Wert von Empfehlungen in (Gear-)Beratungsthreads

eizo930
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Es gibt ja immer wieder Fragen der Art "Was soll ich kaufen/Was empfehlt ihr?".

Anders als die konkrete Lösung wie eine Schaltung realisiert werden kann, wie ein Floyd Rose eingestellt wird usw., gibt es oft nicht "die eine richtige" Lösung, sondern es gibt genauso viele Lösungen, wie persönliche Geschmäcker.

Gut, man kann von seinem bevorzugten Produkt die technischen Eigenschaften hervorheben, Anschlüsse, Einstellmöglichkeiten, Bücher (altmodisch?) empfehlen, mitteilen wie man es selber macht . . .
Aber wenn es um den Klang geht? Wie soll ich objektiv, für einen anderen nachvollziehbar "Klang" beschreiben?

Was mir gefällt, gefällt noch lange nicht jedem.

Was ist bzw. wie laut ist Wohnzimmerlautstärke?
Der Humbucker XY macht richtig Druck, hat mächtig Fundament. Was muss ich mir da vorstellen?
Die 1 x 12 von A ist wesentlich cremiger wie die 2 x 8 von B.
Bei der Brücke X kommen die Töne klarer wie bei Brücke Y. ??
10 Reverbs hören sich verschieden an, 10 Amps hören sich verschieden an, 10 DAWs sind unterschiedlich zu bedienen usw. usf.

Die Antwort zu Fragen der erwähnten Themen ist subjektiv, jeder nimmt Klang anders wahr, laut und leise sind dehnbare Begriffe.

Wenn mir bei 10 Empfehlungen ein bestimmtes Produkt 6 mal empfohlen wird, hat das schon eine Aussagekraft für mich. Aber was nutzt es mir, wenn ich von 10 Leuten 13 Empfehlungen bekomme?

Wie seht Ihr das? Welchen Wert haben für Euch Empfehlungen für Amps, Pedale usw. bei subjektiven Eigenschaften, wie z. B. "Klang"?
 
Ich gebe absolut gar nichts auf Empfehlungen anderer Leute.
Selbst in die Hand nehmen ist der beste Weg.
Wo die Perspektive von anderen interessant ist, ist um Dinge kennenzulernen, die außerhalb meines Horizonts waren.
Neue Marken, Geräte mit bestimmten Anforderungen etc.
Aber alles was mit Klangbeschreibungen oder Bespielbarkeit zusammenhängt ist für mich relativ wertlos.
Ich weiß auch von mir, dass ich viele Dinge deutlich anders wahrnehme als der Durchschnitt.
Bei vielen Hörproben hier wo Leute über den Sound jauchzen, denke ich mir "schrecklich" oder "nicht nachvollziehbar, was ihr daran gut findet".
Das ist eben in weiten Teilen Prägung und Geschmacksache.
Ich komme von der klassischen Gitarre, habe Musik Lehramt studiert und bin so mit einem breiten Horizont an ganz verschiedener Musik konfrontiert. Von mittelalterlichem Choral bis serieller Musik und dem ganzen U-Musik-Bereich. Das ist eine Perspektive, die eher ungewöhnlich ist, deswegen ist es für mich nachvollziehbar, dass ich z.B. die Bespielbarkeit ganz anders bewerte, weil ich halt 52mm Griffbrett mit vergleichbar hoher Saitenlage gewohnt bin. Oder Dynamik für mich wesentlich relevanter ist als für den typischen Metal-Head.

Insofern kann man, wenn man sich selbst kennt, auch mal grob einschätzen wie das für andere Leute ist, aber der Weg einfach selbst auszutesten ist einfach viel simpler, erfolgversprechender und sinnvoller.
 
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ich bewerte die Empfehlungen in diesem Forum immer sehr unterschiedlich. Je nach Thema und Person, die mir antwortet (Beispiel: Theoretiker oder Musiker mit Bühnenerfahrung).

