Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

  • Ersteller boisdelac
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die Hersteller der exklusivsten Produkte konnten den fachkundigen und kundennahen Händlern die Bedingungen zum Vertrieb aufoktroyieren, und kleinere Händler faktisch ganz vom Vertrieb ihrer Produkte ausschließen.
Hm, ich finde die Wortwahl "exklusiv" hier eher ungünstig.
Nichts an Gibson und Fender ist exklusiv, nicht einmal der Custom Shop.
Der Grund, wieso Händler die beiden Marken führen möchten sind auch nicht die super teuren Geräte, sondern die Basismodelle, die sie halt in Massen absetzen können.
Im Akustikgitarrenbereich ist das Martin. Ich muss da immer lachen, wenn jemand kommt und sagt, dass er schon immer eine D-28 haben wollte um was Besonderes zu haben... und das ist vmtl eines der meistgebauten Modelle ever.
Wirklich "exklusiv" sind ja dann eher ganz kleine Hersteller und Manufakturen, die nur in Mini-Stückzahlen produzieren und exorbitante Preise haben.
Die Marktmacht von Fender und Gibson ergibt sich ja eher durch die Masse und die Nachfrage nach den günstigen Versionen, weniger durch das High-End.
 
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Definiere High-End für dich.

Hier mal eine Antwort aus dem Netz:

"High-End bezeichnet Produkte, Dienstleistungen oder Technologien der obersten Qualitäts- und Preisklasse. Es kennzeichnet Geräte mit überragender Leistung, technischer Perfektion oder exklusivem Luxuscharakter, die sich an anspruchsvolle Nutzer (z.B. Audiophile) richten. Der Begriff steht für das Beste vom Besten, oft verbunden mit hoher Innovation oder Handwerkskunst."

Es gibt Punkte, da sehe ich den Fender und den Gibson Customshop. Genau wie den von ESP oder irgendeinem anderen Hersteller. Was jedoch eher weniger bedeutsam ist, ist der Teil mit der Innovation.

Aber im Endeffekt sind Gitarren für alles zu haben, nur nicht wirklich für den Begriff "High-End". Wenn ich mir ein High End Fahrrad anschaue, oder ein Motorrad, ein Auto, ein TV Gerät, da sieht die Welt anders aus. Hier zählen alle oben aufgeführten Punkte.

Bei einer Gitarre ist das nicht so. Hohe Handwerkskunst, ja, Luxuscharakter (Greeny oder irgendeine andere Exclusive aus dem CS) ja, überragende Leistung? Wie definiert man die? Wie definiert man bei einer Gitarre technische Perfektion? Den Teil mit der Innovation hatten wir ja schon. Ein rotes Tuch für viele Spieler.

Ich finde, im Begriff High End zählen nur harte Fakten und keinerlei Emotionen. Bei einer Gitarre sieht das anders aus.

Ist aber nur meine Meinung.
 
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Hm, ich finde die Wortwahl "exklusiv" hier eher ungünstig.
Nichts an Gibson und Fender ist exklusiv, nicht einmal der Custom Shop.
Ich meinte "exklusiv" nicht als Werturteil, sondern im Wortsinne. Der hohe Preis von CS-Instrumenten u.ä. schließt die Käufer aus, die das Geld entweder nicht haben, bzw. beschaffen können, oder für die der persönliche Nutzwert in keinem vertretbaren Verhältnis zu anderen, notwendigeren Geldausgaben steht.
Wirklich "exklusiv" sind ja dann eher ganz kleine Hersteller und Manufakturen, die nur in Mini-Stückzahlen produzieren und exorbitante Preise haben.
Sie sind im von mir gemeinten Sinne einfach nur noch exklusiver. Dass die Produkte noch hochwertiger sind, kann man annehmen oder unterstellen, mangels umfassender objektiver Kriterien aber schwer nachweisen.
Die Marktmacht von Fender und Gibson ergibt sich ja eher durch die Masse und die Nachfrage nach den günstigen Versionen, weniger durch das High-End.
Zustimmung. Ich persönlich vertrete aber die Auffassung, dass die CS-Instrumente, Private Stock, oder wie sie, je nach Hersteller genannt werden, daran einen bedeutenden Anteil haben, weil ihr Ruf (und evtl. der ihrer Käufer) den Markenanspruch und das Image des Produkts positiv beeinflussen.
 
ich finde die Wortwahl "exklusiv" hier eher ungünstig.
Nichts an Gibson und Fender ist exklusiv, nicht einmal der Custom Shop.
Ich hab im Duden nachgeschaut, ich würde sagen, das Wort “exklusiv” ist schon passend.
 
