Wie habt ihr euch Musiktheorie am Bass angeeignet?

von Nachtfluegel, 12.06.19.

  1. Nachtfluegel

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    Erstellt: 12.06.19   #1
    Moin,

    ich wollte mal fragen, wie ihr euch die Musiktheorie am Bass angeeignet habt?

    Ich finde dafür einfach keinen direkten Zugang. Prinzipiell ist es aber so, dass ich durchaus Songs gesanglich usw runteroktavieren kann (hab da Unterricht) oder auch Akkorde auf einem etwas tieferen Ton als dem Vorgegebenen singen kann, allerdings ist das für mich relativ wenig an Theorie. Ich merke natürlich schon, wenn gespielte Noten gut oder schlecht zusammen klingen, aber das Verständnis dahinter kann ich mir irgendwie nicht erarbeiten.
     
  2. EPBBass

    EPBBass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #2
    Meine begrenzten Theoriekenntnisse habe ich mir autodikatisch mithilfe von Büchern und YouTube Videos angeeignet. Zuletzt gab es einen kurzen Onlinekurs von Tom Borneman an dem ich Testweise teilnehmen konnte, welcher auch sehr lehrreich war sich jedoch eher auf die Basics der Technik stützt und die Theoriegrundlagen schafft.

    Das Ganze hat mich aufgrund eines gewissen Mangels an intrinsischer Motivation schon einigen an Zeit gekostet und entsprechend gering sind meine Erfolge.

    Ich kann Noten entziffern (nicht fließend lesen), Dur und Moll Akkorde unterscheiden und in Grundtönen auf dem Bass begleiten, wenn man mir ChordSheets hinlegt. Alles was komplexer wird muss ich mir im stillen Kämmerlein erarbeiten, z.B. einen BassPart zum neuen Song der Band, dies dann mit beschränkten Kenntnissen von Tonarten und deren Akkorden sowie etwas Grundlagenwissen über Pentatoniken.

    Was ich persönlich als außerordentlich wichtig erachte, ist das Griffbrett zu kennen und sich zumindest einigermaßen in einer "Sprache" mit seinen Mitmusikern austauschen zu können.
     
  3. MS-SPO

    MS-SPO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #3
    WEIL ich selber damit gute Erfahrungen gemacht habe empfehle ich den Gang zu einer Klaviatur, sei sie aufgemalt, sei es "am lebenden Objekt" (was weitere Vorzüge hätte).

    Hintergrund: Viele theoretisch erscheinende Dinge werden an der Klaviatur ziemlich augenfällig, beginnend bei C, etwa der Aufbau von Akkorden (harmonische Begleitung), Umkehrungen (Handwerk und Klangeindruck), Nebennoten (melodische Begleitung = Akkord-Abweichungen), Transpositionen. Und hier nicht ganz uninteressant: Der basso-continuo - Ansatz.

    Im Anschluss oder begleitend wäre natürlich der Transfer der so gewonnenen Einsichten auf das Griffbrett sinnvoll. Auch da wird deutlich, dass die Klaviatur Möglichkeiten bietet, die nicht alle direkt auf dem Griffbrett umsetzbar sind, oder etwas versteckt sichtbar werden.

    Nebeneffekt: Auch der Transfer zum und vom Notenblatt gelingt so noch besser.


    Soweit ich es beurteilen kann, unterscheidet sich die Musiktheorie für Bassstimmen nicht von der Musiktheorie für übrige Stimmen. Die "Theorie", als Zusammenfassung eines Handwerks und Gestaltungsmittels, zeigt lediglich Möglichkeiten auf, die ich so oder anders nutzen kann.

    Beispielsweise kann die Bassstimme andere begleiten, oder sie kann melodisch führen und andere Stimmen übernehmen die Begleitrolle. So gesehen genügt ein Dir gut erscheinendes Buch über Musik-Grundlagen. Für mich ist dieses hier geeignet: https://www.amazon.de/Allgemeine-Musiklehre-anschaulich-erklärt/dp/3831031673 .


    Grüße, Michael
     
  4. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #4
    Vielleicht hilft Dir für den Anfang (ein bisschen Theorie muss sein) ;)

    www.groovemonster.de/content/inhalt/basstheorie/harmonielehreindex.shtml?navanchor=1010048


    Mir hat es auch was gebracht, Akkorden und Akkordwechseln zuzuhören und dabei in mich hineinzuhorchen- wie klingt das, welche Empfindung(en) löst dieser Akkord(-wechsel) in mir aus?

    Einfachste Beispiele:
    - der Wechsel vom Dur-Akkord zur parallelen Molltonart (z.B. C - am) - bei mir ist das von heiter zu melancholisch
    - das Martinshorn ("Tatü") als eine Quart betrachten (damit kann man Tonabstände besser einordnen)

    Vielleicht hilft's Dir als Einstieg?

    Bässte Grüße
    Hauself Zwo
     
  5. Slidemaster Dee

    Slidemaster Dee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.19 um 16:41 Uhr   #5
    Im Bass-Unterricht...!?
    :nix:
     
  6. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.19 um 18:57 Uhr   #6
    .. als allgemeinen Musik(theorie)unterricht. Heute entwickele ich - bei langsameren Stücken - quasi "in Echtzeit" Basslinien, ich sehe (Noten oder Leadsheets) die Akkorde, weiß (aus dem Kopf), welche Töne dazugehören und weiß so ziemlich genau, welche Funktion der Ton hat, den ich gerade spiele.
     
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