Welche Mundharmonika ist das? Anfänger sucht Hilfe!

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Hallo zusammen! :)

Ich muss zugeben, dass ich blutiger Anfänger bin und nicht mal in der Lage bin auf einem Kamm zu blasen. Aber seit einigen Wochen spiele ich mit dem Gedanken ein Instrument zu lernen, nämlich die Mundharmonika. Ich habe es mal mit dem Gitarrespielen versucht, aber das ist nicht der Rede wert.

Um es kurz zu machen, ich habe dieses Lied gehört und würde sowas in der Art auch gerne spielen:


An dieser Stelle hört man eine schönes Mundharmonika-Spiel. :) Und genau sowas würde ich auch gerne spielen können. Könnt ihr mir sagenb, welche Art Mundharmonika das ist? Mit welcher Mundharmonika kann man lernen sowas zu spielen.

Und eines Tages würde ich dann gerne sowas schönes spielen können wie diese Passage:


Aber wie fange ich am besten damit an? Nun muss ich erstmal herausfinden, was für eine Mundharmonika ich bracuhe und dann geht es ans Lernen. Gibt es Literatur oder empfehlenswerte Youtube-Tutorials? :)
 
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Hallo @Bravestarr1

Willkommen im Board! :)

Der Mundharmonikapart ist im Video in A-Dur zu hören.
Der Melodieschnipsel klingt wie ein typischer amerikanischer Folkssong.

Derartige Melodien spielt man in der sogenannten Straight Position. Zu hören ist Einzeltonspiel.
Bei dieser Vorgabe bevorzuge ich das Solo-Stimmsystem. Das findet man sowohl in diatonischen als auch chromatischen Instrumenten.
Die sogenannte Buesharp ist im Richtersystem gestimmt. Der Melodieschnipsel wäre auch auf einer A-Dur-Bluesharp spielbar.

Welche Mundharmonika im Video zu hören ist, ist schwer zu sagen. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Kennst Du diesen Thread:
https://www.musiker-board.de/thread...htige-mundharmonika-fuer-melodiespiel.657096/

Da Du das Melodiespiel anstrebst, könnten die dort niedergeschriebenen Überlegungen für Dich zumindest teilweise interessant sein.
Wenn sich beim Lesen für Dich Fragen ergeben, können wir die gerne hier in Deinem Thread besprechen.

Gruß
Lisa
 
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Das klingt ziemlich sicher nach einer chromatischen Mundharmonika.
Zum originalen Film City Slickers habe ich den Namen Tommy Morgan gefunden, der die Chrom für den Soundtrack spielte. Zum Sequel finde ich auf die Schnelle keine Angaben der mitspielenden Musiker. Da auf Tommys Homepage http://www.tmorganharmonica.com/film.html 'nur' 63 Filme aufgeführt sind, er aber von sich selber behauptet, dass es in mehr als 900 mitgespielt hat, ist es gut möglich, dass er das auch im Sequel gemacht hat.

Lies Dich mal in diesem Forum zum Thema Chrom ein. Und ja, es gibt viele Tutorials, allerdings in der überwiegenden Mehrzahl in englisch. Gib z.B. die Suchbegriffe ein: youtube chromatic harmonica tutorial
 
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Hallo @Bravestarr1

Willkommen im Board! :)

Kennst Du diesen Thread:
https://www.musiker-board.de/thread...htige-mundharmonika-fuer-melodiespiel.657096/

Da Du das Melodiespiel anstrebst, könnten die dort niedergeschriebenen Überlegungen für Dich zumindest teilweise interessant sein.
Wenn sich beim Lesen für Dich Fragen ergeben, können wir die gerne hier in Deinem Thread besprechen.

Vielen lieben Dank. :)
Ich habe schon fleißig in dem Thread gelesen und dann erstmal ein Bißchen geweint. Je mehr ich las, desto mehr Fragen taten sich auf. Ich glaube, ich muss erst nochmal ausführlich Grundlagenforschung betreiben, bevor ich mir nochmal Gedanken machen kann, welche Mundharmonika für mich die richtige wäre.

Wenn ich sage, ich bin ein absolut unbeschriebenes Blatt, dann ist es keine Übertreibung. Tatsächlich steckt das Blatt noch im Block. Und der ist eingeschweißt. Und noch im Karton. Auf einem Laster. Der in der Garage steht. :D

Es fing schon bei diatonisch und chromatisch an. Inzwischen konnte ich es für mich halbwegs visualisieren und übersetzen. Also chromatisch bedeutet, man hat ein Klavier mit allen tasten, richtig? Und diatonisch bedeutet, dass man nur ein Klavier mit weißen Tasten hat. Nur damit ich es mir vorstellen kann.
Nun, ergibt es dann mehr Sinn, wenn man chromatsich oder diatonisch lernt? Für mich klingt es jetzt so, dass man mit chromatisch auch die diatonischen Lieder spielen kann. Ist das soweit richtig? Aber ich nehme mal an, dass eine chromatische Mundharmonika wohl auch schwerer zu erlernen ist, oder mache ich dabei einen Denkfehler?


