Wer hat schon einmal einen Tonabnehmer selbst gebaut ?

von Simson, 02.08.06.

  1. Simson

    Simson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.06   #1
    Wer hat schon einmal einen Tonabnehmer selbst gebaut?
    Ich habe mal aus physikalischem Interesse ein paar Windungen um einen Magneten gemacht und an die Saiten gehalten.
    Es geht tatsächlich, aber im Internet finde ich keine genaueren Tippseiten dazu.
    Wer weiß etwas? Ich würde es gerne probieren.
    Wieviel 1000 Umwicklungen muß ich machen, wie genau müssen die liegen. Ein Plattenspieler könnte sich evt bewähren.
    Was für Magneten? Mit Wachs ausgießen? Was als Gehäuse usw?

    Simson
     
  2. Bassboy

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    Erstellt: 02.08.06   #2
    Ich habe im Internet von einem Kerl gelesen, der sich das als Jugendlicher (war wohl so 1965 rum) selber gebastelt hat. Sogar nen richtig dicken Röhrenverstärker hat der sich gebaut. Mit etwas KnowHow sollte das wohl kein Problem sein.
    (mal so als Ermutigung ;-) )

    AUf jeden Fall ein geiler Thread, den ich wieter verfolgen werde!
     
  3. FlipFlop

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    Erstellt: 04.08.06   #3
    ich weiß auch von jemandem, der sowas gemacht hat... der firmengründer von peavy

    und tonabnehmer eigenbau hat glaube ich auch noch der bassist von rage against the machine betrieben!?
     
  4. Deltafox

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    Erstellt: 05.08.06   #4
    letzteres hab ich auch gehört

    aber nimm dir doch einfach einen Tonabnehmer und zerleg' ihn mal ;) gibt ja bestimmt ausgediente Modelle recht günstig bei der eBucht :)
     
  5. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.06   #5
    Ja, und er sagt auch, dass er mit einem solchen Bau durchaus mal mehrere Wochen beschäftigt ist ;)
     
  6. Simson

    Simson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.06   #6

    Ne, ich brauch keinen zu zerlegen, die Theorie ist nun wirklich einfach.
    Ich besorg mir einen langen oder 4 kurze Magneten und wickel dünnen kupferdraht rum.
    Was ich nicht weiß und mit dem Geodreieck nicht abmessen kann ist, wie dick sollte der Draht zB sein. Das hat ja irgendwas mit dem magnetischen Feld zu tun.
    Und, wieviele Wicklungen? Ich werde keinen PU nehmen und ihn zum Abzählen abwickeln.
    Auf eine Seite habe ich gelesen: zwischen 5.000 und 10.000 Wicklungen.
    Aber wieviele machen nun welchen Sound? Aktiv oder passiv - gibt da Unterschiede?
    Man kann das bestimmt berechnen. Ich kanns aber eben nicht.
    Wenn ich es weiß, werde ich den Magneten mit Knet unter eine Suppenschüssel pappen, diese auf den Plattenteller stülpen, diesen auf 45rpm (78 habe ich leider nicht mehr) und dann bei geplanten 50.000 Windungen eben während ich eine komplette '24'-Staffel laufen lasse nebenher aufwickeln...
    Der Tip mit dem typen von Rage against the Machine war schonmal sehr gut - ich schreibe ihm mal.... Der Sound gefiele mir auch.
    ;-)
    Aber danke für's Helfenversuchen!
    Simson
     
  7. blackout

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    Erstellt: 05.08.06   #7
    Versuchs mal, aber soweit ich weiß macht der da ein ziemliches Mysterium drum. Falls du Ergebnisse hast bitte posten ;)
     
  8. FlipFlop

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    Erstellt: 05.08.06   #8
    die theorie ist mit sicherheit einfach!

    Ich denke mal, dass die hersteller von tonabnehmern einfach erfahrungswerte haben - und diese werden sie nicht jedem auf die nase binden. der typ von ratm macht es ja anscheinend auch nicht. aber wenn wer lust hat, dann könnte man ja mal zusammen ein wenig ausprobieren...

    jeder baut n tonabnehmer und dann wissen wir, was gut klingt ;)
     
  9. Simson

    Simson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.06   #9

    Elektrogitarre - Funktionsweise und Sounderzeugung einer E-Gitarre, Tonabnehmer / Pickup etc.

    Die Seite hier gibt den Theorieoverkill, aber ich steige lange nicht bei allem durch.
    Interesant ist, daß der Herr Elektroingenieur ist und alle Mystik im Instrumentenbau auf Leitungslängen und Widerstand reduziert.
    Es macht auch einige ketzterische Bemerkungen zum Kult um exotische Hölzer usw. Vieles ist gut nachvollziehbar.
    Viele Geheimnisse scheint es nicht zu geben. Aber ich schaffe es nicht, aus diesen Seiten eine simple Kochanleitung zu destillieren.
    Vielleicht läuft es doch auf experimentieren raus.
    Wenn ich dann keinen Bock mehr habe, alles aufzuwickeln, behaupte ich, das sei mein Wunschsound!!!
    Vieleicht wollte der von RATM auch einen ganz anderen Sound, als er noch beim Tanzexpress La Paloma spielte...
    Simson
     
  10. FlipFlop

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    Erstellt: 05.08.06   #10


    eine sehr gute seite, die mit vielen gerüchten aufräumt! gefällt mir und ist interessant!
     
