Vocal Riffs and Runs

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Sherrya
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Hallo, ihr lieben Sänger und Sängerinnen.

Ich habe mich heute angemeldet, in der Hoffnung dass ihr einen Rat für mich habt.
Ich bin schon etwas fortgeschrittener im Singen, kenne auch schon viele Begriffe. Was mir aber immer noch nicht gelingen will sind diese Vocal runs.

Muss man da eine bestimmte Technik einsetzten? Was ist hilfreich um das zu lernen und dieses Gefühl dazu zu bekommen um es einsetzen zu können.
Ein bisschen kann ich es schon aber das hört sich dann eher unbeholfen an, ich habe das nie großartig gelernt und habe halt gesehen / bemerkt : Huch das kann ich ja noch gar nicht. :D

Außerdem würde ich auch sehr gerne wissen, wie der Körper sich verhält und wie sich das denn anfühlen muss, und ob das einfach nur ein ''freilassen'' der Stimme ist oder ob man da schon eine gewisse Kontrolle braucht. Und ob ihr eine Übung kennt, die ich am Klavier spielen kann ( also mit Noten ) Wobei ich denke, dass es euch wahrscheinlich Heikel erscheint, mir eine Übung zu geben, weil wir ja nicht wissen ob ich die dann richtig mache.

Mir fällt jetzt irgendwie keine weiter Frage mehr ein, die Hauptfrage wäre einfach nur : Wie lerne ich das? Und wie lange braucht so der Durchschnitt bei den Sängern um das zu können, ich weiß da gibt es wahrscheinlich keine Richtige Antwort zu, denn jeder Sänger ist unterschiedlich schnell bei solchen Dingen.

Joa das war es so weit, falls mir noch eine Frage einfällt Poste ich sie in den Kommentaren.
Ich hoffe jemand kann mir helfen!




Weiter Infos die vielleicht wichtig sein könnten :
- Weiblich
- 18 Jahre alt
- singe seit meinem 9.Lebensjahr jeden Tag
- ab 14-15 Jahren hatte ich Gesangsunterricht dann wieder von 16-18 Jahren Also insgesamt 3 Jahre.
- Ich habe jetzt eine Gesangsunterricht-Pause wegen Geldmangel
- Ich bin im Mezzosopranbereich
- Ich bin noch kein Profi aber auch kein Anfänger mehr
( falls das jemand wissen will oder so :) )


LG, Sherrya :redface:
 
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Huch das kann ich ja noch gar nicht.

Da bist du weiter als ich: Ich habe eben zum ersten Mal von "Vocal runs" gehört. Glücklicherweise gibt es Suchmaschinen.

Vocals runs/riffs sind nicht so stark von einer bestimmten Technik abhängig. Es sind Variationen, die der Grundmelodie frei zugefügt werden, um ihr mehr Ausdruck zu verleihen. Ähnlich wie das, was ich als "Ad libs" oder auch Bluesskalen kenne. Die schwarzen Gospel-, RnB- und Soulsänger machen das recht gern und viel. Es ist ein Spiel aus Klangfarben und Tönen.

Lernen kann das man eigentlich nur, wenn man viel zuhört, imitiert und ausprobiert, um sein "Repertoire" an Vocals Runs aufzubauen. Geschult werden muss da eigentlich hauptsächlich das Gehör und die Impovisationsfähigkeit. Verschiedene Gesangstechniken zu beherrschen, erhöht natürlich die Variationsmöglichkeiten.

Man kann sich natürlich außerdem die Arbeit machen, sich mit Musiktheorie und Bluesskalen zu befassen, um herauszufinden, welche Töne so passen. Meiner Ansicht aber wäre das ein sehr - seeeehr - beschwerlicher Weg. Daher: Besser einfach herumexperimentieren. Vielleicht mal ein Tutorial ansehen.

Und wie lange braucht so der Durchschnitt bei den Sängern um das zu können, ich weiß da gibt es wahrscheinlich keine Richtige Antwort zu, denn jeder Sänger ist unterschiedlich schnell bei solchen Dingen.