Und verstehe sie auch immer als eine Meinung und keine absolute Wahrheit.

letztendlich gibt es oft kein richtig oder falsch. Auch wenn sich hier einige die Köpfe bei gewissen Themen einschlagen könnten.
 
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"Was soll ich kaufen/Was empfehlt ihr?".
das macht eigentlich nur Sinn bei Anfängern/Einsteigern/innen, die gänzlich ohne Ahnung sind, aber bestimmte Vorstellungen haben, wo ihre
musikalische Reise hingehen soll. Aber gerade hier im board treffen dann auch unterschiedliche "Expertenmeinungen", die auch schon mal heftig ausarten können, aufeinander. Dann ist man so klug als wie zuvor. Beratungen in einem Geschäft sind seit Online-zeiten auch nicht mehr gefragt. Obwohl das eigentlich das sinnvollste ist, so der/die Verkäufer/in einem vorführen kann, was empfehlenswert sein kann.
Wer Ahnung hat, sollte seinem/ihrem eigenem Instinkt folgen.
 
Ich lese hier sehr gerne die Empfehlungen anderer Leute, weil sie eigentlich immer meinen Horizont erweitern. Ich blättere ja nicht pausenlos durch den Thomann Katalog und für viele Einsatzgebiete gibt es Geräte, Tools, oder Instrumente, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Auch wenn jemand nur das empfiehlt, was er selber besitzt und im Grunde genommen gar keinen Durchblick hat, kann so eine Empfehlung hilfreich sein, weil sie ins Detail geht.
 
@rmb
Gerade bei Anfängern stelle ich den Sinn in Frage.
Wenn man, wie @milamber schon schrieb

Je nach Thema und Person, die mir antwortet (Beispiel: Theoretiker oder Musiker mit Bühnenerfahrung).

die Leute hier "kennt", kann man deren Aussagen wohl einordnen, bzw. bildet sich das ein.

Aber ein Anfänger? Der bekommt zig Empfehlungen, und selbst wenn alle dieser Empfehlungen für ihn geeignet sind, steht der doch "wie Ochs vor'm Berg" da, und weiß immer noch nicht welchen der elfundneunzig Amps er denn kaufen soll.

Auch finde ich bei Empfehlungen immer schwierig, dass etliche Leute ja nur ihr Zeugs kennen. Ganz ehrlich, wer hat sich denn ausgiebig (über Wochen, nicht drei Stunden) mit mehreren Modelern, Amps, Overdrives etc. beschäftigt, so dass er einen direkten Vergleich ziehen kann?

Ich schrieb schon mal an anderer Stelle, alles was preiswert ist muss ersetzt werden, im Geschäft werden zig Gitarren getestet, aber sobald der Modeler 1.000,00 Euro und mehr oder die Boutique PUs 500,00 € im Satz gekostet haben ist alles ungetestet direkt phänomenal. (Ist jetzt übertrieben, aber die Botschaft sollte klar sein.)

Ich finde das für einen Einsteiger sehr verwirrend.
 
Ja, genau das ist es.

Vor allem, weil viele sofort „teures“ Equipment als Mindestvoraussetzung betrachten. Als müsste man erst einmal mehrere Tausend Euro investieren, bevor man überhaupt anfangen darf.

Wenn man ehrlich ist, reicht am Anfang eine gute Gitarre für maximal 200 € völlig aus – vorausgesetzt, sie ist ordentlich spielbar. Dazu ein solider gebrauchter Amp, und man kann damit jahrelang glücklich sein. Den Rest des Budgets würde ich viel lieber in Unterricht investieren. Davon profitiert man langfristig deutlich mehr, als wenn man alles in Gear steckt und sich das Spielen dann irgendwie über YouTube beibringt, weil kein Geld mehr für einen Lehrer da ist.

