Wann steigt ihr als Sänger in das Songschreiben ein?

Ciatyl
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Hey zusammen,

welche Erfahrungen habt ihr beim gemeinsamen Songschreiben mit der Band bzgl. der Entwicklung eurer Gesangsparts?
Vielleicht vorab der aktuelle Status bei uns:

- Ich schreibe 90% der Texte noch ohne Musik; d.h., dass viele Texte angepasst werden (müssen), wenn der Song entsteht

- Ich bin bei allen Proben anwesend und überlege mit der Band, wie der Gesang über die Musik passen könnte. Meistens brauche ich aber dazu "Rohaufnahmen" unserer Jams und probiere viel (alleine) aus und komme zur nächsten Probe mit ausgearbeiteten Gesangsparts, die dann manchmal wiederum die Struktur des Songs verändern

- seltener bringe ich Harmonien und Melodien auch zu Proben mit

Meine Band schlägt vor, direkt beim Jammen mit der Stimme zu improvisieren, was mir deutlich schwerer fällt, da nicht direkt ein Thema/Text parat liegt, das ich zu dem jeweiligen Sound nutzen kann.

Wie macht ihr es? Was sind Strategien in eurer Band?
 
Ich bin vorwiegend im homerecording-Bereich unterwegs - da steht manchmal zuerst der Text oder eine Melodie oder ein Riff oder ein Basslauf - also geht´s bei mir munter durcheinander, aber leider immer nur mit mir im PingPong. Geht aber momentan nicht anders und ich komm auch damit klar.

Meine Band schlägt vor, direkt beim Jammen mit der Stimme zu improvisieren, was mir deutlich schwerer fällt, da nicht direkt ein Thema/Text parat liegt, das ich zu dem jeweiligen Sound nutzen kann.
Was ich oft gehört habe, dass es hilft, ist:
  • einfach nur Silben oder hmm hmm hmm zu singen - also nix, was schon Bedeutung hat und einen festlegt
  • zu pfeifen (gut - das mache ich eher bei mir in der stillen Stube ...)
  • englische Blödsinnstexte bzw. nur bestimmte "Anker"-Wörter machen Sinn, der Rest ist sinnfreies Kauderwelsch und kann später gut wieder ausgetauscht werden
Mir geht es nämlich auch so, dass sich oft die Bedeutung über Wörter reinschiebt, wo es eigentlich erst mal nur um eine Grundstimmung, um eine Melodie, um ein sich Einschwingen bei Jams geht.

Herzliche Grüße

x-Riff
 
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Bin momentan auch in keiner Band, ist auch meistens zu Hause oder im Ü-Raum. Manchmal habe ich einen Text zu dem ich einen Song bastele manchmal ist der Song zuerst oder Fragmente davon und dann singe ich irgendwie irgendwas dazu, hmm ooh aaha und dann werden Wörter daraus. Arbeite viel mit Looper und Drumspuren davon auf einer anderen Schicht bilde ich den Bass mittels Octaver nach. Dann nehme ich das Ganze auf.
 
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Was ich oft gehört habe, dass es hilft, ist:
  • einfach nur Silben oder hmm hmm hmm zu singen - also nix, was schon Bedeutung hat und einen festlegt
  • zu pfeifen (gut - das mache ich eher bei mir in der stillen Stube ...)
  • englische Blödsinnstexte bzw. nur bestimmte "Anker"-Wörter machen Sinn, der Rest ist sinnfreies Kauderwelsch und kann später gut wieder ausgetauscht werden
Mir geht es nämlich auch so, dass sich oft die Bedeutung über Wörter reinschiebt, wo es eigentlich erst mal nur um eine Grundstimmung, um eine Melodie, um ein sich Einschwingen bei Jams geht.

Herzliche Grüße

x-Riff

Das sind sehr gute Tipps, danke (y):)
 
Meine Band schlägt vor, direkt beim Jammen mit der Stimme zu improvisieren, was mir deutlich schwerer fällt, da nicht direkt ein Thema/Text parat liegt, das ich zu dem jeweiligen Sound nutzen kann.

