Wie kann ich an höhe gewinnen.

von Trompet, 18.05.05.

  1. Trompet

    Trompet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #1
    Erst einmal ein großes Lob an das Forum stehen wirklich viele interessante Sachen drin.

    Ich habe aber ein Problem und zwar komme ich beim Trompete spielen nicht Über das c3 und ich kann machen was ich will ich schaffe es nicht noch höher zu spielen. Bin schon am überlegen gewesen ob es vielleicht am Mundstück liegen könnte, spiele ein JK 225-1.Bin mir da aber nicht sicher. Und am zuwenigen üben dürfte es auch nicht mangeln da ich pro Tag etwa 1,5-2,5 stunden spiele. Um es vielleicht vorab zu sagen kann mir leider auch keinen Lehre leisten der mir garantiert helfen könnte.

    Ich hoffe nun das ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.:o
     
  2. fontana

    fontana Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #2
    Ums mal ganz klar zusagen, am Mundstück liegts nie!!!!!!
    In 99% aller Fälle liegt mangelnde Höhe einer schlechten Luftführung.
    Das letzle Prozent teilen sich Leute mit wenig bis gar keinem Gefühl für Zungenstellungen
    oder einem so besch!""§$nem Ansatz das wirklich nichts geht.
    Erste Übung für dich daheim.
    Finde raus ob dein Bauch beim Einatmen entspannt ist.
    Falls er das nicht ist solltest du dir überlegen weshalb nicht. Wenn du ihn anspannst bekommst du weniger Luft hinein (probiers selber aus, alle Muskeln anspannen, dann einatmen) und 2. wirds über einen längeren Zeitraum sehr anstrengend.
    Weiter im Text.
    Wenn du herausgefunden hast, dass dein Bauch zu verspannt ist !!!noch vor dem Spielen!!! wird es Zeit was dagegen zu tun.
    Leg dich auf den Boden, bevorzugt Teppichboden sonst kanns recht kalt werden, nicht ins Bett (Matratze ist zu weich, die Konzentration leidet zu sehr und die Einschlafgefahr ist zu groß), und beobachte wie sich dein Bauch hier bei einer ganz normalen Atmung anfühlt. Leg auch hinundwieder eine Hand auf den Bauch, dann spürt manns besser.
    Hierbei wirst du feststellen, dass alles vollkomen entspannt ist.
    DAS SELBE GEFÜHL BRAUCHST DU BEI JEDER EINATMUNG WENN DU SPIELST.
    Zum Üben empfehle ich meinen Schülern 10min täglich auf den Rückenlegen und sich dieses Gefühl merken und ins Stehen zu Übertragen. Im Regelfall schafft man es dadurch die Einatmung in ca einem halben Jahr zu Perfektionieren. Erste Vortschritte sind vorher merkbar: mehr Leichtigkeit beim spielen, bessere Kondition, schnellere Regenerationsphasen...

    Einatmung ist der erste Schritt,
    danach kommt aine aktive Ausatmung, Zungenstellungen und zum Schluß Ansatzmuskulatur.
    Wenn allerdings die Basis nicht stimmt macht der Rest keinen Sinn.

    Wie war der Spruch:
    "Mit lehrem Tank kann man nicht fahren. Also lern erstmal Tanken."

    Zur weiteren Info empfehle ich:
    Malte Burba,
    Carmine Caruso,
    Bart / Eric van Lier
    Charlie Vernon
    Edward Kleinhammer
    Steht allerdings das Selbe drin.
    Letzter Tipp. Versuch nicht zu schnell zu schwierige Sachen zu machen (ständig in der Höhe rumdrücken oder sowas), umso stabiler du deine Basis aufbaust umso leichter und vor allem schneller kommst du weiter.

    Wegen Mundstück, das Mundstück bestimmt nur die Klangfarbe.
    Tiefer Kessel = dunklerer größerer Ton
    flacher Kessel = hellerer und schlankerer Ton.