Gerade der Aspekt Unterricht oder überhaupt das tatsächliche Musikmachen kommt hier oft zu kurz. Und das meinte ich auch mit „Theoretiker“ – nicht abwertend. Sammeln, vergleichen, diskutieren ist ein schönes Hobby für sich. Mir ist es völlig egal, ob jemand Gitarren sammelt oder aktiv Musik macht.

Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass das Sammeln und Optimieren von Equipment stärker im Vordergrund steht als das eigentliche Spielen. Und dabei geht es ja eigentlich um die Musik – nicht nur um die Werkzeuge.

Das Schwierige ist nur: Am Anfang kann man das kaum einschätzen. Man ist umgeben von unendlich vielen Informationen, Meinungen und Verlockungen. Da ist es schwer zu unterscheiden, was man wirklich braucht – und was nur gut klingt.
 
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Für Irritationen sorgt auch immer wieder:
- Ein Antwortender ignoriert die Wünsche des TE und empfielt etwas ganz anderes
- Ignorieren der Preisvorgabe
- Ignorieren des geringen Kenntnisstandes des TE.
- Ein Antwortender ist Fanboy einer Marke/eines Modells und empfielt die immer, egal auf welche Frage,
- Ein Antwortender hat keinen echten Überblick und nichts sinnvolles zu schreiben, postet aber dennoch etwas.

Andererseits sind ja auch immer gute und sinnvolle Beiträge dabei. Wenn der TE noch nicht beurteilen kann, welcher der Vorschläge besser ist, kann er ja etwas abwarten, welcher Vorschlag auf wie viele Likes kommt. Klar, die Mehrheit hat nicht immer recht, aber als erste Orientierung hilft das ja.
 
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Nicht mehr als: Das könnte evtl. in deinem Interessensbereich liegen.

(Wäre vielleicht mal lustig und interessant im Forum mal eine fingierte Gitarrensuche zu starten, bei der man exakt seine bereits vorhandene Lieblingsgitarre beschreibt. Wär mal interessant, was dabei für Vorschläge raus kommen.)
 
