Welche Saiten könnt ihr empfehlen? Westerngitarre

  • Ersteller Plerchi
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Klang ist ja eine Sache. Die Haptik noch eine andere. Vielleicht ist es Gewöhnungssache (oder ganz bestimmt?) aber die Elixir-Saiten sind wirklich ziemlich rutschig. Einer sagte mal irgendwo dazu "seifig", ich finde das trifft es ganz gut. Im Gegensatz zu den d'addarios hat man nicht so viel Grip und vllt nicht so viel Saitengefühl. Dafür sind die EJ11er bei mir zum Beispiel schon wieder runtergespielt.
 
Muss mich nochmal einklinken, weil ich über die letzten Tag folgende sehr wichtige Erfahrung gemacht habe:
Raumakustik spielt eine IMMENSE Rolle. Ich habe mich die letzten Tage an verschiedene Stellen meines Wohnzimmers gesetzt und die Stühl auch ein bisschen umgerückt und ich habe ziemlich heftige Veränderungen festgestellt. Meine Saiten, die ich oben noch als "schon alt" abgestempelt habe klangen in etwas so unterschiedlich wie die Sitzpositionen im Zimmer unterschiedlich waren. Und schupps wurden aus "hm sollte ich wechseln" - oh mein Gott klingt meine Gitarre gerade sowas von geil. Also bei allen Saitentests unbedingt in verschiedenen Sitzpositionen, Zimmern etc. vergleichen, sonst könnte ein falscher Eindruck entstehen, weil die Möbel wie Diffusoren agieren und bei mir in bestimmten Positionen immens viele Obertöne weggefiltert haben (oder in anderen Positionen verstärkt?).
 
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... und Luftfeuchte. Je besser das Instrument, desto stärker scheint es darauf "anfällig" zu sein. Kurzfassung: Wasser macht dumpf.
 
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Ich spiele meine 6 Steelstrings sehr unterschiedlich oft.
Angefangen bei einer Lagerfeuergitarre und schon zwei hochpreisige Markenklampfen
Insgesamt spiele ich drei unterschiedliche Sätze allerdings alle als 12er.
Habe unterhalb eine zeitlang experimentiert, und mich dann auf Saitensätze von Elixier, Dadario und Gibson fest zu legen.
Vieles hab ich ausprobiert und doch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Viel Erfolg
Aber nun zu wissen, wie Wechsel ich Saiten und sich auch mal vorsichtig an die Halseinstellung heranzutasten ist großartig

Gruß der Newcomer II
 
Ich habe mir ja beim großen T Saiten nachbestellt, leider gibts da irgendwie Lieferschwierigkeiten. Ich warte jetzt schon fast zwei Wochen auf die Lieferung. Mal anrufen.
 
... und Luftfeuchte. Je besser das Instrument, desto stärker scheint es darauf "anfällig" zu sein. Kurzfassung: Wasser macht dumpf.
Ja, habe ich gerade gemerkt. Meine Frau meinte sie müsse Wäsche heute mal im Wohnzimmer aufhängen, wo meine Gitarren an der Wand hängen :(. Super dumpfer, leiser Klang kam raus. Kann man die Luftfeuchtigkeit eigentlich wieder rausspielen, durch Deckenbewegung quasi?
 
Nee, nur rauslüften... (Aber das Gute ist - so lange man nicht in der Sauna spielt und solange die Instrumente keinen Schimmel ansetzen, schadet Feuchtigkeit den Instrumenten eigentlich nicht. Nur den Saiten:))
 
Seit ich die Saiten regelmäßig mit GHS Fast Fret behandele, halten sie auch länger als 2-3 Wochen. Den letzten Daddario-Saitensatz mußte ich erst nach zwei Monaten wechseln, nachdem die Blanksaiten langsam angelaufen waren, die umwickelten Saiten, die sonst sofort anfingen zu rosten, sahen noch einwandfrei aus.

Aktuell habe ich GHS TCB-L Phosphor Bronze Light (.012) drauf gezogen und die sind dank "Thin Core" tatsächlich leichter zu greifen, obwohl sie außen genau dick sind. Anders als bei .010er Saiten kommt trotzdem kein E-Gitarren-Feeling auf, ich kann also weiter robust zupacken ohne daß sich gleich alles verstimmt und auch der Halsspannstab mußte nur minimal korrigiert werden. Mal sehen wie lange sie halten.