@boisdelac
Ich habe mir eine für meine Verhältnisse teure E-Gitarre gekauft(+3k), weil ich nach ca 10 Jahren als Spätbeginner(mit Mitte 40) mal was neues, besseres und anderes haben wollte, als meine G&L Thinline Tele Indonesia.
Nachdem ich ein paar Stunden in einem großen Musikhaus verbracht habe, war mir klar, daß ich bei den Global Playern nicht so wirklich fündig werde und habe mich nach Anspielen des Modells bei einem freundlichen
Forumskollegen, auf eine Blindbestellung einer Krautster eingelassen, die ich bis heute nicht bereue.
Ich bin reiner Dilettant (dilettare = sich erfreuen), brauche nicht alle Stilistiken abdecken, somit ist für mich weniger-mehr!
wobei die unglaublich viel abdeckt
 
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Freut mich für Dich, dass Du mit Deiner Krautster so zufrieden bist.
 
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Wirklich "exklusiv" sind ja dann eher ganz kleine Hersteller und Manufakturen, die nur in Mini-Stückzahlen produzieren und exorbitante Preise haben.
Hi @Disgracer,

nur mal für mich zur Einordnung, in welcher preislichen Richtung siehst du denn die von dir angesprochenen kleinen Manufakturen? Macht mich jetzt ein bisschen neugierig, weil du von "exorbitant" sprichst? ;-)

Ich selbst kenn da viele bekannt und gute Gitarrenbauer, die bewegen sich so zwischen 4.000 und 6.000 Euro bei einer "Martin ähnlichen Dreadnought". Klar, nach oben gibt es auch da noch viel Luft.

Die "einfachen" HD-28 Dinger aus dem großen Werk bewegt sich ja in dieser Region und liegen derzeit etwa bei 4.500, glaube ich zumindest. Wobei ich bei einigen deutschen Gitarrenbauern für einen fast vergleichbaren Preis möglicherweise schon "mehr" bekomme, bzw. halt ein auf Wunsch gebautes Instrument.
 
@boisdelac
Nachdem ich ein paar Stunden in einem großen Musikhaus verbracht habe, war mir klar, daß ich bei den Global Playern nicht so wirklich fündig werde und habe mich nach Anspielen des Modells bei einem freundlichen
Forumskollegen, auf eine Blindbestellung einer Krautster eingelassen, die ich bis heute nicht bereue.

Wie äußert sich denn das "nicht wirklich fündig werden konkret?

Kein einziges Modell, dass dir von der Konzeption zusagt? Oder aber Konzeption gut, Verarbeitung/Klang/Geruch durch die Bank nicht gut genug?

Nicht falsch verstehen, deine Krautster ist ne tolle Wahl und bietet m.E. auch das bessere P/L-Verhältnis.

Mich interessiert aber, ob dein "ich werde da nicht fündig" so absolut gemeint war oder ob es am Ende nicht doch auch um das P/L-Verhältnis ging (was ich absolut nachvollziehen kann).
 
@wary
Du mußt das nicht so auf die Goldwaage legen, habe sicher viele tolle Gitarren noch nicht in der Hand gehabt, geschweige denn, angespielt...
Zuerst wollte ich mir wieder was "günstiges" kaufen, so um die 500- hab aber keine Lust, die Teile im Nachhinein zu optimieren.
Dann habe ich drastisch mein Budget erweitert und bis in die 2K Klasse geschielt, die allgemeine Verarbeitung und Handling und Gewicht haben mich nicht abgeholt, schon eine Preis/ Leistungsgeschichte.
Dann habe ich angefangen, zu träumen und nach gemütlichem Anspielen bei @~Slash~ hat es Klick gemacht, obwohl eine schlichte Gitarre, hat sie das gewisse Etwas für mich.
Deswegen, ich bin kein Experte- keine absoluten Aussagen, nur extrem subjektive ;)
 
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Meine Frage war nicht rhetorisch, mich hatte wirklich interessiert wie deine Wahrnehmung war.
 