    Zum vergleich, der Leadtrompeter aus meiner Band spielt ein 1 1/2er Bach
    und spielt sicher bis zum Bb4. Beim C5 wackelt er a bisserl.
    Der sagt dir übrigens dann auch das selbe.

    Ich hoff mal der ganze Sermon hier bringt dir was.
    Viel Spaß beim üben.
     
  3. Trompet

    Trompet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.05   #3
    Also erst mal recht Herzlichen danke dafür. Das mit dem atmen wuste ich so noch gar nicht.
    Habe zwar immer draufgeachtet das ich nicht die schultern mit anhebe aber mir war es nicht bewußt wie wichtig die Atmung ist. Werde es somit gleich in meine Übungen einbauen und los legen.:D
     
  4. tantrix

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    Erstellt: 22.05.05   #4
    na ja, die anderen Tipps sind so verkehrt nicht, aber ein wenig am Mundstück kann es doch liegen. flacher kessel = tutiger Ton und schwieriger in der Höhe. Probier mal eines mit schärferem und deutlich ausgeprägtem Sattel und nicht ganz so rundem Rand.
     
  5. Trompet

    Trompet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.05   #5
    kannst du mir vieleicht einen tip gegen welches da geeignet wäre?:confused:
     
  6. Brassstar

    Brassstar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.05   #6
    Hallo zusammen....

    Also die höhe erreicht man nur mit langer und geduliger Übung... :twisted:
    Ich spiele zeit 14 Jahre Trompete und muss sagen das dafür vieles eine Rolle spielt

    1. Atmung mit dem Zwerchfell (optimal fall zirkulierende atmung)
    2. tägliches üben mit und ohne Instrument (Buzzen)
    3. Alles eine Hirnsache, man muss sich Sicher sein und darf sich nicht verkrampfen

    Ich bin Ausbilder, Musikalischerleiter, und 1st Trompete in einer Brass Band
    und spiele ohne anstrengung in die 4 Oktave....

    Also es geht auf keinem fall von heute auf morgen

    ÜBEN ÜBEN ÜBEN :p :p :p
     
  7. tantrix

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    Erstellt: 25.05.05   #7
    Ich bin Posaunist und pass mir alle meine Mundstücke schon seit Jahrzehnten an. Hab ich von meinem Professor im Musikstudium gelernt. Spann mal so ein Billigteil von Mundstück inne Bohrmaschine, nimm ein kleines Küchenmesser, schleif es vorne ein wenig rund und schabe den Kessel aus und den Rand etwas flacher (vorsicht, soll ja nicht in die Lippen schneiden wie bei King Louis), geht auch ohne Maschine von Hand auf dem Tisch, sofern kein Neusilber. Der breitere Rand gibt mehr Stütze. Sieh zu, dass du den Sattel etwas steiler bekommst, gibt mehr Glanz und Schärfe in der Höhe. Mehr als kaputtmachen geht nicht. Nur Mut.
    Ansonsten die Mundstücke von Kollegen ausprobieren. Eine kleine Sprayflasche mit Alkohol zum desinfizieren wäre ein gutes Argument zum ausleihen.
    Es gibt auch Instrumente, die nicht so gut in der Höhe ansprechen. Ferndiagnose ist leider unmöglich. Ausprobiern, Experimentieren!
    Andererseits spielen Kiefer, Zähne, Lippen, der ganze physiologische Apparat auch eine große Rolle. Nicht jedem ist es gegeben. Ferndiagnose dito.
    Dann gibt es noch die Vögel, welche einen nach Höhe, Schnelligkeit, Trillern, Klappern, Pfeifen und andere Männekes nach beurteilen. So ein Blödsinn beinhaltet keine musikalischen Argumente. Lieber ein Stückchen anständig interpretieren und sei es auf der Basstrompete, denn Ausdruck ist alles!
    Stell dir vor, du spielst "am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Freudenhaus" (gehört zu meinem Programm). Das grölt ein Besoffener. Wie würdest du das auf dem Instrument hinkriegen. Sowas interessiert mich als alter Jazzer/Blueser.
     
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