Derartige Melodien spielt man in der sogenannten Straight Position. Zu hören ist Einzeltonspiel.
Bei dieser Vorgabe bevorzuge ich das Solo-Stimmsystem. Das findet man sowohl in diatonischen als auch chromatischen Instrumenten.

Das ist mir nun peinlich, aber das ist genau der Punkt, weshalb ich mir erstmal ein wenig Hintergrundwissen aneignen muss. :D Ich weiß weder, was Straight Position, habe eine wage Vermutung bezüglich der Bedeutung von Einzeltonspiel und weiß absolut nicht, was Solo-Stimmsystem bedeutet. :embarrassed:
Und dasselbe beim Richtersystem...

Erstmal vielen Dank für deine Hilfe, aber ich sehe schon, dass ich mich hier erstmal durch die ganzen Threads lesen muss. :)


Das klingt ziemlich sicher nach einer chromatischen Mundharmonika.

Lies Dich mal in diesem Forum zum Thema Chrom ein. Und ja, es gibt viele Tutorials, allerdings in der überwiegenden Mehrzahl in englisch. Gib z.B. die Suchbegriffe ein: youtube chromatic harmonica tutorial

Vielen Dank, das werde ich machen. :)
In einem der Threads fand ich einen Link zu einer Tabsammlung, mit der man wohl ganz viele tolle Lieder spielen kann, darunter viele Lieder, die ich gerne irgendwann mal spielen würde. Allerdings ist es eine Tab-Sammlung für eine diatonische Mundharmonika. Kann man die auch für eine chromatische Mundharmonika benutzen?

Gibt es denn ein Modell einer chromatischen Mundharmonika, das Ihr einem blutigen Anfänger zum Üben empfehlen könntet? :)
 
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Es fing schon bei diatonisch und chromatisch an. Inzwischen konnte ich es für mich halbwegs visualisieren und übersetzen. Also chromatisch bedeutet, man hat ein Klavier mit allen tasten, richtig? Und diatonisch bedeutet, dass man nur ein Klavier mit weißen Tasten hat. Nur damit ich es mir vorstellen kann.
Chrom und Klavier passt einigermassen, wobei die Töne auf der Mundharmonika anders angeordnet sind. Bei Diatonisch aber musst Du umdenken. Nimm einfach die Tonleiter. Kennst Du: Do-Re-Mi-Fa-So-La-Ti-Do? Oder 'Alle meine Entchen'? Kannst Du von einem Mann singen lassen, beginnt mit einem tiefen Ton oder eben mit einer 'G' Harp. Oder von einem Kind, dann mit einer 'F' Harp. Oder von einer Frau mit Altstimme, dann passt die 'C'. Es ist aber in allen diesen Tonarten immer noch Do-R-Mi-Fa-So-So, La-La-La-La-So, .... Dafür brauchst Du nur eine einzige Chrom, Du musst dann aber gelegentlich den Schieber drücken, damit 'es' richtig klingt, wenn Du das Lied nicht mit 'Kanal 5 Blasen' (C-Dur' beginnst, sondern z.B. mit 'Kanal 6 ziehen' (F-Dur).

Nun, ergibt es dann mehr Sinn, wenn man chromatisch oder diatonisch lernt? Für mich klingt es jetzt so, dass man mit chromatisch auch die diatonischen Lieder spielen kann. Ist das soweit richtig?
Also so etwas wie diatonische Lieder gibt es nicht. Es gibt solche, die innerhalb der Tonleiter sind und solche, die gelegentlich daraus ausbrechen oder zwischendurch die Tonart wechseln. Für den Wechsel der Tonart kannst Du die Harp wechseln, das geht gut. Für gelegentliche Halbtöne gibt es spezielle Techniken wie 'Bending' oder 'Overblow', diese sind recht schwierig zu spielen. Da geht es mit der Chrom einfacher. Also ja, mit der Chrom kannst Du alle Lieder in allen Tonarten spielen, mit der Diatonischen nur bedingt.

Aber ich nehme mal an, dass eine chromatische Mundharmonika wohl auch schwerer zu erlernen ist, oder mache ich dabei einen Denkfehler?
Falsch, die Chrom ist grundsätzlich einfacher zu lernen: die Tonkanäle liegen weiter auseinander und die Töne sind über das ganze Instrument immer gleich angeordnet. Der Unterschied liegt im Klang: Die Harp ist nahe der menschlichen Stimme, sie 'heult', 'singt', ist 'seelenvoll' oder 'sehnsüchtig'. Die Chrom klingt 'sauber', 'korrekt', 'virtuos'. Musikalisch sinnvoll ist beides, je nach Kontext. Chrom für klassische Musik und Jazz, Harp für Blues und Lagerfeuer. Oder umgekehrt, dann aber eher als Ausnahme von der Regel.
Und für Dich: Einfach was Dir Spass macht, später kannst du ja dann immer noch wechseln. Viele - auch Profis - spielen beides, viele andere - auch Profis - nur das eine oder andere.

