Ich hatte mir mal selbst ein kleines Edrum-Set zusammengekauft. Ist aber lange her. Im Folgenden aus der Erinnerung:
Die Idee selbst ist gut, weil Du Dir ein vollkommen unrealistisches Traumset aus verschiedensten Bibliotheken zusammenstellen kannst. Das könnte ein ziemlicher Sprung im Vergleich zu den Werkssounds (Klangbeispiele eines Bonedo Testberichtes) werden. Aber es gibt Hürden.
1) Trigger to Midi: Laut Bonedo Testbericht macht das TD11 selbst schon 4 msec Latenz.
2) Midi to PC: Ein Midi Note-On Befehl soll über normale MIDI-Schnittstellen (seriell, UART) ca. 1 msec brauchen. Wenn der USB-Rechner-Anschluss als alternative MIDI-Leitung genutzt werden kann, würde ich es zuerst über USB versuchen.
3) Generierung der Schlagzeug Audiodaten im PC:
3a) Da kommt es auf den Host an, also wie schnell der reagiert. Es muss nicht ein Drum-VSTI sein, es gibt auch Standalone Lösungen (mit ggf. geringerem Overhead als ein VSTI in einem VST Host). Ich hatte BFD unter Windows. Das war aufgrund der umfassenden Funktionalität zwar etwas fummelig, konnte aber letztlich alles realisieren, was ich wolte und mit der Hardware möglich war. Wichtig ist natürlich, dass die Parametrierung je Pad möglich ist.
3b)
Flaschenhals Nummer 1: Rechnerseitig ist ausreichend RAM oder schnelle Plattenzugriffe auf die Sampledaten nötig. Falls Drumsamples auf externer USB-Festplatte, dann am besten so schnell wie möglich, also USB3 SSD am USB3 Anschluss Deines Thinkpads. Idealerweise aber Sampledaten auf die interne Festplatte und falls diese noch eine reguläre Festplatte ist durch eine schnelle SSD ersetzen (dann aber Neuaufsetzen des Rechners notwendig).
3c) Laut Specs im Netz würde ich erwarten, dass Dein Thinkpad ausreicht, wenn es eine Version mit einem Intel Core Prozessor ist und wirklich nur für die Drums verwendet wird. Wenn aber parallel noch ein Audiosequencer mit ggf. aufwändigem Arrangement mit ggf. vielen VST und VSTI laufen soll, könnte es knapp werden.
4) PC-Audio to Audio-Out:
Flaschenhals Nummer 2: Der Treiber des Audio-Interfaces bringt seine eigene Latenz dazu. Unter Windows waren ASIO-Treiber unumgänglich. Wie es unter Linux ist, weiß ich nicht. Für geringste möglich Latenz ...
4a) die Samplerate nicht zu hoch wählen (höhere Samplerate = höhere Datenmenge = höhere Belastung des Rechners, ggf. bei 44k1 oder 48k bleiben)
4b) Puffergröße im Standalone- oder VST-Host oder im Audio-Treiber so klein wie möglich, aber so groß wie nötig auswählen
4c) Ideal, aber vermutlich nicht unbedingt nötig - Falls der USB3 Anschluss Deines Thinkpads nicht schon für eine externe USB3 SSD verplant ist, dann dort ein USB3-
Audiointerface*, dass unter USB3 tatsächlich besser performt, als unter USB2 (aber wenn Du schon ein
Audiointerface* hast, würde ich es ersteinmal damit probieren)
Wenn der "Ton nicht gut" ist, bitte Beispielaufnahmen posten. Da können wir mehr heraushören und müssen nicht raten, was genau gemeint ist.