Warum nutzt man verschiedene Funksysteme?

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IchHabeKeineAhnung
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Hallo
ich habe mir folgendes Funksystem gekauft und erst danach durch Zufall erfahren (da ich dieses privat nutze) das ich es anmelden muss. Jetzt werde ich mir einen Sender /Empfänger Kombi mit "freier" Frequenz kaufen.

https://www.thomann.de/de/sennheiser_xsw_2_ci1_gb_band_instrument.htm

Ich würde aber gerne von euch wissen, wieso gibt es eigentlich so viele verschiende systeme des gleichen produktkes und systems mit unterschiedlichen frequenzem. Warum verkauft der hersteller nicht alle mit der selben frequenz wie bei den 2,4 GHZ Produkten.?
 
Eigenschaft
 
Du hast recht, es steht auf der Seite, aber da ich bis dahin noch nie ein Funkmikro in der Hand hatte, (und wie man an meiner frage evtl. erkennen kann bin ich laie) wusste ich dies nicht, mein Fehler.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Weil man pro Frequenz(bereich) nur eine Handvoll Funken sicher betreiben kann. Im 2,4GHz-Band manchmal nur 2-3 Stück, je nach Publikum vor der Bühne.

Bei den anmeldepflichtigen Frequenzen kann man sich relativ sicher sein, dass niemand stört
 
Nach meinem Kenntnissstand gibt es für viele der bisher anmeldungspflichtigen Frequenzen nun eine allgemeine Zuteilung: Bundesnetzagentur- Allgemeinzuteilungen

Hier speziell für die Mikrofone: Allgemeinzuteilung Mikrofone

Da fällt auch der Frequenzbereich deines Systems mit 614 MHz – 638 MHz rein. Du darfst es also verwenden: klick
Somit ist die Auskunft auf der Thomann-Seite mittlerweile für Deutschland veraltet und nicht mehr korrekt

Diese Übersicht scheint jedoch auf den ersten Blick aktuallisiert und korrekt zu sein: klick
frequenzverteilungen_new.jpg
 
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Hallo

Danke euch für die Antwort. Thomann hat sich leider auf meien Frage hin diesbezüglich nicht mehr geäußert und ich habe mir dann (etwas spät,aber immerhin) an den Angaben auf der Produktseite orientiert)

Von daher habe ich das ganze set wieder zurück geschickt.

Ich hatte auch keine Lust nochmal 130€ zu Löhnen.
Nutze das Mikro nur privat im meine Zimmer, da ist es dich eingntlich egal welche Frequenz ich nehme oder? (Also mal abgesehen von den anmeldeplfichtigen)

Ich frage mich ob dann eine 2.4 GHZ System nicht zu sehr gestört wird durch meine WLAN Geräte?!

Überlege jetzt nähmlich ob ich ein 2.4 GHZ System behalte oder eine Sennheiser aus den 3stelligen MHZ Bereich.

Aber danke für eure Aufklärung.
 
Ich hatte auch keine Lust nochmal 130€ zu Löhnen.
Nutze das Mikro nur privat im meine Zimmer, da ist es dich eingntlich egal welche Frequenz ich nehme oder? (Also mal abgesehen von den anmeldeplfichtigen)

Wie groß ist denn Dein Zimmer, dass Du unbedingt funken musst und nicht einfach ein Kabel verwendest?
 
Nicht besonders. Der Platz an dem ich arbeitr ca 6quadratmeter. Aber da ich mich immer wieder hin un her bewege und bisher auch oft mit dem Kabel verheddert habe, habe ich nun zu diesem setting entschieden.
 
das ich es anmelden muss.
Steht genau wo?
Der Frequenzbereich 470 - 698 MHz ist mittlerweile allgemein zugeteilt und deine genannte Funke mit dem dort hinterlegten Frequenzband liegt exakt da drin.

Ich würde aber gerne von euch wissen, wieso gibt es eigentlich so viele verschiende systeme des gleichen produktkes und systems mit unterschiedlichen frequenzem. Warum verkauft der hersteller nicht alle mit der selben frequenz wie bei den 2,4 GHZ Produkten.?
Persönlich: 2,4 GHz ist bäh. Nicht wirklich brauchbar. Andere sind da anderer Meinung.

Da du aber in einem anderen Bereich bist (606 - 630 MHz) ist das vollkommen ok.

