Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

  • Ersteller boisdelac
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Ich werde mir auch nie eine CS Gitarre kaufen.
Warum soll man das verbindlich ausschließen?

Ich würde eine Gitarre kaufen, die mich absolut umhaut und die ich mir (in einem bereits genannten grundsätzlich "moralisch" für mich noch vertretbaren Preisbereich bis 15.000 €) leisten kann.

Ich habe da natürlich Präferenzen, schließe aber keine Marke, Bauform oder Preisklasse von vornherein aus.
 
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Vielleicht kann ja mal ein Zahnarzt mehr dazu sagen :D
Ich finde es weder lustig noch angebracht, hier über Geringverdiener herzuziehen... Mir deren niedrigem Einkommen möchte ich auch nicht auskommen müssen. Liegt wohl daran, dass die inzwischen auch ziemliche Kosten (Geräte, Personal, Räume) am Hals haben.

Es macht doch keinen Sinn, neidvoll Galle zu spucken :rolleyes: Da teuer relativ ist, misst man es vielleicht einfach in Anteilen oder Vielfachen von Netto-Monatseinkommen (passt natürlich auch nur bedingt, weil bei höheren Einkommen prozentual mehr "Spielgeld" übrig bleibt, aber ein einigermaßen brauchbarer Ansatz ist es).

Für seine Verhältnisse kauft wohl quasi durchaus "jedermann" (also Leute aus allen Einkommensschichten) teure Gitarren.

Übrigens gibt es über's Jahr Zeiten (wie z.B. "Monate"), in denen höherpreisige Instrumente besser zu verkaufen sind, wie z.B., wenn es Weihnachtsgelder oder 13.-Monatsgehälter gibt ;) (da ich einer bin, der solche Gelder und Gehälter bezahlt, sind das die Zeiten im Jahr, in denen ich am wenigsten Geld habe ;) - clevere Anbieter wissen das und verlangen da dann auch ein Bisschen mehr :unsure:, außerhalb dieser Zeiten sind/werden die hohen Preise auch niedriger oder werden eher mal gesenkt, weil weniger hochpreisig gekauft wird, so dass ich da dann auch günstiger kaufen kann). Tja, die freie Marktwirtschaft :nix:
 
Ich finde es weder lustig noch angebracht, hier über Geringverdiener herzuziehen...

Zahnärzte, die leben ja auch nur von der Hand in den Mund (Volker Pispers)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Für seine Verhältnisse kauft wohl quasi durchaus "jedermann" (also Leute aus allen Einkommensschichten) teure Gitarren.

Würde ich so pauschal nicht unterschreiben.

Ich glaube es gibt ziemlich viele Menschen, die einfach nur bspw. ne Fender Standard Strat spielen, die dann das das Äquivalent eines 1/2 oder 1/4 Wochengehaltes ist. Das würde ich für ein Instrument nicht als teuer bezeichnen. Diese Menschen sind hier im Gitarristen Unterforum unter all den Gearheads aber wahrscheinlich unterrepräsentiert. Da ist eine klassische Selektionsverzerrung.

E-Gitarren sind doch vergleichsweise sehr günstige Instrumente.
 
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Ich glaube es gibt ziemlich viele Menschen
Es geht nicht darum ob oder wie viele. Somit ist es egal, ob es verhältnismäßig (im Verhältnis zu was denn dann?) viele Leute gibt, für die eine 1000 € Gitarre keine teure Gitarre ist. Ich weiß auch nicht, was Du zugrunde legst, wenn Du von "1/4 Wochengehalt" (das sind 1,25 Arbeitstage!) als Äquivalent für den Preis einer Strat sprichst, was dann aktuell billigstenfalls 544 € netto wären. Du meinst also, dass nach Deiner Milchmädchenschätzung 544 € : 1,25 Tage x 21 Tage (im Durchschnitt Arbeitstage im Monat) = 9.139,20 € von vielen Leuten netto im Monat an Einkommen bezogen werden. WO LEBST DU? Überleg mal bitte etwas genauer, was Du da so behauptest, bevor Du es schreibst!

