Wie In-Ear im Proberaum am besten nutzen?

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Jo_w
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Hallo liebe Leute,

wir sind eine 4-Köpfige Band. Gitarre, Bass, Gesang und Schlagzeug. Die ganze Zeit haben wir ohne irgendwas außer Gehörschutz im Proberaum Musik gemacht.
Ich (Schlagzeuger) habe mir dann mal zum Probieren InEars besorgt (Shure SE215). Bisher benutze ich diese nur mit einem Behringer Powerplay PM1 am Handy um Songs zu üben oder einen Klick (zum Üben) zu haben.
Mittlerweile finde ich sie richtig gut und würde diese auch gerne mehr in die Probe miteinbeziehen, sprich ich würde gerne alle Instrumente und Gesang mit auf den InEars haben. Schlagzeug wird dann ggf. Mikrofoniert


Da ich mich mit der Thematik nicht auskenne, wollte ich mal Fragen, welche Möglichkeiten ich habe und welche sinnvoll sind.
Gitarre und Bass laufen jeweils über eine eigene Box, Gesang über ein Mischpult und dann zur PA.

Welche Möglichkeiten gibt es, mir jedes Signal "abzugreifen" und mir einen eigenen Monitor Mix zu erstellen?
GIbt es was womit ich mir jedes Eingangssignal von Gitarre, Bass über Gesang einzeln Regeln kann?
Was bräuchte ich dazu?

Thema 2;

Wenn die anderen aus der Band auch auf InEar Systeme zurückgreifen würde, was bräuchten wir um mein Vorhaben zu Skalieren? Sprich dass sich jedes Bandmitglied seinen einzelnen Mix getrennt von den anderen erstellen kann?
 
Eigenschaft
 
servus und welcome,

du musst halt alles mikrofonieren und dir dann einen oder 2 wenn stereo - monitorkanäle vom Pult zu deinem IEM legen.

Wenn die anderen aus der Band auch auf InEar Systeme zurückgreifen würde,
Dann brauchst du vor allem ein Pult, welches soviele Monitorkanäle verwalten kann, dh mind. 4 - besser aber 8. Das schaffen heutzutage fast alle Digipulte.
 
Hey, vielen Dank für die Antwort. Was bräucht ich z.B. an Technik um das alles zu realisieren? Ich kenne mich da leider nicht aus. Bräuchte ich so was wie den Behinrer X Air XR18? Da lese ich was von "6 Aux/Monitor Send" Kanälen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bräuchte ich so was wie den Behinrer X Air XR18?
genau - oder eben besser ein X32 (rack) oder ein Ui24 oder...oder.... Kommt natürlich sehr darauf an, wieviel geld Du/Ihr in die Hand nehmen wollt/könnt, aber auch die Frage, ob sich vl eure band mal vergrößern will......

...und dann kommt eben die Frage, wie groß euer Setup sein oder werden soll, ob das nur im Proberaum oder eben auch Live genutzt werden soll....
Da sind nach oben kaum Grenzen gesetzt.
 
Hallo Jo_w und willkommen im MusikerBoard!

Zu Deiner Frage: Als Musiker bin ich Gitarrist, inzwischen aber hauptsächlich Bassist - aus Leidenschaft und Überzeugung. Außerdem bin ich Tontechniker, gehobener Amateurlevel. Ich habe schon ein paar Bands beim Umstieg auf IEM erlebt, teils auch beraten und begleitet, und die sind alle glücklich damit, weil sie alle keinen Schund gekauft haben. Deine Hörer sind jetzt nicht Spitzenklasse - Shure selbst hat einige bessere im Programm - aber es sollte gehen.

