Welcher Tonabnehmer in Heritage 535 besser?

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Jobold
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Hi!

Ich hab mir eine Heritage 535 getauscht, nun stellt sich mir die Frage nach einem Pickup Tausch.
Ich suche nach einer Humbucker-Kombination aus meiner Sammlung die sich gut für Blues bis max. Classic Rock eignet.
In der 535 sind Seymour Duncan 59er verbaut.
Ich habe aber auch einen SD Seth Lover Neck, SD Whole Lotta Love Bridge, SD Jazz Neck, SD Pearly Gates Bridge, SD SH4 Bridge, Gibson Classic 57, Gibson Classic 57+, Gibson Burstbuckers 1-3

Ich könnte mir eine Kombination aus dem SD Seth Lover Neck und dem SD Whole Lotta Love, dem SD Seth Lover und dem SD 59 vorstellen.

Das derzeitige Set klingt gut, aber ich hätte gerne etwas mehr Dreck, dass der typische Blues-Rock Sound gut umsetzbar ist.
 
Ich wäre jetzt instinktiv bei SH4 Bridge und dem Seth Lover Neck. Deine Idee mit 59 und Seth Lover wäre für mich wohl auch eine Option. Beide Bridge Ideen würden wahrscheinlich auch gut mit dem Jazz Neck funktionieren.
Da wir alle ja unterschiedliche Geschmäcker haben, wird es wohl eher Try and Error, da du wahrscheinlich ja auch deine Vorstellung im Kopf hast.

Aber die PUs sind ja nur ein Baustein an deinem Endsound. Amp, Ampeinstellung, verwendete Pedale und Pedaleinstellungen und Cab und verwendete Speaker bilden ja den Gesamtsound. Je nachdem was da alles in der Signalkette mitmacht, wäre meine persönliche PU-Wahl auch davon abhängig.

Für mich persönlich war es meist erfolgreicher mit Ampeinstellungen und den Pedals zu experimentieren um einen bestimmten Sound zu erreichen, als PUs zu tauschen. Der PU-Tausch war meist eher (wenn überhaupt) die Kirsche auf der Sahnehaube, als wirklich der Hauptfaktor für meinen Wunschsound.

Unterm Strich kannst du für den Wunschsound sogar alle Kombis nehmen, bei gutem restlichen Setting. Lediglich den Pearly Gates und die Burstbucker würde ich wohl nicht in Erwägung ziehen, da sie vlt. für Bluesrock etwas zu scharf/heiß sein könnten.
 
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Den finde ich schon in einer LP total schlimm , zu laut und plärrig. Daher würde ich den für ne ESstyle Gitarre erst recht nicht in Betracht ziehen .....
Da merkt man eben wieder wie unterschiedlich Geschmäcker sind. Ich kenne den SH4 ja nur durch meine (ehemalige) ForumIV und im Vergleich zu einem Gibson 498T oder einem Burstbucker in einer meiner LPs, fand ich den viel besser zähmbar, wenn es um Bluesrock gehen sollte… Von daher denke ich, dass der sicher in einer ES funktionieren wird.
 
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Finde den SH4 auch toll. In einer 335 habe ich ihn auch schon mal gespielt und fand ihn auch dort sehr gut. Why not?
 
In dem Punkt gebe ich dir recht … da gibt es genug PUs, die den Sound etwas feiner zeichnen. Dennoch reden wir hier wohl eher wieder von Nuancen, die wahrscheinlich nicht jeder wahrnimmt
 
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Bevor ich mir die Mühe machen würde, bei einer Semi Hollow Pickups zu wechseln und dann ggf. mehrfach, weil ich mit dem ersten Ergebnis nicht zufrieden war, würde ich versuchen, mit einem Equalizer rauszuarbeiten, welche Charaktetistik mir bzgl. Frequenzgang und Output gefällt. Bestenfalls hat sich damit der Pickup Tausch erledigt.
 
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Meine Rede @Alberto Balsalm !
Mann kann soviel mit dem sicherlich vorhandenen Equipment machen, dass ein PU-Tausch bei einer Semi meist unnötig wird. Zumal ein PU-Wechsel in einer Semi manchmal auch echt Pain in the A** sein kann.
 
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In der 535 sind Seymour Duncan 59er verbaut.

Ich kenne nur eine Heritage 535 und die gehört leider nicht mal mir sondern einem sehr guten Kunden, aber ich habe sie in den vergangenen drei Jahrzehnten oft gespielt (und repariert).

Die Gitarre ist ein Traum und ich käme nie auf die Idee die pickups zu tauschen und der Besitzer auch nicht.