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Bei Empfehlungen, Hinweisen bzw. Antworten auf user-Fragen mit Entscheidungsbedarf unterscheide ich verschiedene Ebenen:
  1. Wissen / Know How
    Dazu zähle ich alles, was objektivierbar bzw. mit Ja oder Nein zu beantworten ist: Wie viele Eingänge hat dieses Gerät? Das mag trivial erscheinen, aber meine Erfahrung ist, dass wenn ich als Neuling oder auch als einigermaßen gestandener Gitarrist vor einem neuen Gebiet stehe (aktuell ist es ein Looper), ich oft erschlagen bin von den vielen Kriterien/Eigenschaften eines Produktes und ich oft nicht weiß, welche Eigenschaften eigentlich für mich relevant sind. Das hat oft auch damit zu tun, dass ich erst anhand von Schilderungen aus der Praxis merke, worauf ich alles achten könnte/sollte: Soll es auch einen Mikro-Eingang geben? Wie viele Loops will ich parallel abspielen lassen? Sollen Effekte für Gitarre mit dabei sein, braucht es drum patterns?
    Das positive dieser Ebene ist, dass sie prinzipiell verifizierbar ist - und deshalb selten zu einem Streitpunkt in dementsprechenden threads wird.
  2. Situation / Ziele / Kontext
    Dazu zähle ich alle Nachfragen (oder Erfahrungen aus der Praxis), bei denen dem threadersteller bewußt wird, was alles eine Rolle spielt oder spielen kann, bei seiner Entscheidung, gerade wenn dies nicht offensichtlich ist. Wir kennen das alle von Amps: Sind die vorwiegend oder ausschließlich für zu Hause oder für eine Band (zumindest potenziell) oder für Auftritte - oder für alles? Geht es um das Gewicht? Welche Genres werden gespielt (One trick pony versus eierlegende Wollmilchsau)? Was für ein Budget steht zur Verfügung?
    Hier kann es zu Auseinandersetzungen kommen, in der Regel ist aber der threadersteller selbst gefragt und kann anhand der Rückfragen oder der Schilderungen aus der Praxis konkreter formulieren, was er eigentlich möchte - deshalb geht es hier vorwiegend um Reflexion bzw. Selbstklärung.
  3. Eigene Erfahrungen / Empfehlungen
    Hier ist die Ebene mit dem größten subjektiven Einfluss. Das ist sprachlich bzw. aufgrund der Haltung oder aus mangelnder Einsicht mancher poster nicht immer oder schwerlich kenntlich, liegt aber eigentlich auf der Hand. Bei einigermaßen erfahrenen usern oder Menschen fallen posts wie "Nimm den XYZ - der ist der Beste und der Rest ist Schrott!" automatisch durch den Rost. Reflektierte Empfehlungen allerdings können viel Nutzen stiften - als eine Orientierung für eine Selbsterkundung.
    Hieran knüpfen sich die meisten unergiebigen Auseinandersetzungen, die bis zur Schließung des threads führen können.
Generell ist es doch wie im wirklichen Leben: Es gibt Leute, die kaufen spontan, andere sehr wohlüberlegt anhand von Kriterien, die dritten gehen nur nach Empfehlungen ihnen bekannter Personen, die vierten gehen in einen Laden und probieren aus - um mal nur die wichtigsten zu nennen bzw. die, die mir spontan gerade einfallen. Und alle liegen mal genau richtig (im Sinne von: sie sind zufrieden mit ihrer Entscheidung, auch noch nach einiger Zeit) und alle können reinfallen. Kein System ist per se unanfällig für Fehlentscheidungen oder für eine Unzufriedenheit nach dem Kauf. Solche Erfahrungen macht jede/r - der Unterschied ist lediglich, wie schnell man lernt und wie sehr man seine Erfahrungen für künftige Entscheidungen mit einbezieht.

Insofern: User, die (nur) wissen wollen, welches die beste Gitarre ist, werden anhand der regelmäßigen posts dort, dass schon die Frage falsch ist und somit nur zu falschen Entscheidungen führen kann, auf ihre unzulängliche Ausgangsbasis hingewiesen. Es gibt Leute, die dann ihre Ausgangsbasis überdenken und welche, die es nicht tun.
Und alle werden mit ihren Entscheidungen leben und leben müssen. Plus: Was ist die Alternative dazu, (auch) ein online-Forum zu Rate zu ziehen? Gar keine anderen Leute fragen? Oder nur die, welche man kennt? Oder unvorbereitet in einen Laden gehen und testen, so gut man selbst kann? Einen Lehrer, so man einen hat, fragen? Sich im Internet woanders schlau machen? Alles hat Vor- und Nachteile und dieses online-Forum ist nur eine weitere Quelle neben anderen.

Und für jede Quelle und jede Beratung - auch in einem online-Forum - gilt der alte Berater-Grundsatz, dass nur denen zu helfen ist, die sich helfen lassen wollen. Und die finden hier auch in der Regel Hilfe. Und wer bereit ist, sich einigermaßen auf speziell dieses Forum einzulassen, der wird schnell entdecken, dass es Fachbereiche gibt und dort Fachmoderator*innen und HCA´s und HFU´s und dass man denen in der Regel eine erhöhte Relevanz und (insbesondere den beiden ersten, wenn es um Fachwissen geht) eine besondere Expertise zubilligen kann.

