Walking-Bass plus Akkordbegleitung auf der Bass-Seite alleine

von Bernnt, 21.11.20.

  1. Bernnt

    Bernnt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.20   #1
    Hallo Akkordeonfreunde,

    auf der Gitarre kann man -entsprechende Fähigkeiten vorausgesetzt- wie hier einen Jazz-Walking-Bass und Akkorde gleichzeitig spielen. Für Gitarre gibt es auf Youtube hier oder hier großartige Tutorials, um II-V-I-Progressionen (also z.B. //:c-c-a-a / dm-dm-g7-g7://) abwechslungsreich mit schnippischen Bassläufen zu spielen. Geht so ein swingendes Spiel auch auf der Bass-Seite des Standardbass-Akkordeons alleine? Ich habe auf Youtube nichts gefunden.

    Ich interessiere mich für folgendes:
    - Übungen, wenn jemand hat
    - einfache Beispielstücke für Akkordeon, vielleicht auch mehrere mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad
    - Internettreffer

    Mein Ziel besteht darin, diverse Licks aus dem Internet auf das Solo-Akkordeon zu übertragen, so dass ich rechts die Melodie und Improvisationen, links aber einen Walking-Bass und Akkorde spielen kann. Auf keinen Fall möchte ich auf eine Begleitcombo oder auf eine Ergänzung der Bass-Akkord-Begleitung durch Töne im Diskant zurückgreifen. Rechts ist absolute Freiheit von allen Begleitmaßnahmen geplant. Ideen?

    fragt sich
    Bernnt
     
  2. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.11.20   #2
    So zum Beispiel?



    Das ist auf dem Level ganz schön schwer. Ich hab's gelegentlich auf dem Akkordeon probiert, aber nicht lang durchgehalten. Ich spiele auf dem Klavier ziemlich genau so, also links Walking Bass, rechts Improvisation+Füllakkorde.

    Für Klavier ist die Walking-Bass-Technik aus Phillip Moehrkes Buch "Groove Piano" ziemlich gut. Das Prinzip ist, dass man erstmal auf 1 und 3 Grundton und Quinte in halben Noten spielt (was ja den Volksmusik spielenden Akkordeonisten sowieso geläufig ist) und dann nach und nach auf 2 und 4 andere Töne mit melodischem Bezug zu den Tönen auf 1 und 3 einfügt, sodass sich hinterher eine melodisch sinnvolle Linie ergibt. Wenn das sitzt, kann man auch auf 3 mal andere Töne als die Quinte spielen, z.B. die Oktave oder die Septime.
     
  3. klangtaucher

    klangtaucher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.20   #3
    was Allgemeingültiges, auch für Anfänger? Die bekannte Boogie-Bassfigur mit Akkord auf dem Offbeat z.B.? Oder für deinen Bedarf?

    wenn man so weit ist, unabhängig improvisieren zu können, ist man vermutlich auch in der Lage, sich links seine Begleitpatterns zurecht zu legen. Die meisten, die sich mit Bänden von Hunderten von Licks und Patterns beschäftigt haben (auf allen möglichen Instrumenten), merken früher oder später, dass es nicht zielführend ist, einen Pool von x 2- oder 4-Taktern zu haben und dann drauf zu spekulieren, dass davon irgend was mit dem beabsichtigten Stück zusammenpasst. Das ist auch meine eigene Erfahrung.
    Voraussetzung ist bei etwas Anspruch auch die Kenntnis der zusammengesetzten Akkorde.

    Alternativ kann man auch die vorhandene Literatur abgrasen, die üblichen Verdächtigen Kölz z.B. und Marocco, bei deren anspruchsvolleren Arrangements einiges zu finden ist (und wo ich wünschte, ich könnte es flüssig spielen). Der Fokus auf Walking Bass schränkt die Anwendung sowieso schon ein.

    privat: ich für mein Teil genieße es sehr, zwischendrin zu einem ordentlichen Playback zu spielen. Und bei @HaraldS Beispiel von Luis Espíndola wäre interessant, was von der selben Spielweise auf nem akustischen Instrument übrig bleibt.
     
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  4. Balgseele

    Balgseele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.20   #4
    VLASOV Basso Ostinato
     
  5. lil

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    Erstellt: 22.11.20   #5
    hihi, das entspricht voll und ganz diesen Anforderungen:
     
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  6. klangtaucher

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    Erstellt: 22.11.20   #6
    klar, humoristisch gemeint, entspricht aber halt leider nicht wirklich dem Thema :nix: - ne Begleitfigur, aber eben auf ein ganz spezielles Stück zugeschnitten. Das wird aber in den meisten Fällen so sein ...
     