Gut, dass du dir die Frage gleich selbst beantwortet hast. ;)

Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, dass ist nichts für jeden und so manch einer wird das nie so richtig frei können.
 
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Ich habe eben zum ersten Mal von "Vocal runs" gehört.
Hihihi, da sind wir schon zu zweit :D
Ich hätte jetzt eher gedacht, daß es um schnelle kleine Läufe wie z.B. irgendwelche Schnörkel am Zeilenende geht - wie man die sauber hinbekommt, ohne daß es so klingt als würde der Ton abschmieren.

Also bitte etwas mehr Info :)
 
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Ah, ein neuer Begriff :yawn:. Dann bleibt noch die Frage, geht es um die rein technische Umsetzung oder darum, daß einem solche Sachen einfallen?
 
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Wie ich oben schon mutmaßte, ist das weniger ein Technikding als eben ein "Einfallsding".

Die üblichen Contemporary-Techniken sollte man bestenfalls vorher schon können.
Hier zB wird gesäuselt, aber auch gebeltet, vibriert und angezerrt. Müsste aber nicht unbedingt.

 
Sherrya
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danke für die Antworten :) @antipasti ich werde mir deinen Rat zu Herzen nehmen :)
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Ah, ein neuer Begriff :yawn:. Dann bleibt noch die Frage, geht es um die rein technische Umsetzung oder darum, daß einem solche Sachen einfallen?
Beides, ich denke das mit dem einfallen das kommt mit der Erfahrung ! Und irgendwann hat man das drauf, erst mal lieber das Technische :)
 
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Und irgendwann hat man das drauf, erst mal lieber das Technische


Zum Dritten ;) Es gibt mMn keine bestimmte "Vocal-Run-Technik". Du kannst mit einer Technik "runnen", oder mit fünf. Je nachdem, was du gesangstechnisch bereits drauf hast. Die für diese Musikstile nötigen Gesangstechniken musst du schon vorher können - unabhängig von den Vocals runs / riffs.
 
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Zum Dritten ;) Es gibt mMn keine "Vocal-Run-Technik". Du kannst mit einer Technik "runnen", oder mit fünf. Je nachdem, was du gesangstechnisch bereits drauf hast.

Okay, wenn ichs jetzt richtig verstanden habe, kann man die Riffs and Runs Belten, Smooth singen, Kopfig singen und noch vieles mehr und es ist einfach nur eine Sache der Übung mit diesen kurzen schnellen geschnörkelten Vocal sprüngen? :) Und natürlich ja es gibt keine bestimmte Technik ! :D ( wie du schon gesagt hast )
 
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Um es kurz zu sagen:

Vocal riffs / runs sind gesangliche Variationen aus all dem, was du hast und kannst. Sowohl tonal als auch technisch.

Wenn du nur eine Technik beherscht, kannst halt nur damit variieren.
 
Sherrya
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okay ich hab jetzt mal kurz frei Schnauze was versucht und wollte fragen ist das jetzt richtig so also der Ansatz :D http://vocaroo.com/i/s1PoWuSbklAI und was ich besser machen könnte.
 
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Ja - das wäre mMn sowas.

Wo wir gerade dabei sind habe ich auch noch mal eben den Unterschied zu Run und Riff ausfindig gemacht.

Er hier kann das aber besser erklären:



Merke: Riffs sind kürzer und bilden einen Akzent innerhalb eines Wortes oder ein Phrase. Runs sind länger und ausgestalteter.
 
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Vocal runs and riffs ... aha, wieder etwas gelernt. Ich kannte das bisher auch nur als ad libs, bzw. Koloraturen.

Ich finde dafür das Genre Jazz besonders dankbar. Du kannst einen ganz bekannten Jazz-Standard nehmen, also einen, den schon viele Sänger/innen interpretiert haben, und dir ein paar Versionen anhören. Dabei wirst du hören, daß jede Interpretin andere Akzente setzt und andere adlibs verwendet.

