"VIBE garden" Testrun

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Ich würde mein Pedal 3 Musiker-Board Usern für jeweils 2-3 Wochen zur Verfügung stellen, wenn sie hier im Thread von ihren Erfahrungen berichten.
Neugierig sind ja die meisten User hier im Subforum :)
(schreibt mir eine PN)



P.S. es gibt nix zu gewinnen! Hier geht mein privates Pedal auf die Reise, da ich es durch einige Abwesenheiten - z.B. NAMM Show - bis Mitte Februar selbst nicht nutzen werde.

Vibe_4_Board.jpg


Bei meinem Woodway Studio Besuch kam es auch zu einem Abstecher zu Dr.Dub (hier lang). Dort habe ich nicht nur die tollen Schneidemaschinen für Vinyl entdeckt, sondern mich mit Andy auch über seine Elektronik Projekte unterhalten. Und wie es so ist ... zu einem guten Gespräch kam Neugierde dazu und schon hatte ich ein Pedal mehr mit im Gepäck für den Heimweg. Neugierig unter anderem, weil ich selbst bisher keinen Kontakt zu Univibe getriebenen Pedalen hatte und neue Soundwelten ja immer mal einen Exkurs wert sind.

Also hat Andy mir erst mal erklärt, was da den Sound an seinem selbst gebauten 5e3 Amp so verändert. Ich gehe zwar davon aus, dass ihr mir beim Verständnis des Themas voraus seid - trotzdem hier aber mal eine Runde Erklärung zur Funktionsweise "Univibe" und Konsorten.

Vorgeschichte zum Vibegarden:
Wie das „vibe“ im Namen vermutlich schon verraten hat, geht es dabei um einen Meilenstein in Sachen Filter/Modulations-Effekten, dem Univibe. Schon einige Hersteller haben dieses Effektgerät (welches das erste Mal Ende der 60er auf den Markt kam) in den letzten Jahren wieder aufleben lassen. Klar, ein Univibe Pedal ist ganz und gar nichts Neues!

Viele die den grundlegenden Sound eines Univibes erklären wollen werden sehr kreativ in der Wortwahl. Beschreibungen wie „tropfend“ „swirly“ „rotierend“ „moving“ „pulsierend“ usw. treffen gut zu. Andy's Univibe Beschreibung würde übrigens so lauten: „A psychedelic trip in a box“

Man könnte meinen es geht hier um einen Phaser, Flanger, Chorus oder Vibrato Effekt? (Die 2 Modis auf dem Gerät heißen ja außerdem Chorus und Vibrato), die Antwort: Nein, das Univibe hat sich seine ganz eigene Kategorie gesichert. Daher ist die Benennung der beiden Modi nicht mehr als ein Hinweis aus heutiger Sicht. Als das Univibe zum ersten Mal auf den Markt kam, gab es noch keine Chorus oder Vibrato Effekt Pedale.

Und was unterscheidet nun ein Univibe von anderen Modulationseffekten?

No bulb, no Vibe.

Genau, ein richtiges Univibe beinhaltet ein kleines Lämpchen welches durch einen LFO (low frequency oscillator) zum Pulsieren gebracht wird. Rund um das Lämpchen sind 4 Fotowiderstände angeordnet (unter einem lichtdichten Deckel), welche das Pulsieren der Lampe aufnehmen und dadurch ständig ihren Widerstandswert ändern - je nachdem wieviel Licht sie aufnehmen. Jeder der Fotowiderstände ist einer separaten Filterstufe zugehörig. In Summe erzeugen diese Filterstufen dann zwei schmale „Löcher“ (an unterschiedlichen Bereichen des Frequenzbandes) und je nach Geschwindigkeit des LFOs bewegen sich diese auf dem Frequenzband langsam oder schnell auf und ab. Im „Chorus“ Modus wird dieses modulierte Signal mit dem Grundsignal vermischt und erzeugt dadurch Phasenauslöschungen welche zum typischen rotierenden und 3-dimensionalen Sound führen. Umso langsamer das Pulsieren des Lämpchens, desto „tiefer“ und intensiver klingt dieser Effekt. Im Vibrato Modus klingt der Effekt tatsächlich wie ein Vibrato, jedoch sehr warm und natürlich.

