VHT GP3 + G-Major 2 + FCB1010

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apokalypse360
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Hallo Leute,

schon seit längerem spiele ich ein Rack aus einem VHT GP 3 Preamp und der VHT 2502 Endstufe. Nun kam es endlich dazu, dass ich mir ein G-Major 2 zulegen konnte.
Bislang habe mit dem FCB 1010 (MIDI-Out) den GP 3 (MIDI-In; noch ohne Phantom Power) gesteuert. Das Einstellen ging leicht von der Hand.

Jetzt möchte ich jedoch das G-Major 2 mit einbinden. Wie ich gelesen habe, ist eben der FX Loop des GP 3 "besonders" in dem Sinne, dass dieses "vor" der Vorstufe und "hinter" einem Buffer liegt.
Da ich noch keine Erfahrung mit Effektgeräten habe, wollte ich mich hier erst einmal erkundigen, wie ich es zu schalten habe.

Git -> VHT GP 3 ----(FX Send)--> G-Major 2 ---(FX Return)--> VHT GP 3 ---> VHT 2502 Wäre das so richtig?

und zum MIDI:

FCB 1010 (Out) -> VHT GP 3 (In) ----- (Through)---> G-Major 2 (In) Wäre ich so in der Lage Einstellungen beider Geräte über das FCB abzurufen??

Schon mal vielen Dank

Simon
 
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Vorweg, ich kenne beide Geräte nicht.
Aber mal von der reinen Theorie her gesprochen:

Git -> VHT GP 3 ----(FX Send)--> G-Major 2 ---(FX Return)--> VHT GP 3 ---> VHT 2502 Wäre das so richtig?

Das sollte auf jeden Fall so klappen.
Teste aber auch mal, ob eine serielle Verdrahtung klangliche Vorteile bringt.

Ich habe in meiner Anlage auch erst mein Intellifex in die Effektschleife meines JMP-1 gelegt, aber dann den Tipp bekommen, es so zu machen:

JMP-1 Output -> Intellifex Input -> Intellifex Output -> Endstufe.

Mir gefiel seriell besser als in der Effektschleife.

FCB 1010 (Out) -> VHT GP 3 (In) ----- (Through)---> G-Major 2 (In) Wäre ich so in der Lage Einstellungen beider Geräte über das FCB abzurufen??

Auch das sollte grundsätzlich passen, Du solltest damit einerseits Kanäle am Preamp und andererseits Presets am G-Major 2 schalten können.
Wenn der VHT keine Presets anlegen kann, was ich vermute, kann es aber sein, dass Du beiden Geräten verschiedenen MIDI Channels zuweisen musst.

Ich hoffe, das hilft Dir schon mal weiter. :)
Ansonsten frag gerne weiter. :-D
 
Grund: Tippfehler eliminiert - Stirb, Typo!
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Ich habe zwar keinen VHT - meine Setup ist ein JVM410, G-Major2 und ein FCB1010

@Pie-314 hat alles richtig beschrieben! Mit dieser Midi-Verkabelung und Audiosetup funktioniert das bei mir problemlos. Wichtig ist nur dass Du den beiden Geräten unterschiedliche Midikanäle zuweist (z.B. VHT Channel 1, G-Major Channel 2). Daran denken auch auf dem FCB1010 den zusätzlichen Midi-Kanal zu aktivieren damit das Board bei jedem Presetwechsel zwei PCs auf den passenden Midi-Kanälen sendet (ist in der Doku gut beschrieben; hab's leider nicht mehr im Kopf).

Das gleiche gilt auch für die Expressionpedale vom FCB1010 - immer den passenden Midikanal auswählen
 
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ok ok, das habe ich soweit. Es werden alle Signale scheinbar angenommen. Danke schon mal :great:

ich habe da allerdings nun eine andere Sache...

Geplant war es ja, dass ich komplette Presets sowohl für Vorstufe, als auch G-Major 2 festlege.

