Welche gesangliche Ausbildungen haben die Mitglieder von "The Real Group"?

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bloody midnight
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Hi,

ich finde die a cappella Gruppe "The real Group" total toll und ich wĂŒrde gern, wenn ich mal wieder mehr Zeit hab und ich mich gesanglich und musikalisch etwas weiterentwickelt habe, auch gern in der Richtung was machen wollen. Deshalb stellt sich mir die Frage, was haben die SĂ€nger dieser Gruppe fĂŒr eine gesangliche Ausbildung? Vor allem die Sopranistin? Eher Klassisch oder eher in die Richtung Rock/Popp? Über Google hab ich leider nicht viel gefunden. Nur dass alle Mitgleider an der königlichen Musikakademie in Stockholm studiert haben.

Hier mal ein paar Beispiele fĂŒr die die The Real Group nicht kennen:
http://www.youtube.com/watch?v=yBnezA2VJtw

http://www.youtube.com/watch?v=erUF0F4aJf8

Lied zwei hab ich selber schon gesungen. ;) (Ich liebe es!) Allerdings den relativ unspektakulĂ€ren Sopran 2. Bei dem Lied geht der Sopran 1 ja schon recht hoch, bei Stelle 0:36 z. B. bis as'' und am Schluss so ab 2:38 bis b'' der Schlusston. LĂ€sst sich daran evtl. erkennen was die Sopranistin fĂŒr eine gesangliche Ausbildung hatte, welche Gesangstechnik sie nutzt?

Noch ne Frage die in ne andere Richtung geht, aber im Prinzip mit meinen "Grundgedanken" zu tun hat. ;)
An die Leute die in nem Chor singen oder gesungen haben die ein gemischtes Repertoir haben, also nicht nur Klassik sondern auch Pop und Jazz und bischen Gospel. Was haben die SĂ€ngerinnen in dem Fall so fĂŒr Gesangsunterricht? Kann man wahrscheinlich so allgemein nicht sagen oder? Dazu mĂŒsste man das Repertoire kennen? Könnte ich bei Interesse per PN zusenden. Bei unserem Repertoir letztes Jahr meinte meine GL da braucht man klassische Höhen. Es waren aber auch Lieder dabei da meinte sie das kann ich auch belten, das passt zum Lied. Also mĂŒsste/sollte ich " beides" können, klassisch und nicht klassisch singen (nenn ich es einfach mal vereinfacht). Die Basics sind ja gleich aber man kommt ja irgendwann an nen Punkt wo man sich entscheiden muss, welche Richtung man einschlagen will, ich glaube an dem Punkt bin ich jetzt angelangt. :redface: Wenn ich jetz den Weg Richtung Contemporary einschlage (ich wĂŒrde sagen so vom GefĂŒhl her liegt mir diese Art zu singen eher) hindert mich das im Chor im Sopran 2 bzw. hilft es mir sogar mich in der Tonlage weiter zu entwicklen? Wie arbeitet ein(e) Contemporary GL an den Höhen? Kommt wahrscheinlich drauf an was man als SchĂŒler fĂŒr Ausgangsmaterial mitbringt.

Also noch mal kurzgefasst: Ich singe im Sopran bzw Sopran 2 in nem Chor mit sehr breit gefĂ€chtertem Repertoir. Ich will ein "guter" und vielseitiger Chorsopran sein, aber auch mal musikalisch was anderes machen, eben so in die Richtung a cappalla Gruppe a la "The Real Group". Welche sĂ€ngerische Ausrichtung wĂ€re dann hierfĂŒr am geeignetsten?

Fragen ĂŒber Fragen. :redface: Ich hoffe ihr könnt mir helfen meine wirren Gedanken etwas zu ordnen. :D

LG bloody midnight
 
Eigenschaft
 
Also, ich bin ja nicht der Meinung, man muss sich unbedingt entscheiden, sondern kann beides machen. Andere haben wieder die Einstellung, Klassiker sĂ€ngen Pop/Rock grausam und Pop-SĂ€nger passten nicht zur "klassischen" Musik. Letzteres wĂŒrde ich sogar in recht vielen FĂ€llen unterschreiben ;)

FĂŒr das, was Du hier verlinkt hast, passt imho eine solide klassische Belcanto-Ausbildung schon. Wichtiger finde ich persönlich ja, dass Du Dir Offenheit gegenĂŒber anderen Stilen bewahrst. Wer auf Deibel komm raus jallert, nur damit es "schön" klingt, kann jedes Lied (auch Arien, imho!) zerstören.
 
