Warum sind Semiaukustiks wie ES-335 aus laminierten Ahorn?

von MAI, 07.01.06.

  1. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 07.01.06   #1
    Hallo Forum?
    Ich hab mir jetzt schon ofters die Frage gestellt, warum Semiakustiks wie die Epiphone Sheraton, Dot oder die Gibson ES-335 aus laminierten Ahorn hergestellt werden.
    Hat das was mit der Stabilität, den Bau-Umständen oder Ähnlichen zu tun?
    Es ist ja so, daß selbst hochpreisige Modelle wie die Gibson ES-335 "nur" aus laminierten Ahorn sind. Gäbe es die Möglichkeit, selbige aus massiven Ahorn zu fertigen, oder mache das keinen ( Sound- ) Sinn. Da ja laminiertes Material wesentlich weniger Einfluß und Schwankungen auf das Klangverhalten haben, als Massivholz, würde sich die Frage stellen, ob es preislich Sinn macht, doch eher eine Gibson ES- 335 zu kaufen, oder lieber eine Framus Mayfield.
    Schon mal Danke für die Antworten.
     
  2. bernhardz

    bernhardz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.06   #2
    Ich nehme an, daß das Laminat ein besseres Schwingungsverhalten hat.
    Soviel ich weiß hat selbst meine Rickenbacker 330 einen "Sperrholzdeckel" drauf.
     
  3. Sele

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    Erstellt: 07.01.06   #3
    Der Gegenteil ist der Fall. Es kann zwei erklärungen geben, die simpelste ist: Der Preis und die "einfachheit" das instrumente zu bauen. Eine andere (die eigentlich auch besser ist) lässt sich von Lester ("Les Paul") ableiten ;)...: "Als ich die Les Paul baute wollte ich, dass die Klampfe nicht schwingt wie eine Archtop. Das war sehr lästig, da hier sehr viel Sustain verloren ging." (ist nicht ganz wörtlich ich hab's aus meiner Erinnerung rausgeschrieben). Die Klampfe wird deswegen laminiert sein damit sie nicht gleich anfängt zu schwingen. Allerdings muss das Holz etwas schwingen um den charakteristischen Ton hinzubekommen. Und letztendlich schwingt nahezu auch jedes Material. Oder andere erklärung: Eine Mischung aus beiden ;).

    MfG
     
  4. ...But-Alive

    ...But-Alive Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.06   #4
    denke auch, dass es bei z.B. ner ES 335 ne Mischung aus beidem ist; die Luft in den Hohlkammern, die zum Schwingen gebracht wird ist klangentscheident, aber auch der Sustian Block aus Massivholz ist ein Teil des Sounds.

    Zumal etwas wichtigens Vergessen wurde: Stabilität.
    Eine Archtop aus Massivholz wäre nicht nur seehr teuer in der Herstellung, nein, du würdes sie Quasi nur als Deco benutzen können, da das Holz viel zu leicht einfach brechen würde bei ner heftigen Berührung (nem "Dong").
     
  5. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.06   #5
    Nicht unbedingt, Archtops zerbrechen ja auch nicht gleich. Decken können schon sehr stabil sein. Man sieht es ja auch bei den Akustik klampfen, da haut man auch öfter mal irgendwo gegen und den vollmassiven macht's nix aus. Was allerdings noch entscheidend sein dürfte ist die Decken Form. Sie Liese sich mit einer Massiven Decke nicht oder nur sehr schwer erreichen (Gewölbte decke+ Darunterligendem Sustainblock). Man müsste dies dann aus der Decke herausstechen und diese dann "carven" - ähnlich wie bei Geigen. Dafür wäre der Aufwand einfach zu groß zumal die Elektrischen als "billig"-instrumente in den ersten Jahren ihres erscheinens gebaut worden sind. Das gilt für jede von der Fender Telecaster bis zur Gibson Les Paul ;)

    P.S.: Da du die frage stellst was sinnvoller wäre Gibson ES-335 oder Mayfield. Ich würde die beiden nicht miteinander vergleichen. Ich weiß nicht genau wie es sich bei der Mayfield verhält aber Framus verbaut häufiger die Strat-Mensur (ich meine auch bei der Mayfield bitte korrigieren wenn's falsch ist). Ich würde dir eher zu einer Yamaha SA 2200 raten. Die liegt etwas höher als die Mayfield, aber ist dies auch Wert.
     