Analog vs. Digital:

Ein Beispiel:

Stell dir vor du stehst in einem komplett dunklen Raum und plötzlich geht das Licht an. Deine Augen benötigen immer eine gewisse Zeit um sich an das Licht zu gewöhnen, bis sie wieder ein klares Bild vom Raum erfassen können, geht das Licht wieder aus, so dauert es ebenfalls eine gewisse Zeit bis die Sicht im Dunkeln wieder besser wird. Die Länge dieser „Angewöhnungszeit“ hängt immer mit der Zeit zusammen wie lange das Licht vorher jeweils ein bzw. aus war. Die Nähe der Augen zu der Lichtquelle, sowie die Lichtempfindlichkeit jeder einzelnen Person würde ebenfalls zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Durch das analoge Schaltungsprinzip mit der optisch/elektrischen Kopplung des LFOs an den Filterstufen ergibt sich immer eine gewisse Trägheit, je nach Ansprechzeit und Kennlinie der Sensoren. Das hat direkt Einfluss auf den Effekt, je nach Einstellung der Intensität und Geschwindigkeit verändert sich dieser leicht. Die Qualität des Effekts ist immer nur so gut wie auch die Schaltung darauf abgestimmt ist. Meiner Meinung nach sind echte Univibes aufgrund dieses Zusammenspieles digitalen Simulationen überlegen.

Natürlich gilt grundsätzlich - ein Pedal muss eine hohe Eingangsimpedanz aufweisen und eine relativ niedrige Ausgangsimpedanz, aber in diesem Fall profitiert der Effekt von der niedrigen Eingangsimpedanz, was dazu führt, dass das Eingangssignal vom Tonabnehmer der Gitarre bereits etwas „weicher“ ankommt. Deswegen würde ich empfehlen ein „echtes Univibe“ immer ganz am Anfang der Signalkette zu platzieren. „Aber was mache ich dann mit meinem alten Fuzz Pedal, das sollte doch anfangs platziert werden?“ Kein Problem, auch das beliebte Fuzzpedal kann direkt nach dem Vibe platziert werden. Ohne, dass es negative Auswirkungen auf den Sound hat, und es gibt auch noch ein zusätzliches Feature, welches vielleicht für einige interessant sein könnte.


Einige weitere - etwas umständliche - Eigenschaften von vintage Univibes die nicht direkt etwas mit dem Sound zu tun haben.

  • Eine beliebte Methode mehr Kontrolle über den Effekt zu haben ist die Ansteuerung der LFO Geschwindigkeit über einen Fußschweller, welcher im Original ziemlich umständlich über einen mehrpoligen DIN-Stecker realisiert wurde.

  • Analoge Vibes funktionieren außerdem am besten, wenn sie intern nicht unter 18V DC Versorgungsspannung arbeiten, 18V DC sind zwar gängig auf Pedalboards, aber der Standard neigt immer mehr zu 9V DC.

  • Eine Eigenschaft welche in der heutigen Zeit immer beliebter wird bei Pedals: True Bypass. Ein originales Vibe hatte KEINE True Bypass Funktion, sondern nur die Möglichkeit den LFO auszuschalten. Das Signal wird dann zwar nicht gefiltert bzw. moduliert, aber läuft trotzdem durch den gesamten Preamp und die Filterstufen mit leichtem Pegelverlust. Noch dazu „färbt“ es das Signal – was nicht immer gewünscht ist.

  • Alte analoge Vibes sind nicht nur teuer, sondern auch groß gebaut und nehmen viel Platz in Anspruch, da oft auch Trafos untergebracht sind, denn die alten Geräte mussten direkt mit Netzspannung betrieben werden und die Versorgungsspannung wurde unsauber gleichgerichtet, was zu unerwünschten Nebengeräuschen führte.

Ok, wir sind also an der Stelle, wo die besondere Tonwelt des "Vibe" wieder gefragt ist, alte "Vibe" praktisch unerreichbar und zusätzlich durchaus problematisch sind. Und hier hat Andy sich mit seinem Elektronik Hintergrund und Faible angesprochen gefühlt, zumal auch er als praktizierender Gitarrist dem Effekt einiges abgewinnen kann :).

ZITAT Andy:
Wo fange ich da an? Am besten bei der Idee, Effektgeräte also „Bodentreter“ für Gitarre/Bass selber zu bauen.