Zu deiner eigentlichen Frage:
Jede Funkstrecke benötigt eine störungs- und intermodulationsfreie Trägerfrequenz. Bei der üblichen FM Modulierung schwankt die Frequenz um eine (die eingestellte) Mittenfrequenz. Dies nennt sich Frequenzhub. Daraus folgt direkt, dass die Funkstrecke eine gewisse Bandbreit +/- zur festgelegten Trägerfrequenz belegt. Damit ist klar, dass innerhalb dieser Bandbreite keine weitere Funkstrecke zu betreiben sind. Des Weiteren braucht es ein wenig Abstand. Damit ist die nächste freie Trägerfrequenz schon ein paar MHz weiter oben oder unten angesiedelt.
Nun ist es so, dass zur Erzeugung des Trägers es ein wenig HF Technik bedarf. Da man nicht ein beliebig großes Frequenzintervall auf einer PLL abbilden kann, benötigt man eben Geräte, welche auf unterschiedliche Frequenzintervall abgestimmt sind. Dies ist die sogenannte Schaltbandbreite. Bei deiner Kiste liegt die bei exakt 24 MHz. Mehr kann die Kiste nicht. Ist dann dem Preis geschuldet, da je größer die Schaltbandbreite sein soll, es immer aufwändiger wird und irgendwann ist halt schluß. Es gibt Funksysteme, welche auch deutlich höhere Schaltbandbreiten aufweisen, dies kann bis hoch zu 380 MHz gehen (WiSyCom). Diese Systeme kosten dann aber auch entsprechend, da der technische Aufwand enorm ist, um solche Schaltbandbreiten zu realisieren.
Um nun den gesamten Frequenzbereich von 470 - 698 MHz und auch Bänder in der LTE Mittenlücke und ISM Band abzudecken benötigt es eben eine gewisse Anzahl an Systemen mit eben unterschiedlichen Frequenzbändern, abhängig von deren Schaltbandbreite.

Im digitalen Bereich kann man den Kunstgriff eines Frequenzhoppings machen, d.h. man schaltet immer wieder zwischen verschiedenen Trägerfrequenzen durch, in der Hoffnung, dass diese störungsfrei sind. Da kann man dann auch ein paar Funkstrecken mehr einbinden. Allerdings ist das nicht wirklich zielführend, da fehleranfällig (siehe WLAN Technik). Besser ist es eine feste Trägerfrequenz zu nutzen.
 
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Das haben wir oben schon festgestellt:
es steht auf der Seite,
Somit ist die Auskunft auf der Thomann-Seite mittlerweile für Deutschland veraltet und nicht mehr korrekt
Es steht hier auf der Thomann-Seite unter "Hinweise zu den unterstützten Frequenzbereichen".
Da ist Deutschland nicht "grün=frei", sondern "orange=lizenzpflichtig". Somit ist diese Anzeige seit 2020 nicht mehr korrekt.

Persönlich: 2,4 GHz ist bäh. Nicht wirklich brauchbar. Andere sind da anderer Meinung.
Hier kommt es eben sehr auf das Umfeld an. Bei uns im Gemeindezentrum und an den allermeisten Auftrittsorten der letzten 5 Jahre funktioniert es bei mir problemlos, wenn aber ein WLAN-Router direkt neben oder auf der Bühne steht, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Da kommt es darauf an, dass die Distanz zwischen den Geräten groß genug ist damit sie sich nicht gegenseitig aushebeln.

Nutze das Mikro nur privat im meine Zimmer, da ist es dich eingntlich egal welche Frequenz ich nehme oder?
Wenn das tatsächlich der einzige Verwendungs-Ort ist, dann teste ob es ohne Aussetzer funktioniert und ob auch alle Rechner / Handys / Tablets noch eine saubere WLAN-Verbindung haben.

Wenn ja, geht es in deinem Fall gut, wenn nein, solltest du ein anderes Frequenzbanz verwenden.
 
