Vocal recording: Audix (dynamisch) vs. Großmembraner

von morry, 03.01.06.

  1. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 03.01.06   #1
    Hi!

    Wenn ich demnächst für unsere Demoaufnahmen (Stil: Ami- u. Skatepunk) mit doch etwas höheren Qualitätsansprüchen den Gesang aufnehmen will, welches Mikro empfehlt ihr mir:
    *Audix OM2, Audix F50 oder Audix OM3xb (dynamisch, ist vorhanden)
    *t.bone EM800 (Kleinmembran-Condenser, ist ebenfalls vorhanden)
    *t.bone SC400 oder SC600
    *Studio Projects B1
    *AKG C2000B
    *Rode NT1A (könnten wir uns ausleihen, aber passt das soundmäßig?)
    *AKG P100
    *M-Audio Nova (wir haben schon ne M-Audio Soundkarte und sind sehr zufrieden)
    *MXL 990

    Alles, was wir bisher mit dem OM2 aufgenommen haben klingt irgendwie nicht so prickelnd. Kleinste Veränderungen der Position des Sängers vor dem Mic sind sofort hörbar und der Gesang setzt sich einfach im Mix nicht durch. Liegt sicher daran, dass das Audix eben ein dynamisches Mikro ist.

    Ist es überhaupt noch zeitgemäß, mit Großmembranern aufzunehmen? Ich hab gehört, dass Kleinmembraner heutzutage genauso gut/besser klingen aber weniger kosten.

    Am liebsten wäre mir ja so ein t.bone-mikro weil die ja relativ günstig sind. Also alles an 100 EUR schmerzt uns schon irgendwie.
    Aber beim Recorden mit dem t.bone EM800 bekamen wir keinen guten Sound, weil wir nicht nah genug an das Mikro mit dem Mund ran konnten. Das gab immer nur verzerrte Aufnahmen, obwohl Gain auf Null war. Wir müssen aber relativ nah ans Mikro um diesen schönen direkten Vocalsound zu bekommen.

    Ja, wie sind eure Erfahrungen?
    Gibts im Großmembran-Segment bis 100 einen herausstechenden Favoriten? Oder sollen wir lieber noch mehr mit Kompressoren und EQ versuchen, aus dem Audix was zu zaubern?

    gruß
    morry
     
  2. Astronautenkost

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    Erstellt: 03.01.06   #2
    Nehmt das Studio Projects B1. den Unterschied werdet ihr schon hören. Wenn es um die Debatte Großmembran- vs. Kleinmembrankondensatoren geht, so findet die nicht auf der Ebene t.bone sondern auf der Ebene Neumann/Schoeps statt. Nur dort macht sie Sinn. Großmembraner klingen allerdings auch anders. Und da kommt dann der Geschmack bzw.Soundvorstellungen ins Spiel!
     
  3. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 03.01.06   #3
    danke.

    Also die stimme soll sehr hart klingen. Den "seidigen vintage Röhrensound" brauchen wir ganz und gar nicht. :D Bei unserer ersten CD haben wir in einem Studio eingesungen, der Mensch besaß so ein t.bone Röhrenmikro. Mh,....neeee, das klang gar nicht gut. Alles klang so gehaucht und nicht fett.
    Wichtig wäre auch ein hoher Grenzschalldruck, denn das Ding soll auch mal ein paar Screaming-Passagen sauber reproduzieren können.
    Was trifft da meine Vorstellungen am ehesten? Das Studio Projects? Oder sollten wir das auch mal mit dem Rode probieren, da zahlen wir den Freund mal nen Kasten Bier für 3 oder 4 Wochen ausleihen.
     
  4. understood

    understood Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.06   #4
    Hallo morry,

    ich schließe mich Andreas an, nimm das Studio Projects B1 und werde glücklich! Klar kannst du auch alle anderen mal ausprobieren, wenns nicht viel kostet.

    So long...
     
  5. underground

    underground Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.06   #5
    hehe immer dieses B1...wird ja verdammt hochgejubelt hier hehe, jetz würde mich einmal eine hörprobe interessieren...hat jemand zufälligerweise eine? am besten gesang...???
     
  6. Astronautenkost

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    Erstellt: 04.01.06   #6
    Schau mal im Forum von www.homercording.de. Da sind einige Soundbeispiele unterwegs. Benutz die Suchfunktion.
     
  7. pennyroyal_tea

    pennyroyal_tea Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.06   #7
    mit dem grenzschalldruck brauchst du dir bei vocals keine gedanken zu machen:great:
     
  8. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 04.01.06   #8
    sicher? Du hast uns noch nicht "singen" hören. :D :eek:
     
  9. understood

    understood Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.06   #9
    Hallo morry,

    hast du schon mal versucht lauter als ein etwas größerer Gitarrenamp zu schrein?

    ... nein?
    dann mach das mal. Glaube mir, du bist zu leise

    .... ja?
    was hat dir mehr weh getan, deine Stimmbänder oder deine Ohren?

    Mache dir wirklich keine Gedanken :-)

    So long...
     
  10. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.01.06   #10
    jaja, alles klar.
    ich sehe es ja ein. :D
     
  11. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.01.06   #11
    hab euch vertraut und jetzt das b1 bestellt.

    Was ist denn das für ein windschutz dabei? Ist das so ein kreisförmiges ding, das man an den mikroständer schraubt oder issses so ein schaumstoffüberzieher?
     
  12. understood

    understood Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #12
    Hallo,

    beim B1 ist ein Mikrokondom dabei. Funktioniert genauso wie die kleinen Dinger, die man über die Livemics zieht. Ich benutze jeoch immer diese Dinger, die man an den Mikroständer schraubt und wie ein gekipptes Sieb aussehen. Kann man sich auch gut selbst zusammenbasteln!

    Viel Spaß mit dem Mic!

    So long...
     
  13. Astronautenkost

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    Erstellt: 17.01.06   #13
    Die kreisrunden Dinger, die man an die Mikroständer schraubt (um im Stil zu bleiben) sind nicht der Wind- sondern der Ploppschutz. Im Gegensatz zum Windschutz werden sie nicht mit dem Mikrofon geliefert, man muss sie extra kaufen.
     
  14. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.01.06   #14
    okay, einen ploppschutz hab ich mir eben selbst gebaut.
    Aus einer Spindel für CD-Rohlinge hab ich die Unterplatte genommen, den Stab abgedremelt und einen kreis in der mitte ausgefräst, sodass nur noch ein ring überig blieb.
    Dann hab ich einen Drahtkleiderbügel gerade gebogen, dann in der Mitte zusammengebogen in Schraubstock eingespannt und zusammen"gezwirbelt". An den oberen Enden hab ich dann den Kunststoff-Ring befestigt und einen schwarzen Nylonstrumpf drübergezogen. Fertig ist der Ploppschutz. Mit einer Schraubklemme kommt das ganze an den Mikroständer.
    Ich brauch ihn eigentlich nur, damit ich immer einen gleichbleibenden Abstand zum Mikro hab. Und den 79 Cent für die Nylonstrümpfe stehen 20 EUR für einen gekauften Ploppschutz gegenüber...Ist viel Geld für einen Schüler. :(
     
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