Welcher Live gespielte Song klingt (Geschmacksache) besser als die Studioversion?

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leadbelly
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Liebe Musiker Freunde,

in einem anderen Thread wurde dieses Thema als vielleicht OT angesehen, kein Problem dann seid ihr hier ja genau richtig.

Daher fasse ich um mich kurz und stelle eine Frage an euch, welchen Song oder gar mehrere seht ihr in seiner Live Performace besser als das Original?

Ich lege mich daher gleich fest und beginne diesen Thread mit drei klassischen Song Beispielen.

Der ultimative Live Klassiker?



Ein weiteres Beispiel (incl. Hammer Solo von Al Anderson) Bob Marley 1975!



Ein drittes Beispiel UFO Rock Bottom, Strangers in the Night 1979, das mich Live immer mehr kickte als die frühere Studio Version.



Schade aufgrund von Datennutzungsbestimmungen kann man viell. nicht mehr alle YT Videos reinstellen, daher solltet ihr es nicht sehen, ihr kennt ja diese Songs.

Grüße
 
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Geht irgendwie in die Richtung „Welche Cover-Version ist besser, als das Original“. Deswegen möchte ich auch hier nur pauschal antworten. Fast jede Studioaufnahme klingt „besser“ im Sinne von perfekter. Live-Aufnahmen klingen oft bescheidener (wenn sie nicht aufwändigst nachproduziert werden, was für mich dann eh nicht mehr Live ist), sind manchmal musikalisch aber wesentlich interessanter und wertvoller. Beispiele spare ich mir, da es davon tausende gäbe, das Empfinden aber zu stark auch von musikalischen Vorlieben abhängt…

Gruß,
glombi
 
Markusaldrich
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Ein Beispiel, wo mir die Live Version besser gefällt. Aber @glombi hat schon recht, da gibt es etliche Beispiele.


 
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Ich könnte gefühlt die nächsten 30 Seiten füllen mit Beispielen groß- bis einzigartiger Livemusik: Und zwar überall dort, wo live - oft als Konzept - ausgiebig improvisiert wurde.

Das ist aus dem Jazz bekannt, wo Standards live ausgiebig interpretiert werden. Das hielt Einzug in den Rockbereich, ungefähr zur Zeit, als der Progressive Rock Einzug hielt, die Kompositionen komplexer wurden und etliche Musiker überragende Fertigkeiten entwickelten.

Beispiele?
Cream, von denen viele, qualitativ gute Liveaufnahmen überliefert sind, waren bekannt für ihre ausgedehnten improvisierten Parts und Soli aller drei beteiligten Musiker, darunter ein gewisser Eric Clapton. Es gibt eine großartige Zusammenstellung ihrer Stücke im Studio und ausgewählte Live-Fassungen

Yes nahmen nicht nur im Studio Stücke auf, die zum Teil eine ganze LP-Seite einnahmen, sie konnten diese auch live überzeugend darbieten und mit solistischen und improvisierten Parts bereichern. Das bekannteste Beispiel ist die Dreier-Live-LP "Yessongs".
Die Gruppe Can war ebenfalls eine Band, deren live-Auftritte legendär waren und eine ganz andere Qualität aufwiesen (wobei ich hier bewusst auf die Etiketten "besser" oder "schlechter" verzichte).

Viele Bands übernahmen aus dem Jazz das Konzept, live in erweiterter Besetzung zu spielen, wodurch auch die im Studio in kleinerer oder anderer Besetzung eingespielten songs eine andere Qualität aufwiesen - auch hier ohne Wertung.

Von der Improvisation lebende Künstler wie Keith Jarret seien hier ebenfalls erwähnt, das legendäre Köln Konzert zeugt von einer solchen Sternstunde.

In den hier genannten Fällen würde ich eher von zwei eigenständigen künstlerischen Produkten sprechen, einer Studiofassung und einer oder mehrerer live-Versionen und nicht von einem "Original" und einer live-Darbietung, die dem Original möglichst gleich kommen soll (warum eigentlich?).

Anyway ist für mich die live-CD "Live in Stockholm" von Nils Lundgren atmosphärisch und aufnahmetechnisch eine großartige Mitschnitt eines großartigen Funk-Konzerts. Die Stücke sind live durch einige Soli bereichert - der Gewinn liegt aber eher in der geballten Spielfreude der Musiker und dem mitgehenden Publikum.

x-Riff
 
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ob besser weiss ich jetzt auch nicht. Aber zumindest mal sehr sehr eindrucksvoll


 
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Jazz statt Studiochemie



Hier die Originalversion:

 
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Fast jede Studioaufnahme klingt „besser“ im Sinne von perfekter. Live-Aufnahmen klingen oft bescheidener
Perfekter vielleicht, aber gerade bei Live Aufnahmen, sofern sie gut aufgenommen wurden geht es mir oft auch um die Emonatilität die da besser eingefangen wurde.

