Vorteile/Nachteile dicker/dünner Hälse

von Felix-400, 09.09.07.

  1. Felix-400

    Felix-400 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #1
    Wie gesagt interessieren mich die Auswirkungen auf Sound, Bespielbarkeit, Ansprache des Instruments, Sustain, et cetera in relation zu der Halsdicke.
    Ich liebäugle nämlich mit einer Ibanez, die einen doch recht dünnen Super-Wizard Hals hat (1. Bund 17mm; 12 Bund 19mm).
    Stimmt die generelle Aussage, die man häufiger hört, dass ein dünner Hals zwar schneller ist (warum eigentlich?), der Sound jedoch auch dünn ist und das Sustain eher mager?
    hab mit der SuFu nix konkretes gefunden..

    grüße, Felix :)
     
  2. -=Mantas=-

    -=Mantas=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #2
    Vom Sound her könnt ich mir keine Unterschiede vorstellen.Wenn dann nur seehr geringe.Is doch genauso wie diese ewige Diskussion über verschraubten oder neckthru
    Denk mal des wichtigste is dass der Hals dir gefällt
     
  3. .nOx

    .nOx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #3
    ich glaube es haben eher die Art des Holzes (Hals und Korpus) und Art wie Korpus und Hals verbunden sind damit zu tun wie das Sustain ist
    Bespielbarkeit ist kla, ich mag lieber dünne Hälse vlt ist es bei dir anders, komt drauf an
     
  4. Felix-400

    Felix-400 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #4
    nene, ich mag auch dünne hälse. meine ldt ist auch nur 2mm dicker und ich komm damit super zurecht.

    @.nOx du spielst ja damit an, dass Neck Thru von Sustain her besser ist als Bold on. Was mich daran aber verwundert ist, dass die ganzen edel-Signature Gitarren von Ibanez (fast) alle einen geschraubten Hals haben.

    Um noch eine Frage in den Raum zu werfen: Ist es generell Besser, wenn der Hals aus Mehreren Stücken Holz besteht oder aus möglichst nur einem? (besagte Ibanez hat 5 Teile Ahorn)
     
  5. Guybrush

    Guybrush Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #5
    Ein gut eingepasster, verschraubter Hals steht einem geleimten zumindest in nichts nach.
    Und auch Neckthru=endlos Sustain muss nicht immer sein. Durch das Floyd nimmt das schon etwas ab.
     
  6. Keiperinc

    Keiperinc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #6
    Ich glaub da sich die schwingung der Saiten auf den hals auch überträgt hatt das auch was mit dem Sound am hut. aber da gibt es viele Facktoren
    zu einem die art ob v oder d Sahped
    dan die Hölzer
    die dicke und die Befästigung mit dem Korpus mann kan also nicht sagen Dicke Hälse Hören sich satter und Dünne "dünner" an.
    hoffe konnte Helfen
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #7
    Wenn das Holz gut ist, klingt der dünne Hals genauso gut wie der dicke, mit etwas mehr Attack.

    Bei Mittelklasseklampfen ist das Holz meistens eher mittelmäßig und somit ist es oft wirklich der Fall, dass diese weniger Sustain liefern und dünner klingen. Bei Ibanez würde ich mir jedoch weniger Sorgen machen, weil obwohl der Wizard Hals in der Mitte dünn ist, hat er trotzdem genügend Masse. Also meistens kein Thema.

    So richtig dicke Hälse liefern einen etwas runderen Ton mit mehr Höhen und verlangen eine viel sanftere Spielweise um richtig gut rüber zu kommen, dann sind die aber unschlagbar vom Gefühl her finde ich.

    Geschraubt, durchgehend oder geleimt hat mit Sustain nichts zu tun, sondern eher die Fertigungsqualität (wie gut/fest fügt sich alles zusammen etc.). Dass geschraubte Hälse schlechter klingen oder weniger Sustain haben ist ein Gerücht der von schlecht verarbeiteten Schraubklampfen kommt. Bei den guten ist das gar kein Thema.
     