Es gibt Leute, für die ist eine 300 € Gitarre eine teure Gitarre für die sie über mehrere Monate ihre monatlichen Überbleibsel sparen müssen, und ihr Einsatz, sie sich leisten zu können, ist höher zu schätzen und viel aufwendiger, als wenn sich Großverdiener eine Klampfe für 50 oder 150 k€ kaufen.

Und gleich noch so eine Aussage:
E-Gitarren sind doch vergleichsweise sehr günstige Instrumente.
Mit was soll verglichen werden? Mit einer Packung Frischkäse oder mit einem Auto? Auf was beziehst Du günstig? Wie sieht es mit einer Basis aus, was einem durchschnittlichen Familienvater, Alleinverdiener mit zwei Kindern und einer Dreizimmer-Mietwohnung in München nach Urlaub und Geschenken noch übrig bleibt. Kennst Du tatsächliche Zahlen (schau Dir das gerne mal selbst im Netz an)? Da bleiben für Hobbies von Mutter und Vater IM JAHR oft gerade mal 300 € übrig. Gerecht zwischen den beiden aufgeteilt muss also über 3,5 Jahre gespart werden, bis die billigste neue Fender Strat gekauft werden kann. Du kannst auch gerne mal hier in den Hilfe-Threads schauen, zu welchen Preisen die Leute da Instrumente anschaffen wollen.

Und ja, es gibt Leute, die sich aus den laufenden Einnahmen problemlos für 20 oder mehr k€ jedes Monat Instrumente kaufen können und das ist auch völlig i.O. Aber es ist weit weg vom Durchschnitt.

Aber Dir gratuliere ich auf jeden Fall zu Deinem überragenden Lebensstandard (den halt leider nicht so viele Leute teilen).
 
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Nun bitte einmal durchatmen und den Schaum vom Mund wischen.

Ich kenne die durchschnittlichen Einkommensverhältnisse und habe nicht behauptet, dass damit eine Fender Standard Strat für ein halbes oder viertel Wochengehalt (ich schrieb auch nicht nettogehalt ;)) zu erwerben ist.

Wir können uns aber hoffentlich darauf einigen, dass es gleichwohl sogar "viele Menschen" hier gibt, die auch ein Nettogehalt in einer Region von 4500-9000 erzielen. Diesen Menschen geht es wirtschaftlich sehr gut. Es sind aber keine absoluten Exoten. Die von dir beschriebene Zahnarzt "Geringverdiener" liegen mit eigener Praxis häufig eher darüber. Manch selbständiger Handwerker beispielsweise auch.

Und wieso soll ich eine Gitarre als Instrument mit Frischkäse oder Autos vergleichen? Ich vergleiche Gitarren mit anderen Instrumenten wie Violinen, Saxophonen, Klavieren... und würde behaupten, im Vergleich ist die E-Gitarre ein günstiges Instrument.

Und "dank" vielen günstigen Anbietern, kann man heute auch schon für 200 € neu brauchbare Gitarren kaufen. Auf dem Gebrauchtmarkt kriegt man auch schon was für 100,00 €, wenn man ein wenig Ahnung und Zeit mitbringt.
 
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Auf was beziehst Du günstig?
Das ist ja hier in dem zitierten Fall sehr klar, denn es steht ja dahinter: Instrumente.
Und das ist tatsächlich so, dass Gitarren im Vergleich mit anderen Instrumenten extrem günstig sind. Alle Streicher, Holzbläser, Blechbläser sind um Längen teurer.

Auch das andere Zitat von dir empfinde ich als unglücklich:
Ich weiß auch nicht, was Du zugrunde legst, wenn Du von "1/4 Wochengehalt" (das sind 1,25 Arbeitstage!) als Äquivalent für den Preis einer Strat sprichst, was dann aktuell billigstenfalls 544 € netto wären. Du meinst also, dass nach Deiner Milchmädchenschätzung 544 € : 1,25 Tage x 21 Tage (im Durchschnitt Arbeitstage im Monat) = 9.139,20 €
Der Originalbeitrag spricht ja von "1/2 bis 1/4" Wochengehalt.
Du rechnest jetzt mit dem "worst case". Wenn du das ganze mit dem halben Wochengehalt machst, landest du am Ende bei 4500€, was durchaus kein unrealistisches Einkommen ist, wo das durchschnittliche Bruttogehalt 2025 bei 4700€ lag..