Ist eine durchaus verbreitete Methode. Teilweise wird dann auch einfach Lautmalerei gesungen, wie x-riff es beschrieben hat.

Ich kenne es eigentlich auch nicht anders und wüsste auch keinen anderen Weg. Außer eben, man kommt schon mit einem Songfragment in den Proberaum.

-
 
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Als ich noch in Bands gespielt und wir dort eigene Songs "geschrieben" hatten, lief das meistens mit den Texten und dem Gesang im Nachgang. Da wir zwei Gitarristen die Ideen lieferten und ich dann auch gesungen hatte (aber in der Regel eher Ideen für Riffs usw. hatte), kam das Texten meistens im Nachgang und war dann auch für mich nicht der spannendste Teil des Ganzen.

Später in einer anderen Band schrieb der andere Gitarrist auch ein paar Text-Idee, die wir dann zusammen bearbeiteten und schauten, wie man sie über Song-Ideen legen konnte. Klappte auch ganz gut, war aber ähnlich wie das, was du beschreibst: erst Text, dann passend machen im Nachgang.

Dann hatte ich mal an einem Online-Songwriting-Kurs teilgenommen, bei dem der Text immer der Ausgangspunkt war. Das war für mich ein ganz neuer Ansatz mit vielen tollen und neuen Ideen, was man da alles machen kann und wie man tatsächlich auch bessere Texte aufbaut usw... Nach dem Schema hatte ich dann auch ein paar Songs gemacht und die kamen ganz anders raus als sonst, weil die Instrumentierung quasi im zweiten Schritt dazu kam. Ich hatte das Gefühl, dass dadurch die Instrumente nicht wie sonst so fokussiert irgendwelche Sachen spielen, weil die so cool sind und einfach Gehör finden müssen, sondern die Instrumente hatte ich mehr songdienlich aber eben nicht um ihrer selbst Willen "eingebaut".

Nun bin ich aber immer noch ein eher riff-orientierter Gitarrist und finde die Songs, die früher "andersherum" entstanden sind, nicht weniger gut. Ich bin aber eben auch derzeit als "Home-Recording-Artist" eine One-Man-Show und kann und muss alles selbst und irgendwie (wie oben schon mal genannt) im Ping-Pong-Verfahren mit mir selbst entwickeln. Das ist bei dir ganz anders.

Ich hatte auch verschieden Szenarien in meinen Bands erlebt: manchmal kam z. B. auch der Bassist mit einem sehr coolen Thema auf dem Bass um die Ecke und darauf haben wir dann einen ganzen Song herum aufgebaut. Auch der kam ganz anders heraus als die Songs, die basierend auf Gitarren-Riffs entstanden waren. Dort waren die Gitarren eben auch ehere songdienlich passend zu dem Bass-Thema hinzugefügt worden und nicht anders herum.

Ich würde das in einer Band auch so erwarten: wenn jemand eine gute Idee hat, dann sollte die Band schauen, was jeder beitragen kann, um diese Idee zu einem tollen Song werden zu lassen. Manchmal geht es eben mit einem Riff oder einer Melodie auf der Gitarre los, manchmal ist es vielleicht einfach ein cooler Drum-Beat oder was vom Bass. Und vielleicht kommt manchmal der Sänger mit einer Melodie und einer Text/Chorus/Verse-Idee an, die Potential hat.

Die hauptsächliche Frage bei dir wäre: hast du überhaupt solche Ideen, die du gerne von der Band umgesetzt sehen würdest oder ist es für dich ok, wenn du zu der Musik den Gesang hinzufügst? Ich konnte auch oft besser zu einer Demo-Aufnahme zu Hause in Ruhe etwas ausarbeiten - sei es Text, Melodie, zweite Gitarrenstimme - als spontan im Proberaum eben mal was raushauen. Das geht vielleicht manchmal auch, aber wenn man merkt, dass einem dazu gerade nix einfällt, dann sollte man sich da keinen Druck machen und eher sagen: Jungs, nehmt das mal eben auf (geht ja heute vielleicht auch schon gut genug mit dem Handy) und ich beschäftige mich zu Hause in Ruhe damit...
 