Verstehe ich nicht, habe ich doch gerade kurz geschildert.
Für mich eine andere Liga, aber das heißt nicht, das es noch andere großartige Gitarren gibt.
Ich habe jetzt keine Feldstudie betrieben, sondern mich umgeguckt und paar Teile in die Hand genommen, die mich angesprochen haben, und das waren jetzt auch nicht so viele.
Daß ich von schönem Holz in hochwertiger Verarbeitung angesprochen werde ist wohl auch meinem Beruf als Tischler geschuldet-
wenn ich schon soviel Geld in die Hand nehme, muß das auch vom feinsten sein.
Und da ist 3K wahrscheinlich die Untergrenze...
 
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nur mal für mich zur Einordnung, in welcher preislichen Richtung siehst du denn die von dir angesprochenen kleinen Manufakturen? Macht mich jetzt ein bisschen neugierig, weil du von "exorbitant" sprichst? ;-)
Zuerst:
Ich hatte tatsächlich primär erstmal an limitierte Stückzahlen gedacht: Also Gitarrenbauer, die vielleicht zehn Gitarren im Jahr bauen.
Im Vergleich zum Fender Custom Shop, der ungefähr 5000-7000 Gitarren im Jahr baut und wo es kein großes Problem ist eine Gitarre zu ordern, wenn man nicht gerade einen ganz bestimmten (gerade gehypeten) Gitarrenbauer (Masterbuilder) möchte.

Ansonsten dachte ich bei "exklusiv" preislich eher in Regionen einer Teuffel Birdfish (~20.000€), Wild Customs Gyrock (12.000€) oder - deutlich unbekannter - einer Sauvage OPM:
lf2qpttmygflwzyp3rib.jpg

Das ist eine Gitarre, die aus einem einzigen Stück Holz gebaut wird (also nicht Korpus + Hals, sondern quasi Unibody-Design) und zwar exakt aus dem, was hinterher auch der Ständer der Gitarre ist. Wird quasi da rausgefräst.
Da sind alle Metallteile (Bridge, PU-Rahmen, Poti-Knöpfe etc) per Hand geschmiedet, alles ein irrer Aufwand.
Preislich geht es da bei 60.000€ los

Den Fender Custom Shop sehe ich weder im Design irgendwie innovativ noch sonst irgendwie besonders. (Aber das ist auch meine ganz persönliche Wahrnehmung, die darf gerne von eurer abweichen) Das sind letztlich auch nur "Standard"-Teile, möglicherweise mit etwas ausgesuchteren Hölzern oder Hölzern die Fender sonst eher selten anbietet (sowas wie ein Rio-Palisander-Hals o.ä.), evtl noch Farben die eher selten sind oder bestimmten Custom-Lackierungen und halt seit einigen Jahren fast ausschließlich relic-Jobs.
Aber die Strat, die du da orderst ist immer noch "nur" ne Strat.

Ich selbst kenn da viele bekannt und gute Gitarrenbauer, die bewegen sich so zwischen 4.000 und 6.000 Euro bei einer "Martin ähnlichen Dreadnought".
Ja. Und das nehme ich einfach als "den Standard" wahr. Kaum ein Gitarrenbauer in Deutschland wird heutzutage noch A-Gitarren deutlich unter 4000€ anbieten. Maximal wirklich einfache Modelle. Daran ist einfach nichts "exklusiv". D-28 und Kopien gibt es einfach wie Sand am Meer..
Bei "exklusiv" bin ich dann bei Kevin Ryan und Konsorten, der halt irgendwelche Hex-Patterns aus dem Flugzeugbau nutzt und Flutes in seine Armauflagen bastelt. Aber da sind wir dann halt auch bei 15.000€ für eines seiner normalen Modelle.

