Wie kraftsparend F-Dur spielen?

von ajo, 10.09.07.

  1. ajo

    ajo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #1
    Hallo Allerseits

    ich hab ein kleines Problem mit dem berüchtigten F-Dur Akord (dem kleinen). Und zwar bekomme ich nach längerem halten des Akkordes Schmerzen im Handballen, genauer gesagt unter dem Daumen. Ich vermute, das liegt daran, dass ich den Griff eher verkrampft spiele im vergleich zu den anderen Akkorden, aber ich hab bisher noch keine "bequeme" Stellung finden können. Habt ihr ein paar Tipps für mich, wie ich das etwas entspannter angehen kann?

    Ach, was mir auch aufgefallen ist, mit der Zeit wird der Akkord immer unsauberer und ich muss mehr Kraft reinstecken um ihn einigermaßen sauber hinzukiregen.....
     
  2. BLurreD

    BLurreD Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #2
    ich mach die "F auf der dicken E-Saite mit Daumen spielen"-Methode.
     
  3. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #3
    Mit dem Problem hatten schon Generationen von Gitarristen zu kämpfen. Die technische Erklärung dafür ist, dass der Saitenanpressdruck am ersten Bund am größten ist, da die Saite vom dahinter (je nach Sichtweise: davor) liegenden Sattel oben gehalten wird und nun sofort wieder nach unten gedrückt wird.

    Lösungsmöglichkeiten:

    :: Gitarre runterstimmen um die Saitenspannung zu verringern (macht IMO aber keinen Sinn)
    :: Hand trainieren (Muskel stärken)
    :: Gitarre höher hängen/halten
     
  4. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.07   #4
    ...Ersatzgitarre F-gestimmt verwenden
    ...Kapodaster benutzen
     
  5. MatthewBurnerer

    MatthewBurnerer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #5
    Üben Üben Üben...
    ich hat anfangs auch meine probleme, aber mittlerweile gehts, ich denk des liegt bei mir aber auch teilweise daran dass ich links mal nen paar probs mit der Sehne hatte. Wie schon erwähnt kann man des ganze auch einfach anders greifen(ich geh mal aus du ahst mim Barré deine Probleme), zum Beispiel mim Daumen, oder nur auf den ersten Vierten Saiten, oder nur so...
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    Sieht net dolle aus, aber ich hoffe mal man kanns lesen...

    gruß Matze
     
  6. ajo

    ajo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #6
    Danke erstmal für die Antworten.

    Ja mit dem Barre hab ich auch noch meine Probleme, aber das war mir auch klardamit habe ich auch gerechnet, ich spiele erst seit 3 Wochen;).
    Ich meine jetzt eigentlich den "kleinen" Barre, be dem man mit dem Zeigefinger die e und h Saite greift. Wenn ich jetzt das Umgreifen übe, z.B. von F nach D, bekomme ich nach ca. 5 Min ziemlich starke Scherzen im Handballen wie ichs oben geschrieben habe. Lasse ich das F weg, klingen die Schmerzen ab und nach einer Weile kann ich das F wieder greifen....
    Ich merke halt, das im vergleich zu anderen Akkorden meine Hand nicht so entspannt ist und habe gehofft dass ich bisher nur nicht die richtige Handhaltung für den Akkord gefunden habe.

    Ich kann ja mal schaun, ob ich ein Foto machen kann, vielleicht kann man dann das Problem eher sehen.

    Edit

    So, hier zwei Fotos
    einmal von vorne:
    [​IMG]

    von oben
    [​IMG]
     
  7. lax_flow

    lax_flow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #7
    mit dem griff hatte ich auch immer meine probleme. Ich finde es deutlich leichter gleich den "großen" Barre zu spielen. Vielleicht wäre das ja auch eine Alternative für dich?
     
  8. mighty_Ibanez

    mighty_Ibanez Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #8
    Sehe ich genauso.. Am Anfang fand ich es auch sehr schmerzhaft, aber wenn man ne weile irgendwelche lieder mitspielt wo ein F-dur Akkord drin vorkommt, geht`s irgendwann ganz einfach...
     
  9. bimbimfranzi.xx

    bimbimfranzi.xx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #9
    Großer Barre oder Umgreifen, sodass der Daumen (bzw. dann die ganze Hand) das Griffbrett umgreift

    so ungefähr (chord ist auf dem Pic halt ein anderer)
    [​IMG]
     
  10. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #10
    kasperlegriff? naja naja..

    versuch mal, die kraft aus dem oberarm zu holen und nicht aus dem daumen. ich denke, du klemmst den hals zwischen die hand und drückst mit dem daumen dagegen, so wie ein schraubstock, oder?

    versuch einfach mal, den daumen wegzulassen (ihn einfach einklappen) und die kraft aus dem ganzen arm zu holen. das kann nämlich eine erklärung für fiese krämpfe oder ziehender schmerz in der gegend der daumenwurzel sein.
     
  11. ajo

    ajo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #11
    Genau so ist es!Ich werde mal deine Variante ausprobieren.

    Was ist eigentlich an bimbimfranzi.xxs Vorschlag vekehrt? Die hab ich auch Ausprobiert, sie war auch deutlich entspannter, nur das Umgreifen hatte ich das Gefühl, dass es etwas sperriger ist, ist aber wahrscheinlich Übungssache....
     
  12. Gore-Illa

    Gore-Illa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #12
    also auf dem bild erkennt man, dass du VIEL ZU FEST drückst. Die Fingerkuppen deiner linken Hand sind auf dem Bild schon ganz weiß weil du so fest drückst, das darf auf keinen Fall sein!