In einem der Threads fand ich einen Link zu einer Tabsammlung, mit der man wohl ganz viele tolle Lieder spielen kann, darunter viele Lieder, die ich gerne irgendwann mal spielen würde. Allerdings ist es eine Tab-Sammlung für eine diatonische Mundharmonika. Kann man die auch für eine chromatische Mundharmonika benutzen?
Nur bedingt. Die Harp ist üblicherweise in 'Richter' Stimmung, da ist nur die mittlere Oktave so, wie man sie erwartet. 'Alle meine Entchen' spielen sich auf der Chrom und der Harp identisch. Unten und oben stimmt es dann nicht mehr. Es gibt aber auch Tab-Sammlungen für die Chrom oder Du lernst eine Melodie einfach durch nachspielen und notierst anschliessend die Tabs selber.

Übrigens: Sogar die Tabs selber sind unterschiedlich, bei der Chrom brauchst Du ein Zeichen für 'Slider in' ('Schieber gedrückt'), bei der Harp brauchst Du Zeichen für 'Halbton Bend', 'Ganzton Bend', 'Overblow' etc.

Gibt es denn ein Modell einer chromatischen Mundharmonika, das Ihr einem blutigen Anfänger zum Üben empfehlen könntet? :)
Empfehlungen sind heikel, da geht es nicht mehr um Fakten, sondern Meinungen und Geschmack. Meine Empfehlung: Kein Billigmodell, aber auch kein Luxusmodell. Wenn du wenig Geld investiern kannst, dann eher ein gebrauchtes, gutes Instrument. Hohner CX12, Hohner Chromatica 270, Seydel Deluxe sind sicher richtig. Alles so in der Preislage von 150 bis 200, also nicht ganz billig.
 
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Ohhh! Aber wir können uns doch hier austauschen. Du bist doch mit Deinen Fragen nicht allein! :)


Es fing schon bei diatonisch und chromatisch an. Inzwischen konnte ich es für mich halbwegs visualisieren und übersetzen. Also chromatisch bedeutet, man hat ein Klavier mit allen tasten, richtig? Und diatonisch bedeutet, dass man nur ein Klavier mit weißen Tasten hat. Nur damit ich es mir vorstellen kann.
Mit diesem diesem Vergleich denkst Du schon in die richtige Richtung. Der Begriff "diatonisch" ist aber noch etwas weiter zu fassen. Die diatonische Tonleiter kann ja auch in verschiedene Tonarten transponiert werden, die dann wegen der Vorzeichen aus weißen und schwarzen Tasten "zusammengebaut" werden. Aber das muss man nicht sofort alles wissen und verstehen. Kinder lernen auch zu musizieren, ohne das alles schon zu wissen. Sie legen einfach los und lernen immer genau das, was gerade für das Musizieren gebraucht wird.

Nun, ergibt es dann mehr Sinn, wenn man chromatsich oder diatonisch lernt? Für mich klingt es jetzt so, dass man mit chromatisch auch die diatonischen Lieder spielen kann. Ist das soweit richtig? Aber ich nehme mal an, dass eine chromatische Mundharmonika wohl auch schwerer zu erlernen ist, oder mache ich dabei einen Denkfehler?

kommt drauf an ... ja ... nicht unbedingt ...

Das Bauprinzip einer chromatischen Mundharmonika entspricht dem Bauprinzip einer diatonischen Mundharmonika mit Solo-Stimmsystem.
Stelle Dir vor, Du hast eine Mundharmonika in C-Dur und eine in Cis-Dur.
Der Tonvorrat der C-Dur Solo Harp: c d e f g a h c / c d e f g a h c / c d e f g a h c
Der Tonvorrat der Cis-Dur Solo Harp: cis dis eis fis gis ais his cis / cis dis eis fis gis ais his cis / cis dis eis fis gis ais his cis
Das sind also dieselben Töne wie in der C-Harp nur alle einen Halbton nach oben gesetzt.
Wer sich mit den enharmonischen Verwechslungen auskennt, identifiziert das "eis" als "f" und das "his" als "c". Auf dem Klavier sind das weiße Tasten. Die werden gebraucht, weil die 5 schwarzen Tasten keine vollständige diatonische Tonleiter ergeben.

Nun stelle Dir vor, Du spielst auf der C-Dur-Harp. Und wenn Du einen chromatischen Ton brauchst, weichst Du auf die Cis-Harp aus. Man kann 2 Mundharmonikas übereinander halten und hin und her wechseln oder man baut die Stimmplatten der beiden Instrumente in ein Gehäuse und wechselt hin und her, indem man den Schieber drückt, der dann die Kanzellenöffnungen der C-Harp schließt und die der Cis-Harp öffnet. Die letzte Idee ergab die chromatische Mundharmonika.
Du kannst, wenn Du das möchtest, sofort mit einer chromatischen Mundharmonika beginnen. Das ist nicht schwerer, als wenn Du mit einer diatonischen Solo-Harp beginnst. Denn Du kannst den Schieber erst einmal ignorieren. Dann spielt sich die chromatische Harp wie eine diatonische Harp mit Solostimmsystem.