Letztlich ist das hier alles auch ein bisschen Wortklauberei.
Wo fängt "exklusiv" an und wo fängt "noch exklusiver" @Igor Güldenstern an?

Bei E-Gitarren wäre das für mich rein auf den Preis reduziert vllt so eine Skala:
1 bis 1000€: Einsteigerklasse bis "günstig": Einfache günstige Hölzer, keine kostspieligen Verzierungen, einfach bis solide Hardware und PUs
1000-2000€: Fortgeschrittenen-Klasse: Speziellere Lackierungen, Standard-Hölzer der gängigsten Arten, etwas exotischere Modelle/Formen, "Limited Editions" mit etwas exotischeren Hölzern
2000-10000€: Gitarrenbauer-Klasse: exotischere Hölzer, High-End-Hardware und PUs, besondere Decken, Verzierungen, Wunschgitarren aus Custom-Shops/Private Stock, aufwändige Lackierungen, handgemalte Pinstripes und sowas
10000€+: Hier wäre mein "exklusiv"-Bereich. Gitarren, die kaum ein Normalverdiener kaufen würde, Designs die über "Strat, Paula, Tele" hinausgehen, wo wirklich nur eine Handvoll auf der Welt existieren, einzigartige Eigenschaften oder Formen, Hölzer, die kaum zu bekommen sind (The Tree Mahagoni), künstlerische Ideen (Matsuda Mottainai Guitar), Gitarren aus limitierten Ressourcen

Für mich ist der große Unterschied einfach, dass z.B. ein Kevin Ryan oder ein Ulrich Teuffel nur eine begrenzte Zahl von Gitarren bauen können, wohingegen der Fender Custom Shop oder der PRS Private Stock keine solche Limitierung haben, weil es ein Konglomerat aus Gitarrenbauern ist.
Siggi Braun ist vor kurzem verstorben, es wird keine Gitarren mehr von ihm geben. Den Fender Custom Shop wird es auch in 50 Jahren noch geben.
 
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Disgracer schrieb:
Letztlich ist das hier alles auch ein bisschen Wortklauberei.
Wo fängt "exklusiv" an ...
Die Marktmacht von Fender und Gibson ergibt sich ... weniger durch das High-End.
Fender Custom Shop und Gibson Custom lassen sich ganz klar dem High-End-Segment zuordnen:
höchste Qualitäts- und Preisklasse innerhalb industrieller (Gitarren-)Hersteller.
"Exklusiv" ist dabei eher eine Frage der Definition, bei angenommener Wortklauberei lohnt sich ein Blick ins Wörterbuch:
"exklusiv" im Sinne von Luxus ja, im Sinne von "streng limitiertem Zugang" eher nein.
 
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@Disgracer
Besten Dank! So wie du das beschreibst, kann ich das absolut nachvollziehen.
 
Und da ist 3K wahrscheinlich die Untergrenze...
ganz unter uns, 3K ist aus meiner Sicht die absolute Obergrenze, zumindest was Klang und Bespielbarkeit angeht, so man die richtige für sich gefunden hat.
Da kann man eigentlich nicht mehr viel optimieren, bestenfalls nach eigenem Geschmack ändern. An der Optik kann man sicher viel machen, aber da bezahlt man eben die Optik.
 
Ich habe mal einen Gitarrenbauer gefragt, welche die besten Gitarren wären. Seine Antwort war sehr kurz: "Die Verkauften". Treffender kann man es nicht ausdrücken. (y)
Eine Gitarre ist immer nur so viel Wert, viel viel irgendjemand bereit ist dafür zu zahlen.

Viele meiner Bekannte und Freunde haben einige sehr teure Gitarren (PRS Private Stock/ Artist, Gibson CC/ Murphy, Fender Master built, Maßanfertigungen von deutschen Gitarrenbauern, etc...) ohne wirklich reich im klassischen Sinne zu sein. Die meisten von ihnen sind Hobbymusiker, die bei Firmen und Einrichtungen als ganz normale Angestellte ihre 40 Std./Woche abdrücken. Einer von ihnen besitzt sogar mehrere Auerswald Gitarren, PRS Artist, Teuffel Birdfish und andere teure Gitarren; und ließ sich sogar mal eine Gitarre von Claudio Pagelli fertigen. Er ist aber auch nur Angestellter bei einer sozialen Einrichtung, wo man bekanntlich nicht das große Geld verdient.