Grundsätzlich:
  • Ihr braucht ein Pult, welches groß genug ist, um alle Signale zu verbinden, die Ihr auf dem IEM haben wollte.
  • Das Pult braucht außerdem genügend (stereo)Ausgänge für jeden von Euch. Bei vier Leuten also acht AUX-Wege. Man kann zwar auch Kompromisse mit weniger AUXes und geteilten Mixes eingehen, und manchmal funktionieren die auch, es ist aber ein Spiel mit Risikotaste, und dann heisst es "mit Verlust verkaufen und nochmal teuer neu kaufen". Macht es lieber gleich richtig. Nehmt z.B. das Soundcraft UI24.
  • Ihr braucht genügend Mikros oder DI-Boxen oder Emulatoren, um alle Signale in guter Qualität ins Pult zu bekommen. Möglicher Kompromiss: Im Proberaum den Sound auf dem IEM so laut haben, dass das normal gespielte Drumset auch durch die Hörer noch gehört werden kann. So spart man sich erstmal diese Mikros.
  • Dann braucht jeder eine Kombi aus Sender, Empfänger und IEM-Hörern. Es ist ein großer Vorteil, das gemeinsam zu kaufen und zu planen, damit die Frequenzbereiche zueinander passen. Alle Sender/Empfänger sollten vom gleichen Hersteller bzw. sogar aus derselben Serie kommen. Und auch hier gilt: Qualität zahlt sich aus. Eine billige Strecke mag für den Anfang reichen, aber wenn Ihr mal die Qualität in der Übertragung einer Mittelklassestrecke von Shure oder Sennheiser gehört habt, wollt Ihr nichts anderes mehr.
  • Den Bass könnt Ihr über den DI-Out des Bassamps abnehmen. Alternativ über ein Mikro, aber besser über DI-Out.
  • Die Gitarre entweder über ein Mikro (Shure SM57 oder Sennheiser e906 oder e609) abnehmen oder über einen Emulator (DI-Box mit Emulation des Boxensounds - das ist wichtig für das Klangergebnis) wie Palmer PDI 03 JB (ganz hervorragend) oder das PDI-09 (auch ziemlich gut zum halben Preis).
Ja, soviel erstmal.
 
aber es sollte gehen.
SE215 (hab' auch noch anderes) geht bei mir seit jahren. es geht ja nicht um HiFi oder mastern, sondern um bühnensound und kontrolle.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Dann braucht jeder eine Kombi aus Sender, Empfänger
nicht unbedingt. je nach bewegungsdrang geht es auch drahtgebunden via P16-M
https://www.thomann.de/de/behringer_powerplay_p16m_personal_mixer.htm
wenn ihr im behringer universum bleibt (was sehr zu empfehlen ist) und relativ günstig ist.
 
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Wir fahren in einer Hardrock-Cover-Band eine "Hybridlösung" (da ein Bandmitglied noch nicht auf In-Ear umsteigen mag), bei der (fast) alle einen In-Ear-Mix auf dem Ohr haben, aber trotzdem der Raum beschallt wird. Allerdings mit einem absolut gehörfreundlichen Gesamtpegel ...

Alle Signale (fvoc, git, git, b, dr - demnächst auch keyb) werden abgenommen und gehen in ein Soundcraft Ui24. Jeder hat seinen eigenen Mono-Mix (kabelgebunden), den er via Browser auf dem Smartphone einstellen kann. Bei mir (Basser) hat der Amp einen DI Out, ein Gitarrist spielt mit Loadbox/DI, der andere Gitarrist hat eine DI Box am Pedalboard bzw. stellt gerade auf einen Positive Grid-Verstärker um, der ebenfalls einen DI an Bord hat. Akustik-Schlagezeug wird ebenfalls abgenommen. Rein lautstärkemäßig wäre das nicht nötig, aber im Mix fehlt dann doch etwas.

Das ist bezüglich IEM eine eher rudimentäre Lösung, für unsere Zwecke aber absolut brauchbar.
 
Ich hänge mich da mit meiner Frage mal an, da ich denke, dass ich dafür kein eigenes Thema aufmachen muss und mich mit der vermeintlich BLÖDEN Frage dann nicht separat schämen muss.

Bislang habe ich meinen InEar Kopfhörer immer aus dem STEREO-OUT des RME-Interfaces befeuert. (Softwaretechnisch stellt sich das als 2 unsymetrische Monoausgänge dar)
Jetzt würde ich auch (u.a.) Verkabelungstechnischen Gründen gerne auf 2 andere Monoausgänge wechseln. Diese sind hardwareseitig "natürlich" Mono Symmetrisch.
Wie Adaptiere ich diese zwei Symetrischen Monoklinkenbuchsen "Verlustfrei"?
Mein Gedanke war zB ein "Cordial EY 0,3 GPP". aber da habe ich ja zwei Monoklinken (klar). Was passiert da mit dem symm. Ausgang? Habe eine Knoten im Kopf.
 