Man kann schon beides lernen - klassisch und contemporary. Es ist allerdings nicht immer einfach, beides voneinander zu trennen und dann auch beides gleich gut zu beherrschen.
Im klassischen Gesang lernt man generell die Gesangsstimme ĂŒber den gesamten Stimmumfang mit einem 'Kuppelklang' klanglich auszugleichen. Als ich anfing in die Contemporary-Richtung zu arbeiten, fiel es mir schwer, diesen Kuppelklang 'auszuschalten'. Es geht aber, wenn man beides eine Zeitlang getrennt voneinander ĂŒbt. Das Gehirn muss lernen zu kapieren, dass man eben nicht stĂ€ndig den Klang sehr dunkel fĂ€rben muss, damit er klingt.
Wenn man beide Stimmfunktionen - hell und dunkel fĂ€rben - anatomisch gesprochen: das Ansatzrohr bis zu einem gewissen Grad verkleinern, bzw vergrĂ¶ĂŸern kann, ist es möglich zwischen den Stilistiken zu variieren.
Bis man aber beides "gleich gut" kann, kann es ein wenig dauern.

Das betrifft jetzt das Thema Klangfarbe. Klangliche Variation zwischen Contemporary und Klassik ist fĂŒr Frauenstimmen noch auf anderen Ebenen empfehlenswert. Aber das wĂ€re fĂŒr die Stilistik deiner zwei Youtubelinks nicht zwingend notwendig.
 
Danke fĂŒr eure EinschĂ€tzung moniaqua und TamTamVoice. :)

Klassiker sÀngen Pop/Rock grausam und Pop-SÀnger passten nicht zur "klassischen" Musik.
Ich glaube das trifft dann zu wenn man eine gewisse "ProfessionallitÀt" in einem der Bereiche erreicht hat. Deshalb stimme ich dir auch zu folgender Aussage zu:

Wichtiger finde ich persönlich ja, dass Du Dir Offenheit gegenĂŒber anderen Stilen bewahrst.
Schwierig ist es aber da einen Lehrer zu finden, der auch diese Offenheit hat. :gruebel:

Es ist allerdings nicht immer einfach, beides voneinander zu trennen und dann auch beides gleich gut zu beherrschen.

Ja das habe ich schon mehrfach gehört/gelesen, aber es gibt Leute die können das, eine davon sitzt im Chor (oft) neben mir. :D Die kann beides, fĂŒr meine Ohren (und scheinbar auch fĂŒrs Puplikum und fĂŒr den Chorleiter) ziemlich gut. Singt klassiche StĂŒcke (auch Soli) sehr ĂŒberzeugend aber genauso gut auch Pop/Rock-Lieder. Aber dass dieses "Talent" nicht jedem gegeben ist ist mir bewusst.

Im klassischen Gesang lernt man generell die Gesangsstimme ĂŒber den gesamten Stimmumfang mit einem 'Kuppelklang' klanglich auszugleichen.

Ich nehme jetzt seit nem dreiviertel Jahr klassichen GU und wenn ich (klassisch) singe, klingt das Null nach Klassik (was ja sicher normal ist nach der relativ kurzen Zeit, wenn man vorher jahrelang anders gesungen hat). Das mit dem Kuppelklang hab ich bis heute nicht verstanden und wende es (scheinbar) auch nicht an. :D Aber muss ich das zwingend beherrschen bei den von mir gesteckten Zielen?

Das betrifft jetzt das Thema Klangfarbe. Klangliche Variation zwischen Contemporary und Klassik ist fĂŒr Frauenstimmen noch auf anderen Ebenen empfehlenswert. Aber das wĂ€re fĂŒr die Stilistik deiner zwei Youtubelinks nicht zwingend notwendig.

Was wĂ€re denn, im Umkehrschluss, fĂŒr diese Stilistik zwingend notwendig?

LG bloody midnight
 
Danke fĂŒr eure EinschĂ€tzung moniaqua und TamTamVoice. :)

Gerne! :)


Ich glaube das trifft dann zu wenn man eine gewisse "ProfessionallitÀt" in einem der Bereiche erreicht hat.

Ich glaube, das hat eher etwas mit der 'Denke' zu tun, wenn ein SĂ€nger meint seinen gelernten Sound auf jede Stilistik ĂŒbertragen zu können. Denn genau DAS funktioniert ja nur sehr (!) bedingt.