  6. ...But-Alive

    ...But-Alive Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.06   #6
    Zumal bei ner Framus ein anderes Halsholz verbaut wird; kein Mahagoni sondern Ovangkol. Das kann großen Einfluss auf den Gesammtsound haben, da sie Seiten mehr über dem Hals schwingen, als überm Body (nachzulesen in nem Thread hier im Board; man da hab ich echt einiges dazu gelernt... :rolleyes: ).
    Hinzu kommt noch die Bauart (Bolt-On meine ich); muss SELE aka FarinU zustimmen:
    Man kann die Framus nicht so einfach mit ihrem Vorbild vergleichen.

    Toja, und es gibt ja schon nen anderen ES-355 Thread der oben fet gepinnt is; auf den verweis ich mal für Alternativen. ;)
     
  7. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.06   #7
    1. Ovankol heißt das Holz und ist sehr Mahagoni ähnlich vom Klang (auch ähnliches gewicht). Daran läge es deswegen nun nicht unbedingt, aber die Mayfield hat einen Ahornhals bzw. einen geflammten Ahornhals (Custom). Die SA 2200 hat imho den besten Ansatz nämlich eine 3teiligen Mahagoni/Ahorn Hals :). Geh einfach mal testen @threadersteller und schau welche dir am besten liegt. Mayfield würde ich nicht ausschließen aber wenn's eher in die Gibson richtung gehen soll dann doch eher die SA 2200 (klingt zwar auch noch etwas anders, aber wer Gibson Sound will muss gibson kaufen). Alternativen wären: Epiphone Elitist Dot oder Tokai ES-335 Kopien. Gibt's bei Ebay kosten alle etwa soviel wie die SA 2200. Die beiden sind dann allerdings ganz klar in Gibson richtung - selben specs etc. Die SA 2200 hat allerdings den Vorteil das du die Humbucker splitten kannst :)

    2. Ich habe u.a. auch den namen FarinU zu SELE gewechselt, weil ich mir meine "Sporen" musikalisch schon verdiehnt habe. SELE bedeutet nicht Seele sondern setzt sich einfach aus meinen Innitialien zusammen: 1. Vorname 2. Vorname und Nachname ;). Also nix mystisches wie "Zosos" aka Jimmy Page ;)

    Gruß
     
  8. MAI

    MAI Threadersteller HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 08.01.06   #8
    Hab mir schon ein paar Epiphones angesehen ( Dot, Sheraton ), liegen mir generell schon.
    Gibson wär mir jetzt aus dem Grund zu teuer, weil die Semiakustik ja so gesehen für mich dann eine Sound Alternative darstellt. Soll heißen, ich spiel momentan ja Solidbodies, möchte halt die Sache etwas erweitern. Da stellt sich dann schon die Frage, wie es mit dem Preis aussieht. Für die Framus Mayfield würde für mich auch die Qualität der Fertigung sprechen, da jede Epiphone, die ich bis jetzt gespielt habe, gewisse Macken wie scharfe Bundkanten, stumpfe Lackflächen oder ähnliches hatte. Die Mayfield sieht man halt selten im Laden, was das Anspielen schwierig macht. Zu den Epiphone Elitists kann ich nix sagen, da ich noch keine in der Hand hatte. Sollen aber qualitativ an die Gibsons rankommen.
     
