Welche Di-Box gegen brummende E-Gitarre?

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thejoker237
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Hallo,

Wie in diesem Thread (https://www.musiker-board.de/verstaerker-boxen-e-git/473337-stoerung-bestimmten-raeumen.html) schon beschrieben brummt meine Stratocaster zu hause stark. Ich bin mir sicher das es die Gitarre ist, welche die Störsignale durch ihre Single-Coils einfängt, die Störquelle lässt sich jedoch nicht eindeutig ausmachen.
Nun bin ich auf diese Di-Box( https://www.thomann.de/de/behringer_microhd_hd400.htm ) gestoßen, welche ja zumindest das Brummen verringern soll :gruebel: Da ich mit der Materie aber wenig vertraut bin, weiß ich nicht welche Box die richte für mich ist/ sein könnte. Ich bin bereit mehrere Boxen zum Testen zu Bestellen, Preislich sagen wir mal alles bis 200€, aber sie soll wirklich nur das Brummen verringern....

Tut es da so eine billigere wie die HD 400, muss ich mehr ausgeben, oder helfen mir die Boxen bei meinem Problem überhaupt nicht?
 
Eigenschaft
 
Eine DI Box wird in deinem Falle nicht helfen, da bei dir keine Brummschleife im herkömmlichen Sinne vorliegt, die durch unterschiedliche Erdungspotenziale entsteht.
Deine Single Coils fangen sich irgendwas ein und das wird mit und ohne DI weiter verstärkt, denn für diese ist das einfach nur ein Audio Signal.
Ich würde den Fehler in der Hauselektrik suchen, evt. ist diese noch "klassich" genullt.
 
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Ich hab jetzt grade mal ein bisschen hin- und herüberlegt und bin zum Ergebnis gekommen, dass eine DI vielleicht unter gewissen Umständen tatsächlich helfen könnte. Ob diese gegeben sind, lässt sich aber so aus dem Stegreif nicht beurteilen und hängt letztlich auch immer von der konkreten Ausgestaltung der Eingangs- und Ausgangsschaltungen der Geräte und dem, ich nenns mal "Erdungsmanagement" des Amps ab.

Das muss dann aber wenn schon auch ne DI sein und nicht so ein Brumm-Unterdrücker; der ist mehr für niederohmige Quellen gedacht und würde vermutlich eine deutliche Höhenbedämpfung mit sich bringen. Auf eine galvanische Trennung mittels Übertrager ist natürlich zu achten, sonst bringt die DI in diesem Fall wirklich gar nichts.

Selbst wenn es mit DI funktionieren sollte, gilt aber: Das ist Symptombekämpfung und damit zumindest für mich eigentlich ein klares NoGo. Wenn da irgendwas brummt, spricht das mal tendenziell dafür, dass mit dem Potenzialausgleich im Haus was nicht stimmt, und das ist ein Fall für den Elektriker. Mit der Gitarre allein geht das nämlich vielleicht noch gut, wenn man den Amp dann mal zum Recorden an einen PC oder ein Mischpult stöpselt, kanns mitunter unschön werden, wenn da Potenzialdifferenzen herrschen.

Ich weiß, man will immer mit Gewalt alles selbst lösen und dann stöpsel ich diese DI dazwischen und hey - es funktioniert ja. Aber dann eben später einmal die "falschen" zwei Klinkenstecker zur gleichen Zeit angefasst und einen Stromschlag abgeholt. Ich bin auch in diversen Foren zur Elektroinstallation unterwegs, und wenn ich lese, was da oft für ein Pfusch zu Tage kommt, kann ich eigentlich nur jedem zu einem fachmännischen Check der Installation raten, der massive Brummprobleme o.ä. bei sich zuhause aufdeckt, die sonst nirgends auftreten. Das gilt insbesondere, wenn ich im anderen Thread lese, dass die Installation doch schon mehr oder weniger "antik" ist.
 
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Ok, vielen dank schon mal mit den Einschätzungen.. Das Problem ist, ich zweifel an der Sache mit dem Haus. Zum ersten wurden die Hauselektronik erst 1979 eingebaut. laut Wikipedia ist eine klassische Nullung seit 1973 nicht mehr erlaubt. Zudem ist das brummen nicht im Keller und in der Garage , welche die Elektronik im selben Jahr wie das Erdgeschoss und das 1.OG bekommen haben( in diesen 2 Stockwerken brummt es).
Ich sehe derzeit keine andere Lösung als die Symptombekämpfung, weil ich bei der Diagnose nicht weiterkomme und mir auch niemand helfen kann.

Das heißt also das von mir vorgeschlagene HD 400 würde nichts bewirken? Mit welchen Geräten wäre es den theoretisch möglich?
Es wäre sowieso nur eine vorübergehende Lösung, da ich wahrscheinlich in den nächsten 2 Jahren ausziehen werde...
 