Ein paar Wochen später kann ich nun das Fazit ziehen: Die GHS-TCB-Saiten haben mich komplett überzeugt. Anders als bei anderen unbeschichteten Saiten bestehen die Blanksaiten offenbar wirklich aus reinem Stahl. Sie laufen an, sobald sie aus der Packung kommen, klingen aber auch nach wochenlangem Gebrauch immer noch gut. Die umwickelten Saiten sehen dank GHS Fast Fret immer noch aus wie fast neu. Mit letzterem behandle ich aber auch wirklich alles: Saiten, Hals, Griffbrett und Bünde (wenn die Saiten runter sind).

Jetzt ist auch noch der Preis der Saiten um 30 % gefallen, da habe ich gleich mal ein paar weitere Sätze nachbestellt.
 
Wenn Du einfach nur Saiten für einen ganz normalen typischen Westerngitarren-Sound suchst, dann machst Du sicher nichts falsch, wenn Du einfach mal einen der meistverkauften Sätze nimmst. Bei Thomann wären das bei den .012er-Sätzen D'Addario EJ16 (oder beschichtet: Elixier Nanoweb Light Phosphor Bronze) und bei den .011er-Saitensätzen D'Addario EJ26 (oder beschichtet: Elixier Nanoweb Custom Light Acoustic).


Wenn Du nicht unbedingt einen Westerngitarren-Sound suchst, sondern Saiten haben willst, auf denen Du Clean-Parts 1:1 spielen kannst, wie Du sie auch auf der E-Gitarre spielen würdest (natürlich ohne heftige Bends), dann würde ich Dir etwas anderes empfehlen.
Die modernen Westerngitarren-Saiten sind dafür in den Bässen und Höhen zu gehyped, die dicken Bass-Saiten zu behäbig, das Klangbild ist auch zu reich an Höhen und Obertönen.
Von einer (cleanen) E-Gitarre kriegt man eben viel weniger Höhen und dafür mehr Mitten geliefert.
Daher finde ich die oben schon gegebene Empfehlung für geschliffene Saiten nicht ganz verkehrt, allerdings klingen bei geschliffenen Saiten die Griffgeräusche oft etwas "schniefend".
Besser finde ich die traditionellen mit versilbertem Draht umsponnenen Saiten. Hier gibt es auch viel Auswahl in allen Stärken, meine Empfehlung ist aber

Optima Lenzner 2000M (.012-.048)

Leider nicht bei Thomann erhältlich - aber bei Schneidermusik z.B. wirst Du fündig.

Ich habe auch viele andere Silberdraht-Saiten ausprobiert (je nach Gitarre sind auch die noch dünneren Argentine 1510 MF oder die dickeren Optime Gypsyfire Medium 012-052 sehr gut), aber die Lenzner 2000M sind für mich der beste Kompromiss aus Spritzigkeit und Substanz), geeignet für Strumming, Arpeggien, Melodielinien... eben alles was ich so spiele.

Für sich genommen kann ich auch die "Newtone Masterclass Doublewound" als .012-0.54 Custom Satz sehr empfehlen. Nicht für Strumming, aber wenn für alle anderen Zwecke einfach phänomenal gut und strahlend klingende Saiten gesucht werden. Die sind aber nur direkt beim Hersteller aus England zu bestellen.
Newtone kann ich auch sehr empfehlen, gut zu spielen, ausgewogener, nicht zu brillianter Klang, halten relativ lange ...
Kay
 
Elixir waren jetzt tatsächlich für die Tonne. Die waren echt Mist. Die Martin Saiten haben sich eingegroovt.

Auf der Elixir-Gitarre sind jetzt: https://www.thomann.de/de/daddario_z920.htm

Die klingen wirklich gut. Mal gucken wie lange die halten.
 
Ich probiere seit kurzem Pyramid-Saiten in verschiedenen Stärken auf unterschiedlichen Korpusgrößen aus und bin bis jetzt sehr zufrieden damit.
 
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Meine E-Gitarren haben teilweise ebenfalls PYRAMID
der Gitarrenbauer meines Vertrauens schwört darauf
 
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Guter Tipp mit den GHS-TCB Saiten!
Höhere Flexibilität und weicheres Spiel durch den dünneren und vor allem runden Kerndraht, das klingt sehr interessant für mich, werde ich mal ausprobieren.
 