  9. bernhardz

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  10. MAI

    MAI Threadersteller HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 08.01.06   #10
    Hmm, lecker !
    Würd ich gern mal antesten!
    Werd mal einen Händler suchen, der die Dinger vorrätig hat. So ein Blindkauf ist nicht mein Ding, trotz Rückgaberecht und guten Yamaha- Ruf.
    Ich merk schon, im Winter ist mal wieder G.A.S.- Zeit angesagt.
     
  11. Telvan

    Telvan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.06   #11
    Hm, in diesem Falle solltest du evtl. auch mal die Ibanez Artcores testen. Ich hab zwar nicht so die ganz große Ahnung davon, aber ich hab mal eine angespielt und die klang für den relativ niedrigen Preis (um die 350 Euro) verdammt gut.
     
  12. bernhardz

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    Erstellt: 08.01.06   #12
  13. MAI

    MAI Threadersteller HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 08.01.06   #13
    Nettes Teil!:great:
    Kein Wunder, daß Du sie nicht mehr hergibst.
    Die Pickups sehen so "aktiv" aus ( ? )
     
  14. bernhardz

    bernhardz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.06   #14
    Nee, nix aktiv, ganz konventionell.
    Wurde in den 80ern bei Höfner handgefertigt, und kostete damals incl. Kahler (was ich aber nicht brauche und auch nicht so schön finde) so ca. 3000 DM.
    Hab ich kürzlich für lächerliche 500 Euro geschossen. Und auch ein Koffer war sogar dabei :D
    Hier gibt´s noch eine zu kaufen: Allerdings etwas teurer.
    http://www.btm-guitars.de/nightingale.html
     
  15. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.01.06   #15
    Macht Sinn, gibt es auch. Gibson ES 336 z.B. Mahagoni-Korpus aus Massivhölzern, dazu ne massive Ahorndecke.

    Die kostet dann aber auch so ab 5000 Euro, wenn ich mich recht erinnere.

    Man sollte jedoch nicht den trugschluss begehen, zu sagen, dass die deswegen besser ist. Die ist teurer, weil es einfach teurer ist, eine massive archtop-decke, noch dazu in Riegelahorn, zu bauen. Aber eine Gitarre mit Diamanten besetzt wäre auch teurer, dabei jedoch noch lange nicht besser.

    Dass massive Decken anders schwingen, ist klar, aber der Klang wird dadurch nicht zwangsläufig besser, sondern nur anders. Genauso wie der Klang durch einen Sustainblock anders wird, aber nicht zwangsläufig besser oder schlechter.

    Ob fullsize Vollresonanz, Thinline Vollresonanz, Thinline semisolid mit Block, Semisolid mit massiver Decke.......das ist Geschmacksache. BESSER ist da nichts.
     
  16. MAI

    MAI Threadersteller HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 08.01.06   #16
    Hallo Ray!
    Schön, daß Du wieder an Bo(a)rd bist!
    Und jetzt greifst Du die 10.000er Marke an?

    @bernhardz:
    ich merk' schon, dieses Jahr wird ne Semiakustik fällig!:D
     
  17. bernhardz

    bernhardz Registrierter Benutzer

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  18. RokhA

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    Erstellt: 09.01.06   #18
    Laminiertes Holz ist "Leim"holz, also Brettschichtholz. Da hier mehrere Holzschichten übereinander verleimt werden, leuchtet es ein, dass ein solches Brett stabiler ist als eine Massivlatte. Ein solcher Sperrholzbody schwingt aber weniger als ein -sagen wir mal- massiver Mahagonykorpus. Ist die Herstellung von Sperrholzdecken eigentlich billiger als die Verwendung massiver Decken? Warum kostet z.B. eine J.-Lennon - Epi-Casino- Signature 3000,00 €, obwohl auch sie "bloß" eine Sperrholzdecke hat?
     
  19. Psycho0815

    Psycho0815 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.06   #19
    na weil John Lennon draufsteht. Nagut nicht ausschließlich, aber das wird schon den preis heben.
     
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