Wie @daenou bereits erwähnte, sind die Abstände der Kanzellenöffnungen bei chromatischen Mundharmonikas größer, als bei den kleinen diatonischen Harps. Deshalb sind die Kanzellenöffnungen leichter zu treffen. Das Foto zeigt Dir eine Sammlung verschiedener Modelle mit Kanzellenöffnungen in verschiedenen Formen und Größen.
Von oben nach unten 1) 16-Kanal chromatisch 2) 10-Kanal chromatisch 3) 12-Kanal chromatisch 4) 12-Kanal diatonisch Solo-Stimmsystem 5) 10-Kanal diatonisch Solo-/Orchestra-Stimmsystem 6+7) 12-Kanal diatonisch Solo-Stimmsystem 8) 8-Kanal diatonisch Solo-Stimmsystem 9-13) 6-Kanal diatonisch Solo-/Orchestra-Stimmsystem

20171124_001724 Rsig Muhas Solo-Stimmsystem diat chrom.jpg

Wenn Du total unsicher bist und Angst vor einer Fehlinvestition hast, empfehle ich einen "Stufenplan", der mit der kleinen Speedy beginnt und später zu größeren Instrumenten führt. Der Klang und die Ansprache der Zungen sind bei der Speedy zwar nicht so fein, wie bei höherwertigen Instrumenten. Aber dafür kostet sie nicht viel und ist für das Erlernen der ersten Melodien gut brauchbar. An ihr lernt sich ganz leicht das Grundschema der Tonleiter, das sich im Solo-Stimmsystem in allen Oktavlagen wiederholt. Die Begrenzung auf 4 Kanälen erleichtert am Anfang die Orientierung auf dem Instrument. (Leider vergaß ich, eine Speedy "ins Bild" zu legen.)
Während man sich mit der Speedy die ersten, einfachen Grundlagen erarbeitet, kann man sich überlegen, wie es mit dem Instrumentenkauf weitergehen soll. Und das ist viel einfacher, wenn man den ersten Schritt bereits gemacht und einfach mal angefangen hat! Was Du auf diesem Instrument lernst, kannst Du später problemlos auf die größeren Instrumente übertragen.

Wenn die Speedy mit ihren 8 Tönen zu klein ist, erweist sich die Melody Star (auf dem Foto die 8. von oben) von Hohner als gute Alternative. Der Tonumfang beträgt 2 Oktaven. Die besonders geformten Kanzellenöffnungen erleichtern das Einzeltonspiel. Ich habe die alte Version des heute blauen Schülermodells. Auch bei diesem Instrument sprechen die Zungen nicht ganz so fein an, wie bei den Seydel Instrumenten. Trotzdem lässt sie sich gut spielen. Die Größe und die Abstände der Kanzellenöffnungen entsprechen in etwa denen der chromatischen Instrumente (Nr. 1-3).

Nr. 4 ist eine Tremolo Mundharmonika mit Solostimmsystem von Seydel, Modell "Fanfare". Die 3 oktavigen chromatischen Seydel-Harps haben dieselben Maße. Auch das Format der 3-oktavigen Hohner Chrom-Harps ist in etwa identisch. Auf dem Foto siehst Du direkt über der Seydel "Fanfare" meine alte 12-Loch Larry Adler (Nr. 3) von Hohner. Beachte die eckige Form der Kanzellenöffnungen. Vor 40 Jahren hatte ich keine Alternative. Heute ziehe ich runde Kanzellen-Öffnungen vor. Die spielen sich meines Erachtens angenehmer.

Als ich Nr. 1, die Chromonica 64 von Hohner gekauft habe, führte Seydel seine 16-Kanal Chrom noch nicht im Sortiment. Wenn es die damals schon gegeben hätte, hätte ich solange gespart, bis ich das Geld für die Seydel zusammen gehabt hätte und diese nicht gekauft. Aktuell überlege ich, soll ich, soll ich nicht, soll ... Da ich momentan überwiegend auf diatonischen Instrumenten spiele, lohnt es sich eigentlich nicht. Aber schön wäre sie schon ... :love:
Die 16-Kanal Chrom-Harp bietet alles unter einem Deckel vom Bass bis zum Diskant. Daher gefallen mir die 16-Kanal-Instrumente besser als die 12er.

Die Chrometta (Nr. 2) habe ich nur gekauft, um herauszufinden, ob ich sie meinen Schülern empfehlen kann. Sie hat die 1/2 Bassoktave und war im Vergleich zu anderen Chrom-Harps sehr preisgünstig. Das können durchaus Kaufargumente sein. Der Luftverbrauch ist aber leider relativ hoch. Ich finde es anstrengend, auf ihr zu spielen. Auf Dauer macht das keinen Spaß. Daher empfehle ich, auf ein höherwertiges Instrument zu sparen.