Bsp.:
- Preset 1 auf FCB soll Clean Channel mit Brite -Funktion der Vorstufe abrufen und beim G-Major einen Tri-Chorus abrufen (also stelle ich im G-Major auf Preset 1 einen Tri-Chorus ein).
soweit die Idee und so läuft es auch: ich drücke die Taste, und die vorher gespiecherten Presets werden abgerufen.

allerdings ist es nun so, dass das Exp Pedal A vom FCB den Globalen Boost der Vorstufe aktiviert/deaktiviert.... Eigentlich sollte dieses hier schlicht nichts tun:weird:

Weiß jemand zufällig wie ich das beheben kann?

Hier gibt es die Anleitung der Vorstufe: http://www.fryette.com/content/GP3_SFD.pdf

Leider bin ich ein wirklicher Laie was MIDI angeht. Bisher hatte ich nur die Vorstufe mit dem FCB gesteuert und da hatet ich die Pedale noch garnicht am FCB kalibriert gehabt :redface:

PS: JA Seriell macht das G-Major 2 mehr Sinn. Dafür ist es allerdings auch gebaut xD
 
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Jetzt möchte ich jedoch das G-Major 2 mit einbinden. Wie ich gelesen habe, ist eben der FX Loop des GP 3 "besonders" in dem Sinne, dass dieses "vor" der Vorstufe und "hinter" einem Buffer liegt.
Da ich noch keine Erfahrung mit Effektgeräten habe, wollte ich mich hier erst einmal erkundigen, wie ich es zu schalten habe.

Git -> VHT GP 3 ----(FX Send)--> G-Major 2 ---(FX Return)--> VHT GP 3 ---> VHT 2502 Wäre das so richtig?

Würde ich nicht so machen. Wie Du oben ganz richtig schreibst, ist der FX-Loop beim VHT GP3 eigentlich gar keiner, jedenfalls nicht im gewohnten Sinne. Wenn Du das G-Major dort einschleifst, liegen alle Effekte vor der Verzerrung, was zumindest bei Modulations-, Delay und Reverb-Effekten keine gute Idee ist. Vorgeschaltet funktionieren die eigentlich nur bei Clean- und maximal leicht angezerrten Sounds, und wer spielt schon ausschließlich sowas, wenn er einen VHT-Preamp :evil: hat...?

Der Loop ist eigentlich als Buffer gedacht, also als linearer Impedanzwandler für typische Vorschalteffekte. So sollen auch lange FX-Ketten (Pedalboard) ohne Verlust zuschaltbar eingebunden werden, während passive GitarrenPUs trotzdem direkt an einer Eingangsröhre hängen. Näheres findest Du in meinem ausführlichen Review:

https://www.musiker-board.de/threads/amp-vht-gp3-valvulator-preamp.633571/#post-7805158

Ich würde jedenfalls das G-Major 2 anders verschalten, nämlich einfach hinter den Ausgang des Preamps hängen. Fryette ist davon ausgegangen, dass das bei einem modernen, hochwertigen Multieffekt ohne Soundeinbußen möglich sein sollte. Natürlich musst Du dabei die Eingangsempfindlichkeit des G-Major anpassen, aber das sollte beim G-Major in einem ausreichend weiten Bereich möglich sein. Leider hat das G-Major 2 selbst keinen Einschleifweg, sodass man Compressor oder Wah nicht abtrennen und vor die Vorstufe hängen kann. Ich finde aber, dass man das eher verschmerzen kann als einen verzerrten Hall-Effekt.

Kleiner Tipp: Was den FX-Weg im GP3 betrifft, kann ich mich jetzt nicht mehr genau erinnern, ob er auch im Signalweg ist, wenn er zwar eingeschaltet, aber kein Effekt eingeschleift ist. Du kannst ja mal ein kurzes Patchkabel zwischen Send und Return hängen und ausprobieren, obs einen Unterschied macht. Jedenfalls ermöglicht das Zuschalten noch einen etwas anderen Sound, zB mit einer eher mittig klingenden JJ ECC83S oder einer eher aggressiven TAD RT001.