EDIT: Hat sich mit warys Beitrag überschnitten, weil ich noch recherchiert hab.
 
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Leute, ich habe weder "Schaum vor dem Mund" noch finde ich, dass ich "unglückliche" Beispiele gewählt habe.

"dass es gleichwohl sogar "viele Menschen" hier gibt, die auch ein Nettogehalt in einer Region von 4500-9000 erzielen": Das sind ja wohl Leute ÜBER dem Durchschnitt, der sich aus ganz vielen unter dem Durchschnitt und wenigen über dem Durchschnitt ergibt. Die "vielen" liegen also unter dem Durchschnitt.

Du sprichst von den selbständigen Handwerkern. Weißt Du, wie viele Handwerker als Angestellte und Stundenlöhner auf einen Selbständigen Handwerker kommen?

Sorry, aber ich bleibe dabei, dass Deine Annahmen, wie sich die Bevölkerung zahlenmäßig auf bestimmte Einkommen aufteilt, unrealistisch sind und Deine Aufteilungsgruppe der so genannten "Vielen" völlig an den Tatsachen vorbei geht.

"wo das durchschnittliche Bruttogehalt 2025 bei 4700€ lag": Dir ist der Unterschied zwischen brutto und netto schon klar, oder? Also liegen Deine auf die Angaben als "best case" bezogenen 4500 € damit tatsächlich deutlich über dem von Dir selbst genannten "durchschnittliche(n) Bruttogehalt 2025 (...) (von) 4700€". Damit belegst Du aber selbst für den "best case" meine Kalkulationen.

"Und das ist tatsächlich so, dass Gitarren im Vergleich mit anderen Instrumenten extrem günstig sind. Alle Streicher, Holzbläser, Blechbläser sind um Längen teurer." So, so... Ich glaube, dass Du da auf einen Dir geläufigen Teilbereich abstellst, der halt nicht den gesamten Markt abbildet. Nur so zur Info: Es gibt tatsächlich auch noch andere Instrumente als "Streicher, Holzbläser, Blechbläser" neben den Gitarren. Ja, da gibt es auch welche, die ähnlich oder sogar teurer als Gitarren liegen (z.B. die mir nur zu gut bekannten Keys und Synths), aber Du übersiehst völlig (oder blendest bewusst aus) die Massen an Schulinstrumenten (Melodicas, Flöten, Orffsches Instrumentarium, u.e.m.).

Allen Euren Betrachtungen liegt meiner Meinung nach zugrunde, dass Ihr einen Ausschnitt der Gesellschaft betrachtet, wie er ihn durch uns massenhaft (aber auch nicht ausschließlich) Verrückte hier im Bard repräsentiert wird, was aber eben nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung ist. Auch deshalb sind eben so absolut formulierte Angaben nicht zutreffend.

Mir ging es aber nicht darum, dass man Gitarren nicht auch günstig erwerben kann, sondern darum, dass als Fakten dargestellte Umstände nur gefilterte Annahmen sind, die der Realität nicht gerecht werden, mal ganz abgesehen davon, dass über unklare Begriffe ("Leute" und "teuer") Aussagen gemacht werden, ohne diese Begriffe auch nur ansatzweise greifbar zu zu machen, geschweige denn, sie zu definieren, so dass es zu vielen Fehlaussagen kommt.

Ich lass Euch aber jetzt gerne bei dem Thema im Weiteren (wieder) alleine, Euch Eure teils neidvollen und teils überheblichen Standpunkte emotional von der Seele zu schreiben. :prost:
 
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Dir ist der Unterschied zwischen brutto und netto schon klar, oder?
Durchaus, durchaus. Im Originalbeitrag war allerdings von "Wochengehalt" die Rede, was nicht definiert ob brutto oder netto gemeint ist..

aber Du übersiehst völlig (oder blendest bewusst aus) die Massen an Schulinstrumenten (Melodicas, Flöten, Orffsches Instrumentarium, u.e.m.).
Überhaupt nicht. Ich arbeite ja in einer Schule und hab tagtäglich damit zu tun.
Ich glaube deswegen auch, dass die Menge an Leuten, die hobbymäßig Melodica oder Triangel spielen (im Vergleich zu Gitarre, Klavier, Streichern, Bläsern) sehr überschaubar ist und somit relativ irrelevant.
Flöten fallen bei mir auch unter Holzbläser und hier kostet die günstigste Querflöte bei Thomann gerade 155€...
Wenn du von Blockflöten redest: Ja, da gibt es ein paar Plastikgeräte für 3,50€ als Sopran Instrumente, aber wenn du eine Tenor oder größere Blockflöte hast, bist du schnell auch im Bereich mehrerer hundert Euros und es ist auch kein Problem mehrere Tausend Euros für eine Tenor-Blockflöte auszugeben.