Wenn das Sparschwein einverstanden ist, empfehle ich, eine hochwertige Chrom zu kaufen. Wenn das Sparschwein erst noch gefüttert werden muss, empfehle ich, mit einer diatonischen Soloharp zu starten. Die Modellauswahl ist da recht überschaubar:

Die Hohner Marineband Solo Tuning und die Seydel Solist Pro 12 Steel. (6. und 7. Mundharmonika von oben gezählt) bieten beide denselben Tonraum mit 3 Oktaven. Die Hohner Marineband Solo Tuning ist preisgünstiger. Deshalb gab ich ihr damals den Vorzug. Mit ihr wurde ich aber nie 100% glücklich. Und dann habe ich noch einmal Geld ausgegeben. Die Seydel Solist Pro 12 Steel spricht feiner an, braucht weniger Luft und ist handlicher. Deshalb spiele ich sie wesentlich lieber.

Instrument 5, die Orchestra von Seydel, geht wie die Chrometta 10 (Nr.2) in die Tiefe. (Das ist aber auch schon alles, was die beiden Instrumente gemeinsam haben). Immer dann, wenn mir eine Melodie auf der Solist Pro 12 zu hoch hinauf geht, probiere ich, ob sie auf der Orchestra funktioniert.

Die kleinen 6-Loch Mundharmonikas sind Sonderanfertigungen von Seydel. Im Shop gibt es die BigSix im Richter-Stimmsystem. Ich habe sie über den Customizer in mehreren Tonarten in Orchestra-Stimmung (Variante des Solo-Stimmsystems) bestellt. Auf Treffen, wo gerne Volkslieder gesungen werden, komme ich mit denen meistens hin. So ein BigSix-Pack ist so klein und handlich, dass es in eine Handtasche passt und auch am Hosengürtel unter der Jacke nicht stört. So ein Instrumentensatz erlaubt Tonartenwechsel ohne Wechsel des Atemschemas. Wenn man nach Gehör spielt, ist das eine enorme Erleichterung.

Meine Empfehlung
Kaufe Dir ein gutes Instrument. Denn es macht das Spielen leichter und das Musizieren dadurch mehr Spaß.
Wenn Du auf ein gutes Instrument erst sparen musst, kaufe Dir ein kleines Schülerinstrument, damit Du loslegen kannst, ohne eine große Summe ausgeben zu müssen. Und dann spare Dir so schnell irgendwie möglich Dein Trauminstrument zusammen.

20171124_002106 Rsig Muhas Solo-Stimmsystem diat chrom.jpg



Gruß
Lisa​
 
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Lisa erklärt das immer so klasse! Hätten wir uns nur mal zehn Jahre eher kennen gelernt...

... oder mach es wie ich: nicht viel überlegen, sondern loslegen. 30 bis 50 Euro investieren und probieren. Damit hast Du ein super Instrument aus dem Erzgebirge (Seydel). Es bleibt sowieso nicht bei einer alleine :D.

Mein Liebling zum einfach mal machen ist mittlerweile die BigSix (Blues) in Standard-C. 25 Euro. Eigentlich nur Souvenir von der Werksbesichtigung... aber sie knallt herrlich los und macht Spaß.

Also: Kopf aus. Musik an. Machen. Für alle weiteren Fragen: Hier ist Dein Thread...

Micha
 
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Chrom und Klavier passt einigermassen, wobei die Töne auf der Mundharmonika anders angeordnet sind. Bei Diatonisch aber musst Du umdenken. Nimm einfach die Tonleiter. Kennst Du: Do-Re-Mi-Fa-So-La-Ti-Do? Oder 'Alle meine Entchen'? Kannst Du von einem Mann singen lassen, beginnt mit einem tiefen Ton oder eben mit einer 'G' Harp. Oder von einem Kind, dann mit einer 'F' Harp. Oder von einer Frau mit Altstimme, dann passt die 'C'. Es ist aber in allen diesen Tonarten immer noch Do-R-Mi-Fa-So-So, La-La-La-La-So, .... Dafür brauchst Du nur eine einzige Chrom, Du musst dann aber gelegentlich den Schieber drücken, damit 'es' richtig klingt, wenn Du das Lied nicht mit 'Kanal 5 Blasen' (C-Dur' beginnst, sondern z.B. mit 'Kanal 6 ziehen' (F-Dur).

Dankeschön, das war wirklich gut erklärt. :) So habe selbst ich ansatzweise eine Vorstellung. :D

Also so etwas wie diatonische Lieder gibt es nicht. Es gibt solche, die innerhalb der Tonleiter sind und solche, die gelegentlich daraus ausbrechen oder zwischendurch die Tonart wechseln. Für den Wechsel der Tonart kannst Du die Harp wechseln, das geht gut. Für gelegentliche Halbtöne gibt es spezielle Techniken wie 'Bending' oder 'Overblow', diese sind recht schwierig zu spielen. Da geht es mit der Chrom einfacher. Also ja, mit der Chrom kannst Du alle Lieder in allen Tonarten spielen, mit der Diatonischen nur bedingt.