Schwierig ist es aber da einen Lehrer zu finden, der auch diese Offenheit hat. :gruebel:

Ein Lehrer, der die Offenheit hat und vor Allem das Know How. Ich kenne etliche klassische Lehrerinnen, die meinen mit ein bisschen AbfĂ€rben sei es getan. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch. Aber die meisten klassischen Lehrer können ihre Art der Klangproduktion nicht glaubhaft auf andere Stilistiken abĂ€ndern. Aus diesem Grund wĂŒrde ich mir fĂŒr Contemporary auch keinen ausschließlich klassisch ausgebildeten Lehrer suchen.

Ja das habe ich schon mehrfach gehört/gelesen, aber es gibt Leute die können das, eine davon sitzt im Chor (oft) neben mir. :D Die kann beides, fĂŒr meine Ohren (und scheinbar auch fĂŒrs Puplikum und fĂŒr den Chorleiter) ziemlich gut. Singt klassiche StĂŒcke (auch Soli) sehr ĂŒberzeugend aber genauso gut auch Pop/Rock-Lieder. Aber dass dieses "Talent" nicht jedem gegeben ist ist mir bewusst.

Wahrscheinlich lernt diese SĂ€ngerin sehr viel, indem sie andere SĂ€nger imitiert. So lernt aber nicht jeder. Mir hat das frĂŒher nichts gebracht. Wenn ich mir etwas Neues erschließe, muss ich prinzipiell erstmal wissen (!) wie genau es geht. Mittlerweile erschließe ich mir aber auch sehr viel ĂŒber das Hören und Nachmachen. Die Art zu Lernen kann sich also verĂ€ndern und weiterentwickeln. Das beobachte ich auch bei anderen SĂ€ngern.


Ich nehme jetzt seit nem dreiviertel Jahr klassichen GU und wenn ich (klassisch) singe, klingt das Null nach Klassik (was ja sicher normal ist nach der relativ kurzen Zeit, wenn man vorher jahrelang anders gesungen hat). Das mit dem Kuppelklang hab ich bis heute nicht verstanden und wende es (scheinbar) auch nicht an. :D Aber muss ich das zwingend beherrschen bei den von mir gesteckten Zielen?

Ein GefĂŒhl von gewisser Weite im Rachen oder im Nacken ist immer wichtig - unabhĂ€ngig der Stilistik, die man bedient. Beim Kuppelklang kommen diese Faktoren jedoch verstĂ€rkt zum Einsatz. Der Kehlkopf wird tendenziell eher abgesenkt, das Gaumensegel gehoben und evtl. die Zunge komprimiert. (Das kommt aus dem italienischen Belcanto. Die Zunge wird 'verformt', indem man einen Löffel darauf legt). Dieser Kuppelklang beinhaltet jedoch auch einen gewissen Fokus, oder Resonanz. Vielleicht kennst du das unter dem Begriff 'Vordersitz'. Und DAS braucht man in jeder Stilistik.
DESHALB: Meine PrioritĂ€tenliste wĂ€re in diesem Fall, erst die TragfĂ€higkeit der Stimme zu trainieren und danach bewusst mit hellen Klangfarben (verkleinertes Ansatzrohr - Kehlkopf nicht zu tief absenken, evtl. sogar leicht (!!) erhöhen - Gaumensegel minimal anheben) und dunklen Klangfarben (grĂ¶ĂŸeres Ansatzrohr - Kuppelklang - Kehlkopftiefstellung - Gaumensegel stĂ€rker heben) zu arbeiten. Beides im Bewusstsein sauber voneinander trennen.

Kennt denn deine GL / dein GL deine von dir gesteckten Ziele? Oder arbeitet ihr evtl. aneinander vorbei?



Was wĂ€re denn, im Umkehrschluss, fĂŒr diese Stilistik zwingend notwendig?

ResonanzfĂ€higkeit, das Beherrschen der verschiedenen Klangfarben ĂŒber den gesamten Stimmumfang, evtl. Ausbauen der Bruststimme (unbedingt auf die Resonanz / TragfĂ€higkeit der Stimme achten!!)

LG, TamTam
 
Ich kenne ein paar ausgebildete OpernsÀngerinnen, die auch im Contemporary recht gut sind. Was ihnen ein wenig fehlt, ist das Weiche, das SelbstverstÀndliche am Popgesang. Sie neigen schnell zum extremen Belten oder zum Falsett.