Danach ist es an dir, zu improvisieren, auszuprobieren und zu experimentieren.
Was die Sache auf jeden Fall erleichtert, ist eine bewegliche Stimme - die schweren Stimmen werden es auch schwerer haben, da ihnen diese Beweglichkeit oft fehlt.
 
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So ganz irrelevant ist die Technik nicht ... für Koloraturen muss die Stimme, wie Bell schon angemerkt hat, auf jeden Fall leichtgängig/beweglich sein, also schnelle Tonwechsel müssen sauber funktionieren. Das ist einmal eine Frage der Veranlagung - leichte Stimmen sind meist beweglicher als schwere - aber eben auch der Technik. Wobei hier einfach die generellen Grundlagen, also Atmung, Stütze und Kopfklang entscheidend sind.
 
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So ganz irrelevant ist die Technik nicht ...


Deswegen habe ich ja etwa drei Mal geschrieben, dass Technik wichtig für die Variationsvielfalt der Vocal Runs ist. Nicht aber Bedingung dafür, Vocal Runs zu machen. ;)

Wer also technisch weniger Spielraum hat, wird auch weniger Spielraum bei den Vocal Runs haben.Trotzdem gibt es mMn keine festgelegte Vocal Run-Technik. Denn Tonwechsel müssen nicht zwangsläufig schnell sein und von einem Register ins Nächste und zurück hüpfen. Das ist ganz dem Künstler und seinen Fähigkeiten überlassen.
Ich zB müsste mich mit einfachen und eher unsportlichen Runs begnügen. ZB was die TeenyTucker da am Anfang macht, wäre durchaus noch realisierbar für mich.

Allerdings kriegt die TE das scheinbar ganz gut hin und weiß auch schon ungefähr, worum es geht.
 
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vocal runs... hmmm, kann man das nicht alles auch auf deutsch sagen? ;-)

Für mich sind das Verzierungen, Phrasierungen, Läufe, Kolloraturen, Ad libs...
Aber wie auch immer...

Manches in dem ersten link von antipasti klingt für mein Ohr extrem aufgesetzt. Bevor man den Song erkennt vergeht eine halbe Minute :)) Tja, wer's braucht.

Wenn man das lernen will muss man vor allem eins: üben.
Vor allem dann, wenn einem gerade diese Phrasierungen eben nicht direkt aus dem eigenen sängerschen Gefühl heraus kommen.

Das üben geht so:

1. Mach dir bewusst, wie die Phrasierung, der "run" geht, aus welchen Tönen er besteht (z.B. am Klavier)
2. Teile das ganze Ding in kleine Teile auf
3. Sing diese Teilchen auf einzelnen Silben wie z.B. nom nom nom
4. Versuch es gebunden
5. Setz die Einzelteile zusammen
6. Steigere das Tempo und variiere evtl rhythmisch
7. Mach das so lange bis es wirklich (!!!) läuft
8. Setz es wieder an die richtige Stelle in dem Song und üb es im Zusammenhang (kann sein, daß es dann wieder erst mal nicht klappt. Dann zurück zu Punkt 4 oder 5...)
9. Mach das bis es wirklich läuft und sauber ist.

Ich erlebe es alle Tage, daß SchülerInnen solche "Runs" immer und immer wieder schlampig herausfisseln. Dann sage ich: entweder du übst das (siehe oben) oder du lässt es einfach weg und singst einen geraden Ton. Die Songs brauchen den Zuckerguss selten, es ist einfach Vokalakrobatik. ;-) Schlampige "Runs" sind aber einfach nur blöd. Da ist weglassen besser.

Und es gibt eine weitere Art: Mach das, was DIR aus der Seele fließt und finde deine eigenen Phrasierungen und deinen eigenen Wiedererkennungswert.
 
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Ach, denkt doch was ihr wollt.....

;-)
 
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