Klassische Nullung ist da nicht das einzige Problem, selbst in neueren Anlagen können ja nach konkreter Ausführung der Unterverteilungen da noch Probleme auftreten (die "verPENte Installation" ist da schonmal ein ganz nettes Stichwort).

DI-mäßig könntest du mal die Behringer DI100 testen. Dank aktiver Ausführung hast du da schonmal keinen Pegelverlust und der für einen vernünftigen Groundlift benötigte Übertrager ist auch drin. Beachte aber, dass das Ding Batterien benötigt und natürlich auch eine niedrige Ausgangsimpedanz hat. Ob sich das auf den Amp-Sound auswirkt, wage ich nicht zu prognostizieren.

Ich würde erstmal rumfragen, ob nicht irgendein Musiker im Freundeskreis eine rumfliegen hat (DIs sind ja jetzt nicht hochspezielles, was kaum einer hat - in der Theorie zumindest :rolleyes:). Kann auch ne passive sein, nur klaut die halt wegen der 10:1-Wandlung ohne aktiven Aufholverstärker Pegel.


Gruß Stephan
 
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ich werde die Woche mal in der Musikschule fragen, ob die eine haben und sie mir ausleihen können..
Zum DI-100 mal ne ganz blöde Frage: Auf den Bildern hat der für den Input ja eine Klinken- und XLRbuchse , für den Output aber nur eine XLRbuchse.
Brauch ich dann um die Box mit dem Verstärker zu verbinden ein XLR zu Klinken-Kabel?

Sobald ich eine Box in den Händen habe und über Erfolg oder Misserfolg berichten kann melde ich mich hier!
 
Brauch ich dann um die Box mit dem Verstärker zu verbinden ein XLR zu Klinken-Kabel?

So ist es - die günstigeren DI-Boxen haben i.d.R. nur einen XLR-Ausgang, da man im Normalfall damit ja ins Multicore geht, welches XLR-Anschlüsse aufweist, die dann wiederum auf die XLR-Anschlüsse eines Mischpultes gehen.

Vielleicht habt ihr sowas aber dann eh auch rumliegen - noch immer gibts einige Geräte wie Keyboard- oder A-Gitarren-Verstärker, die einen Klinken-Mikrofoneingang aufweisen; bei manchen Mikros liegt also so ein Kabel bei und man findet es oft auch unter der Rubrik "Mikrofonkabel".
 
Also bei dem Satz "die Störung ändert sich, wenn ich mich mit Gitarre drehe" riecht das nach dem ganz normalen "Dreck" den ein Singlecoil eben einfängt. Magnetfelder jeder Art sind da eben übelst - bis hin zum 60bpm Metronom, wenn man 'ne Taschenuhr einstecken hat... lol

Wenn das Brummproblem sich nicht verringert, sobald man die Saiten der Gitarre anfasst, sollte man noch checken, ob der Leiter von der Masse zum Steg/Tremolo ok ist, ansonsten wird's wohl darauf rauslaufen, Tonabnehmer einzubauen, die weniger sensibel bzgl. Einstreuungen sind, oder sich einfach damit abfinden, daß nach Strat klingende Strats nun mal brummen.


domg
 
Naja andere Tonabnehmer sind keine Option, dann hätte ich mir keine Strat gekauft wenn ich Humbucker wollte. Außerdem sind neue Pickups nicht gerade billig.
Das Brummproblem besteht weiterhin wenn ich die Saiten anfasse, kann man das selber prüfen und wenn ja wie?

Ich habe mich schon fast damit abgefunden. Aber der Unterschied ist so riesig zu den Räumen/Gebäuden in dem es geht, dass es mich einfach nur noch nervt. Als kleines Beispiel: An meinem Amp (Fender Mustang II) gibt es ein High-Gain Preset (American 90s). In meinem Zimmer ist das Brummen so laut wenn ich den Master-Regler auf 2 habe, wie in einem "optimalen" Raum auf 10! Also Gain kann ich fast vergessen, da ist das brummen lauter als der Ton von der Gitarre..
 
Naja andere Tonabnehmer sind keine Option, dann hätte ich mir keine Strat gekauft wenn ich Humbucker wollte.
Singlecoil ist nicht gleich Singlecoil. Es gibt Typen, die weniger empfindlich sind oder einen dummy-coil eingebaut haben. Auch Abschirmungsmaßnahmen im E-fach können was bringen.
Außerdem sind neue Pickups nicht gerade billig.
Nicht mal der Tod ist umsonst... ;-)

Das Brummproblem besteht weiterhin wenn ich die Saiten anfasse, kann man das selber prüfen und wenn ja wie?
Einfach mit Durchgangsprüfer zwischen Massepunkt und Saiten messen, ob die elektrische Verbindung haben.


domg
 
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Also ich werde mir jetzt mal testweise 2Boxen holen, da hätte ich aber noch ein paar Fragen:

hängt letztlich auch immer von der konkreten Ausgestaltung der Eingangs- und Ausgangsschaltungen
Wie würde die Aussehen? Kann ich das dann einfach nach dem Prinzip Gitarre--Di-Box--Verstärker einstecken? Oder muss ich noch was beachten?