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Ich komme aus der Folk-Szene, wo alles ein wenig anders - eher klassisch - abläuft. Ein Volkslied besteht aus Text und Melodie, kann also ohne Instrumentalbegleitung vorgetragen werden. Jeder Sänger bzw. Gruppe bewerkstelligt das eigene Arrangement: Tempo, Tonart und vor allem Akkordfolge, aber auch Instrumentierung und evtl. Instrumentalbreaks zwischen den Strophen, bzw. Intros und Outros.
Vor diesem Hintergrund habe ich 2 Möglichkeiten, einen Originalsong zu machen: entweder ich schreibe ein Gedicht und komponiere nachher eine Melodie, die zum Sprachrhythmus des Gedichts passt; oder ich komponiere eine Melodie und schreibe nachher einen Text, der auf den Rhythmus der Melodie passt. In beiden Fällen wende ich die selbe Faustregel an: eine Silbe im Text entspricht eine Note der Melodie. Im Proberaum wird dann ausgelotet, wie das fertige Lied mit den verfügbaren Instrumenten und Stimmen am besten zum Klingen gebracht wird.

Die Methode funktioniert auch, wenn ich z.B. einen Text auf eine Melodie unseres Bassisten schreibe, oder wenn mir ein nettes Gedicht über den Weg läuft, das noch keine Melodie hat.
Cheers,
Jed
 
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Meine Band schlägt vor, direkt beim Jammen mit der Stimme zu improvisieren, was mir deutlich schwerer fällt, da nicht direkt ein Thema/Text parat liegt, das ich zu dem jeweiligen Sound nutzen kann.

Meiner Erfahrung nach lässt sich das aber auch nicht überstrapazieren. Als instrumentaler Teil einer Band kann man da problemlos stundenlang an den Stücken basteln, improvisieren und üben.
Als Sänger ist es dann doch etwas witzlos Ewigkeiten lang Phantasiewörter/Phrasen zu improvisieren.

Ich würde es so machen:
Falls du selber ein Instrument spielst, kannst du ja mit Melodien/Akkorden selber Songs schreiben und das Material mitbringen um es dann mit Band auszuarbeiten.
Andernfalls kannst du dich ja auch einfach hinsetzen und schonmal texten während die Band jammt. Da lassen sich ja auch schonmal Wörter, Phrasen und Themen auffangen die dir in dem Moment passend erscheinen.

Darüber hinaus: Man muss ja auch nicht immer mit der ganzen Truppe arbeiten. Du könntest dich mit einem der anderen Bandmitglieder auch mal alleine treffen zum songwriting.

Ich würde einfach alle Arbeitsweisen die dir/euch einfallen mal durchprobieren. Und es am Ende auch nicht immer gleich machen, sondern varrieren.


Dazu würde ich auch schauen die Proben aufzunehmen, damit nix vergessen wird und jeder Zuhause damit auch noch üben bzw du texten und Melodien ausprobieren kannst.
Ein kleiner zoom recorder oder ähnliches reicht dafür aus.
 
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Ich muss vorweg sagen, dass ich ein melodienorientierter Songwriter bin. Der Text - falls er überhaupt von mir kommt - kommt bei mir später. Bei dir kommt halt der Text zuerst.