Ich weiß worauf Du hinaus willst, gebe Dir in Deinem Beitrag auch nicht ganz unrecht.

Beispiel Thin Lizzy Live and Dangrous sicher ein tolles Album halt ein wenig nachpoliert,

dagegen gibt es aber von Lizzy die 'Peel Session' die mir sogar noch besser gefällt, Live!

Es gibt viele Beispiele von Songs, die besser klingen bzw. funktionieren als die Studio Version.

Denke nur an die etwas bieder aufgenommene Rainbow - sixteenth century greensleeves Studio Aufnahme und dann an die geile 'On Stage Live Aufnahme'.

Auch bei Hendrix hatte ich oft mal das gefühl das da einige Male die Live Aufnahme mehr kickten als die bekannte Studio Version.

Ein gutes Bsp. ist da mMn die Little Wing Version - Royal Albert Hall 1969 zur sicher guten und bekannten Studio Aufnahme.

Gegenfrage, könnte sich einer eine Studio Version von Hendrix Machine Gun vorstellen, sobald er mal die berühmte Fillmore East Live Version davon hörte? ;)


Edit: Vielleicht hätte ich es beschränken sollen, welcher Song funktionierte Live evtl. besser als die seinerseits die im Studio aufgenommene Version?

Ich meine bei Smoke On The Water (Bsp.) ist sich sicher jeder Musik Fan einig das die Made in Japan Version den heilige Gral bildete.

Auf diese Schiene in etwa wollte ich ja hinaus.

Sicher im Endeffekt ist es immer auch ne Geschmachsfrage, dennoch gibt es zig Live Aufnahmen die besser rüberkamen.

Und da ich neurig bin, wollte ich dies mal anregen und eure persönlichen Meinungen und Geschmäcker dazu ausloten, also bleibe ich gespannt.

Beatles Fans werden mich steinigen, gerne... :)

Mir gefiel die Yer Blues Live Version in dieser einmaligen Besetzung (The Dirty Mac) immer am besten.



Ich meine Lennon, Clapton, Mitch Mitchell (Hendrix EXP) an den Drums und wer hat schon einen Keith Richards on Bass?

Zum Glück haben sie dazu auch Yokos Mikrofon ausgeschalten :devilish: einfach ne geile Live Performance.

Grüße
 
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DerZauberer
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Ich sehe zwei Richtungen:

Beispiel 1: Bruce Springsteen
Der hat es Jahre (Jahrzehnte...) lang nicht geschafft, die Power seiner Live-Konzerte mit der E-Street-Band in ein Album zu pressen. Halbwegs gelungen ist das auf "The River", ein bisschen auch auf "Born To Run" - aber "Live At The Hammersmith Odeon 1975" stellt die meiner Meinung nach in den Schatten, das ist eher wie ein "richtiges" Springsteen-Erlebnis als die Alben.
Obwohl die Alben rein sound-technisch viel viel besser sind.

Beispiel 2: Metallica
Wie viele andere mag ich die ersten Alben sehr sehr gern - aber sie sind einfach nicht gut gemacht, was Recording/Mixing/Mastering angeht. Ab Master of Puppets ging's aufwärts, aber erst ab dem schwarzen Album klangen die so richtig gut (um dann mit Death Magnetic den Loudness War zu gewinnen, so dass ich mir damals eine Guitar Hero 3 Version besorgt habe die man auch hören kann, aber das ist eine andere Geschichte).
Hier klingen dann Live-Aufnahmen oft auch vom "Bums" her einfach besser als die sehr schwachen Studio-Versionen.

Richtung 1 ist also "mag soundtechnisch schlechter sein, aber kommt emotionaler rüber", Richtung 2 ist "ist soundtechnisch besser, aber weniger perfekt als die Studioversion".

Die meisten guten Live-Aufnahmen in meiner Sammlung sind Richtung 1. Und dabei 1+ ist es, wenn es noch Video dazu gibt (Queen Live at Wembley ist so eins davon).
 
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Es gibt schon einige klassische Livebands, die Live sehr gut bis viel besser als im Studio klingen.

Hier zwei Beispiele:

Crime of the Century von Supertramp fand ich auf der Live in Paris immer viel besser als die Studioproduktion auf der gleichnamigen LP:

Studioaufnahme



Liveaufnahme



Sanctify Yourself von den Simple Minds gefiel mir auf der In the City of Lights immer viel besser als die Studioversion auf Once Upo A Time

Studioaufnahme



Liveaufnahme


 

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