Bei The Real Group darf man natĂŒrlich nicht unterschĂ€tzen, dass sie alle an einer renommierten AKademie studiert haben und seit vielen Jahren singen. So wie ich die Website der Akademie verstehe, schult sie eher klassisch. Mein Schwedisch ist allerdings nicht besonders gut.

Ansonsten kommt es gerade bei solchen A-Capella-Gruppen gar nicht sehr auf die Ausrichtung jeder einzelnen Stimme an, sondern auf das Arrangement und den Gesamtklang.

Ich höre bei den Beispielen einzelne Stimmen mit etwas mehr klassischer PrĂ€gung, andere mit weniger. Zusammen klingt es aber trotzdem stimmig, weil der Arrangeur weiß, wie er die Stimmen einsetzen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, das hat eher etwas mit der 'Denke' zu tun, wenn ein SĂ€nger meint seinen gelernten Sound auf jede Stilistik ĂŒbertragen zu können. Denn genau DAS funktioniert ja nur sehr (!) bedingt.

Echt? Das das sollte einem doch bewusst sein, dass das nicht oder nur mit mĂ€ĂŸigem Erfolg, funktioniert. Also mir ist es bewusst. ;)

Aus diesem Grund wĂŒrde ich mir fĂŒr Contemporary auch keinen ausschließlich klassisch ausgebildeten Lehrer suchen.

Also meine GL ist ausgebildete OpernsÀngerin, hat aber auch, soweit ich das einschÀtzen kann auch bissl Ahnung von Contemporary. Zumindest vom belten. ;) Mehr haben wir in die Richtung noch nicht gemacht. Arbeiten momentan eher am "klassischen" (Sopran)klang.

Wahrscheinlich lernt diese SĂ€ngerin sehr viel, indem sie andere SĂ€nger imitiert. So lernt aber nicht jeder. Mir hat das frĂŒher nichts gebracht. Wenn ich mir etwas Neues erschließe, muss ich prinzipiell erstmal wissen (!) wie genau es geht. Mittlerweile erschließe ich mir aber auch sehr viel ĂŒber das Hören und Nachmachen. Die Art zu Lernen kann sich also verĂ€ndern und weiterentwickeln. Das beobachte ich auch bei anderen SĂ€ngern.

Hm also das imitieren war auch immer meine Art zu lernen. :) Deshalb hatte ich auch zunÀchst bedenken als Sopran GU bei einer Altistin zu nehmen (gibts auch nen Threat zu dem Thema ;) ). Weil mit imitieren ist da nicht viel. ;) Körperlich und von der gesanglichen Ausbildung her, habe ich da gar keine Chance das zu imitieren. Aber ich habe trotdzem schon einiges gelernt und meine Art zu lernen scheinbar auch etwas geÀndert bzw. erweitert.

Ein GefĂŒhl von gewisser Weite im Rachen oder im Nacken ist immer wichtig - unabhĂ€ngig der Stilistik, die man bedient. Beim Kuppelklang kommen diese Faktoren jedoch verstĂ€rkt zum Einsatz. Der Kehlkopf wird tendenziell eher abgesenkt, das Gaumensegel gehoben und evtl. die Zunge komprimiert. (Das kommt aus dem italienischen Belcanto. Die Zunge wird 'verformt', indem man einen Löffel darauf legt). Dieser Kuppelklang beinhaltet jedoch auch einen gewissen Fokus, oder Resonanz. Vielleicht kennst du das unter dem Begriff 'Vordersitz'. Und DAS braucht man in jeder Stilistik.

Ah ok, also mit Kuppelklang ist unter anderem die hintere Weite gemeint? Ja der begegnet man immer wieder, egal ob im GU oder beim Choreinsingen oder bei meiner frĂŒheren Contemporary-GL. Und auch Vodersitz ist mir ein Begriff, den ich von meiner GL auch schon paar mal zu hören bekommen hab. ;) "Mehr Vordersitz". ;) Ich als Laie dachte immer in der Klassik singt man nicht so vordersitzig, das macht man eher beim Contemporary, aber scheinbar ist das auch beim klassischen Gesang "erlaubt" :D oder sogar notwendig.

DESHALB: Meine PrioritĂ€tenliste wĂ€re in diesem Fall, erst die TragfĂ€higkeit der Stimme zu trainieren und danach bewusst mit hellen Klangfarben (verkleinertes Ansatzrohr - Kehlkopf nicht zu tief absenken, evtl. sogar leicht (!!) erhöhen - Gaumensegel minimal anheben) und dunklen Klangfarben (grĂ¶ĂŸeres Ansatzrohr - Kuppelklang - Kehlkopftiefstellung - Gaumensegel stĂ€rker heben) zu arbeiten. Beides im Bewusstsein sauber voneinander trennen.

