Viertel-Quartolen im 3/4-Takt

von theCXT, 01.08.07.

  1. theCXT

    theCXT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.07   #1
    Hey Leutz,

    ich muss grad n Stück vorbereiten, 3/4-Takt, Viertel = 168, Swing. Eigentlich sehr unproblematisch wenn da nich ein Takt mit Viertel-Quartolen wäre... Ich brauche einen Tip wie ich Quartolen sauber emfpinden kann (auf dieses konkrete Beispiel bezogen)

    Danke schonma!
     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 01.08.07   #2
    Kein problem, wenn du in ganzen takten denkst, statt 3 sind es 4 schläge.
     
  3. theCXT

    theCXT Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.07   #3
    Das war mir schon bewusst, aber ich brauch nen Tip wie ich das richtig *empfinden* kann.
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 02.08.07   #4
    Die Schwierigkeit besteht für mich darin, daß es ein Swing ist.

    Bei geradem Spiel (ternärer Rhythmus) ist das alles noch überschaubar und leicht zu spielen. Jede Note hat eine Notenlänge von 3/16 = punktierte Achtel.

    Erster Schlag kommt auf die 1, nächster eine sechzehntel vor die 2, nächster zwischen 2 und 3 (2und), nächster eine sechzehntel nach der 3.

    Komme ich aber vom Swing-Rhythmus, gelingt es mir nicht, die 4 Schläge gleichmäßig zu spielen.

    Ich habe Noten drangehängt, in denen die Quartole in verschiedenen Schreibweisen dargestellt ist. Aber ich denke, wann etwas zu spielen ist, wirst du bestimmt schon wissen.

    Ich vermute außerdem, daß hier langsames Spiel nicht hilft. Gefühlsmäßig wird es wohl eher, wie Günter Sch. schon schrieb, mit ganztaktigem Zählen klappen. Dann müßtest du das Metronom auf 56 bpm stellen. Ein Klick pro Takt. Bei der Quartole versuche so zu beschleunigen, daß du alle 4 Schläge im Takt unterbringen kannst.

    p.s. Spielst du nur Melodieinstrument?
     

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  5. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.07   #5
    ganztaktiges Zählen? warum so kompliziert? Quartolen im 3/4-Takt=punktierte Achtel.
    wenn du die ersten 2 Töne gespielt hast, hast du ja schon den Abstand zwischen 2 Quartolen, den behältst du dann einfach bei.
     
  6. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 02.08.07   #6
    Ganz so einfach ist das in der Praxis nicht, wenn man von einem Swing-Rhythmus heraus plötzlich eine Quartole spielen will. Du hast die ganze Zeit quasi triolisch bzw. ternär gespielt und willst jetzt eine Reihe punktierter Achtel spielen.

    Mit einem auf 56 bpm eingestelltem Metronom kann man sich überprüfen, ob das wirklich eine punktierte Achtel war...

    Die Zwischenschläge, wenn das Tempo auf 168 eingestellt ist, stören eher.

    Gruß
     
  7. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 02.08.07   #7
    Eben das meinte ich: schlage ganze takte (nicht schlecht, wenn man weiß, wie das dirigieren funktioniert, sollen wir einen "crash-kurs" machen?), dann "empfindest" du den unterschied. Mit unterteilen und ausrechnen wirds nichts, und wenn du das gefühl hast, kannst du, wenn erforderlich, die viertel auch ternär unterteilen.
     
  8. Colorido

    Colorido Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #8
    Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht.

    Ganze Takte zu empfinden ist für mich enorm schwer. In einem schnellen Tempo zwischen verschiedenen Unterteilungen zu wechseln ist nicht so ein großes Problem, aber je langsamer das Tempo ist, umso schwieriger wird es.

    Momentan übe ich sehr viele Feelingwechsel. Zum Beispiel spiele ich eine Tonleiter in Achteltriolen auf und ab und schließe unmittelbar daran eine Tonleiter in Sechzehnteln an, und umgekehrt. Ich merke dabei oft, dass die ersten Noten unmittelbar nach dem Feelingwechsel leicht dazu tendieren, ungenau zu werden. Man muss es halt üben, und es wird, wie gesagt, umso schwerer, je langsamer man spielt.

    Außerdem habe ich mir den Computer zur Hilfe herangezogen: Ich habe einen 15/16-Takt eingestellt und lasse den Computer 2 Takte lang jeweils 3 5/16 (4tel mit angebundener 16tel) und anschließend 2 Takte lang 5 3/16 (punktierte Achtel) hintereinander spielen.
    (N-Tolen benutze ich dafür nicht, da ein Computer sich für Notenwerte an Ticks orientiert, und diese können nur gerade Noten wirklich genau darstellen. Eine Viertelnote enthält in der Regel 256 Ticks.)

    Durch das Ausrechnen und Unterteilen habe ich gelernt, 2 gegen 3 und 3 gegen 4 zu schlagen. Ich habe dazu ein Metronom benutzt, das auch Triolen und 4er16tel-Gruppen angeben kann. Ich habe im langsamsten Tempo angefangen und bei den 4er-Gruppen auf jeden dritten Unterteilungsklick geschlagen, und bei den Triolen auf jeden vierten Klick.

    Das Problem ist nämlich folgendes: Man kann immer nur auf eine Sache seine fokussierte Aufmerksamkeit lenken, für den Rhythmus bedeutet dies, dass man immer nur ein einziges Feeling wirklich fühlen kann, entweder 16tel, oder Triolen, oder Quintolen... niemals mehreres gleichzeitig. Das heißt, will man solche Rhythmen gleichzeitig gegeneinander spielen, so muss man, wenn man nicht gerade das Glück hat, das nach Gefühl zu können, wissen, wie sich der eine Rhythmus zum anderen verhält. Man kann zum Beispiel zu einem Zeitpunkt triolisch fühlen und dann weiß man aus der Übung, wie sich Sechzehntel dazu anhören. Beides gleichzeitig zu empfinden geht nicht. Wenn sich das bei jemandem so anhört, er könne es, so liegt es daran, dass er aus der Übung heraus das Ganze automatisiert hat, er denkt dann nicht mehr darüber nach.
     
  9. planet_groove

    planet_groove Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.07   #9
    Den Tip finde ich gut und auch den von Günter Sch.. Allerdings ist es immer eine individuelle Sache was für einen persönlich besser funktioniert.

    Also noch ein kleiner Tip von mir wie du vielleicht das Feeling besser dafür kriegst:

    klopfe auf der Brust oder auf den Beinen 4 gegen 3. wenn du das lange genug machst dann kannst du das Feel 4:3 empfinden und zwischen den beiden umschalten.

    Hm, falls du nich weißt wie du klopfen sollst, zähle Achteltriolen, mit der einen Hand schägst du Viertel und mit der anderen halbe Triolen.

    1 ti ta 2 ti ta 3 ti ta 4 ti ta 1. hand (also mal re. mal li. rum probieren)

    1 ti ta 2 ti ta 3 ti ta 4 ti ta 2. Hand

    Wenn du das kannst ohne die Triolen zählen zu müssen, klopf den 4:3 und zähle dann abwechselnd den 4er und dann im Wechsel den dreier, so bekommst du ein Gefühl dafür, wie sich der 4er gegen den 3er anhört und umgekehrt.

    Ich hoffe, das hilft dir.

    so long
     
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