+1 für @Christof Berlin 's Video
Wenn du offene Akkorde spielst, hast du zwar 6 Töne, die gleichzeitig erklingen. Einige davon kommen aber doppelt vor. Von Struktureller Bedeutung sind nur 3 davon.
Wenn du mit Double-Stops oder ähnlichem die Harmonik abbilden willst, kannst du dir das so vorstellen, dass du aus diesen 3 Tönen, oder im Fall von Vierklängen (Akkorden mit 7 im Namen) einfach eine Teilmenge davon spielst, die dann stellvertretend für den Akkord steht. Das funktioniert insbesondere dann, wenn der Bass, oder ein 2ter, begleitender Musiker bereits die eigentlichen Akkorde spielst/definiert.
Um aus dieser "Teilmenge" schöpfen zu können, musst du natürlich ein gutes Grundverständnis über Akkordaufbau, Stufenakkord, Tonarten etc. haben. Da hilft im Zweifel immer ein Harmonielehrebuch.
Speziell für Double-Stops hilft es, sich auch das Prinzip der "Komplementärintervalle" zu verdeutlichen.
Wie steht es um dein theoretisches Vorwissen? Das alles nach "Mustern" auswendig zu lernen ist nicht gewinnbringend. Du musst es dir sozusagen "herleiten" können. Daher ist, zumindest mittel- und langfristig, theoretische Weiterbildung der Königsweg.
grüße B.B.b