Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

  • Ersteller boisdelac
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@milbachdaniel Auf diesen EINEN Traum kann man aber auch sparen, am Ende weniger bezahlen, und das Ergebnis dadurch risikofrei erzielen. Um einen Bogen zum Thema zu spannen: Leute, die langfristig teure Hobby Anschaffungen tätigen, haben das i.d.R. nicht durch die "strategische" Nutzung von Verbraucherschulden erzielt.
 
das ist doch verrückt. Sich für, egal was für eine Gitarre, aber insbesondere hochpreisige, zu verschulden, macht überhaupt keinen Sinn, mMn..
Ich würde das auch nicht machen, ein Kumpel von mir aber schon. Der verdient nicht viel, hat 2.500 günstig finanziert und ist nun total happy mit einer Duesenbrg. Aus seiner Position heraus kann ich das total gut verstehen: Er wollte das Ding schon ewig haben und spielt jetzt täglich drauf.
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@Cryin' Eagle Mir wäre es mir um die Zinsen zu schade. Ich kann aber Leute verstehen, die es trotzdem tun. Auch wenn es nicht vernünftig ist.
 
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Früher war der Mietkauf von Instrumenten Gang und Gäbe (Beatles usw.) Aber für die war eine Gitarre kein Luxusgut, sondern eine notwendige Investition für ihre Karriere.
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Bin aber auch so erzogen, lieber auf etwas zu sparen als Schulden zu machen für etwas, was nicht unbedingt lebensnotwendig ist.
 
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@nasi_goreng
Geht mir genauso, ich will einfach keine Schulden haben. Bin einen großen Teil meines Lebens mit sehr wenig Geld ausgekommen und habe trotzdem gut gelebt. Was braucht man wirklich - Das ist ja eine universelle Frage und passt auch wieder zum Thema: Braucht man eine CS-Gitarre? Das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Und wenn man Morrisons Credo "I want to have my kicks before the whole shithouse goes up in flames" folgen will, kann man eben auch eine Klampfe auf Pump kaufen.
 
Ich finde diesen Thread sehr interessant, und habe aus diesem Anlass mal beim großen T. nachgeschaut, was denn aktuell für eine CS Strat so aufgerufen wird.

Ich bin auf eine 50s NOS in schwarz für 4k gestoßen- atemberaubend schlicht, einlagiges Pickguard, Ahorngriffbrett - vergleicht man das mit den "AAA-Decken" einiger HB, die ja teilweise richtig etwas hermachen, dann ist jedenfalls dieses Modell hier


in meinen Augen Understatement pur.

Die Eingangsfrage, "wer kauft so etwas", muss man dann vielleicht auch so beantworten, dass es sich teils um Menschen handelt, die zwar eine ganz normale Strat ohne jedes Extra haben möchten, aber sich an den inneren Werten freuen und Wert auf exquisite Verarbeitung, ausgewähltes Holz usw. legen.

Bis auf diesen CS-Winkel auf der Rückseite der Kopfplatte deutet für Laien äußerlich nichts darauf hin, dass es sich um eine CS, und nicht um eine CV für den Zehntel des Preises handelt.

Wenn jetzt Gitarre mein einziges Instrument wäre, und Musizieren mein einziges Hobby, und mein Sparschwein nicht protestieren würde, und ich etwas besser spielen würde, dann könnte ich mich an so einem Instrument auch erfreuen.

Also unter den genannten Bedingungen würde ich mir vielleicht auch so etwas kaufen.

Warum auch nicht?
 
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Daraus habe ich zwei Ableitungen: Entweder haben die, die sich da eine Tutenchamun-artige Königskammer gebastelt haben, im Proberaum noch ein Besteck für den Alltag oder sie haben - was ich eher vermute - oftmals gar keine Band, geschweige denn regelmäßige Auftritte.

Nun... das Geld für Diezel und CS-Gitarren korreliert eben mit fortschreitendem Alter und beruflich bedingter Zeit-Einbindung.

Insofern ist es wenig überraschend, dass sich eine Vielzahl von exquisiten Equipment sich in den Händen von Gitarristen außerhalb der regelmäßig auftretenden Zunft befindet. Wer regelmäßig auftritt schätzt auch Beständigkeit in seinem Geraffel deutlich höher, weil der Kram funktionieren muss.
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rein zum musizieren sicher nicht, frag mal die "HB"-Fans:rolleyes:.

Es gibt ja noch ein großes Spielfeld zwischen Harley Benton und CS.

Aber ja, auch mit einer Harley Benton lässt sich nachgewiesen Musik machen.
 