Richtig eingetaucht in die Materie für Gitarrenpedale bin ich erst 2020. Mir ist nach den ersten paar selbst gebauten Dirt-Pedal Clones (bekannte Fuzzes, Overdrives, usw.) schnell klargeworden, dass mein Hobby (klar-Gitarre spielen) und meine Elektrotechnik Ausbildung sich da perfekt ergänzen und gegenseitig inspirieren können. Und schon war ich „down the rabbithole“.

So bin ich abgetaucht in die ganze Materie, angefangen bei den Oldschool-Fuzz Pedals, bis hin zu den zugänglichen DSP-Chips, über die die DIY Community im Netz herfällt. Welches Pedal spielt mit welchem Amp zusammen (und warum), welche Pedals spielen mit welchen Pedals an welcher Stelle in der Kette wie zusammen, welcher Artist hat was wie verwendet? Hauptsache war, dass ich jede Info aufsaugte, wie ein Schwamm.

Die analoge Ecke hat es mir bis jetzt in der Pedalgeschichte mehr angetan, als die modernere, digitale Herangehensweise. Zum einen hat es vermutlich auch damit zu tun, dass die analoge Elektronik mehr zugänglich und überschaubarer ist, zum anderen geht’s auch einfach um Geschmack. Da scheiden sich bekanntlich ja die Geister, aber darauf will ich jetzt gar nicht eingehen.

Die letzten Jahre habe ich mich also durch viele der gängigsten und beliebtesten Pedalschaltungen „durchgebastelt“ und etwas experimentiert. Einfach betrachtet besteht jede dieser Schaltungen aus einer handvoll eigenständigen Baugruppen (Gainstage, Tonestack, Buffer, Clippingstage usw.). Jede dieser Baugruppe kann in sich modifiziert werden, in der Reihenfolge verändert, oder ergänzt werden. Ich finde, man könnte es auch so betrachten: Jede Baugruppe ist eine Zutat und macht jede Pedalkreation zu einem Cocktail mit eigenem, unverkennbaren Geschmack.

Und dann?

Nun haben eine handvoll Musiker-innen in der Umgebung bereits das ein oder andere Pedal von mir auf dem Pedalboard. Weil ich aber noch einen Schritt weiter gehen wollte und meine Partnerin Carmen ein gutes Händchen für Grafikdesign und Illustrationen hat, gründeten wir CandyBox.

CBE_sm.jpg


Unser Motto: Finest analog circuitry in a tasty modern format.


Das erste Pedal in Serienfertigung musste her – und die Univibe-Schaltung hat es mir dabei besonders angetan. Ok, man hätte leichter einsteigen können :whistle:

So schön ein echtes analoges Univibe auch klingen mag, es gibt doch ein paar bittere Beigeschmäcke, wenn man sich so ein altes Gerät aufs Pedalboard montiert.

Natürlich gibt es auch einige modernere Optionen von diversen Boutique Anbietern, welche klanglich ziemlich treu zum „original“ bleiben und doch moderner in der Handhabung sind, aber mir ist bis dato keines in die Quere gekommen, welches für mich alle wichtigen Punkte unter einen Hut bekommt. Ich wollte mich also an eine eigene Variante eines Univibes wagen, welche folgende Eigenschaften beinhalten sollte:

  • Ein 100% diskreter analoger Signalweg (wie beim OG Vibe) - also keine ICs/Opamps .

  • Keine maschinell bestückten SMD Bauteile, sondern handmontierte Bauteile, was das Gerät viel langlebiger/robuster sowie reparabel machen soll.

  • Bessere Bedienung sämtlicher Funktionen per Fuß (Umschaltung Chorus/Vibrato).

  • 9V DC kompatibel (interne Ladepumpe die auf 18V verdoppelt).

  • True Bypass.

  • Mehr auswählbare Klangcharakteristiken.

  • Kein Pegelverlust, wenn man den True Bypass ausschaltet.

  • Regelbare Geschwindigkeit des LFOs sowohl per extern angeschlossenen Fußschweller, als auch mit Drehregler.

  • Die Möglichkeit den LFO auszuschalten über einen „Cancel“-Schalter, sodass man das Gerät bei max. Volume separat als Fuzzbooster verwenden kann (Wenn man einen Fuzz wie vorher beschreiben nach dem Vibe in die Signalkette hängt).