Ok, dann neige ich schon dazu mich mit dem Thema chromatisch auseinanderzusetzen. Aber erlaube mir noch eine Frage... Was bedeutet genau "Harp"? :embarrassed:



Falsch, die Chrom ist grundsätzlich einfacher zu lernen: die Tonkanäle liegen weiter auseinander und die Töne sind über das ganze Instrument immer gleich angeordnet. Der Unterschied liegt im Klang: Die Harp ist nahe der menschlichen Stimme, sie 'heult', 'singt', ist 'seelenvoll' oder 'sehnsüchtig'. Die Chrom klingt 'sauber', 'korrekt', 'virtuos'. Musikalisch sinnvoll ist beides, je nach Kontext. Chrom für klassische Musik und Jazz, Harp für Blues und Lagerfeuer. Oder umgekehrt, dann aber eher als Ausnahme von der Regel.
Und für Dich: Einfach was Dir Spass macht, später kannst du ja dann immer noch wechseln. Viele - auch Profis - spielen beides, viele andere - auch Profis - nur das eine oder andere.
Hm, ich hätte jetzt die Musik aus dem Video wohl teilweise auch als Lagerfeuer eingeordnet. Aber wenn ich so drüber nachdenke, welche Musik mich interessieren würde, dann gibt es da wohl eine recht große Bandbreite. Aber ich mag, wie es in diesem Video aus dem ersten Beitrag klingt.


Nur bedingt. Die Harp ist üblicherweise in 'Richter' Stimmung, da ist nur die mittlere Oktave so, wie man sie erwartet. 'Alle meine Entchen' spielen sich auf der Chrom und der Harp identisch. Unten und oben stimmt es dann nicht mehr. Es gibt aber auch Tab-Sammlungen für die Chrom oder Du lernst eine Melodie einfach durch nachspielen und notierst anschliessend die Tabs selber.
Ich glaube, bis ich jemals so weit bin, wird es wohl noch sehr lange dauern. :D



Empfehlungen sind heikel, da geht es nicht mehr um Fakten, sondern Meinungen und Geschmack. Meine Empfehlung: Kein Billigmodell, aber auch kein Luxusmodell. Wenn du wenig Geld investiern kannst, dann eher ein gebrauchtes, gutes Instrument. Hohner CX12, Hohner Chromatica 270, Seydel Deluxe sind sicher richtig. Alles so in der Preislage von 150 bis 200, also nicht ganz billig.

Wow, da muss ich doch ganz schön schlucken. :eek: Erste Recherchen bei Ebay haben zwar schon eine beachtlich Preisspanne von-bis aufgezeigt, aber ich hatte gedacht, wenn es schon welche für 5 Euro gibt, dann würde man mit 30 bis 40 Euro schon was Gutes bekommen. Das war wohl ein Denkfehler. :weep:



Ohhh! Aber wir können uns doch hier austauschen. Du bist doch mit Deinen Fragen nicht allein! :)

Dankeschön. :)



Aber das muss man nicht sofort alles wissen und verstehen. Kinder lernen auch zu musizieren, ohne das alles schon zu wissen. Sie legen einfach los und lernen immer genau das, was gerade für das Musizieren gebraucht wird.
Aber wie legt man dann "einfach so los"? Ich will ja nun auch nicht auf gut Glück ein Modell kaufen und dann verzweifeln, weil ich in eine völlig falsche Richtung lerne. :(




Stelle Dir vor, Du hast eine Mundharmonika in C-Dur und eine in Cis-Dur.
Der Tonvorrat der C-Dur ...
...diatonische Tonleiter ergeben.

Da muss ich ehrlich zugeben, dass ich dabei einfach noch nicht mitbekomme. Ich kann kein einzige Note lesen, was bei meiner Frau schon für unverständnis sorgt. Ich habe keine Ahnung was Cis oder Dur bedeutet. Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich auch ganz naiv angenommen, man könne das Spielen auch erstmal lernen, indem jemand einem sagt, in welches Loch man wie fest blasen soll. :D Dass es eben nicht "die" Mundharmonika gibt, hat mich zuerst überrascht und dann ein wenig demoralisiert.




Du kannst, wenn Du das möchtest, sofort mit einer chromatischen Mundharmonika beginnen. Das ist nicht schwerer, als wenn Du mit einer diatonischen Solo-Harp beginnst. Denn Du kannst den Schieber erst einmal ignorieren. Dann spielt sich die chromatische Harp wie eine diatonische Harp mit Solostimmsystem.

Ok, das klingt ja ganz gut. :)


Meine Empfehlung
Kaufe Dir ein gutes Instrument. Denn es macht das Spielen leichter und das Musizieren dadurch mehr Spaß.
Wenn Du auf ein gutes Instrument erst sparen musst, kaufe Dir ein kleines Schülerinstrument, damit Du loslegen kannst, ohne eine große Summe ausgeben zu müssen. Und dann spare Dir so schnell irgendwie möglich Dein Trauminstrument zusammen.