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Klar muss man aufpassen, dass man nicht irgendwelche Schuldenberge aufbaut. Aber wenn jemand sich nur so seinen EINEN großen Traum erfüllen kann, warum denn nicht...

Ein jeder mag mit seinen Finanzen tun, was er für richtig hält.

Das Schuldenaufnahme für Konsum mit Argwohn betrachtet wird, hat schon seine guten Gründe. Man muss sich die Frage stellen, warum man es nicht geschafft hat, vorher das Geld zu sparen was man jetzt für die Zukunft verplant.

Wenn jemand einen gehörigen Anteil des Kaufpreises einer 5.000 (+) € Gitarre finanzieren muss, dann würde ich diese Finanzierung in Relation zu seinem Ersparten schon als Schuldenberg bewerten.

Und erfahrungsgemäß bleibt es selten bei dem "Einen" großen Traum. Hat man erstmal die exquisite CS-Gitarre, braucht man auch einen ebenso guten Amp. Und davor gehört dann auch ein Boutiqe-Verzerrer... hat man erst einmal die erste Hemmung überwunden, geht es dann bei manchen doch schnell.

Aber: Erwachsene Menschen dürfen selber entscheiden, ob und für was sie sich verschulden.
 
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Ich glaube, wir können an dieser Stelle erneut feststellen, dass es wohl zahlreiche Käufer gibt, die sich eine, oder ggf. auch mehrere, oder sogar zig Gitarren in dieser Preisklasse leisten können und auch wollen.

Warum, wieso, weshalb, oder ob überhaupt?
Bringt mich das denn irgendwie weiter?

Davon abgesehen kenne ich mehr Leute, die sehr teure Autos, Motorräder, eBikes, Einbauküchen und weiß der Geier was noch alles finanzieren. Das muss doch am Ende jeder selbst abwägen und für sich entscheiden?

Eine Gitarre, die neu 4.000 oder 5.000 kostet, die gibt es ja auch gebraucht für einige Taler weniger. Davon abgesehen ist beides schon immer noch für recht viele Menschen machbar. Klar, sicher nicht für jeden sofort und für einige auch gar nicht, aber man lebt ja auch mit preiswerteren Gitarren nicht schlechter.

Davon abgesehen, klingt man auch mit irgendeiner noch so schweineteuren Gitarre nur so gut, wie man auch spielen kann. :D
 
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Auf Gigs nehme ich immer mein bestes Equipment mit (...), dafür habe ich es ja auch angeschafft
"Dafür" ist imho eher nicht die Regel.
Ich kenne viele, die live lieber die Gitarre spielen, die man auch mal schief anschauen darf, ohne sofort Herzrasen zu bekommen,
Soumd-mässig hört man gerade live und mit Band sowieso den geringsten Unterschied.
Auf der Bühne darf’s die Arbeitsgitarre sein, und das beste Equipment bleibt dann zuhause und darf weiter Wertanlage spielen.
 
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Davon abgesehen kenne ich mehr Leute, die sehr teure Autos, Motorräder, eBikes, Einbauküchen und weiß der Geier was noch alles finanzieren. Das muss doch am Ende jeder selbst abwägen und für sich entscheiden?

Auf jeden Fall muss das am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Ich kenne diese Leute auch, und habe mehr als 1x gesehen, was das für ein Problem wird, sobald der sichere Job nicht mehr sicher ist, oder eine schwere Erkrankung plötzlich das Leben durcheinander wirft. Deshalb mein "nicht zu empfehlen" :)
 
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Deshalb mein "nicht zu empfehlen" :)
sicher wurde schon auf den 13 Seiten etwas dazu geschrieben. Gibt es sowas wie ein Werteverfall?
Ich kenne diese Leute auch, und habe mehr als 1x gesehen, was das für ein Problem wird, sobald der sichere Job nicht mehr sicher ist, oder eine schwere Erkrankung plötzlich das Leben durcheinander wirft
Hat eine CS sowas wie eine stabile Währung, so wie Gold? Ok, Gold kauft man tageskursabhängig, verliert eine CS an Wert, in dem Sinne, dass man seine Investition komplett in den Sand gesetzt hat? Einige Hundert Euro Verlust können schon sein, wenn man verkaufen möchte, den Hauptanteil wird man sicher mit Wiederverkauf retten können, denke ich.
 
Auf dem Gebrauchtmarkt bezahle ich i.d.R. 50-70% vom Neupreis - je nach Hersteller/Modell/Zustand. Man hat also sicher keinen Totalausfall, aber wer sich ~4k nicht leisten konnte, kann einen ~1-2k Verlust auch deutlich schwerer verkraften.

Edit: Und wer finanziert kauft relativ wahrscheinlich neu oder teuer vom Händler gebraucht.
 

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