Spezifikationen:

Leistung:
9V DC max. 200 mA Stromaufnahme.
Buchsen: Input / Output / EXP (TRS-Buchse) für optionale LFO Geschwindigkeitssteuerung über Lautstärke-/Expressionpedal / DC-Buchse, Spitze negativ/Ring positiv (nur 9V!).

Einstellmöglichkeiten:
  • Bypass - Fußschalter (Soft Touch - Relaisschaltung
  • Chor./Vib. - Fußschalter (Soft Touch- Relaisschaltung) – wählt zwischen Chorus und Vibrato Effekt, Status wird durch jeweilige LED angezeigt.
  • Mode Drehschalter – wählt Modus 1,2,3 aus.
  • Volume Regler - Ausgangspegel, für Boostfunktion/LFO off am besten ganz aufdrehen.
  • Intensity Regler - regelt die Intensität der Lampe (mehr Intensität muss nicht immer heißen, dass der Effekt intensiver wird).
  • Speed Regler - Geschwindigkeitsregler (LFO)
  • LFO ON (Modulation/Filter ein) / OFF (nur Vorverstärker/Boost).
Intern:

  • OFS – Trimmpoti, wurde von uns bereits für Kalibrierungszwecke eingestellt– Einstellung NICHT ändern - (außer man weiß was man tut ;))
  • LAMPBIAS – Trimmpoti, wurde von uns bereits für Kalibrierungszwecke eingestellt– Einstellung NICHT ändern - (außer man weiß was man tut ;))
  • OFSmaxspeed – Trimmpoti, regelt die maximal einstellbare Geschwindigkeit des LFOs, kann behilflich sein um extern verbundene Fußschweller über EXP Ausgang besser abzustimmen, da das Steuerungsverhalten diverser Volume/Expressionpedals unterschiedlich sein kann.

Beschreibung der Modis:

Modus 1:


Arbeitet in der „Midrange“ (ca. 500Hz-1500Hz).

Modus 2:

Arbeitet in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz).

Modus 3:

Arbeitet in der „Midrange“ (ca. 1000Hz-2000Hz), sowie in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz).

Finetuning:

Die interne Feinabstimmung der beiden Trimmpotis (LAMPBIAS und OFS) ist ein Hauptbestandteil der Klangqualität bzw. der Klangeigenschaft des Effektes. Beide Trimmpotis interagieren miteinander, man sollte also keinenfalls einen der Potis „auf gut Glück“ verstellen, falls das doch passiert und man nicht mehr zurück findet – halb so wild:

Wir empfehlen grundsätzlich 2 Settings die auf jeden Fall zu einer guten Einstellung führen:

„Andy“ Setting (Siehe Bild Andy Setting) OFS auf 10Uhr, LAMPBIAS auf 1Uhr.

Andy Setting.jpg


„Hans” Setting (Siehe Bild Hans Setting) OFS auf 9Uhr, LAMPBIAS auf 12Uhr.

Hans Setting.jpg


Beide Settings holen den maximalen Effekt aus der Schaltung, haben aber dennoch einen leicht unterschiedlichen „Touch“.

Alles klar ... wer hier angekommen ist, ist wahrscheinlich neugierig genug ...

Gruß
Martin & Andy von CandyBoxEffects
 
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Ok, das Pedal ist heute beim ersten "Neugierigen" angekommen. @-N-O-F-X- wird uns demnächst von seine Eindrücken berichten.

Wer hat Bock auf Runde 2 - Anfang Januar kann es weiter gehen?

@Guitarcoach
@B.B

Das könnte was für euch sein :) ...

Gruß
Martin
 
Sollte ich mit meinen Wurstfingern in Frage kommen... Das klingt spannend.
Ich mag Uni-Vibe
 
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Sollte ich mit meinen Wurstfingern in Frage kommen...

Ja, @-N-O-F-X- ist noch +/- diese Woche am werkeln ...

Du kannst mir ja schon mal per PN deine Adresse zukommen lassen, dann kann ich Ende der Woche ein DHL Label vorbereiten ...

