Wie abstrakt verdichtet findet ihr den Text?

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Graue Muster

Trägst du das Erbe deiner Ahnen,
oder bist du der, der es verteidigt?
Nimmst du an, was dir vorgelebt,
oder bist du der, der es bereinigt?

Ich seh nur graue Muster endlos,
mein Fokus ist so eingeengt.
Ich wache auf, mit klarem Blick,
doch das Erleben, bleibt eingeschränkt.

Wenn Gedanken nur den einen Weg seh‘n, wenn Instinkte den Sinn verlieren.
Ist dies der Anfang, vom Ende des Lieds, ohne neue Worte zu kreieren.

Ich sehe acht Augen, doch ich habe nur zwei, bin ich betäubt, oder nur verwirrt?
Ich bin auf der Suche nach Klarheit nach Raum, oder habe ich mich ständig geirrt?

Ich suche, doch sehe den Augenblick,
ich will die Umkehr, den Neubeginn.
Ich hörte auf mich zu vermissen,
Ich sah nur Linderung, nicht den Sinn.

Wenn Gedanken nur den einen Weg seh‘n, wenn Instinkte den Sinn verlieren.
Ist dies der Anfang, vom Ende des Lieds, ohne neue Worte zu kreieren.
 
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Wie abstrakt verdichtet findet ihr den Text?​


Ich finde bereits die Frage sehr abstrakt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Trägst du das Erbe deiner Ahnen,
oder bist du der, der es verteidigt?
Nimmst du an, was dir vorgelebt,
oder bist du der, der es bereinigt?

Ich seh nur graue Muster endlos,
mein Fokus ist so eingeengt.
Ich wache auf, mit klarem Blick,
doch das Erleben, bleibt eingeschränkt.
Ich verstehe den Du/Ich Wechselbezug nicht. Gibt es einen?

Was ist der Grund, dass im ersten Abschnitt ein Du auftaucht, dann aber komplett verschwindet?

Für mich haben die ersten beiden Abschnitte keine erkennbare Verbindung. Warum nicht

Trag ich das Erbe meiner Ahnen,
oder bin ich der, der es verteidigt?
Nehme ich an, was mir vorgelebt,
oder bin ich der, der es bereinigt?

Ich finde dieser Abschnitt ist der stärkste Teil des Textes, der wahllos wirkende Wechsel von Du auch Ich erzeugt da aber ein Störgefühl bei mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich seh nur graue Muster endlos,
mein Fokus ist so eingeengt.

widersprüchlich. Du siehst gleichzeitig etwas endlos, aber dein Fokus ist so eingeengt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wenn Gedanken nur den einen Weg seh‘n, wenn Instinkte den Sinn verlieren.
Ist dies der Anfang, vom Ende des Lieds, ohne neue Worte zu kreieren.

Ich finde das Bild des endenden Liedes mit der Verbindung "ohne neue Worte" nur bedingt konsistent. Gerade bei einem endenden Lied denke ich eher an Musik als an den Text. Denn die wenigsten Lieder enden mit Text.

Wie wäre es mit

"kann alles nur als Abgesang, und nicht als Auftakt funktionieren"

Das wäre zumindest im sprachlichen Bild konsistent.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich suche, doch sehe den Augenblick,
ich will die Umkehr, den Neubeginn.
Ich hörte auf mich zu vermissen,
Ich sah nur Linderung, nicht den Sinn.
Warum der Zeitwechsel? Was ist hier bereits überwunden und erkannt, wo steht man gerade?
 
Zuletzt bearbeitet:
.,was ist eigentlich nicht abstrakt an dem Text? Vielleicht das 'ich', das 'du' und die 'Augen'..aber sonst?

..insofern schon richtig analysiert..
Ich wache auf, mit klarem Blick,
doch das Erleben, bleibt eingeschränkt.
 
Ich wache auf, mit klarem Blick,
doch das Erleben, bleibt eingeschränkt.