Ich werde übrigens mal wieder unbeschichtete Saiten ausprobieren. Ich denke, das an allen Meinungen zu verschiedenen Saiten was dran ist, je nach Stil,Geschmack und auch Gitarrentyp. Bin nun nach Jahren mit Elixir Saiten fast gespannt, einfach mal wieder was anderes auszuprobieren. Kostet ja nicht die Welt. Vorschläge von Saiten gibt`s hier ja genug.
Wenn aber der anfangs sicherlich überzeugende Ton von unbeschichteten nach 2 Wochen schon schwächelt, weiss ich jetzt schon, dass ich wohl doch bei Elixir bleibe.
Mit Mikrofasertuch Saiten kurz reinigen, mache ich auch ganz gerne. Gelegentlich auch mit ghs fast fret, feine Sache. Kenne Gitarristen, die müssen wegen ihrem "aggressiven" Schweiss die Saiten mit fast fret nach jedem Spiel säubern, sonst rosten die schneller, als man spielen kann. Das bleibt mir zum Glück erspart, habe in der Regel eher trockene Hände.
 
Ein paar Wochen später kann ich nun das Fazit ziehen: Die GHS-TCB-Saiten haben mich komplett überzeugt. Anders als bei anderen unbeschichteten Saiten bestehen die Blanksaiten offenbar wirklich aus reinem Stahl. Sie laufen an, sobald sie aus der Packung kommen, klingen aber auch nach wochenlangem Gebrauch immer noch gut. Die umwickelten Saiten sehen dank GHS Fast Fret immer noch aus wie fast neu. Mit letzterem behandle ich aber auch wirklich alles: Saiten, Hals, Griffbrett und Bünde (wenn die Saiten runter sind).

Jetzt ist auch noch der Preis der Saiten um 30 % gefallen, da habe ich gleich mal ein paar weitere Sätze nachbestellt.

Es ist jetzt Mai und ich habe immer noch den gleichen Satz vom Februar auf der Gitarre. Sie klingen schon etwas anders als noch am Anfang, aber immer noch gut und keinesfalls taub. Die Haltbarkeit dieser Saiten ist im Zusammenspiel mit GHS Fast Fret phänomenal. Bei mir sind (unbeschichtete) Saitensätze ansonsten nach drei bis fünf Wochen platt.
 
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Jetzt bin ich aber echt gespannt ... meine testweise bestellten sind gerade angekommen ...
Wobei mir die Haltbarkeit gar nicht so wichtig ist, da war ich mit meinen bisherigen Saiten auch zufrieden, aber was man über das Spielgefühl so hört wäre genau das was ich suche ...

(Bisher verwende ich meist die Pyramid Monel Classics, ebenfalls Roundcore-Saiten mit gutem Spielgefühl, aber eben mit dem typischen Monel-Klang - ich mag ihn eigentlich, passt speziell zu meinen kleineren traditionellen Bauformen gut, aber der spezielle Monel-Klang passt nicht zu allen Gitarren).
 
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Jetzt bin ich aber echt gespannt ... meine testweise bestellten sind gerade angekommen ...
Wobei mir die Haltbarkeit gar nicht so wichtig ist, da war ich mit meinen bisherigen Saiten auch zufrieden, aber was man über das Spielgefühl so hört wäre genau das was ich suche ...

Haltbarkeit war jetzt auch nicht meine Priorität, habe bereits vier weitere Sätze liegen und war jetzt eigentlich darauf eingestellt, sie monatlich tauschen zu müssen (insbesondere nachdem die Blanksaiten sofort anliefen). Wie neu klingt es jetzt nach drei Monaten natürlich keinesfalls mehr, aber auf einer "Lagerfeuerklampfe" könnte ich sie vom Klang her so "für immer" drauf lassen. Bei anderen Herstellern war es immer "Halte ich es noch eine weitere Woche aus damit?", beschichtete Elixier mußten sofort wieder runter.

Ich werde demnächst eine weitere Gitarre (Roundback-Typ) bekommen und mit neuen TCB beziehen und dann mal direkt vergleichen. Wenn es mal wieder Gigs geben sollte, bekommt natürlich auch die Dreadnought wieder was frisches.