  7. Klangbutter

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  8. klangtaucher

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    Erstellt: 22.11.20   #8
    meine Rede: schlag nach bei Marocco ;) edit: die Performance find ich immer noch irre :great:

    das Ziel ist doch lt. Aufgabenstellung "Licks aus dem Internet" aufs Akkordeon zu übertragen. Da jedes Stück andere Harmoniestrukturen aufweist, kann man die Harmonik schon mal außen vor lassen (außer man möchte sich an z.B. den "Rhythm Changes" abarbeiten). Dann aber kann man rhythmische Muster ("Licks" besser Patterns) ebenso gut von anderen Instrumenten ableiten (Piano, Schlagzeug). Mehr fällt mir nicht mehr dazu ein ohne Dialog.

    schönen Sonntag noch
     
  9. Landes

    Landes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.20   #9
    ist das nun Usus, dass der Mittelfinger den Grundbass spielt, da hätt's zu meiner Zeit verschärften Vollzug gegeben.
    --- Beiträge zusammengefasst, 22.11.20, Datum Originalbeitrag: 22.11.20 ---
    anderes Beispiel zum walking bass.
     
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  10. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.11.20   #10
    habe ich schon mehrfach erwähnt: das ist russische Schule - hat man den Ringfinger für den Mollterzbass, der ja eine ganze Ecke weiter weg ist als der Durterzbass. Sieht man auch gut in dem Vlasov-Video, das ich im YouTube-Thread verlinkt habe.
     
  11. Landes

    Landes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.20   #11
    das war doch Uwe's Schule ;)
     
  12. maxito

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    Erstellt: 22.11.20   #12
    Genau.. und das war ja auch eigentlich nur ein Nebenaspekt in seinem Video, in dem es so wie auch hier insgesamt ja mehr um den Walking Bass gehen sollte und weniger drum, mit welchem Finger nun der Grundbass gegriffen wird.

    ... um sobald Bernnt mal wieder ins Forum reingeschaut hat, kann er uns sicher such sagen, ob die Rückmeldumgen sich mit seinen Erwartungen decken, oder ob er doch eher n bissl was anderes sucht.
     
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  13. klangtaucher

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    Erstellt: 23.11.20   #13
    das ist die Eigenheit mancher threads, wo ich den Eindruck habe, da wird ein Stöckchen geworfen, die Foristen stürzen sich drauf :) das Thema zerfleddert teilweise, und der ThErsteller schaut erstmal mit verschränkten Armen zu.

    Wenn ich dann in den Userinfos nicht mal feststellen kann, ob der User überhaupt reingeschaut hat oder sogar online ist, törnt mich das ab. Macht keinen Spaß, sich ernsthaft und themenbezogen auseinander zu setzen, werde ich auch lassen
     
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  14. morino47

    morino47 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.20   #14
    Ich denke, der TE wusste schon vor Erstellung seines Fadens sehr genau, was bei diesem Thema geht und was nicht geht. Ich schreibe das, weil ich den TE auch persönlich kenne. Ich habe seinen Faden so verstanden, dass er nochmal auf die genannte Problematik aufmerksam machen wollte.

    Nicht nur meiner unbedeutenden Meinung nach ist der Stand der heutigen Spielkultur bezüglich Walking-Bass bzw. Groove im Allgemeinen durch Spieler wie Marocco und Galliano maßgeblich geprägt: sie besteht (beim Akkordeon) in einem Zwigespräch zwischen Bass- und Diskantseite. Das bedeutet, dass der Diskant durch gelegentliche Einwürfe den Groove unterstützt - den Groove, den der Bass alleine nicht so ganz stemmen kann.

    Ein Beispiel hat @Klangbutter in
    vorgeführt.

    Das allgemeine Problem ist dabei, dass die Melodie auf der Diskantseite durch die Einwürfe nicht zerhackt wird oder ihr Fluss gar verloren geht.

    Man könnte jetzt viele Beispiele von Marocco oder Galliano heranziehen. Ich greife die Aufnahme des Tea for Toots von Galliano zusammen mit einem Klarinettisten als lehrreiches Beispiel heraus: . Es geht hier um einen Samba, der, zugegeben, einen etwas aufwendigeren Groove als einen Walking Bass erfordert. Solange die Klarinette das Thema und die Improvisation spielt, macht das Akkordeon nur den Groove, Bass und Diskant im Einsatz. Und es groovet richtig gut. So ab Minute 3:00 spielt das Akkordeon alleine, und ab da muss der bisherige Groove aufgegeben werden, wird nur noch beiläufig angedeutet oder es kommen ganz andere rhythmische Patterns zum Einsatz - genial ohne Frage. Aber dieses Beispiel zeigt eben, dass die linke Hand am Akkordeon allein nicht eine ganze Rhythmusgruppe ersetzen kann.