Ich habe in den letzten 35 Jahren auf verschiedene Arten Songwriting gemacht und alle haben irgendwie funktioniert.
  1. In meiner Jugend hatte der Gitarrist eine Idee und jammte drauf los. Ich sang lala-lulu und bullshit-texte drauf los und es wurde im Proberaum grob ein Song entwickelt. Wenn der so einigermaßen gestanden ist, hat der Bassist (begnadeter Texter) einen Text dazu fabriziert
  2. Später wurde im Proberaum nur noch geprobt, komponiert wurde zu Hause und dann wie wild Emails mit MP3 Anhängen verschickt. Die Gitarristen haben ihre Songidee basierend auf Gitarrenriffs zu Hause zusammengestrickt, schon mit Struktur und auch schon aufgenommen, meist schon mit rudimentärem Bass und Drums. Dann habe ich dieses Halbplayback bekommen und darauf eine Melodie mit Bullshit-Text entwickelt. Wenn das Ergebnis allen gefallen hat, wurde der neue Song ins Repertoire mit aufgenommen und ein richtiger Text (vom Bassisten oder mir) geschrieben. Wenn nicht, wurde er verworfen.
  3. Die letzten 7 Jahre habe ich meine Songs komplett selbst gemacht. Da habe ich basierend auf ein paar groben Textfragmenten immer erst Melodie mit Akkordfolgen und Songstruktur entwickelt. Nachdem dieses Gerüst fertig war habe ich den Text fertiggeschrieben und am Schluss ein Arrangement entworfen.
  4. Hin und wieder habe ich auch fertige Texte von Anderen vertont.
Du siehst an den Antworten meiner Vorschreiber und mir: es gibt viele Arten an das Songwriting ranzugehen. Am Anfang kann ein Text, eine Melodie, ein Riff, ein Drumgroove ..... stehen - nichts davon ist "falsch".
Als One-Man-Show komme ich allerdings mit Methode 3 am besten zurecht aber Top-Line writing (2) oder Textvertonung (4) kommen genauso in Frage. Nur das Proberaumjammen würde ich heute aus Zeitmangel nicht mehr machen.

Noch eine Nebenbemerkung zum Top-Line Writing (2): ich habe die Tonart nie angezweifelt, weil mir klar war, dass viele Riffs nicht in jeder Tonart spielbar sind. Dabei sind viele potentiell gute Gesangsmelodien auf der Strecke geblieben weil ich sie nicht im richtigen Register singen konnte. Heutzutage bin ich da völlig schmerzbefreit und kommuniziere zumindest die ideale Tonart für die Melodie. Ob das dann auch umgesetzt wird ist dann oft eine Abwägung der Interessen.

Deine Art macht für dich als textorientierten Songwriter Sinn und damit kommst du zurecht. Ich sehe keinen Grund etwas zu ändern. Du must halt mit deiner Band reden, dass es so für dich am besten funktioniert. Ich finde es eh bemerkenswert, dass du an den Jamsessions (nicht den Proben) im Proberaum teilnimmst.

LG Robert
 
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Ich bin jetzt zwar kein guter Schreiber/Texter oder gar Composer,aber Ich schreibe immer dann,wenn die Gefühle stimmen.
Die "besten" Stimmungen sind Liebe-Ärger,oder gar Hass und vor allem die Traurigkeit.
Ich bau mir dann erst Gerüste,zB. ein Drumpart auf der 707 oder der Linn.
Dann bau Ich mir im Kopf eine Melodie und fange an,einfach was aufzuschreiben,egal ob mit Sinn oder ohne.
Daraus baue Ich Strophen,Refrains und so weiter.
Das eigentliche Lied entsteht viel später danach oder dabei,wie auch immer.

Bandtauglich ist dieses Prinzip des writings allerdings nicht.Ich hab aber auch keine Band.
 
Wenn ich den Song nicht von vorneherein selbst um nen Text herum geschrieben habe, warte ich, bis er instrumental grob steht und es eine einfache Proberaum-Aufnahme gibt. Dann entwickel ich in Ruhe eine Gesangslinie und einen Text dazu. Impro-Kauderwelsch kann ich nicht gut, bringt mich aber auch beim Vocals-Writing nicht weit. Coole Gesangslinien kommen bei mir erst, wenn ich den Song, seine Parts und seine Stimmung schon ein bisschen verinnerlicht habe.
 
Ich habe zum Thema ganz verschiedene Ansätze erlebt. Ich selbst bin kein Sänger, sondern Gitarrist, aber schreibe auch Musik sowie Texte. In einer früheren Band hatte unser Sänger jede Menge Texte unabhängig von irgendwelchen Melodien oder Riffs geschrieben. Die Stücke bzw. Ideen haben sich oft beim Jammen ergeben. Sobald ein musikalisches Gerüst stand, hat er sich einen seiner Texte geschnappt und ausprobiert. Natürlich wurden diese angepasst was Silbenlänge, etc. anging, aber rein inhaltlich hatte oft eine gute Basis.

