Wie F#m7 (mit Daumen?) richtig greifen

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Hi,
wie greift ihr denn folgenden Akkord? Will bei mir nicht richtig funktionieren vielleicht greif ich ja einfach falsch. Hab zwei Arten wie ich es gerade greife dahinter geschrieben aber ich hab bei beiden Probleme mit der frei klingenden hohen e-Saite - dämpfe ich ungewollt ab.

F#m7

e|-0-----
B|-2--z-z
G|-2--z-z
D|-4--p-p
A|-x--x-x
E|-2--d-i


d=Daumen
i=Mittelfinger
p=kleiner Finger
z=Zeigefinger

Wird so bei Minor Thing von Red Hot Chili Peppers gespielt.
Hat jemand Tipps wie man das sauber greift? Evtl auch nen "Ersatzakkord"

Danke schonmal,
Gruß
 
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Ohne den Kontext des Akkords im Lied zu kennen würde ich sagen: nicht mit dem Daumen greifen. Mache ich auch manchmal, aber in diesem Falle ist es finde ich schwierig nicht mit der Handfläche die E-Saite abzudämpfen.

von tief nach hoch wäre mein Fingersatz: Zeigefinger (e2)- (x) - kleiner Finger (d4) - Mittelfinger (g2) - Ringfinger (h2)

Der kleine Finger "überkreuzt" also Ring- und Mittelfinger, um auf das f# auf d4 zu kommen.
 
F#m7

e|-0-----
B|-2--z-z
G|-2--z-z
D|-4--p-p
A|-x--x-x
E|-2--d-i


d=Daumen
i=Mittelfinger
p=kleiner Finger
z=Zeigefinger

Ich greif den immer so


e|-0-----
B|-0-----
G|-2--z-z
D|-4--p-p
A|-4--r-r
E|-2--d-


r= Ringfinger ist dann ein F#m 7/11

;)

 
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Danke für eure Tipps schonmal. Auf die Weise von JensDance funktionierts mit meinen Fingern zwar nicht ohne weiteres und bei dem F#m 7/11 stört die 11 bei dem Song doch ein bisschen, aber eure Vorschläge haben mich noch auf zwei andere Möglichkeiten gebracht, die bei mir eig ganz passabel funktionieren:

e|-0-----
B|-2--i-i
G|-2--z-z
D|-4--p-r
A|-x--x-x
E|-2--d-d


Da macht die hohe e-Saite auch weniger Probleme.
Danke nochmal!
 
Wie so häufig liegt die Lösung darin, dass man den Tab hinterfragen muss. Das F# auf der tiefen E-Saite hat bei dieser (und 90% ähnlicher) Rhythmusarbeit aus vielerlei Gründen nichts zu suchen (1. macht den Sound weniger transparent, weil es dem Bass in der Band ins Gehege kommt und 2. behindert völlig unnötig das Kontinuum des Anschlagsgrooves über drei oder vier Saiten).

So wird alles gut:

0------------
2--------
2------------
4------------
-------------
-----------

oder alternativ:


----------
5---------
6----------
7----------
9------------
-----------
 
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Stimmt der Unterschied ist wirklich nicht groß, da ich mir aber überlegt hatte das mal ohne Bassisten wo zu spielen machts allerdings schon nen kleinen Unterschied.
Mich hat es deswegen auch interessiert weil ich allgemein mit solchen Akkorden mit Daumen nicht so gut klar komme und einen kleinen Einblick haben wollte.
 
Nur mal doof gefragt: was spricht eigentlich gegen den guten alten Barré-Akkord? Ich würde es wohl so spielen:

2---------z
5---------p
2---------z
2---------z
4---------r
2---------z
 
Hallo Be.eM,

dagegen spricht eine ganze Menge, z. B.

  • Das Voicing (also Anzahl der Töne, vorhandenen Intervalle, Lage und Anordnung der Töne) prägt immer wesentlich den Klangcharakter eines Songs oder markanter Teile davon.

  • Der vollgriffige f#m7 mit dem Grundton f# als oberster Note trifft nicht den Charakter des Originals. Bei - - 4 2 2 0 ist hingegen die Septime der höchste Ton und prägt hier ganz eindeutig den Sound. Spielst du es anders, ist es nicht mehr der Sound des Songs. Erklärung: Treten in der Musik mehrere Stimmen gleichzeitig auf (wie eben bei einem Akkord), nimmt das Ohr den tiefsten und ganz besonders den höchsten Ton als dominant/am besten ortbar wahr, im Gegensatz zu den dazwischen liegenden Mittelstimmen.

  • Im vorliegenden Song wird das 4-stimmige Voicing der Akkorde markant riffmäßig gespielt. Das geht bei beim Spiel mit 6 Saiten wischwasch verloren.

  • Im vorliegenden Song wird die Gitarre rhytmisch sehr schnell angeschlagen. Über sechs Saiten per Lagerfeuerakkord geht da (besonders im Bandzusammenhang) ruckzuck jede Prägnanz und das "riffige" Empfinden völlig verloren.

  • Im Bandzusammenhang sind 3- oder 4-stimmige Akkorde/Voicings Standard (von den 2-stimmigen Powerchords mal gar nicht zu reden), weil sie den Gesamtsound nicht verwaschen und alles luftiger und transparenter klingen lassen.

    Es ist natürlich immer ein Problem, wenn man nur zu Hause spielt. Da fehlt einem vor allem der Bass aus der Band und man möchte diese tieferen Töne natürlich in Zusammenhang mit seinen Akkorden auch hören. Jedem steht natürlich frei, da entsprechende Kompromisse zu machen. Wobei klar sein muss, dass man dann halt den Sound des Originals oft nicht treffen kann oder sich an ungreifbaren Griffen versucht. Trotzdem sollte man - gerade als E-Gitarrist - sich möglichst schnell von den als Anfänger gelernten Vollakkorden verabschieden.
 
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Trotzdem sollte man - gerade als E-Gitarrist - sich möglichst schnell von den als Anfänger gelernten Vollakkorden verabschieden.

Ja, jein… ich verstehe schon, was du meinst. Aber die von mir genannte Griffweise vorschnell als Anfänger-Vollakkord (klingt irgendwie nach "Vollpfosten") abzutun wird dem auch nicht zwingend gerecht. Ich kenne den Song nicht, daher ist es möglich, dass dieser förmlich nach irgendeinem Voicing "schreit". Andererseits: der Nicht-Anfänger kann mit diesem "Grundgriff" eine Menge durchaus komplexes Funky-Zeugs spielen, und locker und problemlos auch so, dass das F# auf der hohen E-Saite nicht klingt, wenn nicht gewünscht. 6 Saiten greifen heißt nicht zwangsläufig auch 6 Saiten spielen, und das Zusammenspiel von linker und rechter Hand erlaubt mannigfalitiges Dämpfen/Klingen von unterschiedlichen Saiten zu ermöglichen. Nur mal so in den Raum gestellt :)

Grüße,
Bernd
 

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