welchen lötzinn zum einbau von potis?

von spielmafix, 24.02.12.

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  1. spielmafix

    spielmafix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.12   #1
    hallo, ich hab eine Frage. Mir ist in meiner Ibanez der Volumen poti kaputt gegangen. Neuen reinlöten, an sich kein Problem, weiß in etwa wie das alles funktioniert, hab aber keinerlei Erfahrung mit Löten. Hab mir Lötzinn gekauft, und in den Hinweisen steht drauf, "nicht für Elektronik geeignet"... macht das etwas aus?
    Vielen dank
     
  2. xerdan

    xerdan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.12   #2
    Wenn da nich für Elektronik drauf steht, is es wohl für Rohre oder so gedacht, die können ja auch verlötet werden.
    Du brauchst ganz normales Lot, darf auch Bleihaltig sein, ist dann leichter zum verarbeiten. Zb Sn60Pb40
     
  3. spielmafix

    spielmafix Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.12   #3
    okay, danke
     
  4. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.12   #4
    Vorsicht, bei Elektronioklötzinn in das Flussmittel als Seele mit im Lötzinn. Kann sein, dass das Lötzinn kein Flussmittel hat. Das gibt dann -wenn überhaupt- grässliche Lötstellen.
    Gab es hier nicht mal ein Löt-Tutorial? Spätestens auf Youtube findet man sicher was...
     
  5. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 24.02.12   #5
    Ist es nicht so, dass das Lötzinn, welches nicht "für Elektronik geeignet" sein soll, eventuell gerade Flußmittel in der Seele hat, welches Elektronik angreifen könnte?

    Im Normalfall kannst du das auch nehmen. So'n Poti ist ja recht grob. Irgendeine SMD-Schaltung würde ich damit nicht löten.
     
  6. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.12   #6
    Nö. Das ist idR. Fittingslot ohne Flussmittel (das wird bei Fittings extern zugegeben).
    Flussmittel ist aber wichtig, um die zu verlötenden Metalle vor Oxidation zu schützen, das Lot fließfähig zu halten (sonst wird es teigig und ergibt keine sinnvoll elektrisch leitende Verbindung), Oxide von den Oberflächen zu lösen und diesen Schmand über der Schmelze zu halten bis sie erstarrt ist.

    Augen auf beim Lötzinnkauf! Ein übliches Elektronik- oder Bastlerlot mit säurefreiem Flussmittel funktioniert für die Anwendung bestens. Stärke 1 bis 1,5mm, dicker ist nicht sinnvoll, bei deutlich dünnerem Material muß man bei dicken Lötstellen zu viel nachschieben.
     
  7. spielmafix

    spielmafix Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.12   #7
    okay, ich hab so Bastlerlot, geht das auch beim Pickup wechsel, oder braucht man da dann wieder anderes? Ich weis eh nicht wie ich das mit dem Pickup Tausch machen soll... ist eine gibson sg spezial, recht neu, die hat das jetzt alles auf so einer Platine sitzen, mit Plastik Steckern... der alte pu war schnell raus, abstöpseln, herausziehen, fertig... nur wie ich den neuen reinbring ist fraglich... hat jemand eine Idee
     
  8. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.12   #8
    Was ist es denn jetzt genau? Vielleicht einfach mal ein Foto von der Rolle bzw. deren Etikett machen, dann kann man das sinnvoll beantworten.


    Dafür müsste man Gitarre und neuen Pickup kennen...
     
  9. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.12   #9
    Obacht!

    Niemals bleifreies Lötzinn mit bleihaltigem Lötzinn mischen!

    Wenn es ein modernes Gerät ist (RoHS konform), dann wurde bleifreies Lötzinn verwendet. In dem Fall muß man auch mit bleifreiem Lötzinn nachlöten. Bleihaltiges Lötzinn hat einen niedrigeren Schmelzpunkt als bleihaltiges Lötzinn. Mischt man aber bleifreies mit bleihaltigem Lötzinn, so sinkt der Schmelzpunkt erheblich ab und die Haltbarkeit sinkt ebenfalls.

    Ansonsten empfehle ich bleihaltiges Lötzinn (Sn60Pb40; Sn60Pb38Cu2 o.ä. mit Flux - meist so 2 bis 4% je nach Hersteller und Type - in der Stärke von 1mm)
    Bei den Flußmitteln im Lot gibt es halogenhaltige und halogenfreie. Die halogenhaltigen sind auch etwas einfacher zu verarbeiten.

    Bleihaltiges Lot ist einfacher zu verarbeiten und haltbarer. — Warum wird wohl sowohl bei militärischen wie auch bei medizinischen Geräten weiterhin mit bleihaltigem Lot gearbeitet?


    Irgendwie komme ich nicht unhin zu glauben, daß alles was gesundheitsschädlich ist (Blei, Halogene) auch besser ist. :gruebel:
     
  10. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 27.02.12   #10
    Oder geplante Obsoleszenz wird einfach mit dem Argument Gesundheit oder Umwelt verkauft.
     
  11. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.12   #11
    Ich habe nur kurz in den Film geguckt, aber er fingt mit einem typischen Fall an: ein Gerät ist defekt und es wird geraten ein Neues zu kaufen. Der Kunde macht es dann auch. So erging es mir vor vielen Jahren als die Fernbedienung des TV defekt war. In der Werkstatt sagte man mir, daß es teurer würde, das Gerät zu überprüfen und ggf. zu reparieren, als ein neues zu kaufen. Ich habe dann für - ich glaube - 30,-DM eine neue gekauft. Die alte Fernbedienung lang dann jahrelang in der Ecke. Irgendwann fiel sie mir wieder in die Finger und inzwischen war ich umgezogen und hatte in der neuen Wohnung auch wieder Lötkolben etc. zur Hand. Also habe ich das Gerät aufgeschraubt und nur optisch "untersucht". Dabei fiel mir eine kalte Lötstelle auf. Einmal kurz den Lötkolben dran gehalten und seitdem läuft sie wieder. Alles in allem hat die ganze Prozedur vom Aufschrauben bis zum wieder Zuschrauben keine 10 Minuten gedauert.

    Aber wir kommen hier vom Thema ab. - Sorry!
     
  12. guitar_master

    guitar_master Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.02.12   #12
    Kannst du deinen Tippfehler für Mitleser korrigieren? :)
     
  13. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.12   #13
    …Bleihaltiges Lötzinn hat einen niedrigeren Schmelzpunkt als bleifreies Lötzinn…
     
  14. DeSander

    DeSander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.12   #14
    Für den Hobbyelektroniker auch weiterhin zu empfehlen: bewährtes Zinn/Bleilot. Beim Löten halt nicht die Nase direkt in den Lötdampf hängen, eventuell nen kleinen Ventilator daneben stellen, der den Dampf wegbläst. Ideal wäre es natürlich, am Balkon oder auf der Terrasse zu löten, wenn man keine Absaugung hat.

    Neben dem medizinischen und militärischem Bereich verwenden wir auch in der Kraftfahrzeugtechnik (Automatisierung von Nutzfahrzeugen) z.T. noch bleihaltige Lote, da diese bei Vibration widerstandsfähiger sind. Hauptproblem ist hier allerdings, daß viele (Standard)Bauteile bereits bleifrei vorverzinnt sind.
     
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