In meiner aktuellen Band hat der (ehemalige) Sänger ebenfalls Gitarre gespielt und hat entsprechend sowohl Instrumentales beigesteuert als auch Texte. Bei Ideen, die im Proberaum entstanden sind (oder auch beim Klimpern zuhause), und für den Fall, dass es noch keinerlei Textidee gab, hat er dann wie oben auch schon beschrieben nonverbal irgendwelche Dinge dazu gesummt / gemurmelt / gesungen. Das war kurzfristig nur dazu da, um das Stück einfach mal mit Stimme zu versehen - die Texte sind im Nachgang entweder von einem oder von mehreren Bandmitgliedern entstanden, in 99% nicht bei den Proben.

Unser aktuellen Sänger (spielt auch Gitarre) kann sehr schnell musikalische Ideen adaptieren, ist allerdings nicht der Textschreiber, bzw. wenn, dann auch meist direkt in Verbindung mit einem konkreten Song, was mir auch einfacher fällt. Bei mir entsteht erst die Musik, ein Thema oder Text erst hinterher. Meistens fängt es mit einem Riff oder einer Akkordfolge an, die mir an den unmöglichsten Orten einfällt, und die ich dann irgendwie festhalten muss. Da ich nach Gehör spielen gelernt hab, benötige ich zum Songschreiben kein Instrument - was im Bus, in der U-Bahn, auf dem Weg nach Hause sehr praktisch ist. ;-)

Es fällt mir defintiv leichter, Musik als Texte zu schreiben. Dabei kann die Entstehungszeit eines Songs wenige Stunden betragen wenn´s einmal läuft, oft eher mehrere Tage oder Wochen, wenn sich bestimmte Ideen festsetzen bzw. immer wiederkehren. Wichtig für mich, ist alle Ideen per Audio festzuhalten. Unserem Sänger spiele ich dann ein aufgenommenes Demo (meist nur Gitarre, früher mit Drumloops aus einem Multieffect oder mp3) vor und drücke ihm den Text in die Hand, und da wir beide musikalisch sehr ähnlich ticken, entwickelt er Gesangslinien, die ich tatsächlich im Vorfeld oft auch schon dazu Kopf hatte, aber nicht vorsingen kann (und möchte). So entstehen die Songs mit Text eigentlich relativ schnell. Wir nehmen dann mit der ganzen Band ein Demo auf, exportieren ein mp3, so dass sich jeder die Songs aufs Handy bzw. auf die Ohren packen kann (bei Bedarf mit allen oder nur ausgewählten Spuren zum Üben)...späteres Ändern/Optimieren natürlich nicht ausgeschlossen. ;-)
 
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Ich für meinen Teil, ich bin da ganz speziell.

Ich singe nur Texte die ich selbst geschrieben habe. Das mag den ein oder anderen vielleicht verstören, aber das rührt auf ein Trauma zurück.

Vor langer Zeit wurde mir ein Text vorgelegt und eine Melodie geschickt. Dann habe ich versucht den Text in meinem Stil zu interpretieren und an die Melodie anzupassen. Das Resultat war, dass der Autor des Textes so sauer war, dass er danach die Bandprobe schlagartig verlassen hat, weil ich „sein Meisterwerk mit meinem Geheule zerstört“ habe.

Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass er sein Meisterwerk selber singt… zum Leidwesen der Zuhörer.

Aber jetzt zurück. Ich schreibe mein Zeug also selbst. Lieder eine musikalische Grundidee ab, die dann gemeinsam mit den anderen noch verfeinert wird.

Ein etwa 40 Jahre alter Mann sagte zu mir mal „du bist der bayrische Kurt Conain“ gut, ich bin schon älter als 27, bin vermutlich doppelt so schwer und nehme auch keine Drogen, außer Bier.

Aber ich habe ein gleiches Talent. Meine Lieder sind catchy and memorable. Bester Indikator sind die Kinder meines Kumpel, bei dem wir immer proben. Die singen meine Lieder mit heller Freude nach, obwohl sie die Bedeutung meist nicht mal verstehen.

Diese Lieder sind meist die Lieder, die entstanden sind während ich zuhause Gesangsübungen mit der Gitarre in der Hand mache. Das Spiel ich irgendwelche Melodien und fange an zu singen. Zack schon habe ich einen Refrain oder oftmals auch ganz Lieder in 10 Minuten.