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Vielen vielen dank an euch alle vor allen an @yamaha4711 für die ausführliche erklärung. Da ich eh das falsche system bestellt habe welches auch noch mit einem englischen netzstecker versehen war ( ja mein fehler, ich hätte besser nachlesen bzw. mich informieren sollen, war aber auch bei der menge der infos erschlagen) habe ich mir jetzt folgendes system gekauft:

https://www.thomann.de/de/sennheiser_xsw_1_cl1_e_band_instrument.htm

ich hoffe dies ist nun so richtig und ich kann ohne sorge damit arbeiten.

hatte mich ja ursüürunglich auf die 2,4 GHZ version von t-bone eingeschossen, aber aufgrund mehrer gründe habe ich mich jetzt doch für das sennheiser system geeinigt.
 
Damit bist du nun in der LTE Mittenlücke / ISM Band. Ist für deine Anwendung mehr als ausreichend. Für eine solche Anwendung gar Overkill, denn ne Strippe ist die beste Lösung, um zwei Geräte miteinander zu verbinden.

Naja, bei meiner Tochter im Kinderzimmer werkelt ne ältere AKG Strecke. Auch Overkill, aber bevor es in die Elektrotonne geht...

Mit der Sennheiser Funke machst du nix verkehrt und ist in jedem Fall besser als die t.bone Chinaplastikdose. Zumindest die HF Technik ist sehr robust und zuverlässig.
 
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Ja ich weiß, aber anders ging zumindest nach meinen kenntnisstand nicht. mit dem mikro am kabel kommt es vor das ih mich mal um 180`drehe oder mal etwas höher an ein anderes regal muss ect.

das dpa bzw. sennheiser mikro wollte ich eh mal immer haben. Mit Shure kann ich leider leider überhaupt nichts anfangen.
 
das dpa bzw. sennheiser mikro wollte ich eh mal immer haben.
:gruebel: OK, ja ne wieso auch nicht ist klar nee.

Keine Frage, sehr feines Material, auch wenn dann die Funke wieder underdog ist. Normalerweise hängen an DPAs Taschenempfänger Sennheiser EW 300 und mindestens Aufwärts. Wobei die EW eh dieselbe HF und auch grundsätzliche Audiotechnik verbaut hat.
Allerdings wäre es ein echter Frevel und Blasphemie, wenn man an eine Chinaplastikfunkdose ein edles DPA dran hängt. Never. So denn...

Darf man erfahren was man damit vor hat bzw. welchen Zweck man damit verfolgt?

Egal ob und was du damit machen willst... wenn es ein Headset oder Lavalier wird, dann nimm eine Kugel. Die klingt deutlich natürlicher, ist fehlertolerant zur Schallquelle bzw. deren Richtungsabhängigkeit. Und solange du kein Monitoring oder sonstige schallwandlernahe Abhören brauchst ist das auch mehr als idotensicher.

Eine Alternative wäre letztendlich, bei der geringen Raumgröße, auch eine Grenzfläche mit Strippe dran oder ein Mikro von der Decke, am besten Halbkugel (in beiden Fällen). Da hat man dann auch Raum, was es je nach Sinn und Zweck, lebendiger erscheinen lässt.
 
@yamaha4711
danke für deine antwort. ich nutze das mikro für youtube (live)videos im bereich modellbau. so da ich nicht wollte das jeder pinsel den ich mal fallen lassen auch mit aufgenommen wird, habe ich mich für ein nierenmikro entschieden. und ih rmüsst euch vorstellen das ich mich in meiner mini werkstatt dann immer wieder man hin und her bewege und den kopf oft nach unten auf den schreibtisch geneigt habe, weil ich da ja arbeite.

habe noch ein sennheiser kugel hier, und da ist es genau der fall.

zudem fällt lavalier schonmal weg, sobald ich mal den kopf nach links oder rechts drehe, oder sonstwie bewege ist der ton schon gleich wieder schlecht.

deckenmikro/grenzflächenmikro war mir nicht klar. halet ihr das für mein setting sinnvoll?
 
Also dass die Kugel mehr Raum aufnimmt, ja. Das ist normal. Allerdings auch wiederum nicht soooo viel, als dass man den Bleistift als Hackbeil im Baum einschlagen hört. Es kommt darauf an, wie man es ausbalanciert und da ein Headset grundsätzlich mal sehr nah an der Schallquelle ist, sollte das empfindlich genug sein. Muss man halt Gain richtig einstellen.

Also ich arbeite grundsätzlich mit Kugel bei Headsets. Da hört man wirklich nur den Sprecher und sonst nix.