  11. Plekki

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    Erstellt: 05.08.06   #11
    i werd ma da einen Probieren zu wickeln.
    is nur die Frage wie man das Giesharz raus bringt.

    ich schätz mal garned. aber ich lass mir war einfallen
     
  12. FlipFlop

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    Erstellt: 06.08.06   #12
    wenn ich mir das recht überlege, dann dürfte der tonabnehmer garkeinen so großen einfluss auf den sound haben. wie simson so schön schrieb: viele geheimnisse scheint es nicht zu geben...

    und das deutet "christoph caspari" auf seiner seite ja auch an. tonabnehmer werden beworben mit speziellen magneten ausgestattet zu sein usw. aber damit räumt er ja total auf. was auch alles logisch klingt!

    hat man beim tonabnehmer also wirklich nur einfluss darauf, wie "stark" das signal aus ihm herauskommt (anzahl der wicklungen usw.)??

    wahrscheinlich wird hier ein mythos hochgehalten... aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren und bin mal gespannt, ob es hier jemand schafft einen anständigen tonabnehmer zu basteln!
     
  13. Simson

    Simson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.06   #13
    Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht.
    Ich habe gestern bei Conrad 4 Stabmagneten und 450m Kupferlackdraht 0.15mm bestellt.
    Damit ergibt sich die Zahl der Wicklungen von selbst, nämlich wenn die Rolle leer ist oder die Spule zu dick wird. Wie's dann klingt wird sich zeigen. den Rest vom Bass muß ich ja auch noch bauen.
    Ich hoffe, daß bald meine DigiCam wieder eght, damit ich das dokumentieren kann.
    Simson
     
  14. FlipFlop

    FlipFlop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.06   #14
    ich hoffe doch, dass du es dokumentieren wirst!!!

    und bitte mach kein geheimnis draus :-D
     
  15. elkulk

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    Erstellt: 07.08.06   #15
    Der Link ist wirklich gut, wobei ich nicht beurteilen kann, inwieweit das alles fundiert ist, was er schreibt. Es klingt aber relativ überzeugend ...

    btw: Diesen Abschnitt zum Selber-Wickeln hast Du aber gelesen hoffentlich: "Ob von Hand oder maschinell gewickelt wird, ist ebenfalls wichtig. Denn von Hand bekommt man keine saubere Wicklung hin, d.h. die Windungen liegen nicht geordnet nebeneinander sondern sind wirr durcheinander, was eine geringere Wicklungskapazität ergibt." Und die Wicklungskapazität beeinflusst seiner Aussage nach wiederum den Klang ...
     
  16. bullschmitt

    bullschmitt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.06   #16
    In meiner Seele schlagen auch zwei "teufelchen" aufeinander ein. Als Elektroingenieur kann ich das gelesene nur bestätigen und muss ja selber
    oft lächeln bei den eingestellten Threads.
    Als kleiner Basser habe ich natürlich auch auf das eine oder andere
    "Unterschiedchen" gehört und mich beeinflussen lassen.
    Vielleicht bin ich zu pragmatisch - oder ich habe schlicht keine Ahnung,
    aber ich weis auch nicht warum ein Fender Am Deluxe P-Bass doppelt so
    viel kostet wie ein Yamaha TRB1005. Die PU's werden doch sowieso alle
    von kleinen asiatischen Fingern gewickelt.
     
  17. FlipFlop

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    Erstellt: 07.08.06   #17
    wahrscheinlich ist das der grund, weshlab handgewickelte in manchen ohren besonders gut/anders klingen...
     
  18. HuntingFrog

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    Erstellt: 07.08.06   #18
    genau, darum geht's ja auch, denke ich, ein selbstgebauter PU SOLL ja sogar anders klingen, so dass man dann später sagen kann "den hab ich gebaut, dass is mein sound":cool: das is ja der ganze spaß daran^^:great: aber ich denke nicht dass man es mit einem Plattenspieler richtig fest aneinander gedrückt bekommt, oder? aber die idee is gut:)
     
  19. Ceel

    Ceel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.06   #19
    Ein interessante Seite zu dem Thema ist auch DIESE.
    Der Typ hatt auch ein gutes Buch dazu geschrieben, in dem er angibt, das die gängigen PU´s mit Draht der Stärke 0,04 mm bis 0,07 mm gewickelt sind.
    Laut der HOMEPAGE ist der Standartdrahtdurchmesser bei Fender, Gibson und Seymour Duncan AWG 42 (0,063 mm).
    Und HIER ist eine Tabelle mit Wiederstandswerten von Tonabnehmern.
    Soweit ich mich erinnern kann, kann man sich mit Wiederstand, Drahtdurchmesser und Kupferleitwert in etwa die Länge des Drahtes ausrechnen. Hab nur keine Ahnung mehr wie die Formel war. :confused:
    Ich hoffe, das hilft auch ein Stück weiter.

    Gruss
    Christian
     
  20. Mojito

    Mojito Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.06   #20
    Da kann ich aushelfen ;)

    Für Kupfer:
    R = <Länge in m> / ( 58 * <Leiterquerschnitt in mm²>)


    Hoffe das stimmt auch so...

    Gruß,
    Mojito
     
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