Welches piano?

von rockhead, 17.02.05.

  1. rockhead

    rockhead Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.05   #1
    Hallo zusammen...
    ich bin 17 und spiele seit über 12 jahren klavier..habe die klassische und später dann auch die jazz blues schule durchgemacht wettbewerbe gespielt und am konservatorium in strasßbourg unterricht genommen...
    da ich seit 3 jahren intensiv e gitarre spiele und klavier immer kürzer kam bin ich nun seit kurzem wieder voll aktiv und nun zu meiner eigenltlichen frage..ich suche ein piano für eine band..im stile von maroon5...
    ich suche ein e piano für bühnenverwendung welches aber sehr natürlich klingen sollte..nicht nach einem künstlichen sound...preisliches limit liegt bei 1500 euro..sollte schon für professionelle anwendung sein.. würde mich über zahlreiche antworten freuen... :)
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.02.05   #2
    Angeber! ... Nee, Respekt! :great: ;)

    Hättste nich Bass, Geige, Saxophon oder wenigstens Schalgzeug spielen können? Warum in Gottes Namen Gitarre? :screwy: ... und schon wieder ;)

    So, nun zum ernsten Teil, sozusagen meiner Abteilung. 1500 Euro ist grade 'ne blöde Zahl. Für 1000 ist schon das Yamaha P-90 zu haben, was 'ne klasse Bühnenleiste ist. Klavierklang und Tastatur sind erste Sahne, ebenso ist eine gute Jazzorgel an Board. Wenn du es etwas vielseitiger brauchst, schau dir das Roland RD-300 SX an. Die Tastatur ist eher nicht so gut, aber es ist transportabel, und wenn dir die Sounds gefallen, ist es für gute zwölfhundert Euro deins.

    Ich würde dir aber auch einen Blick in die Oberklasse empfehlen, speziell das Kawai MP9500 oder das sehr vielseitige Roland RD-700 SX. Beide Tastaturen sind spitze, leider sind die Geräte auch entsprechend schwer. Details zu allen verrät dir auch die SuFu.

    Gruß,
    Jay
     
  3. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 18.02.05   #3
    Ok

    Die Tastatur ist Klasse, der Klavierklang...hüstel...hält mit meinem GEM RP Expander von anno 99 nicht mit. Da gibts definitiv erheblich besseres. Wenn Du so einen Klavierklang willst, besorg Dir ein P-50M von Yamaha und ein Doepfer PK88 - das ist billiger und bietet nahezu das Gleiche.

    In diesem Fall spreche ich sowohl gegen die Tastatur als auch den Klang. Das ist maximal Notfallmässig als Orgel akzeptabel, im Jazzbereich - eher garnicht.

    Mein Tip - Du fragst eindeutig nach Klavier im 1500€ Preisbereich: schau Dir mal das kleine Kawai an (ES-5) das ist eindeutig im Klang erheblich besser als das kleine Yamaha.

    ciao,
    Stefan
     
  4. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.02.05   #4
    Jaaa. :rolleyes: Er (der Klang) ist aber trotzdem in der Preisklasse einer der besten.

    Auf die Orgel lass ich nix kommen. Es ist zwar nur eine, und für den wahren Orgler empfiehlt sich natürlich ein richtiges Orgelmodul, aber die konnte schon unabhängiges Publikum überzeugen. Und zwar gerade im Jazz ... ;)

    Stimmt, das Kawai hab ich vergessen. Ich hab das noch nie gespielt, die Demos klingen aber gut.
     
  5. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.05   #5
    Wir sind teilweise zu kritisch...
    Ich habe bei einem Leonard Cohen Abend den Orgelsound vom P-80 benutzt und keiner hat gereiert...
    Ich würde den Sound als grottenschlecht bezeichnen, aber die meißten Leute haben einfach nicht so ein differenziertes Soundgefühl...denen geht es nur um die Performance...soviel dazu!
     
  6. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.02.05   #6
    ...nur ein (akustisches) Piano klingt wie ein (akustisches) Piano... ;) Selbst das empfohlene Kawai wird Dir etwas Frustrationstoleranz und Kompromißbereitschaft abverlangen.

    Wenn Deine Frustrationstoleranz und Kompromißbereitschaft Ihren Spitzenpegel erreicht hat, dann könnte der (alte) Synthie-/Pianohybrid Roland RD 700 etwas für Dich sein, der derzeit für 1500,- Oiros beim Musikstore in Köln verschachert wird.
     
  7. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.05   #7
    Gebe Jay recht, das P90 ist scho ganz ordentlich, das P120 für gut 250 € mehr noch n Tacken besser, was Tastatur (leichter) und sonstige Sounds angeht.

    Das Kawai ES5 habe ich auch schon gespielt, es rangiert - wenn's um den reinen Pianoklang geht - mit dem Yamaha in etwa gleichauf. Das ES5 klingt deutlich schöner und runder als das P90/P120, was mir vom Klang ein wenig zu dreckig, nasal herüberkommt. Dafür ist das P90/120 aber aufwendiger und authentischer gesampelt, das ES5 klingt streckenweise etwas künstlich. Die Tastatur ist beim Yamaha etwas besser, beim Kawai aber auch sehr ordentlich. Bei den sonstigen Sounds triumphiert deutlich das P120, v.a. der Rhodes ist beim Kawai kaum zu gebrauchen, dafür hat es 'ne ziemlich coole Orgel (die wiederum beim Yamaha - da geb ich Stefan recht - zwar im trockenen Zustand OK ist, mit Leslie jedoch nachgerade grausig!)

    Wenn du ansonsten bereit bist, noch mal zusätzlich 500 € draufzulegen, bekommst du so ziemlich die creme de la creme: Roland RD700sx, Kawai MP9500, Yamaha P250. Leider bei allen noch nicht selber in den Genuß kommen. Sträflich, ich weiß, sollte ich mal nachholen... :D
     
  8. mnutzer

    mnutzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.05   #8
    @Die Messlatte wird immer höher!

    Habe Sonntagabend in einem Konzert das RD-700 live gehört.
    Trotz Topp-Anlage und Super-Aussteuerung klingt immer noch ein Anteil Plastik mit, der eben nur durch einen echten Flügel verschwinden könnte.
    Aber dann hat man eben Schwierigkeiten mit den heute geforderten Lautstärken.

    Letztens in einem Jazz-Konzert wurde der Bühnen-Flügel, ein exzellenter Bösendorfer zusätzlich verstärkt. Riesen-Anlage, alles wieder vom Feinsten, besser als das RD-700, aber doch irgendwie unnatürlich aufgeblasen.

    Ich habe für mein RD-600 nur zwei "Brüllwürfel" Yamaha-MX-60 zur Verfügung. Eigentlich klingt nur das knurrlige Wurlitzer halbwegs echt, weil da das Original auch nur kleine leistungsschwache Lautsprecher hatte.

    Nach meinem Eindruck ist es leichter, Rhodes-, Wurlitzer-, oder andere E-Pianos z.B. der FM-Zeit wiederzugeben, als ein Topp-Flügelsound. Deren Klänge sind vor allem bei elektromagnetischer Erzeugung/Verstärkung eben näher an der Elektronik dran und eignen sich deshalb besser für weitere Verstärkung.

    Den echten Flügelklang kann man nur "unplugged" voll genießen. Das würde aber Auswirkungen auf die anderen Mitspieler, die Saalgröße und die Hörgewohnheiten der Zuhörer haben.
     
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