Ok an der TragfÀhigkeit arbeiten wir bereits bzw haben diese in der Höhe bereits ganz gut erarbeitet, momentan ist die Mittellage und die Mischstimme dran. :D

Kennt denn deine GL / dein GL deine von dir gesteckten Ziele? Oder arbeitet ihr evtl. aneinander vorbei?

Ja das Ziel mit dem vielseitigen Sopran das kennt sie. Das ich gern spĂ€ter mal was in der Richtung a cappella Gruppe machen will, weiß sie mittlerweile auch. ;) Habe bei ihr das "The Real Book" rumliegen sehn und ihr erzĂ€hlt dass ich die Gruppe "The Real Group" (die sie aber nicht kennt) super finde und gern auch mal irgendwann sowas in die Richtung a cappella Gruppe machen will und da meinte sie wir können gerne mal was aus dem Real Book machen. :)



ResonanzfĂ€higkeit, das Beherrschen der verschiedenen Klangfarben ĂŒber den gesamten Stimmumfang, evtl. Ausbauen der Bruststimme (unbedingt auf die Resonanz / TragfĂ€higkeit der Stimme achten!!)

Ok, da hab ich ja dann noch bischen was an Arbeit vor mir. ;)

Ich kenne ein paar ausgebildete OpernsÀngerinnen, die auch im Contemporary recht gut sind. Was ihnen ein wenig fehlt, ist das Weiche, das SelbstverstÀndliche am Popgesang. Sie neigen schnell zum extremen Belten oder zum Falsett.

Danke antipasti auch fĂŒr deine Meinung/Erfahrung. :) Wie auf das Zitat von TamTamVoice bereits geantwortet, kann ich dazu jetzt nicht viel sagen. Ich kenn nur meine GL als ausgebildete OpernsĂ€ngerin. Wie und ob sie beltet oder wie Sie Popsongs generell singt weiß ich nicht.

Bei The Real Group darf man natĂŒrlich nicht unterschĂ€tzen, dass sie alle an einer renommierten AKademie studiert haben und seit vielen Jahren singen. So wie ich die Website der Akademie verstehe, schult sie eher klassisch. Mein Schwedisch ist allerdings nicht besonders gut.

The Real Group wird auch nicht umsonst als die "beste a capella Gruppe der Welt" bezeichnet. :) Ich hab sie nur mal als Beispiel genannt, weil ich dachte die kennt man eher und dann weiß man eher worauf ich hinaus will. ;) Ich hĂ€tte z. b. auch noch Rajaton aufzĂ€hlen können: http://www.youtube.com/watch?v=n19eHHaijIY Aber die sind noch unbekannter als The real Group. ;)

Ansonsten kommt es gerade bei solchen A-Capella-Gruppen gar nicht sehr auf die Ausrichtung jeder einzelnen Stimme an, sondern auf das Arrangement und den Gesamtklang.

Ich höre bei den Beispielen einzelne Stimmen mit etwas mehr klassischer PrĂ€gung, andere mit weniger. Zusammen klingt es aber trotzdem stimmig, weil der Arrangeur weiß, wie er die Stimmen einsetzen muss.

Warum ermutigt mich dein Beitrag jetzt es doch einfach mal zu versuchen, mit der a Cappella Gruppe. :D (Naja das kann ich eh erst im Sommer mal versuchen, wenn ich wieder mehr Zeit hab) Ich wĂŒrde von mir behaupten, wenn ich eins gelernt habe durch das singen im Chor dann ist das ein GespĂŒr und ein Gehör fĂŒr Harmonien und auch die AnpassungsfĂ€higkeit an den Gesamtklang. Manchen auch oft circle singing, was ich dafĂŒr auch sehr hilfreich finde. Ja vielleicht trau ich mich im Sommer es wirklich mal zu versuchen. :D Wenn ich merke ich bin noch nicht soweit, dann hab ich wenigstens schon mal reingeschnuppert und ĂŒbe fleißig weiter. ;)