Insofern: Alle threads, bei denen es um Empfehlungen oder Beratungen geht, haben für mich ihre Berechtigung und ihren Nutzen - die genaue Einordnung obliegt der Person, die um Empfehlungen oder Beratung anfragt - und es kommt in der Regel so viel dabei raus, wie reingesteckt wurde. Analog zum alten Mischer-Bonmot: Shit in - shit out.

x-Riff
 
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Mich hats bisher immer eher Geld gekostet, als dass es etwas gebracht hat, wenn ich auf die Empfehlungen anderer gehört habe. Hab ich aber schon vor gut 20 Jahren begriffen, daher bin ich daher eh resistent.
Werde aber oft um Hilfe gefragt, bezüglich "was soll ich kaufen", daher versuche ich den Leuten immer soviel Infos, wie möglich zu entlocken, um trotzdem irgendwie hilfreich sein zu können.

Ein Beispiel, was mir einfällt:
Ein Bekannter hat für seine Tele einen neuen Bridge Pickup (im Tele-Format) gesucht, wir haben uns mehrmals drüber unterhalten, und er wollte eigentlich "was fetteres", als den Standard-Singlecoil. Zuerst ist mir ein Chopper-T in den Sinn gekommen, er hat mir dann gesagt, dass er mal eine Ritchie Kotzen Tele gespielt hat, und den Pickup auch nicht ausreichend "Humbucker mäßig" gefunden hat, und hat mich dann nach dem Tone Zone-T gefragt.
Ich bin dann erstmal ins Grübeln geraten, weil der Kumpel eigentlich eher leicht angecruncht und blueslastig spielt, und hab ihm gesagt, ääh, das Ding ist schon eher Richtung JB als PAF, was Kompression und Mitten angeht (wir sehen jetzt mal vom anderen Mittenpeak ab).
Dann hab ich gemerkt, ok das JB-Beispiel hilft ihm auch nicht weiter, und hab gesagt, ja so "80er Jahre Hairmetal mäßig". Und er nur "so Ratt und co, oder in modern Steel Panther? Das geht eigentlich voll klar!"
Ok, wenn dir das Zeug gefällt, dann gefällt dir der Pickup, dann tu mir aber einen gefallen, und kürz die Kabel nicht, und guck, dass du Umtauschrecht gegen ein anderes Modell hast.

Für ihn ists genau das gewesen, was er gesucht hat, ich erinnere mich aber an genügend Leute die (um das Beispiel nochmal aufzugreifen) einen JB gekauft haben, und eigentlich einen heißeren PAF wollten...

Ich persönlich hab aber, wenn ich mich nicht selbst über die Sache, die ich kaufen wollte, schlau gemacht habe, bisher immer pech gehabt.
Gerade Tipps, wie "nimm doch A, kostet die Hälfte, ist aber imprinzip 95% wie X", oder meine erste teure E-Gitarre , ne Gibson SG Angus Young, ich hätte das Ding nach nem halben Jahr am liebsten verbrannt, so hab ich die Gitarre geliebt. Hab ich aber gekauft, nachdem ich im Gitarrenladen drauf hingewiesen worden bin, dass ich doch relativ kleine Finger hab und mir deshalb ne Gibson Mensur deutlich leichter zu spielen wäre.
Ja natürlich hab ich die Gitarre auch ausprobiert, auch relativ lange, und die hat sich auch deutlich einfacher spielen lassen, als meine damalige Squier mit fiesem Setup, aber ursprünglich wollte ich was mit 25.5" Mensur.
Hab dann halt im Laufe der Zeit festgestellt, ich mag weder Gibson Mensur, noch den "tune o matic Geigenknick", noch den Sound von der SG, hab aber einfach noch nicht die Erfahrung diesbezüglich gehabt.

TL;DR
Mir bringts oft wenig, ich bin auch meistens nicht der, der nach Kaufempfehlungen fragt, versuche aber anderen Leuten sogut zu helfen, wie es geht, ohne meinen Geschmack aufzuzwingen, da das alles sehr individuell ist...
 
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Ein Antwortender ignoriert die Wünsche des TE und empfielt etwas ganz anderes
- Ein Antwortender ist Fanboy einer Marke/eines Modells und empfielt die immer, egal auf welche Frage,

Das bin eindeutig ich mit meinen Headrush Empfehlungen. Jedoch aus "Gründen" und dann geht es nicht um Anfänger.