@gecco

Wenn es Kabelgebunden sein soll würde ich folgendes nutzen:

Kopfhörerverstärker:


und dazu zwei Kabel XLR Male auf Klinke Symmetrisch.


Wenn du kurze Kabelwege hast kannst du auch unsymmetrisch verfahren, z.B. vom Headphone Output deines Interfaces über eine Stinknormale Stereoklinke zu Stereobuchse.
wenn du vernünftige Kabel hast sind da 8 Meter kein Problem

@alle:
Allgemein ist Stereo klar besser, Mono IEM Mix halte ich trotzdem für deutlich besser als die Klassischen Bühnenmonitore.

Bei einer 4-Köpfigen Band können übrigens alle Bandmitglieder übers XR18 einen Stereo Monitor haben wenn man den Main als IEM strecke nutzt, der Drummer kann beim XR18 auch den Main auf den Kopfhörerausgang legen und kann daher einfach mit den Kopfhörern (ggf. plus Verlängerung) klarkommen.
 
Auch wenn ich Gefahr laufe, im Schallplattenmodus festzuhängen (weil ich immer wieder die gleichen Empfehlungen schreibe ;)):
- In-Ear-Monitoring muss m.E. zwingend in stereo sein. Besonders für Melodieinstrumentalisten wird es sonst schwierig mit dem differenzierten Hören, und auch für alle anderen ist stereo sehr viel schöner.
- Damit wäre das XR18 für euch schon raus, weil ihr ja vier Leute seid - es sei denn, ihr nutzt die Main-Outs auch noch für Monitoring. Das geht ohne Probleme, aber dann kann man das Pult halt nicht nehmen, um damit auch mal seine eigenen Gigs zu mischen.
- Das X32 Rack bietet alles, was ihr braucht. Dank der Aux-Outs hättet ihr da sogar noch 8 Ausgänge übrig.
- Tut euch den Gefallen und verwendet keine batteriebetriebenen Kopfhörerverstärker - kabelgebunden UND Batteriebetrieb halte ich für eine schlechte Idee. Abhilfe schafft beispielsweise der Behringer HA8000 v2. In Kombination mit ein paar TRS-XLR-Adapterkabeln, XLR-Kabeln und Behringer PM1 hat man die so ziemlich günstigste und gleichzeitig ausfallsichere Lösung, die man kriegen kann.
- Wenn ihr live auch mit In-Ear spielen wollt, heißt in meinen Augen die einzige vernünftige Lösung, ein eigenes In-Ear-Rack zu bauen. Aber das kostet mit allem drum und dran leider gerne mal schnell >1500 €.

Allgemein ist Stereo klar besser, Mono IEM Mix halte ich trotzdem für deutlich besser als die Klassischen Bühnenmonitore.
Uff... ich weiß nicht, du. Ich bin zwar auch froh, die lauten Brüllwürfel hinter mir gelassen zu haben, aber mit Mono-In-Ear würde mir persönlich der Spaß am Musikmachen gänzlich flöten gehen. Dann lieber laut und Rock 'n' Roll (genre-unabhängig ^^). Ist zumindest meine Meinung. Soll heißen: Man muss sich dazu seine eigene Meinung bilden, aber ich hätte ein ungutes Gefühl, wenn man sich für die ganze Band eine Mono-System festlegt und davon dann so schnell nicht mehr weggkommt.
 
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Klar, Stereo ist besser, will ich nicht bestreiten, mir reicht dennoch Mono zum Livezocken vollkommen aus (Metaltruppe mit 2 Gitarren, Bass, Samples, Vocals, Drums und Klicktrack)

in jedem Fall ist es halt auch ein Stück weit ne Kostenfrage, 555€ vs 998€. ich hab das Komplette Bandequipment auf meine eigene Kappe gekauft, und damals lag das X32 Rack noch bei irgendwas um die 1300€

der Hinweis mit den HA8000 ist definitiv super, hätte ich mal früher wissen sollen :biggrinB:
 

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