Wie hört man Akkorde heraus?

von Tofu, 17.08.06.

  1. Tofu

    Tofu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #1
    Hallo Leute,
    ich habe da so ein Problem. Wie der Threadtitel vermuten lässt, bin ich nicht in der Lage Akkorde aus Liedern herauszuhören, bei denen es sich nicht um Powerchords handelt. Kann mir vielleicht jemand einen Tipp oder evtl. eine unter Umständen "totsichere" Anleitung geben, mit der mir mein Vorhaben gelingt?
    Ich könnte auch Beispiele für Lieder nennen die mich verzweifeln lassen.
    Danke für eure Hilfe!
    Das Tofu
     
  2. JuanCarlos

    JuanCarlos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #2
    Ich glaube, da hilft nur, es immer wieder zu versuchen, war zumindest bei mir so. Früher konnte ich das gar nicht und heute kann ich in ner Minute oder so die Akkorde, von Liedern, die ich kenne "aus dem Kopf" bzw. nur aus der Erinnerung raushören. Mach dir da mal keinen Kopf, das wird mit der Zeit schon klappen.
     
  3. Killamangiro*

    Killamangiro* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #3
    nenn mal die beispiele.
    ich hab zwar nicht soviel ahnung von theorie aber vielleicht kannst du erstmal herausfinden was der grundton des akkords ist. daraufhin musst du dann gucken welche akkorde somit in frage kommen.
     
  4. Tofu

    Tofu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #4
    Also zuletzt wollte ich "The mysterious dancer" von "The Season Standard" heraushören.
    Kann man sich hier kostenlos herunterladen: The Season Standard
    oder die Akkorde aus "Triangle" von Dredg
    Nunja, es ist beim Wollen geblieben...
     
  5. Earnie

    Earnie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #5
    Du spielst alle Töne zu dem Akkord und hörst, welche davon wie klingen. Ein sehr stimmiger Ton, auf den ein grausamer folgt: Grundton und kleine Sekunde :eek:
     
  6. Tofu

    Tofu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.06   #6
    Ich möchte darauf hinweisen, dass der Thread in diesem Unterforum untergehen, bzw. zu wenig Aufmerksamkeit bekommen wird.
     
  7. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 18.08.06   #7
    HI Tofu!,..

    Du solltest unbedingt viele songs nachspielen und singen,songbooks gibts genug.
    Mach das eine Weile regelmässig,und Du kriegst ein Gefühl für die Sache.
    Gefühl ist übrigens das Stichwort.Viele können viel mehr als sie sich das selbst
    zutrauen,denn sie haben keinen Zugang zu Ihrem Gefühl,bzw es wird blockiert durch
    zuviele Gedanken.
    Klingt vielleicht etwas esoterisch,ist aber eine häufige Erfahrung die ich mache.

    Versuche Dein Spielfeld mal von aussen grob abzuschätzen,bevor Du ins Detail gehst!!
    Also zb,was ist das überhaupt für ein Takt?,.welches Tempo?,..in welchen Takten
    kommen Wechsel von Chords?,...bei welchem Chord habe ein GEFÜHL von
    BEDEUTSAMKEIT?,....könnte das meine Tonart sein?,...aaahh,....was für ein Style
    ist die Musik?,...ok,..kommen wohl keine Jazzakkorde vor(zb),...KLINGT das alles
    irgendwie kompliziert?,...nein,...hhm,..dann können es auch nicht DIE krassen
    changes sein,...dann gucken ,was noch so übrigbleibt,und losgehts..

    Auf diese Weise hast Du eine zumindest groben Überblick gewonnen,und stehst
    nicht mehr vor der Überlegung,dass es IRGENDEINER der endlosen Möglichkeiten sein könnte.Wenn Du den song dann noch mit Basslinie nachsingen kannst,bin ich sicher ,Du kommst mit etwas Geduld und Spucke ans Ziel.

    Mit jedem erfolgreichen Mal des Raushörens steigt übrigens Dein Selbstvertrauen,und
    Dein Können.Das kann einen dann irgendwann richtig heiss machen ,die Stellen rauszufinden ,die man geil findet,ganz zu Schweigen davon ,dass Du Dich mit jedem
    Mal musikalisch weiterentwickelst.

    Viel Erfolg!
    Grüße!
     
  8. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 18.08.06   #8
    HI Tofu!,..

    Du solltest unbedingt viele songs nachspielen und singen,songbooks gibts genug.
    Mach das eine Weile regelmässig,und Du kriegst ein Gefühl für die Sache.
    Gefühl ist übrigens das Stichwort.Viele können viel mehr als sie sich das selbst
    zutrauen,denn sie haben keinen Zugang zu Ihrem Gefühl,bzw es wird blockiert durch
    zuviele Gedanken.
    Klingt vielleicht etwas esoterisch,ist aber eine häufige Erfahrung die ich mache.