Danke, dann schaue ich mich mal nach Schülerinstrumenten um. :)

Lisa erklärt das immer so klasse! Hätten wir uns nur mal zehn Jahre eher kennen gelernt...

... oder mach es wie ich: nicht viel überlegen, sondern loslegen. 30 bis 50 Euro investieren und probieren. Damit hast Du ein super Instrument aus dem Erzgebirge (Seydel). Es bleibt sowieso nicht bei einer alleine :D.

Mein Liebling zum einfach mal machen ist mittlerweile die BigSix (Blues) in Standard-C. 25 Euro. Eigentlich nur Souvenir von der Werksbesichtigung... aber sie knallt herrlich los und macht Spaß.

Also: Kopf aus. Musik an. Machen. Für alle weiteren Fragen: Hier ist Dein Thread...

Micha

Vielen Dank. :) Das einfache "Loslegen" fällt mir nur leider stets sehr schwer. Egal, was ich mache, ich muss es immer vorher genau planen und vorbereiten, weil ich Angst habe etwas falsch zu machen. :([/QUOTE][/QUOTE][/QUOTE]
 
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Sind Dir die Links aufgefallen, die ich in meinem Text hinterlegt habe?
Wenn Du mit der Maus über die farbigen Wörter fährst, müsste auffallen, dass sie "lebendig" sind.

Das einfache "Loslegen" fällt mir nur leider stets sehr schwer. Egal, was ich mache, ich muss es immer vorher genau planen und vorbereiten, weil ich Angst habe etwas falsch zu machen. :(

Der "Stufenplan" ist ein "Fahrplan" für Ängstliche. :)
Hole Dir die Speedy und besorge Dir das dazu passende Buch. (Wenn Du es nicht findest, schreibe mir eine PN) Damit lernst Du in kleinsten Schritten das Notenlesen und die ersten 8 Töne auf der Mundharmonika zu finden. Mehr brauchst Du im Moment nicht.

"Harp" heißt eigentlich Harfe. Gemeint ist aber die Mundharmonika.
Siehe auch "Bluesharp". Damit ist eine Mundharmonika mit Richter-Stimmsystem gemeint.
"Soloharp" ist eine Mundharmonika mit Solo-Stimmsystem.
"Harpspieler" meint Mundharmonikaspieler.
"Mouth Harp" = Mundharfe meint dagegen eine Maultrommel

"Chrom" ist die Abkürzung für chromatische Mundharmonika

Und nun fass Dir ein Herz und kauf Dir so ein kleines Ding...



... oder die ...



Gruß
Lisa

P.S. Einfach auf die Bilder klicken und schon stehst Du bei Thomann an der virtuellen Ladentheke ... ;-)
 
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Sind Dir die Links aufgefallen, die ich in meinem Text hinterlegt habe?
Wenn Du mit der Maus über die farbigen Wörter fährst, müsste auffallen, dass sie "lebendig" sind.

Jetzt habe ich es auch bemerkt...:embarrassed:



Der "Stufenplan" ist ein "Fahrplan" für Ängstliche. :)
Hole Dir die Speedy und besorge Dir das dazu passende Buch. (Wenn Du es nicht findest, schreibe mir eine PN) Damit lernst Du in kleinsten Schritten das Notenlesen und die ersten 8 Töne auf der Mundharmonika zu finden. Mehr brauchst Du im Moment nicht.

Dankeschön. Ich denke, ich werde wohl eher zu der Melody Star greifen, da die Speedy für mich, auf Grund der Bilder, eher den Eindruck einer Beilage eines YPS-Hefts macht. Das mag ihr nicht gerecht werden, aber mir sagt die Melody Star optisch einfach mehr zu.:)
Aber es ist eine diatonische Mundharmonika, nicht wahr? Das heißt, wenn ich darauf das Spielen lerne, muss ich später erstmal umlernen, oder? Ist das denn sehr schwer?

Das erwähnte Buch, handelt es sich um dieses Buch?
https://www.mundharmonikashop.ch/produkt/speedy-2/?v=1ee0bf89c5d1
Kann man es auch nur in Verbindung mit der Speedy benutzen oder kann ich es für die Melody Star nutzen?
Wie schaut es denn mit diesem Buch aus? https://www.amazon.de/Anfänger-Mund...coding=UTF8&psc=1&refRID=Q75PEP4PYF9QBP7DF0Z3
Wäre das eine Alternative?
 
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Aber es ist eine diatonische Mundharmonika, nicht wahr? Das heißt, wenn ich darauf das Spielen lerne, muss ich später erstmal umlernen, oder? Ist das denn sehr schwer?
Nein, Du musst nicht umlernen, da Du mit Ihr das Spiel auf dem Solostimmsystem lernst, mit dem auch die chromatische Mundharmonika funktioniert.
Diatonisch bedeutet nur, dass der Tonvorrat auf die "weißen Tasten" beschränkt ist. In der chromatischen Harp erreichst Du dann mit Hilfe des Schiebers zusätzlich die "Zwischentöne"/"schwarzen Tasten"/ "chromatischen=gefärbten Stufen". Das ist dann eine Erweiterung des Gelernten und nicht etwas total anderes.