Ich hörte auf mich zu vermissen,
Ich sah nur Linderung, nicht den Sinn.

Für mich zündet es nicht, ich nehme (z.B. zitiert) nicht Abstraktion war, eher ungewöhnliche, widersprüchliche Deutungen/Beschreibungen und den Versuch von Metaphern.

Aber es ist eh schwierig, Deine Frage konkret zu beantworten. Das wäre ja sozusagen „Reverse“‘Poesie.
 
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Hallo Mikrotie,

so abstrakt verdichtet finde ich persönlich den Text gar nicht. Vielleicht interpretiere ich nur etwas vorschnell, vielleicht habe ich Deine Intention erkannt:

Trägst du das Erbe deiner Ahnen,
oder bist du der, der es verteidigt?
Nimmst du an, was dir vorgelebt,
oder bist du der, der es bereinigt?
Eine Frage, die sich jeder von uns stellen kann, wer mag. Daher an das "DU" adressiert.

Ich suche, doch sehe den Augenblick,
ich will die Umkehr, den Neubeginn.
Ich hörte auf mich zu vermissen,
Ich sah nur Linderung, nicht den Sinn.
Der Ich-Erzähler oder LI will offenbar nicht einfach nur Erbe seiner Ahnen sein. Er will sehr offensichtlich einen Neubeginn.

Der Ich-Erzähler kann einem Adelsgeschlecht entstammen, ehemaliges Mafia-Mitglied sein, oder jemand wie Du und ich - jemand der sich von den vorgefassten Vorstellungen der Familie lösen will, nicht die Familienkneipe erben will oder den Familienbetrieb übernehmen, oder einfach nur den familiären Vorstellungen entsprechen.
Ich sehe acht Augen, doch ich habe nur zwei, bin ich betäubt, oder nur verwirrt?
Ich bin auf der Suche nach Klarheit nach Raum, oder habe ich mich ständig geirrt?
Okay. Das liest sich auf den ersten Blick abstrakt. Aber bei genauerem Hinsehen ist es eigentlich einfach zu deuten.

Acht Augen, bedeutet vier Menschen (normale Augengesundheit bei allen vorausgesetzt), kann Familie bedeuten und würde meine obere Interpretation stützen.

Der Ich-Erzähler sucht nach Klarheit und Raum. Die vier Menschen zu denen die acht Augen gehören schränken ihn möglicherweise ein. Klingt das nicht nach Familie? (Vater, Mutter, Zwei Geschwister) Wenn man vom ersten Vers und dem "Erbe der Ahnen" ausgeht, muss es wohl so sein. Es sei denn "Erbe der Ahnen" ist metaphorisch gemeint.

Um Deine Frage zu bantworten: Ja, der Text erscheint zunächst abstrakt verdichtet. Aber nicht zu sehr. Genau das richtige Maß, um noch den eigenen Kopf und die eigene Interpretation einzubringen, als Höher/ Leser. Und ist es nicht das, was Texte interessant macht?

Grüße und schönes Wochenende!
 
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@Mikrotie
Es ist IMO irrelevant, wie ich das finde. Es ist Deine Botschaft! Wenn es für Dich das Gemeinte ausgedrückt wird, ist es passend. Wenn Du Dich nicht gut mit dem Text fühlst, dann feile weiter.
Es kann sogar gut und richtig sein, nicht die richtigen Worte zu finden, wenn es genau das das Thema ist….

Generell kann man IMO nicht beurteilen, ob ein Text zu verdichtet ist. Ob jemand das verstehen, nachvollziehen, „etwas damit anfangen“ kann, hängt sehr vom Zuhörer ab. Ist es ihm schon ähnlich ergangen. Mag/kann er Assoziationen entwickeln. Will er alles verstehen oder sind auch Fragen, die offen bleiben „spicy“.

Ich finde immer schwierig Musik „für“ ein Publikum zu machen (bzw. wenn man das macht, dann halt nach Rezept, was funktioniert… für mich wäre das eine Qual…).
 
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