LG bloody midnight
 
Edit:
Vor allem von "The Real Group" haben wir mit dem Chor auch schon mal was gesungen, das oben verlinkte "Walking down the street" z. B. Ich habe da den Sopran 2 gesungen (Das was bei dem Video die Altistin singt) und unsere Altistinnen haben das gesungen was die höhe MĂ€nnerstimme da singt. Und ich wĂŒrds mir jetzt schon zutrauen, den Sopran 2 auch mal alleine, in kleiner Besetzung zu singen. :) Also vondaher bin ich von meinen Traum, sowas mal singen zu können, doch nicht so weit entfernt wie ich dachte. ;)
 
Hm also das imitieren war auch immer meine Art zu lernen. :) Deshalb hatte ich auch zunÀchst bedenken als Sopran GU bei einer Altistin zu nehmen (gibts auch nen Threat zu dem Thema ;) ). Weil mit imitieren ist da nicht viel. ;) Körperlich und von der gesanglichen Ausbildung her, habe ich da gar keine Chance das zu imitieren. Aber ich habe trotdzem schon einiges gelernt und meine Art zu lernen scheinbar auch etwas geÀndert bzw. erweitert.

Ohne jetzt den Thread zu diesem Thema gelesen zu haben - ich denke, es ist gar nicht so entscheidend, dass Lehrer und SchĂŒler das gleiche Stimmfach haben. Denn gesundes Singen hat immer die gleichen technischen Voraussetzungen. Auch eine Altistin (wenn ihr Stimmsitz korrekt ist) kann hoch singen, aber der Charakter der Stimme, die Brillianz entfaltet sich anders - dunkler, aber nicht dumpf (wĂ€ren hier vielleicht die richtigen Worte) und tonal tiefer.


Ah ok, also mit Kuppelklang ist unter anderem die hintere Weite gemeint?
Nicht direkt. Der Kuppelklang setzt sich im wesentlichen aus den verschiedenen, im vorigen Post erwĂ€hnten Komponenten zusammen. Eine gewisse hintere Weite ist eine Vorstellungshilfe, die dem SĂ€nger helfen soll, einen Klang ohne Verspannungen zu erzeugen. Das ist auch fĂŒr andere KlĂ€nge wichtig.
Beim 'Kuppelklang' fungiert Kuppel als Bild / als Vorstellungshilfe um den Klang mit einer etwas dunkleren FĂ€rbung zu erzeugen. Die hintere Weite wird dabei auch berĂŒcksichtigt.

Bzgl. deines EDITS: Wenn du es möchtest, probier es aus. Und dass deine GL darauf eingehen möchte ist doch eine super Sache! :)

Ich wĂŒnsch dir auf jeden Fall sehr viel Spaß dabei und viel Freude beim sĂ€ngerischen 'Werden'! :D

LG
 
Ohne jetzt den Thread zu diesem Thema gelesen zu haben - ich denke, es ist gar nicht so entscheidend, dass Lehrer und SchĂŒler das gleiche Stimmfach haben. Denn gesundes Singen hat immer die gleichen technischen Voraussetzungen. Auch eine Altistin (wenn ihr Stimmsitz korrekt ist) kann hoch singen, aber der Charakter der Stimme, die Brillianz entfaltet sich anders - dunkler, aber nicht dumpf (wĂ€ren hier vielleicht die richtigen Worte) und tonal tiefer.

Ja das wurde in dem Threat auch geschrieben, dass man ja auch die Technik imitieren kann, nicht nur den Klang. Den Klang kann ich in dem Fall nicht imitieren, aber evtl. die Technik.

Nicht direkt. Der Kuppelklang setzt sich im wesentlichen aus den verschiedenen, im vorigen Post erwĂ€hnten Komponenten zusammen. Eine gewisse hintere Weite ist eine Vorstellungshilfe, die dem SĂ€nger helfen soll, einen Klang ohne Verspannungen zu erzeugen. Das ist auch fĂŒr andere KlĂ€nge wichtig.
Beim 'Kuppelklang' fungiert Kuppel als Bild / als Vorstellungshilfe um den Klang mit einer etwas dunkleren FĂ€rbung zu erzeugen. Die hintere Weite wird dabei auch berĂŒcksichtigt.

Ok, verstehe. :)

Bzgl. deines EDITS: Wenn du es möchtest, probier es aus. Und dass deine GL darauf eingehen möchte ist doch eine super Sache! :)

Werde ich machen. :) Aber erst im Sommer, wenn der Konzertstress mit dem Chor vorbei ist.

Ich wĂŒnsch dir auf jeden Fall sehr viel Spaß dabei und viel Freude beim sĂ€ngerischen 'Werden'! :D

Danke. :D

LG bloody midnight
 

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