Schlimmer finde ich, Anfängern mit begrenztem Budget entweder ein Topteil/Box mit Effektpedalen oder Quad Cortex, Kemper sonst was und blutigen Anfängern mit mehr Budget so ein NAM Dingens unter die Nase zu halten und dann was von IRs etc zu erzählen. Ist ja alles schon passiert hier.

Im allgemeinen ufern solche Beratungen immer ganz schnell aus und gerade für Anfänger sollte sich doch jeder mal an seinen Einstieg in die Materie erinnern.

Ich schmunzel immer in den Kleinanzeigen, wenn solche Themen komplett in die Hose gegangen sind und jemand seinen "XYZ Modeller" wegen purer Überforderung abzugeben hat oder der Meinung ist, hochpreisige XY Gitarre klingt nicht, weil sie über einen 80€ Murks Verstärker nicht wirklich klingen kann (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber dann sitzt meinst kein Anfänger vor dem Amp).

Nicht zu vergessen ist übrigens, dass es auch Profis gibt, die nicht im Rampenlicht stehen, seit gefühlt 100 vor Christi Geburt Musik machen, nur eben weder die Muße noch den Nerv hatten, den Schritt auf die Bühne zu wagen. Oder einfach kein Glück hatten (damit meine ich jetzt nicht mich!).

Deshalb wäre ich persönlich vorsichtig, was Meinungen angeht, nur weil die Person eine bestimmte Marke ins Bild hält, wo die Band evtl sogar einen Vertrag mit hat.
Das ist ähnlich wie bei YouTubern. Dieser Bernd Dingenskirchen. Der hat jetzt eine gewisse Größe erreicht und hält alle paar Wochen irgendwas ins Bild und findet es großartig. Nur um ein paar Wochen später den Mitbewerber ins Bild zu halten, der auch ganz großartig ist.
 
Generell ist es doch wie im wirklichen Leben: Es gibt Leute, die kaufen spontan, andere sehr wohlüberlegt, die dritten gehen nur nach Empfehlungen ihnen bekannter Personen, die vierten gehen in einen Laden und probieren aus - um mal nur die wichtigsten zu nennen bzw. die, die mir spontan gerade einfallen. Und alle liegen mal genau richtig
Das hab ich schon früh erkannt, hinterher erkennen, ob ich richtig lag, funktioniert bei mir nicht. Das lass ich unbewertet.

Mich hats bisher immer eher Geld gekostet, als dass es etwas gebracht hat, wenn ich auf die Empfehlungen anderer gehört habe.
Wie gesagt, ich bewundere die Menschen, die das so eindeutig feststellen.
Manchmal hat sich bei mir der “Wert“ einer Anschaffung erst spät herausgestellt.
 
Das ist so eine ziemliche Killer-Frage in einem Fach Forum.
Die Frage kann IMO auch nicht einfach mit ja oder nein beantwortet werden.

Empfehlungen können extrem wertvoll sein, wenn sie die Erwartungshaltung erfüllen. Wird etwas völlig Falsches empfohlen, ist die Empfehlung nicht wertlos, sondern noch schlimmer, sie führt ggf. in die Irre, mit allen Konsequenzen, was Zeit und Geld angeht.

Wer sich allerdings in einen Forum Rat sucht, hat bei dem ganzen Spiel auch eine Mit-Verantwortung. Wie so oft ist Medien-Kompetenz das Stichwort. Man muss/sollte auch zwischen den Zeilen lesen können. Ganz unabhängig vom sachlichen Inhalt. Es gibt halt Schwätzer, Fachleute/Experten und alles da zwischen. Mit wem man es zu tun hat kann man aber ein Stück weit an der Art zu kommunizieren erkennen. Weiter ist es (immer) gute Politik bei (teuren) Entscheidungen, sich nicht nur auf eine Meinung zu verlassen und das Bauch-Gefühl ist oft auch nicht die schlechteste Gradschnur.