*
 
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in den vergangenen drei Jahrzehnten oft gespielt (und repariert).

hier wird allerdings behauptet das früher Seth Lovers statt Duncan 59s verbaut wurden .....??
 
Ja, interessant, aber ich bin ziemlich sicher dass SD 59er verbaut sind.

Damals waren nach meiner Erfahrung alternativ Schaller verbaut.

*
 
Du hast ja schon einen PAF-Stil Tonabnehmer. Die anderen die vorgeschlagen wurden sind es ja im Prinzip auch. Da tut sich eigentlich nicht sonderlich viel. Wenn es mehr „Dreck“ sein soll, würde ich wahrscheinlich eher die Kapazität am Ausgang erhöhen um die Resonanzfrequenz etwas weiter nach unten zu bringen von Pickup. Das geht auch ganz schnöde mit einem längerem Kabel.
 
Danke für die zahlreichen Antworten!
Ich werde sie vermutlich in der Gitarre lassen, alleine schon wegen dem Arbeitsaufwand. ;)

Trotzdem finde ich die 59er im Vergleich zu meiner Les Paul nicht so bluesig. Sie bleiben sehr lange sehr klar, erst wenn ich den Toneregler auf 2 oder 1 zurückdrehe kommt der etwas wärmere/dumpfere, aber trotzdem artikulierte Sound. Bei meiner Maybach Lester kommt dieser dreckige/warme Sound schon bei ca. der Hälfte des Tonereglers. Da singt er schön ohne die Höhen.

Da sind aber auch Amber Spirit of 59 verbaut, die natürlich sehr boutique sind (~500€ das Set). Die Humbucker sind nicht gewachst und die Seth Lovers sind es auch nicht soweit ich weiß. Daher kam meine Überlegung.
Den Bridge 59er finde ich aber eig. ziemlich gut, da er Durchsetzungsfähigkeit hat aber nicht zu extrem. Da hätte ich max. überlegt ihn gegen den Whole Lotta Love von SD zu tauschen, da dieser auch sehr mittig aber noch mit mittleren Output gut dazu harmonieren könnte.
 
Trotzdem finde ich die 59er im Vergleich zu meiner Les Paul nicht so bluesig. Sie bleiben sehr lange sehr klar, erst wenn ich den Toneregler auf 2 oder 1 zurückdrehe kommt der etwas wärmere/dumpfere, aber trotzdem artikulierte Sound. Bei meiner Maybach Lester kommt dieser dreckige/warme Sound schon bei ca. der Hälfte des Tonereglers. Da singt er schön ohne die Höhen.
Ich würde nicht immer alles auf die Tonabnehmer schieben: Deine Maybach (Lester Cherry Lane 58'?) hat doch 47 nF als Kondensator für die Tonblende statt den 22 nF die bei einer Les Paul Schaltung üblich wären. Der Kondensator kostet keine 2€ pro Stück ;).
 
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In der 535 sind Seymour Duncan 59er verbaut.

Stichwort bzw. -zahl wäre hier '59er -> bei dieser Ausrichtung würde ich auch bleiben. Den "Original 59'er Ton" gibt es für mich nicht! ...weil die damalige Streuung der PU-Qualität bei Gibson doch schon erheblich war.

Aber dennoch halten sich ja einige heutige Hersteller an die alten Patentschriften und fertigen heutzutage eine schon durchweg gleichbleibend gute Qualität. Ich kann Dir nur sagen, welchen 59'er ich bevorzugt verbauen würde: Häusel! ...ganz ganz dicht gefolgt vom Amber Spirit of 59. Der Häusel löst Höhen etwas zarter auf als der Amber (muss man aber schon sehr konzentriert und genau hinhorchen), aber beiden gemein ist, das wenn man einen Akkord mit Chrunch-Sound durchzieht, sie die Einzeltöne/-saiten phantastisch gut auflösen. Für mich folgt dann Kloppmann*. Seymour Duncan ist hier absolut nicht mein Favorit. Keine so gute Auflösung und doch schon etwas plärrig im Sound.

* bei SC's ist Kloppmann meine absolute Nr1 😉
 
Deine Maybach (Lester Cherry Lane 58'?) hat doch 47 nF als Kondensator für die Tonblende statt den 22 nF die bei einer Les Paul Schaltung üblich wären.
Das wusste ich nicht! Hat das so große Auswirkungen auf die Reaktionsweise der Potis?

Häussel hatte ich schon mal einen Coolrail, der ist echt gut! Muss ich mal am Gebrauchtmarkt schauen ;)
 

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