  8. Felix-400

    Felix-400 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #8
    Danke Jungs, ihr habt mir echt geholfen!
    Und ich denke mal, dass das Holz einer j.custom doch eher in der Oberklasse anzusiedeln ist ;)

    Was ich aber noch nicht so ganz verstehe ist, warum man mit dünnen Hälsen schneller spielen kann. Nicht dass ich da anderer Meinung bin, ich komme mit dünnen Hälsen auch besser zurecht nur weis ich nicht genau wieso^^
     
  9. I_am_not_Neo

    I_am_not_Neo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #9
    Ich schätze, wenn man nicht grad die längsten Pratzen hat kommt man mit dünneren Hälsen besser zurecht, weil man die Finger nicht so weit strecken muss.

    Das gleiche Phänomen lässt sich auch beobachten wenn man die selbe Grifffolge zunächst auf den der tiefen E dann auf der A spielt und so jedes mal eine Saite nach oben wandert. Umso höher man kommt, umso besser "flutschen" die Töne, was meiner Meinung nach nicht nur an den dünneren Saiten liegt. Das wir wohl auch immer stärker, je weiter man sich vom Sattel entfernt.

    Man sagt ja nicht umsonst, dass ein zu breites Griffbrett einen irgendwie ausbremst.
     
  10. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #10
    Aber nur bei kurzen Fingern. Mein Charvel-Hals macht mich nicht schneller als mein Gibson-Hals - ich habe eher lange, dünne Finger.

    Ansonsten muss man halt sehen, wie man zurechtkommt. Ich mag die Ibanezhälse nicht so, weil ich finde, dass die Proportionen nicht stimmen, die Dinger sind zu breit. Dafür sind sie natürlich dünn. Charvel baut in Proportionen, die ich angenehmer finde. Richtig geil fand ich auch die Fenix-Teile in den 80ern, das war jetzt nicht dünner als auf der Model XY, aber angenehm proportioniert. Die Gibson-Hälse mag ich auch sehr gerne, da das Verhältnis zwischen Breite und Dicke stimmt. EIn Hals kann für mich ruhig etwas dicker sein, wenn er dann auch etwas breiter ist. Dünner ist nicht automatisch gleich besser.

    Der Hals hat Auswirkungen auf den Sound, aber ich glaube, dass das Floyd mehr Sustain klaut als ein dünner Hals. Aber auf z.B. einer Superstrat will man viel Attack und weniger Sustain, da gehört das zum angestrebten Sound. So eine ADSR Kurve muss nicht ein ewig langes S beinhalten, nur weil es Gitarre ist. Auf meiner Superstrat will ich Kurzes A, kurzes D und mittleres S, auf einer Les Paul sieht die Sache anders aus.
     
  11. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #11
    Das stimmt schlicht und einfach nicht, dass man mit dünneren Hälsen automatisch schneller spielen kann. Das täuscht. Die sind meistens mit einem flacheren Radius gebaut und mit XXL-jumbo Bünden versehen, das ist es was der schnellen Spielweise entgegen kommt und nicht die Dicke. Beispiel: meine alte '84 reissue Kramer hatte buchstäblich einen Hals wie ein Baseballschläger, aber einen 16" Radius und Jumbos - die ging ab wie der Teufel. Von der Eignung zum schnellen Spielen her kann sie durchaus mit meiner Vandenberg mithalten, welche einen super-super-superdünnen Flitzehals hat. Alles nur eine reine Gewohnheits- und Techniksache. Mit dicken Hälsen und extrem niedriger Saitenlage muss man seine Spielweise entsprechend anpassen, also mit der rechten Hand weniger kräftig bzw. viel filigraner und kontrollierter anschlagen, sonst gibt es nur Geschnarre ohne ende.
     
  12. Felix-400

    Felix-400 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #12
    Was ist denn diese ADSR-Kurve? vlt AttackDynamicSustainReduction oder so ähnlich?? Klaut ein Mahagonykorpus einer Superstrat Attack?
    Meine Erfahung, dass man mit dünnen Hälsen schneller spielen kann kommt warscheinilch auch daher, dass Gitarren mit solchen Hälsen aufs schnelle Spiel ausgerichtet sind - sprich niedrige Saitenlage, XJ Frets und großer Radius.
     