Der Preis einer Gitarre sagt über die Soundqualität nur bedingt was aus. Klar sind bessere Zutaten (länger gelagertes, natürlich getrocknetes Holz, Mechaniken, Pickups) oft teurer, aber man kann auch übertreiben. Anderseits, wenn jemand bereit ist, so viel Geld für etwas zu bezahlen... warum nicht? Der Markt bestimmt das Angebot; wir sind schließlich keine Kommunisten!
Anno 2019 habe ich zum ersten mal eine Teuffel Birdfish in Augsburg angetestet und war vom Sound sehr enttäuscht. Eine Auerswald Viva fand ich schon wesentlich besser; trotzdem nicht mein Geschmack.
Ich bezweifle auch sehr stark, daß eine mit Swarowskisteinen bedeckte Jens Ritter Gitarre mit 24-Karat Hardware meinem klanglichen Anspruch genügen würde. Oder vielleicht doch? :unsure: Ich werde es vermutlich nie erfahren, schon weil es mich kein bißchen juckt. Aber alles Geschmackssache und mein Soundgeschmack ist ja auch kein allgemein gültiges Maßstab.

Sehr teure Gitarren wie z.B. Ritter o.ä. kaufen hauptsächlich nur gut Betuchte, die diese Gitarre(n) aber eher als Deko-Objekt und nicht als Musikinstrument benutzen. Ein Gitarrenladenbesitzer aus Berlin (oder Nähe Berlin) erzählte mir, er hätte eine Jens Ritter Gitarre für 25.000€ an eine Russin verkauft, die meinte, das Instrument würde im Wohnzimmer gut aussehen (also auch nur Deko). Ein anderer Gitarrenverkäufer aus Nähe Nürnberg verkaufte eine Nacho Telecaster für 9.000€ an einen Nürnberger Zahnarzt. Ob der Zahnarzt die Nacho Tele spielt oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Andere Leute kaufen sich teure Autos oder stecken Unsummen in Tuning, Markenklamotten, Schuhe, Unterhaltungselektronik, etc...
Meine Cousine kauft sich regelmäßig Handtaschen für 4-stellige Beträge... auch okay; jeder wie er kann und mag.



Viele Grüße,
Bowhunter


P.S. Reichtum ist keine Schande. ;)
 
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Ein anderer Gitarrenverkäufer aus Nähe Nürnberg verkaufte eine Nacho Telecaster für 9.000€ an einen Nürnberger Zahnarzt. Ob der Zahnarzt die Nacho Tele spielt oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis.
Weil Aging hier ja auch mehrfach ein Thema war: Wer eine so authentisch wie nur irgendwie möglich gealterte Gitarre möchte, und es sich leisten kann/will, kommt an Nacho kaum vorbei. Schon Klasse was sein Team abliefert.
 
Ich habe zwei Nacho Telecaster gespielt bzw. angespielt, so 3-5 Minuten pro Gitarre und ich fand beide nicht gut.
Es waren authentische Nachbauten der ersten Prototypen von Leo Fender - so der Verkäufer zu mir - also Korpus aus Pine (Pinie) und hohlgefräst waren wie auch. Wenn ich mich recht erinnere, war das Gewicht bei 2,3 und 2,4 kg. Ich fand den Sound sehr "pappig", ohne Eier und Druck. Meine eigene Telecaster (Nachbau von einem dt. Gitarrenbauer) klingt schon ganz anders... aber diese Nachos waren halt genauso, wie die ersten Prototypen von Leo; er hat damals auch nur deswegen Pinie als Korpusholz genommen, weil er testen wollte, ob sein Konzept überhaut funktioniert und dafür kein teures Holz "opfern" wollte.

Ich kann mir vorstellen, daß es Nacho Gitarren gibt, die wirklich gut klingen; aber diese zwei aus Pinie waren keine.
 

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