Ansonsten, sind für mich selbst Empfehlungen, bei denen ganz offensichtlich nicht verstanden wurde, was ich eigentlich gefragt habe, oft dennoch „Hilfe beim Denken“ bzw. um eine Entscheidung zu fällen. Über etwas sprechen, öffnet neue Betrachtungswinkel. Man verbalisiert und konkretisiert das Problem, was oft schon ein Teil der Lösung ist.

Wenn ich hier mal eine Frage stelle, ist mir klar, dass es unwahrscheinlich ist, direkt die mundgerecht passende Empfehlung zu bekommen, dennoch würde daher all die unpräzisen, ungefragte, unsinnigen, voreingenommenen und auch dummen Antworten, nicht nur negativ als wertlos sehen, sondern eher als „Beifang“, den ich zwar eigentlich nicht wollte, aber vielleicht noch anders nützlich sein kann (und sei es um bestimmte Informationsgeber für die Zukunft einsortieren zu können…).
 
Welchen Wert haben für Euch Empfehlungen
Das hängt hier ganz davon ab, wer sie gibt. Sätze, die mit "Ich habe gelesen, dass ..." oder "In dem Buch XY steht aber genau jenes ..." machen gefühlt 70-80% der Empfehlungen hier aus, die blende ich direkt weg. Beim Rest gibt es einige wenige Mitglieder, die ich sehr schätze, deren Texte lese ich auch und werte sie entsprechend für mich ein. Es ist wie überall im Leben.
 
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Das hab ich schon früh erkannt, hinterher erkennen, ob ich richtig lag, funktioniert bei mir nicht. Das lass ich unbewertet.
Das verstehe ich nicht wirklich ...
Wenn wir mal das Wortpaar richtig/falsch Außen vor lassen, kann ich doch zumindest erkennen, ob eine Kaufentscheidung mir dann in der Praxis taugt oder nicht. Ich weiß natürlich nicht (mit Sicherheit), ob eine andere Entscheidung nicht besser gewesen wäre - kann aber doch zumindest anhand der Praxis erkennen, dass einige andere Geräte, die zur Auswahl standen weniger getaugt hätten.

Ob eine Kaufentscheidung mir langfristig hilft, hängt von Faktoren ab, die bei der Kaufentscheidung selbst noch gar nicht absehbar waren. Beispielsweise wenn ich einen Amp für zu Hause haben will, aber dann in zwei Jahren eine Band finde, wo ich einen Amp für einen Proberaum und Auftritte brauche - oder vielleicht einen, der transportabel ist, weil ich einen Amp für mehrere Situationen haben möchte. Das macht die damalige Entscheidung aber nicht zu einer Fehlentscheidung - es sei denn, diese Entwicklung wäre absehbar gewesen und hätte in die damalige Entscheidung mit einfließen können.

Oder meinst Du etwas anderes?

x-Riff
 
Das ist ähnlich wie bei YouTubern. Dieser Bernd Dingenskirchen. Der hat jetzt eine gewisse Größe erreicht und hält alle paar Wochen irgendwas ins Bild und findet es großartig. Nur um ein paar Wochen später den Mitbewerber ins Bild zu halten, der auch ganz großartig ist.

Gutes Beispiel. Da hab' ich in einem anderen Thread schon was zu geschrieben. Mittlerweile haut der Empfehlungen am Fließband raus. So aus dem Bauch raus entsteht bei mir das Gefühl, er empfiehlt alles was Geld einbringt und macht schlecht, wo er nicht landen kann. Wie gesagt, reines Bauchgefühl. Er ist ja Fractal Audio Prediger, dann gibt's noch einen Line 6 Prediger mit ähnlicher Reichweite, etwas objektiver und breit gestreuter ist da Jason Sadites.