    Die Herausforderung ist für den Spieler, den Groove am Anfang aufzubauen und im Verlaufe des Stücks immer wieder so geschickt zu zitieren, so dass er im Zuhörer weiterschwingen kann auch in den Passagen, in denen er vom Akkordeon eigentlich gar nicht gespielt wird.

    Ein Thema mit einem weiten Horizont.

    morino47
     
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  15. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 23.11.20   #15
    ok- Das weiß ich nicht so genau, ob das jeder kann... Moderatoren können das zumindest. Auf der anderen Seite ist die Stärke dieses Forums auch desen Problem: Hier sind normal sehr viele recht aktive User unterwegs, weswegen es meist nur sehr kurze Reaktionszeiten gibt - im Verglecih zu vielen andern Foren, wo es oft Tage (oder gar Wochen) dauert, bis man eine Antwort auf seine Frage bekommt. Hier wars mal grad übers Wochenende - kann ja auch sein dass man mal ganz einfach unterwegs ist und nicht ins Forum reinschauen kann.:nix:

    Solche Beitragsersteller gibts ganz klar auch - was ich in dem Fall jetzt eher nicht annehme. Aber auch ganz klar, sowas ärgert einen persönlich wenn man sich da engagiert und aufreibt, für nen Nuller an Rückreaktion (ginge mir auch nicht anders!). Aber hier würd ich einfach mal gelassen noch ne Kanne Tee aufstellen und mit n bissl Geduld mal noch warten... so lange läuft der Faden ja noch nicht wirklich;)
     
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  16. klangtaucher

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    Erstellt: 23.11.20   #16
    das meine ich mit "Stöckchen". edit: und wozu dann noch nen Beitrag leisten?

    das geht ja auch, wie der Rest der Beiträge, gut gemeint am Thema vorbei. Alle Beispiele sind maßgeschneiderte Begleitformen, das Thema ist aber nach "allgemeingültigen" Pattern (Internet) zu suchen.

    Alternative: Auszüge aus Kammermusik von Mozart spielen - langsame Sätze natürlich :)
     
  17. Mecky

    Mecky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.20   #17
    Die Linksschreiber hatten es zu früheren Zeiten auch nicht leicht, wo doch nur mit der schönen (rechten) Hand geschrieben werden musste.

    Zu Grundbass mit Mittelfinger, ich drücke den -bis auf wenige Ausnahmen- nur mit Mittelfinger.
    Was soll dagegen sprechen wenn´s Ergebnis stimmig ist?
     
  18. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.20   #18
    Sorry Leute, ich hab beruflich grade ziemlich viel an der Backe. Darum dauerte es ein bisschen, bis ich auf euch eingeben kann.

    Eher nicht. Ich suche kein Begleitpattern, dass man auf Rolands vergleichsweise einfach abfeuern kann, sondern etwas für ein akustisches Instrument. Ich möchte auf EINEM Akkordeon links den Walking Bass haben, der dann mit Fills garniert wird, die aus den Akkorden gebastelt werden. Der Sinn wie gesagt besteht darin, rechts total frei zu sein.

    Ich suche etwas für mich, aber fühle mich mit meiner Walking Bass-II-V-I-Lösung nicht wohl. Für II-V-I habe ich folgendes zur Auswahl:

    1. Grundbass plus Akkord zusammen:
    //: c/C c/C am/A am/A / dm/D dm/D g/G g/G ://

    ----->erste Lösung: Basston und Akkordton zusammen, auf 2 und 4 betonen oder leicht länger aushalten, dass man auf 2 und 4 schnippst.

    2. Grundbass und Akkordbass abwechselnd
    //: C c A am / D dm G g ://

    ----->zweite Lösung: Grundbass auf 1 und 3, Akkordbässe auf 2 und 4. Wie es Marocco z.B. auch in "I don't mean a thing" tut. Die Akkorde werden von Marocco dort oft mit Diskant-Fills angereichert, was ich nicht will. Dieses System ist aber wie das erste zumindest spielbar, was schön ist. Darum spiele ich es wie das erste auch.

    3. Walkingbass mit den Grundbässen:
    // : C H A C / D A G H :// oder
    // : C Bb A Eb / D F# G H :// oder....
    --> Auf 1 und 3 findet sich der Grundton des Akkords, von 2 und 4 marschiert man entweder einen Ton oder einen halben Ton in Richtung des nächsten Grundtons. Man kann es spielen, es funktioniert, die Akkordfinger machen aber die ganze Zeit Pause und haben nichts zu tun.