  13. Olli 333

    Olli 333 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #13
    Nein, zumindest jetzt nicht im extrem großen Maße.
    Der/das Attack kommt in erster Liene aus Saitenspannung und Anschlag (Stärke)
    Das Halsmaterial spiel da natürlich auch ne gute Rolle.
    Habs gerade ausprobiert mit ner Ibanez SA 160 (Mahagoniekorpus, Maplenck mit Rosewood Griffbrett und 25,5er Mensur, DiMarzio Evolution, 009 auf 046 Saiten auf Standard e gestimmt) und ner RG 1570 (Lindenkorpus, gleiche Halsmaterialien- und mensur, gleicher PU, gleiche Saiten, nur auf d runtergestimmt)
    Die SA hat ein wenig mehr Attack als die RG, was ich jetzt auf die unterschiedliche Saitenspannung zurückführe, hätte die Rg jetzt entsprechend dickere Saiten drauf, so dass bei beiden Gitarren die selbe Saitenspannung vorliegt, würde ich Attackmäßig auf ein sehr ähnliches Ergebnis tippen. (Aufgrund der Trems kann ich die Gitarren jetzt leider nicht auf die schnelle gleich stimmen). Vllt. kann ja _xxx_ noch was ergänzen oder korrigieren, wenn was falsch ist ;)

    Beide oben genannten Gitarren wieder als Beispiel: die RG lässt sich vom Gefühl her ein wenig angenehmer und schneller spielen, da:
    1. Griffbrett breiter
    2. Griffbrett flacher
    3. anderes Halsprofil
    (4. Hals dünner)<--- extra geklammert, da dies kein besonders ausschlaggebendes Argument ist


    Die Breite des Griffbretts und somit der Abstand der Saiten ist auch noch ausschlaggebend, manche Gitarristen können besser spielen, wenn die Saiten enger beieinander liegen, andere habens lieber weiter auseinander für ein komfortalbes Spielgefühl. (Ich habs lieber ein wenig weiter, obwohl meine Hände nicht wirklich groß sind ;) )
    Der Hals der RG ist nur ca. 1,5 mm dünner als der der SA... gibt sich also garnicht so viel
    was viel mehr ausschlaggebend ist ist da das Profil (SA glaube ich C, RG ists D) und der Radius des Griffbretts, wie _xxx_ schon anmerkte. Hier ist der geschmack ausschlaggebend, welches Profil das beste Spielgefühl vermittelt. (V profile kann ich absolut nicht ab). Was noch ein Faktor ist, Hals lackiert oder unlackiert... hier gibts natürlich auch verschiedene Geschmäcker (habe zur Zeit nur unlackierte Hälse).

    Früher habe ich auch so Gedacht je dünner der Hals desto schneller, aber nach der RG habe ich für mich gemerkt, solange das Griffbrett schön flach, der Saitenabstand ein wenig größer (untereinander, nicht zu den Bünden, da muss es auch flach sein) und der Hals ein D Profil oder das der SA ist (kenne ja nicht die genaue Bezeichnung) kann ich für mich gut flitzen.
     
  14. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #14
    Die ADSR Kurve erhälst Du, wenn Du die Lautstärke des Signals gegenüber der Zeit aufträgst. Die Phase in der er es zum Maximum ansteigt, heisst Attack, die erste Abnahemphase Delay, die Phase in der das Signal ungefähr gleichlaut bleibt Sustain und die Phase, in der das Signal verklingt heisst Release. Eine solche Kurve heisst auch Hüllkurve und kann noch komplizierter aufgebaut sein, das gehört aber dann in die Klangsynthese.

    Hier ein Bild:

    [​IMG]

    Ein Mahagonikorpus hat ein etwas langsameres Attack, aber so dramatisch werden die Unterschiede nicht sein. Ich habe festgestellt, dass die Saitenstärke und auch das Holz aus dem der Hals gemacht ist, mehr Unterschiede bewirken. Mahagoni macht aber ein langes Sustain.
     
  15. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.07   #15
    Bei der Strat trägt auch die große Kammer unter dem Schlagbrett sowie die Federkammer und die Federn selbst viel zum typischen Klang bei.
     
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