Aufbau und Inhalt des Buches kenne ich nicht.
Ich meinte das erste dieser >drei Bücher<. Das kannst Du sowohl für die Speedy als auch für die Melody-Star benutzen. Wenn Du die Zusatzinformationen für das Buch aufrufst, findest Du ein paar Probeseiten. Auf einer wird gezeigt, wo der Tonraum der Speedy in der Melody Star zu finden ist.
Mit der "Melody Star" kannst Du auch die Hefte der 2. Serie spielen.
Hier >klick< wird gezeigt, wo der Tonraum der "Melody Star" in den größeren Instrumenten zu finden ist. Der Tonraum der Instrumente wird größer. Das Gelernte bleibt unverändert. Je nach dem welches Instrument man aussucht, kann sich das Spielgefühl mehr oder weniger stark unterscheiden, wenn sich die Größe oder Form der Kanzellen, sowie die Dicke und das Gewicht des Instruments ändert. Aber das ist etwas anderes. Das erfordert dann kein komplettes Umlernen sondern ledigllich eine Anpassung der Haltung und der Atmung an das fremde Instrument.


Nein, auf dem Weg zur Chromatischen Mundharmonika ist das keine Alternative. Das ist eines der zahlreichen Bücher, das das Spiel auf der Bluesharp erklärt. Bluesharps sind mit dem Richterstimmsystem eingerichtet. Oberhalb und unterhalb der Kernoktave ist die Verteilung der Töne in den Kanzellen völlig anders als beim Solostimmsystem. Wenn Du mit dem Richterstimmsystem der Bluesharp beginnst und später zur üblichen chromatischen Mundharmonika wechseln willst, musst Du in der Tat komplett umlernen. Das kann ich nicht empfehlen.

Gruß
Lisa
 
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Wow, das ist ja toll erklärt! :w00t: Vielen Dank! :) Ich habe sie mir schon abgespeichert und werde sie mal durcharbeiten und lernen. :)

Edit: Hoppla. Ich hatte den anderen Beitrag ganz übersehen. :embarrassed: Vielen lieben Dank. :) Ich denke, dann werde ich mir nächsten Monat selbst ein Weihnachtsgeschenk machen und mir eine Melody Star und das erste Buch gönnen. :)
Und die anderen, die ich gepostet hatte, vergesse ich ganz schnell wieder. :D
 
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Woher die Seydel-Mundharmonikas kommen ...







 
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... danke Lisa... immer wieder schön was aus dem Erzgebirge zu sehen! Leider ist Igor Flach nicht mehr unter uns. Aber sein tolles Spiel ist ja im zweiten Film am Anfang gut zu hören...

Es ist es Wert über einen Kauf dort nachzudenken. Eine instrumentalische Nische im Wald.
Ganz ohne China, Containerschiffe und Zeitarbeitsgewürge.

Falls noch nicht gefunden @Bravestarr1 : ich war schon zwei mal dort und habe berichtet (und bin damit als extrem vorbelastet anzusehen :engel:):

https://www.musiker-board.de/threads/factory-tour-bei-c-a-seydel-soehne.642289/#post-7983668
Vieleicht überzeugen sie Dich ja auch :)...
Am Material kann späteres schräges Spiel jedenfalls nicht liegen :evil: und sie spielen sich wirklich klasse "out of the Box" :great:

Micha
 
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Woher die Seydel-Mundharmonikas kommen ...


Dankeschön, das war tatsächlich sehr interessant. :) Aber auch wenn ich nun durchaus neugierig und interessiert bin, werde ich mir nun erstmal ein Anfängermodell zulegen und dann später mal schauen. ;)

Und wobei... ich ging bisher immer davon aus, dass die Hohner Melody Star immer blau sei. Nun habe ich aber auch welche in schwarz gesehen. Gibt es dort Unterschiede? Das schwarze Modell sieht nämlich auch etwas anders aus.
 
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Dankeschön. :) Aber ich denke, dann hole ich mir mal ein aktuelles Modell, da ich mir nicht ganz sicher bin, ob es sonst nicht unterschiede beim Lernen gibt. :)
 
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Aber ich denke, dann hole ich mir mal ein aktuelles Modell, da ich mir nicht ganz sicher bin, ob es sonst nicht unterschiede beim Lernen gibt. :)

Ich wüsste nicht, welche. Meines Erachtens sind die Unterschiede kosmetischer Natur.
Einer meiner Schüler hat die mit blauem Kanzellenkörper. Ich habe eine ältere mit schwarzem Kanzellenkörper. Die finde ich persönlich schöner. Ansonsten konnte ich keine Unterschiede feststellen.

Gruß
Lisa
 
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