Beim Lavalier kommt es darauf an, wo es hingesteckt wird. In der Nähe des Kehlkopfes macht bei leisen Sprechern sinn. Ansonsten eben unterhalb. Ich nutze da Niere bis Superniere und auch das geht recht entspannt. Man muss halt den EQ entsprechend einstellen. Solange du keine Abhöre im Raum hast und das alles nachträglich (ich vermute dies mal) noch bearbeitest, sollten da keine Problem auftauchen.

Auch ein Raummikro wäre eine Möglilchkeit - wie schon geschrieben. Beim Film und Fernsehen werden ja auch Mikrofonangeln genutzt und das Mikro schwebt quasi über den Köpfen. Hörst du da irgendwelche Nebengeräusche oder ist der Ton mal so oder so? Das wird dann halt nachbearbeitet oder aufbereitet. Im schlimmsten Fall wird nachsynchronisiert.

Dies wäre eine weitere Alternative. Den Originalton im Hintergrund lassen und versuchen das synchron nachzusprechen oder ganz neue Tonspur. Oder eine Mischung daraus. Das macht so ein Video auch deutlich lebendiger.
 
Ich hatte das glaube ich richtig ausgedrückt. Ich brauche das setting für 95% live Streams und 5%aufnahmen. Da geht es leider nicht mit nachbearbeiten.
Mit lavalier habe ich schon viel probiert, komme ich nicht klar. Man muss aber auch sagen ich bin komplett allein und habe keine Hilfe auf dem Feld und zudem noch Laie. Bis vor ein par Monaten wusste ich noch nicht mal was ein XLR Kabel, geschweige denn eine nierencharaktersitk und ein eq einleveln ist für mich auch noch eine mammutaufgabe

Und ob ich nun lavalier oder Headset trage ist glaube ich egal.
 
Headset sieht immer irgendwie nach Show, Moderation, whatever aus. Ein Lavalier kommt ein wenig gediegener und ernsthafter rüber. Meine persönliche Meinung. Es gibt auch superkleine Lavaliers, die man sich an den Nasenflügel oder an die Stirn pappen kann. Wird gerne im Theater gemacht und es funktioniert auch seht gut.

Das Wesentliche ist eben, dass man den Frequenzgang egalisiert mittels EQ. Die Devise ist dabei Absenken und nicht Aufprägen. Deswegen heißt das auch Filter(bank).

Wenn es live ist, dann ist das halt so. Die Einstellung ist eben abhängig von den Umgebungsgeräuschen und wo du im Raum bist und das direktive Verhältnis zwischen Schallquelle und Schallwandler.

Vielleicht holst du dir auch mal Hilfe von außen und lässt dir zeigen, wie man das Korrekt bzw. besser einjustieren kann. Ein wenig Kompression bzw. Expander kann mit Sicherheit auch nicht schaden. Damit könnte man die Umgebungsgeräusche deutlich ausblenden, sobald du nicht sprichst.

Dies ist dann Frage des Pultes oder der Software mit welcher du da dann Live gehst.
 
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:)
Da ich aber auch in die Face Camera rein spreche käme ich mir mit einem Mikro an der Nase oder an der Stirn aber mal so richtig dämlich vor. Und das es nach Moderation aussieht stört Mich nicht.

Wie gesagt mit dem eq habe ich schon mehrmals versucht mit Hilfe einzuholen, aber leider nur negative Erfahrungen gesammelt.

Habe ja auch zwecks Umgebung Geräusche kompressor noise gate so gut ich es verstehe aktiv.
 
Diese Mikros sind so klein, die sieht man nicht, vor allem wenn man sie überschminkt. Aber egal.

Frag mal in einer Vermietbude. Wenn das Pult nicht gar so groß ist bzw. der Audioteil ausreichend klein und kompakt ist, dann schlepp das ganze Orchester zur Bude und lass es dir vom Azubi im 3. Lehrjahr erklären. Nimm aber nicht den Lichtmenschen, sondern ausdrücklich den Tonmenschen.

Noise Gate ist halt auf oder zu, im klassischen Sinne. Ein Expander macht das Gegenteil vom Kompressor. Dieser senkt Passagen, welche unter einen Thresholdpegel gehen um eine entsprechende Ratio noch weiter ab, macht aber im Idealfall nicht ganz zu.

Noisegate = Expander mit Ratio unendlich
Limiter = Kompressor mit Ratio unendlich
 
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