Gruß
Martin
 
Schön anzuschauen ist es:
PXL_20231211_173043870~2.jpg

...und das Pedal macht auch richtig Spaß! Sowohl im Vibrato als auch im Chorus Modus kommen da sehr brauchbare Sounds raus und gerade beim Chorus sind die 3 Modi auch sehr unterschiedlich.
Ich habe ein paar Soundfiles aufgenommen und werde nochmal ausführlicher dazu schreiben, hier schonmal ein kleiner Teaser zu den 3 Modi.
Es kommen der Reihe nach jeweils die Modi 1, 2 und 3. Zunächst steht Intensity auf ca. 10-11 Uhr,im zweiten Durchlauf bei ca. 14 Uhr.

Modus 1 verträgt meiner Meinung nach mehr Intensity, um gut zu klingen, die anderen beiden klingen auch niedriger schon gut.
Den Extremfall hört man, wenn man Intensity ganz zurückdreht, dann hört man den Effekt nicht mehr, die Frequenzen insgesamt sind aber völlig anders, das könnte man im Modus 1 auch als Effekt einsetzen. (Reihenfolge: Effekt aus - 1 - 2 - 3 - Aus)

Beschreibung der Modis:
Modus 1:

Arbeitet in der „Midrange“ (ca. 500Hz-1500Hz).
Modus 2:
Arbeitet in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz).
Modus 3:
Arbeitet in der „Midrange“ (ca. 1000Hz-2000Hz), sowie in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz).
(Leerzeilen im Zitat habe ich entfernt)

Es kommen noch ein paar mehr Infos und Sounds von mir. Eine Frage an @hack_meck habe ich aber noch: In welcher Preisklasse spielt das Pedal denn?
 
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Ich habe ein paar Soundfiles aufgenommen und werde nochmal ausführlicher dazu schreiben

Super !!!

Eine Frage an @hack_meck habe ich aber noch: In welcher Preisklasse spielt das Pedal denn?

Auf ihrer Webseite ist noch nicht weiter gemacht worden. Ich habe aber ne Mail an Andy geschickt, ob sie da weiter gekommen sind. Soweit mir bekannt, bauen sie grade die erste Charge auf.

Gruß
Martin
 
Als alten UniVibe Fetischist und Sammler läuft mir da ja das Wasser im Mund zusammen und ich frag mich warum ich den Beitrag erst jetzt entdeckt habe ?!?
Das scheint ein schönes Projekt zu werden und definitiv wäre das Endprodukt interessant, vor allem weil mich die Frage drängt wie das „Problem“ mit den Fotozellen gelöst wurde, die sind ja wegen RoHS/Cadmium nicht mehr erhältlich (Was bei den Anlagen meines Hauptarbeitgeberns ein ziemliches Problem darstellte welches nur sehr aufwändig gelöst werden konnte). Bin auf weitere Testergebnisse gespannt!
 
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In welcher Preisklasse spielt das Pedal denn?

In der Boutique Ecke ... sie werden komplett in Fieberbrunn aufgebaut und auch das Gehäuse wird bei ihnen bedruckt. Die Platinen sind aus DE. Interessant vielleicht auch, dass es einen lebenslange Garantie geben wird.

Als alten UniVibe Fetischist und Sammler läuft mir da ja das Wasser im Mund zusammen und ich frag mich warum ich den Beitrag erst jetzt entdeckt habe ?!?

Bedeutet du willst im Februar probieren? Den Transfer könnten wir so ab dem 05.02. angehen, wenn @zwiefldraader bis dahin fertig gespielt hat.

vor allem weil mich die Frage drängt wie das „Problem“ mit den Fotozellen gelöst wurde, die sind ja wegen RoHS/Cadmium nicht mehr erhältlich

Habe ich nachgefragt ...

Die sind durchaus verfügbar - wenn auch ziemlich teuer mittlerweile. Da haben sie vor 15 Jahren schon in den Foren darüber geredet und Angst gehabt, dass es keine Fotowiderstände mehr geben wird, aber dann gabs welche mit anderen Inhaltsstoffen und dann seit Photovoltaik mehr gefragt ist, gibt's wieder eine Ausnahme oder so weil auch dort diese Inhaltsstoffe vorkommen. Kann mir gut vorstellen, dass die Dinger für große Unternehmen nicht mehr Stand der Dinge sind und zu teuer oder nicht mehr in der Stückzahl verfügbar, aber da gibt es natürlich viel bessere und modernere Alternativen wie Fotodioden oder Fototransistoren.