    4. Walkingbass und Akkordbässe:
    Mischt man 2. und 3., bekommt man Achtelketten, die mich überhaupt nicht befriedigen:
    //: C c H c A am C am / D dm A dm G g H g ://
    ---> Die Sache stimmt von den Grundbässen und den Akkordbässen her. Hier verliert sich freilich bei mir jegliches Feeling. Es entsteht eine Art Nähmaschinen-Begleitung:eek:. Die Betonung auf 2 und 4 geht bei mir wenn ich spiele komplett verloren. Außerdem nervt die monotone Abfolge aus Grundbass und Akkordbass. Warum keine Synkopen? Warum keine Abwechslung? Bei den oben zitierten Beispielen auf der Gitarre hört sich das anders an.

    Vielleicht ein Denkanstoß: Wenn ich in eine Jazz-Band mit Schlagzeug, Bass und Klavier höre, habe ich auf dem Bass einen Walking-Bass, Schlagzeuger versucht, so zu spielen, dass ich auf 2 und 4 schnippse und der Klavierspieler spielt mit der linken Hand Fills. Wahrscheinlich suche ich etwas, was den Walking-Bass und die zufälligen Fills des Pianisten auf die Bass-Seite des Akkordeons legt. Bei Marocco finde ich meistens Lösung Nr. 2, gelegentlich wechselt er auch auf Nr. 3.

    Nee, sonst würde ich nicht fragen. Ich brauche ein viertaktiges Begleitschema (nicht nur zweitaktig, sonst wird's wieder monoton) mit scheinbar zufällig verteilten Fills, das sich automatisieren lässt. Es muss zum Schnipsen einladen. Aufgrund des notwendigen Bassgekrabbels mit den Fingern dürfte das dann natürlich nichts mehr für Anfänger sein.

    Bei Vlasov und Marocco wurde ich nicht fündig.

    Genau so ist das bei Marocco und Galliano. Ich will was anderes und krieg's hirnmäßig nicht hin. Darum dieser Thread.

    Genau, @morino47, darum weg mit dem Begleitgedöhns nach links - anders als Marocco und Galliano und Vlasov das machen.

    Das wäre mein Waterloo. Ich sag einfach mal, hier sind soviele gute Spieler da, das wir vielleicht zusammen was hinkriegen.
     
  19. chnöpfleri

    chnöpfleri Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.20   #19
    Hallo @Bernnt ,

    Ich habe mir die ganze Sache mal durchgelesen und festgestellt, dass da eigentlich schon mehr oder weniger alles gesagt wurde.
    Aber trotzdem zum Thema:
    Ich denke, die Synkopen und die Abwechslung musst du selbst kreieren...
    Das ist genau das, was in deinen Gitarrebeispielen Martin Taylor macht: sogar im Walking Bass variiert er, er spielt die Basslinie rhythmisch auch nicht immer gleich, aber immer mit den gleichen Akkorden, und auch die schiebt er umher.

    Ein berühmtes Beispiel, zu alledem auch noch hart und überspitzt ternär gespielt, ist das hier. Ich denke, das hast du dir darunter vorgestellt, wie es nicht klingen sollte.

    Ich habe so etwas mal mit MIII probiert, den Walking Bass auf den Grundbassreihen und die Akkorde als Einzeltöne. Aber auch bei Septakkorden, bei denen man den Grundton weglässt, ist es ein elendes Gestocher. Klingt aber besser, als wenn man den Grundbass auch in einer der MIII-Reihen spielt und dann springt... :dizzy::nix:
    Seither habe ich mich von solchen Versuchen distanziert und spiele brav, was mir Galliano und Marocco vorschreiben, es groovt mir genug!
     
  20. lil

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    Erstellt: 23.11.20   #20
    Was sind "Akkordfinger" und warum dürfen die nicht in der Grund- und Terzbassreihe aushelfen, wenn sie in den Akkorden nichts zu tun haben? :gruebel:

    einerseits ist nur das die Einstellung, aus der Neues entstehen kann. Andererseits denke ich, dass Marocco, Galliano und Vlasov - oder Kölz, Russ, und bestimmt noch viele andere - erstklassige Akkordeonisten sind bzw. waren, aus unterschiedlichsten Kulturkreisen, und sich jeder bestimmt viele Gedanken gemacht hat, wie er seine Musik auf dem Akkordeon ausdrücken kann. Und jeder von ihnen ist letztlich bei der Version gelandet, die linke Hand mit der rechten zu unterstützen. Weil sie zu der Überzeugung gelangt sind, dass die linke Hand alleine ihren Job nicht schafft. Aber versuche es - vielleicht schaffst du, was ihnen nicht gelungen ist.
     
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