Aber ich kann auch andere Lieder schreiben. Ich arbeite in einem Hochsicherheitsbereich ohne elektrische Geräte, also auch ohne Handy. In der Zeit in der ich nichts zu tun habe schreibe ich gerne mal Gedichte. Da ist die Aufgabe meist schwierig eine passende Melodie zu finden. Ich hab bestimmt schon 30 Gedichte hier liegen, alle ohne Refrain, die ich noch irgendwie zu Musik machen möchte. Aber das dauert.

Im Gegenzug habe ich aber natürlich auch richtig klasse Melodien oder Riffs, die in einer Worddatei in meiner cloud liegen und darauf warten, dass man sie vermusikalisiert.
 
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Ich muss ganz ehrlich gestehen, den Herrn Bandkollegen hat es sehr verstört. Ich habe noch nie jemanden so schnell eine Gitarre wegpacken und währenddessen ein Bier austrinken sehen wie an diesem Tag.
 
Ich für meinen Teil, ich bin da ganz speziell.

Dass jemand am liebsten die eigenen Lieder/Texte singt, soll ja gar nicht so selten sein. Es gibt da auch so eine Bezeichnung für: Singer-Songwriter. ;)

Aber ich habe ein gleiches Talent. Meine Lieder sind catchy and memorable. Bester Indikator sind die Kinder meines Kumpel, bei dem wir immer proben. Die singen meine Lieder mit heller Freude nach, obwohl sie die Bedeutung meist nicht mal verstehen.

Okay. An Selbstzweifeln leidest du offenbar nicht. Das unterscheidet dich schon mal von "Kurt Conain".

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Du meinst aber nicht eher Koos Konijn…?

 
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In der Zeit in der ich nichts zu tun habe schreibe ich gerne mal Gedichte. Da ist die Aufgabe meist schwierig eine passende Melodie zu finden. Ich hab bestimmt schon 30 Gedichte hier liegen, alle ohne Refrain
Interessant!
Ich schreibe auch Gedichte. Aus manchen werden Lieder, aus manchen nicht. Außerdem schreibe ich auch Liedtexte. Manche Gedichte kann man als Liedtexte betrachten, die noch keine passende Melodie bekommen haben. Aber andere Gedichte sind von vorn herein dazu verdammt, "bloß" Gedichte zu bleiben. Warum? Verschiedene Gründe, z.B.: Sie sind zu kurz, um die 3 bis 5 Minuten, die man für ein Lied vorsieht, auszufüllen. Oder sie sind zu lang und würden die Aufmerksamkeit eines Zuhörers überstrapazieren. Oder sie sind von der Metrik her so variabel, dass kein Groove entstehen würde, wenn man sie sänge.
Übrigens: Welche Relevanz hat die Aussage "ohne Refrain"? Ein Lied muss keinen Refrain haben. Die meinsten Volkslieder und Kunstlieder haben keinen! Andererseits kann ein Gedicht, dass nie zum Vorsingen taugen würde, sehr wohl wiederholte Zeilen enthalten, die ihre Bedeutung je nach den vorangegangenen Zeilen ändern können.
Cheers,
Jed
 
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Ich habe auch Gedichte geschrieben, von denen ich nie dachte, dass man daraus ein Lied machen könnte aber irgendwann Sitz ich da, mit meinem Zettelwirrwarr und einer Gitarre und es passiert. Oder es passiert nicht.

Wenn ich mich hingesetzt habe und gesagt habe: „so jetzt schreib ich ein Lied“ dann ist das nicht ein einziges Mal etwas geworden.

Oft schreibe ich auch lieder, die ich dann auf meiner Festplatte speichere. Da hab ich dann nach 3 Wochen vergessen wie genau es gehen sollte und es entsteht aus dem Text mit den gleichen Akkorden durch ein anderes Schlagmuster ein völlig neues Lied.

Ich muss echt sagen, ich liebe Musik.

Und Musik zu schreiben kann unheimlich komplex sein, oder es dauert auch mal nur 5 Minuten, weil es aus einem heraustropft.
 
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