Das Spielgefühl selbst natürlich weiterhin perfekt: Die .012er-Blanksaiten sind nicht zu dünn, die anderen Saiten schön dick umwickelt und trotzdem leichter zu drücken. Ich kann locker 50 % länger als mit der Werksbesaitung üben.
 
So, jetzt habe ich die GHS-TCB-Saiten seit fast 2 Wochen drauf, 11er Satz. Sie spielen sich tatsächlich recht angenehm, und sind klanglich eine gute Alternative zu meinen üblichen Pyramid Monel Classics (der typische Monel-Klang passt leider nicht zu jeder Gitarre). Allerdings sind die blanken hohen Saiten nicht so angenehm wie erwartet, die Spannung scheint mir hier doch eher der gleiche zu sein wie bei normalen 11er Sätzen - da bendet es sich mit den Monels angenehmer.

Zur Haltbarkeit kann ich nach der kurzen Zeit noch nicht viel sagen ... in den knapp 2 Wochen jetzt haben sie sich jedenfalls weder optisch noch klanglich erkennbar verändert. Insgesamt machen die Saiten auf mich bisher einen guten Eindruck, ich werde sie nach und nach auch auf meinen andern Gitarren probieren auf denen mir der Monel-Klang nicht so gut gefällt. Danke für den Tipp nochmal!
 
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Ich werde demnächst eine weitere Gitarre (Roundback-Typ) bekommen und mit neuen TCB beziehen und dann mal direkt vergleichen. Wenn es mal wieder Gigs geben sollte, bekommt natürlich auch die Dreadnought wieder was frisches.

Die Roundback hat sich erledigt (Hals kaputt), also habe ich die Dreadnought wieder mit GHS TCB-L neu bezogen. Mein Eindruck hat sich bestätigt: Die neuen Saiten klingen etwas frischer, aber es ist kein drastischer Unterschied zu denen, die jetzt nach drei Monaten runtergeflogen sind. Anders als bei anderen Herstellern verändert sich der Klang bei meiner Gitarre mit Zederndecke und Mahagonikorpus unter Verwendung von GHS-Saiten und Fast Fret nur sehr subtil. Toll, da komme ich dann mit meinem Vorrat bis 2022 aus - trotz täglichen Übens.

Allerdings sind die blanken hohen Saiten nicht so angenehm wie erwartet, die Spannung scheint mir hier doch eher der gleiche zu sein wie bei normalen 11er Sätzen - da bendet es sich mit den Monels angenehmer.

Genau das gefällt mir am Thin Core Bronze gerade: Daß es (in meinem Fall) drei normale 12/16/20er-Diskantsaiten sind und nur die Bass-Saiten dünner (aber eben nicht deren Umwicklung). Normale 10er oder 11er-Sätze sind mir nämlich zu filigran zu greifen und passen nicht zu meiner Spieltechnik - ich komme nicht von der E-Gitarre.
 
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Ich bin kürzlich von den 12er D'addario EXP16 Phosphor Bronze über 11er auf 12er D'addario Nickel Bronze umgestiegen, weil mir die beschichteten Phosphor Bronze irgendwie zu glockig waren. Die 11er Nickel Bronze entdeckte ich zufällig, sie kamen mit einem Bundle und gefielen mir recht gut bei (in meinen Ohren) guter Haltbarkeit. Allerdings fand ich sie klanglich ne Spur zu dünn. Was lag näher, als beim nächsten Wechsel die 12er zu testen?

Ich hatte schon mehrfach gelesen, dass die Nickel Bronze Saiten zunächst etwas unausgeglichen klingen und erst nach etwas Einspielzeit ihr volles Klangpotenzial entfalten, und genau das bestätigte sich auch bei mir, in beiden verwendeten Stärken. Nach 2 bis 3 Tagen hatte ich richtig Spaß! Nachdem ich die 11er nur einige Wochen (max. 2 Monate) spielte, liegt der Wechsel auf 12er gerade mal 4 Wochen zurück. Über echte "Langzeittauglichkeit" kann ich also bislang nicht berichten, aber zumindest lässt sich festhalten, dass die Saiten nicht schon nach kürzester Zeit hinüber sind.
 

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