Ich hatte ja selbst längere Zeit einen GP3, wobei mir der für meinen Stil (und meine Fähigkeiten, denn er verzeiht echt nichts) letztlich doch etwas zu trocken und direkt klang. Um einiges besser wurde es dann mit dem "Gain Mod", den Mr. Fryette selbst entworfen hat. Dabei werden nur einige wenige Bauteilwerte geändert, aber das bringt deutlich mehr Zerre und einen "saftigeren", mMn angenehmer spielbaren Sound in allen Kanälen. Der Ton ab Werk ist ja schon extrem direkt, da hatte ich immer das Gefühl, man muss da trotz hoher Verzerrung eine Menge "arbeiten". Auch dazu ein Review:

https://www.musiker-board.de/thread...mit-offiziellem-gain-mod.643942/#post-7967553

Ich trauere dem Teil für manche Sachen schon nach, aber ich hab noch einen GT Trio und einen Egnater ie4, das muss erst mal reichen. In meinen Reviews findest Du auch Tipps zum Einstellen und zu Röhrentypen, falls Du da mal rumprobieren willst. Die V1 ist dabei übrigens nicht die normale Eingangsröhre der ganzen Schaltung, sondern ausschließlich für den Buffer/FX-Loop.

allerdings ist es nun so, dass das Exp Pedal A vom FCB den Globalen Boost der Vorstufe aktiviert/deaktiviert.... Eigentlich sollte dieses hier schlicht nichts tun:weird:

Weiß jemand zufällig wie ich das beheben kann?

Eigentlich nur am FCB1010, denn beim GP3 sind die Empfangseinstellungen für MIDI fest vorgegeben. Ich weiß nicht genau, was man am FCB einstellen kann, aber er scheint gegenwärtig sog. control change (cc-)Daten auf CC#27 zu senden, wenn man EXP1 betätigt. Da müsstest Du halt einstellen, dass er das nicht mehr tut. Oder eine cc# unter 20 oder über 30, denn die kennt der GP3 nicht und macht dann auch nix. Allerdings müsstest Du dann am G Maj einstellen, dass der die gewünschten Funktionen wie Volume, Wah oder Zuschalten eines Effekts auf diese geänderten cc# hin ausführt. Ist auf S.20 der deutschen Anleitung kurz erläutert, ist aber auch ganz einfach.

Was die MIDI-Verschaltung betrifft, gibt es verschiedene Wege. Gegenwärtig hast Du die einfachste gewählt. Falls das G-Major MIDI-Mapping beherrscht, könntest Du allerdings in den dortigen MIDI In gehen und dann in seinem MIDI-Menu einstellen, welche Daten am OUT (nicht Thru!) an das GP3 ausgegeben werden, wenn am In des G-Major etwas ankommt. In das Thema MIDI musst Du Dich halt mal einlesen, das bleibt Dir nicht erspart. Es ist aber jetzt nicht so kompliziert, dass man die Basics nicht recht schnell verstehen könnte. Im Netz gibts schon eine Menge Anleitungen dazu, da solltest Du eigentlich eine finden, die Dich anspricht.

Ökay, hab mir jetzt mal die Anleitung des G-Major angesehen. Vielleicht lässt sich das ganze schon lösen, indem Du die Reihenfolge der MIDI-Anschlüsse umdrehst, also ins G-Maj gehst und aus dessen MIDI Out in den IN des GP3. Denn in der Anleitung findet sich nur das Mapping von program change (pc)-Befehlen, aber nichts darüber, dass das G Maj auch cc-Daten senden würde. Du würdest allerdings die Möglichkeit verlieren, über MIDI-Befehle solche Funktionen wie EQ, Boost, Brite, Fat usw. auch ohne Programmwechsel einzeln zu schalten. Willst Du bis jetzt zwar nicht, aber etwas schade wärs schon. Eine Alternative wäre natürlich, für diese Zwecke dann zusätzlich zu MIDI auch ganz normale Fußschalter anzuschließen, dafür gibts ja auch Eingänge auf der Rückseite.

Gruß, bagotrix
 
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Danke für die ausführliche Antwort Bagotrix!