Auf eine galvanische Trennung mittels Übertrager ist natürlich zu achten, sonst bringt die DI in diesem Fall wirklich gar nichts.

Auch hier wieder die Frage, wie mache ich das? Brauche ich dazu noch ein zusätzliches Gerät?

Google hat mich nicht schlauer gemacht..
 
Der Weg Gitarre -> DI -> Amp (i.d.R. wird ein Kabel bzw. Adapter XLR -> Klinke erforderlich sein) ist auf alle Fälle schonmal der richtige. Der zitierte Satz war mehr darauf bezogen, ob die Geschichte überhaupt von Erfolg gekrönt sein wird.

Bzgl. Übertrager: Das hängt von der DI ab. Passive haben prinzipbedingt einen, bei den aktiven habe ich ein entsprechendes Modell (Behringer DI100) ja bereits genannt. DI20 auf jeden Fall meiden, die bringt dir in diesem Fall genau gar nichts und ist auch sonst nicht gerade ein Meisterwerk der Ingenieurskunst.


Gruß Stephan
 
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Also habe es gerade mit der DI-100 getestet. Wie zu erwarten hat sie keine Wunder vollbracht, aber wenn ich die -20dB-Schalter einschalte reduziert sich das Brummen schon ordentlich. Leider auch der Output der Gitarre und irgendwie kommt es mir so vor, als ob das auch den Klang verfälschen würde, gerade bei den Sachen mit viel Gain.

ich habe hier noch einen Palmer PLI-01..Lohnt sich es den überhaupt auszuprobieren? In der Bedienungsanleitung steht nämlich, dass dieser empfindlich auf Magnetfeldstreungen reagiert und ich nichts kaputt machen will..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ground-Lift war aber schon aktiviert? Nunja, wenn der nix bringt und sich das Brummen mit dem -20dB-Schalter reduzieren lässt, spricht das definitiv für Einstreuungen, die direkt über die Tonabnehmer reinkommen und nix mit dem Amp zu tun haben. Fragt sich halt dann, wo die herkommen...

Der PLI bringt dann auch nix, testen kannst du ihn aber bedenkenlos.

Ich würde mir dann um endgültig Gewissheit zu erlangen wohl einen Amp mit Eurostecker oder Batteriebetrieb (Micro Cube o.ä.) organisieren, denn den interessieren die "Erdungsgeschichten" prinzipbedingt nicht. Wenns dann immer noch brummt, kommt die Störung 100%ig über die Tonabnehmer rein. Gut, ein mieses/defektes Kabel kanns natürlich auch sein, aber davon, dass du das längst ausgeschlossen hast, gehe ich einfach mal aus...


Gruß Stephan
 
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Ground-Lift verändert gar nichts.. Beim Verstärker schau ich mal ob ich mir da was ausleihen kann, aber ich habe inzwischen einen anderen als in dem ersten Thread von mir (einen Fender Mustang II).

Weißt du ob das mit dem Verändern des Tons sein kann durch die -20dB-Schalter? Weil das Brummen wird schon gut weggefiltert, aber ich traue meinem Gehör langsam nicht mehr :)
 
Der -20dB-Schalter macht halt einfach leiser. Letztlich rein vom Prinzip her das gleiche, wie wenn du das Volumepoti an der Gitarre runterdrehst. Dementsprechend ändert sich natürlich auch Klang.
 
Ok, dann bedanke ich mich mal soweit für die schnelle und sehr kompetente Hilfe! (Ich denke ich sollte noch ein paar hilfreiche Beiträge markieren)
Hat jetzt zwar im Endeffekt nichts gebracht aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert..
 
Ich denke, Du brauchst das hier: www.kirstein.de/Gitarre-Bass/Zubeho...zeleffekte/Electro-Harmonix-Hum-Debugger.html - sorry, gibt es nicht im Angebot des Hausherren.
Ich habe das Gerät zuerst in der aktuellen G&B (6/2012) im Artikel über Norah Jones gefunden. Es wird explizit als Hilfe gegen SingleCoil-Brummen bezeichnet. Möglicherweise ein sehr schmalbandiges Filter, oder vielleicht wird zuerst das Störsignal analysiert und danach dieses aus dem Gesamtsignal herausgefiltert (wobei letzteres besser im Studio funktioniert, für live kenne ich das noch nicht).

Viele Grüße
Jo



PS: Eben noch gefunden: https://www.musiker-board.de/effekt...rungen-mit-electro-harmonix-hum-debugger.html - in der ersten Antwort ist ein interessanter Link
 
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Sehr interessantes Teil, war ja gut, dass ich hier mal wieder zufällig reingeschaut habe. Werde mir das alles mal in Ruhe anschauen und dann evtl austesten, vielen dank!
 

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