Das endet aber gerade hier ein wenig in Wortklauberei, aber ich behaupte alleine die weite Verbreitung von (E-)Gitarren ist ein Zeichen dafür, dass es sich um ein sehr erschwingliches Instrument handelt.
Es gibt aber auch mit Sicherheit genug Leute, für die auch eine günstige Gitarre eine kaum zu finanzierende Anschaffung ist.
Das Thema des Threads ist aber genau umgekehrt, nämlich: Wer kauft die richtig teuren Gitarren?
Insofern wäre es sinnvoll, wenn wir uns wieder in diese Richtung bewegen würden, was die Beiträge angeht.
 
Ich grätsch jetzt auch mal rein 😉
@soundmunich , wo Du Recht hast, hast Du Recht.
dem Durchschnitt, der sich aus ganz vielen unter dem Durchschnitt und wenigen über dem Durchschnitt ergibt. Die "vielen" liegen also unter dem Durchschnitt.
DAS ist die Realität, die immer wieder gerne von einer bestimmten Berufsgruppe vergessen wird.
aber ich behaupte alleine die weite Verbreitung von (E-)Gitarren ist ein Zeichen dafür, dass es sich um ein sehr erschwingliches Instrument handelt.
Nö, das liegt wohl eher daran, dass sehr, sehr viele Menschen glauben (E)-Gitarre ist einfach und lernt sich mal eben nebenbei. Frei nach dem Motto > Die ganzen langhaarigen Hippies/Rocker, tätowierten, Alkohol- und Drogensüchtigen können es ja auch, dann ich das ja wohl erst recht. < Das die Realität anders aussieht wissen wir ja.
Und BTT:
Ich finde ja jeder, der Spaß daran hat, will und irgendwie - warum auch immer - über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, darf sich doch eine teure CS kaufen, wenn es ihn glücklich macht.
Und genau diese Zielgruppe wird es auch tun, um mal die Eingangsfrage zu beantworten.
Da ich mich nur ungern wiederhole >>
Nehmt das jetzt mal als allgemeingültige Wahrheit und Beendung dieses Threads hin 😉
 
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Das Thema des Threads ist aber (...): Wer kauft die richtig teuren Gitarren?
Sorry, aber das steht da nicht und verstehe ich auch nicht so, weil eine Fender CS für mich keine "richtig teure Gitarre" ist, für die meine persönliche Untergrenze 150 k€ wäre.

Aktuelle Fender Customshop Gitarre liegen so zwischen 5 und 10 k€ und nach Euren "Angaben" wäre das ja gerade mal ein durchschnittliches Monatsgehalt :D und wohl auch das, was man so für eine Geige für seinen 5-Jährigen Anfänger ausgibt :rofl:
 
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Wizzzzard2000
  • Gelöscht von Disgracer
  • Grund: Offtopic/Spam
Ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht, wieso du versuchst das hier ins Lächerliche zu ziehen..
Aktuelle Fender Customshop Gitarre liegen so zwischen 5 und 10 k€ und nach Euren "Angaben" wäre das ja gerade mal ein durchschnittliches Monatsgehalt
Das hat niemand behauptet.

und wohl auch das, was man so für eine Geige für seinen 5-Jährigen Anfänger ausgibt :rofl:
Nein, die allermeisten Geigenanfänger mieten ihre Instrumente für 15-20€ im Monat.
Das ist üblich, weil auch Einsteigergeigen schnell im Bereich 800-1000€ liegen. Dir wird auffallen, dass es solche Mietmöglichkeiten für Gitarre überhaupt nicht gibt, da Gitarren wesentlich günstiger sind.
Für Streichinstrumente und Bläser findest du hingegen solche Möglichkeiten in jeder größeren Stadt.
 

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