Für einige Audioanwendungen, vor allem im analogen Bereich sind aber nach wie vor Fotowiderstände üblich und sehr beliebt.

Gruß
Martin
 
Dieses Wochenende muss ich kurzfristig für einen Kollegen einspringen und ein Seminar geben.
Bin daher wäre es ganz gut, das Wochenende 27./28. zum Testen zu haben.
Aber bis zum 05.02. liegen ja noch zwei Wochenenden vor mir. Das wird schon klappen von meiner Seite.
Meine Pickup-Testreihe fange ich erst Mitte Februar wieder richtig an, sonst kann ich nicht dranbleiben....
 
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finde das pedal interessant und wollte mich auf der website des herstellers für den newsletter anmelden, um bei release bescheid zu wissen. leider habe ich keine website gefunden.

gibt es mittlerweile ein datum für das release des pedals?
 
Hallo liebe Vibe-Freunde,

Vielen Dank an dieser Stelle an Martin, sowie sämtlichen Usern für die interessierten Beiträge zu unserem "Pilotprojekt"!

Hier eine Version des Vibe-Gardens mit "Speedboost" Fußtaster - beim Betätigen und Halten wird die LFO Geschwindigkeit auf's maximale "geboostet" - wenn man wieder loslässt fällt sie wieder zurück auf die eingestellte Geschwindigkeit:

Vibe-Garden mit Speedboost



@marcel22 Das Vibe-Garden ist zurzeit unser Flaggschiff, bis zum Launch der Website möchten wir unser Sortiment aber bereits mit einem weiteren Pedal ergänzen (Ein Effekt welcher gut mit dem Vibe-Garden harmoniert - was kann das wohl sein ;)), den Website Launch haben wir für dieses Jahr am Plan, genaueres können wir leider noch nicht sagen.

Wir stellen gerade den ganzen Fertigungsprozess auf die Beine und sind noch etwas am tüfteln und optimieren, die nächsten Wochen wird der erste Vibe-Garden Batch fertig verpackt.

Early-Birds können sich natürlich gerne schon Infos und Reservierung für ein Vibe-Garden sichern - sehr gerne eine PN an mich.

PS: Demnächst gibt's auch neue Beiträge zum Vibe-Garden auf Instagram!

groovige Grüße,
Andy

Vibe-Garden Vanilla
 
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Bedeutet du willst im Februar probieren? Den Transfer könnten wir so ab dem 05.02. angehen, wenn @zwiefldraader bis dahin fertig gespielt hat.
Grad erst gesehen....probieren würd ich gerne aber aktuell (durch berufliche Einflüsse) defacto keine Zeit vor Ende März und aktuell leider auch keine Möglichkeit ordentlich Clips aufzunehmen.
 
Ich habe heute die Zeit gefunden, die Soundfiles zu exportieren und ein paar Zeilen zum Vibe (fertig)zu schreiben:

Candy Box Effects - VIBE garden
Testbericht

Ich bin kein Vibe-Experte, mich hat das Pedal aber interessiert. Die Chance, es zu testen, wollte ich mir nicht nehmen lassen. Danke @hack_meck !

Optisch finde ich das Pedal äußerst ansprechend, man bekommt definitiv Lust, es auch einzuschalten 😊
PXL_20231211_173043870~2.jpg

Zunächst habe ich den LFO ausgeschaltet und angehört, was es mit dem Sound macht (erst Hals-Pickup, dann Steg. Man hört denke ich deutlich, wo das Gerät an- und ausgeschaltet wird, sorry dafür, dass die Gitarre nicht 100% gestimmt ist).



Da kommen schon viele Bässe dazu, um ein Fuzz zu überfahren wahrscheinlich brauchbar, das habe ich nicht getestet. Ansonsten ist das mit dem Hals-Pickup schon speziell, bei einem dünnen Steg-Singlecoil kann man aber sehr brauchbare Sounds erzielen.


Der LFO wird schnell wieder eingeschaltet, das ist wohl das, was mehr interessiert.