Über etwas sprechen, öffnet neue Betrachtungswinkel. Man verbalisiert und konkretisiert das Problem, was oft schon ein Teil der Lösung ist.

Dem stimme ich voll und ganz zu. Ein wichtiger Aspekt, der mir auch schon auf die Sprünge geholfen hat.
 
Ich habe ja schon sehr oft das Gefühl, das es mehr um "was will ich überhaupt" geht. ;-)

Ok, bei Einsteigern ist das ja auch schon irgendwie verständlich, aber was will man da manchmal seriös raten?

Ich vermisse auch häufig wenigstens ein Minimum an eigener Recherche. Man kann doch auch selbst mal ein bisschen was zum Thema lesen und dann ggf. konkrete Fragen stellen? Musikgeschäfte gibt es ja schon auch noch ein paar. Vielen haben doch auch jemand im Bekanntenkreis, der da ein bisschen Plan hat?

Dann diese ganzen subjektiven und oft sehr schwammigen Bedingungen und Beschreibungen, dessen was man sucht. Manchmal bin ich kurz davor zu schreiben, Teufel nochmal, jetzt nimm doch halt einfach mal irgendeine eine Gitarre und spiel erstmal was.

Aber dann ist der Hals nicht richtig, die Saiten sind zu dick, der Schalter sitzt doof, irgendwas klingt nicht gleich so wie erwartet, es wird an den Dingern rumgeschraubt, Parts getauscht und dann geht das Theater wieder von vorne los.

Für die meisten Einsteiger ist es doch erstmal (fast) ;) egal mit welcher Gitarre sie sich auseinandersetzten müssen. Da geht doch so ziemlich jede 0815 Strat, LP, Tele, Yamaha, Harley Benton, oder was auch immer. Gut eingestellt und los. Am Anfang klingen die doch eh´ alle nicht. ;-) Was da manchmal für eine Wissenschaft betrieben wird, ist schon beachtlich.

Scheint aber so ein Ding unserer Zeit zu sein. Das findet man bei Kaffeemaschinen/Vollautomaten genauso wie bei Fahrrädern, oder Küchenmessern.

Oder die ganzen Amps und/oder Modeler:

Nicht so teuer, "nicht so laut" (der Klassiker), nicht zu kompliziert, lieber ganz einfach, muss zur Einrichtung der Frau passen, soll auch mit zur Probe, muss nix können, soll doch eher alles können, wiegt zu viel, das Display ist zu klein, ich kann gut mit Computer und Software, geh mir aus der Sonne mit dem ganzen Computer-Teufelszeug, nur Röhre macht glücklich, Röhre ist doof, usw..

Da müsste man doch oft Hellseher sein um zu wissen, was da vielleicht gut funktionieren würde?

Ich wäre bei vielen Fragen erstmal für zwangsweise auferlegte Hausaufgaben. ;-)
Da reicht oft kein Fragebogen. :D

Was hilft die Frage nach Strat oder LP, wenn die Antwort lautet:
Eine, mit der ich auch mal den Song xy spielen kann. ;-)

Am Ende sitzt dann oft ein junger oder auch älterer Mensch, zu Hause, kann das ganze empfohlene Zeug nicht bedienen, bzw. niemand hat ihm gezeigt, wie man einen gescheiten Sound einstellt und ist frustriert.

Dann kommt die Frage nach dem "wie lerne ich das denn eigentlich am besten".
Zeit für die nächste Fragerunde. ;-)

Ich kenne auch so einige ältere Herren, die haben aber bis dahin schon (mindestens) eine Gitarre für 4.000,00 Tacken, 20 Pedale und einen Luxus-Amp, der aber zu Hause natürlich immer zu laut ist. :D
 
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Naja, immer nich besser hier persönliche meinungen zu lesen als die Werbung auf so seiten wie humbucker.de, Staubsauger.de, saitentest.de, etc
 

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