Wie du schon auch vorgeschlagen hast, habe ich nach ein wenig Ausprobieren das G-Major 2 in Serie geschaltet. Klang einfach besser als im Loop.
Mit dem MIDI habe ich etwas rumhantiert und so langsam bekomme ich den Dreh raus :great:

Am FCB kann man an jedem Preset einstellen ob und welche Pedal überhaupt aktiv sind, allerdings finde ich es mittlerweile garnicht mal verkehrt über das Pedal A den Boost der Vorstufe mit dem Reverb des G-Major 2 zu aktiveren :D
Das Wah habe ich zwar immernoch nicht auf Pedal B gelegt bekommen, aber das hat nun auch nicht oberste Priorität.

Wenn ich jetzt noch den intelligent Pitch Shifter nach wünschen ins laufen bekäme, wäre alles super :redface:

PS Deine Review zum GP 3 habe ich schon gefühlt 10 mal gelesen, da ich sehr lange nach dem "richtigen" Amp gesucht. Geworden ist es eben der GP3 mit der VHT 2502 und dem G-Major 2 :rolleyes:
 
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Wenn ich jetzt noch den intelligent Pitch Shifter nach wünschen ins laufen bekäme, wäre alles super :redface:

Was läuft denn nicht?

Die Verzerrung mit ihren vielen Obertönen wird es dem Teil vielleicht etwas schwerer machen, aber andererseits ist die Kompression eher von Vorteil. Ich liebe jedenfalls mehrstimmige Leads und hatte mir schon vor 20 Jahren das Roland GP-100 gekauft, weil es einen der ersten erschwinglichen und funktionierenden 4-stimmigen (!) IPS hatte... Derzeit spiele ich ein BOSS GT-Pro. Von daher ein paar grundsätzliche Tipps zum Gebrauch:

- Wichtig ist natürlich, dass die Gitarre 100% gestimmt ist. In der Anleitung des Gmaj2 steht leider nichts dazu, ob der Pitch Shifter an den internen Tuner gekoppelt ist, aber ich vermute es mal schwer. Die Gitarre solltest Du also am besten mit diesem stimmen. Oder schau mal nach, ob unter "Tuner Ref" a=440 Hz oder was auch immer eingestellt ist, und vergleiche die Referenzfrequenz mit Deinem externen Stimmgerät, falls Du ein solches benutzt.

- Nur einzelne Töne spielen, und die möglichst sauber. Das gilt für die linke und die rechte Hand. Die IPS-Dinger brauchen einen klar definierten Ton, während zu festes Greifen, Anschlagsgeräusche durch ein schräg gehaltenes Plektrum etc. dem Prozessor die Arbeit erschweren.

- Zerre etwas zurücknehmen, und einen eher mittigen Sound verwenden. Zu viel Zerre klingt mit dem IPS schnell nach einem Synthi...:govampire:

- In der Effektreihe keine zeitabhängigen Effekte, also Chorus, Tremolo, Delay etc. vor den IPS setzen.

- Sollte klar sein, aber trotzdem: die Tonart richtig bestimmen, in der Du spielst. Manchmal ist das gar nicht so einfach, wie es scheint. Ich hab jedenfalls bis heute nicht rausgefunden, in welcher Tonart "It's Only Love" von Bryan Adams steht. Irgendwie will da keine der naheligenden Möglichkeiten funktionieren...

- Weniger ist mehr. Um den Eindruck einer zweistimigen Leadgitarre zu erwecken, ist es nach meiner Erfahrung eher kontraproduktiv, das Effektsignal gleich laut wie das unbearbeitete einzustellen. 30% oder so reichen für die "klassische" Terz aufwärts á la Thin Lizzy, Iron Maiden und Bullet For My Valentine völlig. Die eigentliche Melodie tritt stärker hervor, und es fällt viel weniger auf, dass das FX-Signal immer etwas unnatürlich klingt. Zum Einen spielt ein zweiter Gitarrist nie so exakt in der gleichen Spur, zum Anderen ändern sich die Obertöne (Stichwort "Micky-Maus-Effekt"). Das können nur sehr teure Geräte kompensieren.

- Den Tipp aus dem Manual, die zweite Stimme ein paar Millisekunden zu verzögern, kann ich unterschreiben.

- Ruhig auch mal nach unten harmonisieren, es klingt sogar etwas weniger künstlich. Eine Sext abwärts hat schon was.

Gruß, bagotrix
 

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