Vibrato

Im Vibrato-Modus machen die 3 Modes deutlich weniger Unterschied, als beim Chorus. Hier ein ganz kurzer Vergleich:



Ansonsten habe ich noch ein bisschen rumgespielt. Der Clip ist recht lang, Intensity steht auf ca. 1 Uhr, Modi werden im Laufe des Spielens auch gewechselt. Ihr könnt bei Interesse einfach mal an verschiedenen Stellen reinhören.



Ich nutze bisher selten bis nie Vibrato und habe auch keins auf dem Board, aber mir gefallen die Sounds. Ich könnte mir schon vorstellen, so etwas in einen Song einzubauen.


Chorus

Beim Chorus sind die drei Modes deutlich unterschiedlicher, ich zitiere nochmal aus dem Startbeitrag:
Modus 1:
Arbeitet in der „Midrange“ (ca. 500Hz-1500Hz).

Modus 2:
Arbeitet in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz).

Modus 3:
Arbeitet in der „Midrange“ (ca. 1000Hz-2000Hz), sowie in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz).

Zunächst ein kurzer Vergleich:



Modus 1 verträgt deutlich mehr Intensität als die anderen beiden. Im Clip kommen zuerst alle Modes mit wenig Intensity, dann mit mehr.

Dann habe ich zu jedem Mode nochmal länger herumgespielt und dabei auch an den Reglern gedreht. Für Eindrücke hört euch die folgenden Clips an:

Chorus 1:


Chorus 2:


Chorus 3:


Chorus 2 und 3 gefallen mir besser als Chorus 1, für mich klingt das Pedal super und es fühlt sich beim Spielen auch so an. Ausgewiesene Vibe-Experten können da sicher noch mehr herausholen und auch fundierter beurteilen, wie gut das Pedal wirklich ist. Mir gefällt es aber deutlich besser, als die Vibe-Simulationen in Multieffekten in Erinnerung habe. Einen direkten Vergleich konnte ich hier aber nicht anstellen.

Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass beim Speed-Regler auf dem letzten Drittel bis Viertel nichs mehr passiert. Vielleicht ist das intern noch anpassbar, ansonsten sollte das meiner Meinung nach noch optimiert werden. Vielleicht kann @hack_meck oder @Toastrocker dazu noch etwas sagen..

Danke fürs Lesen, ich hoffe, dass es von den weiteren Testern auch noch etwas zu lesen/hören gibt.
 
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Danke @-N-O-F-X- für die schönen Aufnahmen!

Ich denke ich habe ein paar hilfreiche Antworten auf Lager:

Zur Boostfunktion (LFO aus):
Da kommen schon viele Bässe dazu, um ein Fuzz zu überfahren wahrscheinlich brauchbar, das habe ich nicht getestet. Ansonsten ist das mit dem Hals-Pickup schon speziell, bei einem dünnen Steg-Singlecoil kann man aber sehr brauchbare Sounds erzielen.
Wir hatten nach den ersten Prototypen (das zur Verfügung gestellte war auch eines der ersten) unter anderem noch eine kleine Änderung in der Output-stage vorgenommen, damit die Boostfunktion etwas linearer ausfällt und Feedbackprobleme vermieden werden. Genau genommen klingt der Boost mit jedem Mode (1,2,3) leicht unterschiedlich, da bei jedem Mode eine handvoll Komponentenwerte ausgetauscht werden, und je nach Tonabnehmer Typ bzw. Position ist somit für jeden was dabei.

Zum Vibrato Mode:

Im Vibrato-Modus machen die 3 Modes deutlich weniger Unterschied, als beim Chorus.
Stimmt, im Vibrato Modus (welcher sozusagen der Wet Modus ist) klingen die Modes 1,2,3 ähnlich, aber je nach Tonabnehmer/Position fällt das Vibrato je nach Mode an gewissen Frequenzen intensiver aus.
Grundsätzlich arbeitet Vibrato im selben Frequenzbereich wie Chorus im jeweiligen Mode 1,2,3, da Chorus nichts anderes ist als der Vibrato Modus gemischt mit dem Grundsignal.

