstmal nicht existenzbedrohend. ;)
     
  15. clone

    clone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.16   #15
    Hi Nupi,

    wie du siehst, hat die Stratocaster in dem Video 3 Single Coil Pickups. Das heißt, unabhängig von der Qualität ist das schon einmal eine völlig andere Gitarre als deine.

    Als Verstärker nutzt er im Video zudem einen Marshall dsl50, ebenfalls etwas sehr anderes, als du hast... .


    Es gibt Effektpedale, die einen Amp von Marshall imitieren, eventuell bringt dich das ein wenig weiter. Wunder solltest du aber nicht erwarten...
     
  16. Gast 2356

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    Erstellt: 25.01.16   #16
    Unfug, es gibt mittlerweile so gute Modeler, daß sogar die selbsternannte Experten
    nicht sagen können, was Amp und was Modeler ist.
    Clean eingestellte Transe plus Modeler (Line 6, Boss, Vox, Digitech o.ä.)
    und man kann nahezu alles spielen.

    Selbst Pat Travers spielt einen popeligen Tonelab in die Endstufe seines Amps.
    Ich habe da noch nie jemanden über den Sound meckern gehört.
     
  17. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.16   #17
    Du meinst nicht Modeler, sondern Multieffekt, oder?
     
  18. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.16   #18
    Wenn es nur um Effekte oder Cleane Sachen geht mag das ja funktionieren, aber
    Distortion aus nem Billigmodeller in eine Minitröte (6 Zoll Speaker !)
    klingt schnell nach Kreissäge.
     
  19. punkadiddle

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    Erstellt: 25.01.16   #19
    hmm.... für den anfang und zimmerlauststärke empfehle ich mal so einen kleinen marshall transistor, z. b. den cdr 15. die zerre ist da für den anfang ganz ok und ein regelbares reverb gibt es auch. dazu einen cd eingang für backing tracks von cd- oder mp3-player, kopfhörer dran und man kann loslegen. den amp gibts gebraucht schon für ca. 40 ocken.

    keep on rockin`
    --- Beiträge zusammengefasst, 25.01.16 ---
    offizieller name ist MGseries15CDR
     
  20. Gast 2356

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    Erstellt: 25.01.16   #20
    Klar, einen mit Modeler.
    Zum üben im Kämmerlein ist das allemal besser als der Marshallturm.
    Auch wenn die ultrakonservativen Traditionalisten es niemals zugeben werden:
    Diese kleinen Tretminen klingen mittlerweile verdammt gut.
    Natürlich läßt ein 6" Speaker keine Hosenbeine flattern,
    in der Regel klingt es aber leise sogar besser als ein unterforderter Monsteramp.
     
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