    Versuche Dein Spielfeld mal von aussen grob abzuschätzen,bevor Du ins Detail gehst!!
    Also zb,was ist das überhaupt für ein Takt?,.welches Tempo?,..in welchen Takten
    kommen Wechsel von Chords?,...bei welchem Chord habe ein GEFÜHL von
    BEDEUTSAMKEIT?,....könnte das meine Tonart sein?,...aaahh,....was für ein Style
    ist die Musik?,...ok,..kommen wohl keine Jazzakkorde vor(zb),...KLINGT das alles
    irgendwie kompliziert?,...nein,...hhm,..dann können es auch nicht DIE krassen
    changes sein,...dann gucken ,was noch so übrigbleibt,und losgehts..

    Auf diese Weise hast Du eine zumindest groben Überblick gewonnen,und stehst
    nicht mehr vor der Überlegung,dass es IRGENDEINER der endlosen Möglichkeiten sein könnte.Wenn Du den song dann noch mit Basslinie nachsingen kannst,bin ich sicher ,Du kommst mit etwas Geduld und Spucke ans Ziel.

    Mit jedem erfolgreichen Mal des Raushörens steigt übrigens Dein Selbstvertrauen,und
    Dein Können.Das kann einen dann irgendwann richtig heiss machen ,die Stellen rauszufinden ,die man geil findet,ganz zu Schweigen davon ,dass Du Dich mit jedem
    Mal musikalisch weiterentwickelst.

    Viel Erfolg!
    Grüße!
     
  9. Tofu

    Tofu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #9
    Hallo,
    ich konnte heute meine ersten Erfolge verzeichnen. Nachdem ich bemerkte, dass ich einen Akkord, wenn ich ihn auf der Gitarre spiele, im Kopf in seine einzelnen Töne zerlegen kann, habe ich versucht, diese Erkenntnis auf Akkorde(keine Powerchords),die in einem Song vorkommen, anzuwenden-und siehe da: es hat geklappt(hört sich sogar relativ richtig an). Es hat zwar ne viertel Stunde gedauert das Riff, bestehend aus vier Vierklängen herauszuhören, aber fürs erste Mal geht das schon. :)

    Danke für eure Hilfe!
     
  10. reiserso

    reiserso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.06   #10
    Hi, ich fange gerade auch damit an, Akkorde rauszuhören.Erstmal fange ich klein an, das heisst gehe nicht an irgenwelche superschnellen und komplizierten Sachen ran.
    Kleine Erfolge bauen viel mehr auf.
    Ich schnappe mir eher eingängige Mainstream Sachen, die ich im Radio höre, und höre sie mir erstmal an.
    Dann rutsche ich auf den hohen Seiten rum , bis ich den Grundton habe ( ich habe ihn, so bilde ich mir ein, meist dann, wenn ich diesen Ton durchschlagen kann , ohne dass es schräg klingt.)
    Ausgehend von diesem Grundton spiele ich `ne Pentatonik (Dur oder Moll)über das Stück, so dass ich die Tonart dann habe bzw. rauskriege.
    Durch die Tonart weiss ich dann die Haupt-und Nebenakkorde, dann gehts dann los mit Probieren. Ich bin erstmal froh, wenn ich die Dreiklänge rauskriege, der Feinschliff( sus, 7, 7/9 etc.) kommt dann später.
     
  11. Deltafox

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    Erstellt: 23.09.06   #11
    mach' ich (bisher?) auch so :)
     
  12. hampel.d

    hampel.d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.06   #12
    Hey, also bei mir ist es so. Ich weiß inzwischen sofort, was das für Akkorde sind, wenn es einigermaßen normal zugeht. (es gibt Außnahmen, wie z.B. Jazz Lieder, oder richtig schnelle Akkordwechsel)
    - Weil, ich spiele schon ewig Gitarre. Ich versuche mir immer vorzustellen wie der Akkord klingt. Also im Kopf hab ich die Akkorde gespeichert. Wenn ich jetzt ein unbekanntes Lied nur die Melodie höre, dann überleg ich immer schon, wie könnten die Akkorde dazu klingen. Oder wenn ich irgendein Lied spiele, wo die Akkorde schon vorgegeben sind, fange ich an zu spielen und überlege im Kopf, wie klingt der nächste Akkord ohne, dass ich ihn angespielt habe. Mit der Zeit bekommt man dafür ein Gefühl.

    Interessanter Weise, hab ich die Erfahrung machen müssen, dass ich als Gitarrist die Akkorde bei einem Lied mit Klavierbegleitung schwieriger rausbekomme als wenn das selbe eine Gitarre spielen würde.

    Übrigends die meisten Lieder, die so richtig schön eingängig sind, haben einfache Akkorde und es wird auch viel wiederholt. Naja und dann kann man ja immer noch kleine Hilfsmittel nutzen, wie z.B. Computerprogramme die das ganze mal ein bisschen ganz schön langsamer abspielen, um wirklich jeden einzelnen Ton raushören zu können um dann die ganzen Feinheiten zu entdecken. :D Da kann man manchmal richtige Überraschungen erleben.
    So hab ich schon mal die Noten zu einem 4Stimmigen Chorsatz rausgehört und aufgeschrieben. Das dauerte dann nur dementsprechend ziemlich lange.
     
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