Hier nochmals eine ausführlichere Auflistung und Gegenüberstellung Vibrato/Chorus:

Modus 1
Vibrato: am intensivsten bei ca. 500Hz
Chorus: „Midrange“ (ca. 500Hz-1500Hz)

Modus 2
Vibrato: am intensivsten bei ca. 125Hz
Chorus: „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz)

Modus 3
Vibrato: am intensivsten bei ca. 1000Hz und 125Hz
Chorus: „higher Midrange“ (ca. 1000Hz-2000Hz), sowie in der „lower Midrange“ (ca. 125Hz-250Hz)

Intensität Modus 1
Modus 1 verträgt deutlich mehr Intensität als die anderen beiden.
Haben wir uns notiert auf der Wunschliste ;)

Speed Regelbereich
Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass beim Speed-Regler auf dem letzten Drittel bis Viertel nichs mehr passiert. Vielleicht ist das intern noch anpassbar
Genau, das hätte ich vielleicht noch etwas genauer erklären sollen: Die Regelcharakteristik vom Speed-Regler kann man intern über den Trimpoti "OFSmaxspeed" beliebig anpassen.

Der Speed-Regler steuert intern eine Schaltung welche die Geschwindigkeit regelt - klar. Wenn man jedoch über EXP ein beliebiges Volume/Expression Pedal anschließt wird der Speed-Regler überbrückt.
Da das Vibe-Garden so konzipiert wurde, dass man viele beliebige Fußschweller anschließen kann musste die interne Geschwindigkeitsregelung so ausgelegt werden, dass sie mit vielen unterschiedlichen Potentiometer-Werten umgehen kann und denselben Regelbereich erzielt. Um das ganze noch besser abzustimmen gibt's den Trimpoti, er beeinflusst auch minimal die Maximalgeschwindigkeit, aber vor allem die Charakteristik des Regelbereiches.

PS: Unser Demovideo zum Vibe-Garden ist nun online! :)

groovige Grüße,
Andy
 
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kleiner, aber wichtiger Nachtrag Zur Boostfunktion (LFO aus):

Grundsätzlich arbeitet Vibrato im selben Frequenzbereich wie Chorus im jeweiligen Mode 1,2,3, da Chorus nichts anderes ist als der Vibrato Modus gemischt mit dem Grundsignal.

Das gilt auch bei der Boostfunktion (LFO aus), auch hier macht es einen dezenten wesentlichen Unterschied ob man sich im Vibrato oder Chorus Modus befindet, da wie schon erwähnt im Vibrato Modus das komplette Signal durch den Preamp läuft (WET), und im Chorus Modus das Signal aus dem Preamp (WET) gemischt wird mit dem Grundsignal (DRY).

@-N-O-F-X- bei deinen Soundbespielen zur Boostfunktion (LFO aus) vermute ich, dass das Vibe im Vibrato Modus war, da es basslastiger ausfällt vor allem in der Neck Position.

Zusammengefasst: bei Boostfunktion (LFO aus) bleiben alle Settings (Modes 1,2,3), sowie Vibrato/Chorus relevant - einziger Unterschied: die LDRs werden nicht stimuliert da die LFO Lampe aus ist und der intensity Regler bleibt irrelevant
 
Grund: Misinformation
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Vielen Dank für die hilfreichen Rückmeldungen!
Das gilt auch bei der Boostfunktion (LFO aus), auch hier macht es einen wesentlichen Unterschied ob man sich im Vibrato oder Chorus Modus befindet, da wie schon erwähnt im Vibrato Modus das komplette Signal durch den Preamp läuft (WET), und im Chorus Modus das Signal aus dem Preamp (WET) gemischt wird mit dem Grundsignal (DRY).
Das war mir nicht bewusst und ich weiß gar nicht mehr, ob ich das ausprobiert habe. Es ist aber schlüssig, dadurch ist die Boostfunktion wahrscheinlich praktikablen nutzbar.
 
@-N-O-F-X- sorry - ein bisschen zurückrudern muss ich jetzt aber, hatte das etwas falsch im Kopf - den ausschlaggebensten Unterschied bei LFO off machen die Modis 1,2,3 , der Unterschied zwischen Vibrato/Chorus ist schon dezent bei der Boostfunktion...

Habe das soeben im obigen Post von mir korrigiert!

LG,
Andy
 
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Schade, dass ich das nicht getestet habe. Vielleicht jemand der nachfolgenden Tester oder der Eigentümer mal ein kleines Soundfile aufnehmen.
 

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