    Probier mal folgendes: Leg einen Finger (z.B. Zeigefinger) auf eine Saite an der Stelle wo du normalerweiße greifen würdest (nicht zudrücken). Schlag jetzt kontinuierlich mit der rechten Hand die Saite an und erhöhe ganz langsam mit der linken Hand den Druck. Sobald der Ton sauber erklingt weißt du wie viel (wenig) Kraft du brachst. Versuch außerdem den Daumen parallel zu den Bundstäbchen und gegenüber des Mittelfingers (mittig) aufzulegen.
     
  13. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #13
    kann ich nur zustimmen!! :great: hatte vorher auch gedacht das mit F-Dur bekommst du nie hin, aber sobald man nicht nur mit der hand zudrückt, sondern wie schon erwähnt den arm mit benutzt ging es gleich vieeel besser! (da muss man halt den schlagarm benutzten um die klampfe etwas zu stabilisieren ;) )
     
  14. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #14
    ist es auch. IMHO ist dieser Griff eher etwas..naja...ich will jetzt nicht sagen "dilettantisch", aber...

    der daumen gehört hinters griffbrett und soll dort die hand führen. das ist seit dem 17. jahrhundet bei den lautenspielern so und sollte bis heute fortgeführt werden. zumindest so gelehrt. ob man sich später doch noch umentscheidet, mit den fingern übers griffbrett zu schmieren (zum beispiel wenn man eh nur akkorde spielt), ist dann eine andere sache.

    naja, dazu muss ich sagen dass ich eigentlich zu 90% bassist bin und es dort fast zum guten ton gehört.. :rolleyes:

    hmm...nein, das hindert die anschlagshand beim sauberen schnellspielen. nur wenn die gitarre irgendwo in den knien hängt. ich kann feste ohne daumen zudrücken ohne dass de rhals nach hinten klappt. musste aber auch ein bisschen mit dem gurt experimentieren, muss ich dazusagen.
     
  15. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #15
    Anhand der Bilder sieht man, dass Deine Haltung falsch (bzw. nicht praktikabel) ist. Wenn Du die Klampfe so hältst, kannst Du im Prinzip nur die Methode üben bei der der Daumen die Bassseiten drückt (Hendrix). Ich würde Dir eher raten die Gitarre schräg nach oben zu halten, Kopfplatte in Schulterhöhe, Body zwischen den Knien (zur Not mit Gurt spielen). Die Greifhand drückt NUR mit den Fingernspitzen, aber nicht mit dem Daumen(!). So als ob Du mit den Fingern am Griffbrett hängen würdest. Die Gegenkraft zur Greifhand wird mit der Anschlaghand (Unterarm/Ellbogen) am Body erzeugt. Das Prinzip einer Wippe. Diese Handhaltung ist zwar am Anfang etwas schwerer zu erlernen, da die Finger die Position erst "erüben" müssen, dafür hast Du es später sehr viel leichter bei schnellem Spiel und komplexeren Akkorden.
     
  16. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #16
    zwischen den knien wie bei der konzert muss nicht gleich sein. nur der hals ein wenig höher, das stimmt. dann geht der ellenbogen auch automatisch von oberkörper weg und man zieht schon fast von selbst mit dem oberarm.

    die klassische konzerthaltung ist recht mühsam für stahlsaitengitarren, finde ich. und in verbindung mit der berüchtigten fußbank saumäßg unbequem und eine orthopädische katastrophe, weil das becken dann unglaublich schief steht.

    siehe meinen beitrag hier, vielleicht hilft das en wenig..

    https://www.musiker-board.de/vb/plauderecke/226740-ziehnder-schmerz-greifhand-3.html#post2501545
     
  17. ajo

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    Erstellt: 11.09.07   #17
    Super, erstmal herzlichen Dank an euch alle.
    Allso ich fasse alles nochmal zusammen, Hals (leicht) schräg nach oben halten, (wenig) Kraft aus dem Arm, und Daumen mittig und parallel zu den Bundstäbchen.

    Das Klappt bei fast allen Akkorden gut, nur noch bei den Barre Griffen, bzw, wenn man 2 Saiten mit dem Zeigefinger spielen muss hab ich noch Probleme, da muss ich viel mehr Kraft anwenden als nötig ist, um alle Saiten gleich sauber klingen zu lassen, aber ich hoffe, das Problem gibt sich mit der Zeit.
     
  18. stratomat

    stratomat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.07   #18
    Also falls es immer noch um den kleinen Barre geht:

    Mit dem von ajo abgebildeten Akkkord, tendiert mein Arm auch zum ermüden.
    Was mir Erleichterung bringt ist, daß ich mit dem Zeigefinger nicht nur die H und E-Saite
    greife, sondern auch die G und vielleicht auch die D-Saite.
    Da diese beiden Saiten bei dem Akkord sowieso von Mittel- und Ringfinger gegriffen werden,
    macht das vom Klang her überhaupt keinen Unterschied. Ich finde es aber wesentlich
    weniger anstrengend.

    Falls es aber einen Grund, das nicht zu machen, dann könnt ihr mich ruhig fertigmachen,
    aber bitte sagen warum :-)
     
  19. Helle B.eC

    Helle B.eC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #19
    Barree greifen ist am Anfang immer schwer. Aber zum üben sollte man in der "mitte" der gitarre anfangen, da geht es am einfachsten
     
  20. Rabauke_rockt

    Rabauke_rockt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #20
    Sers,

    also ich mach es so....

    Animm deine Fingerstellung für den F-Griff ein..lege die Finger nur sachte auf die Seiten, Enicht abdrücken... dann fang an anzu schlagen 1 2 3 4. bei 4 drückst du runter so das der Griff sauber klingt.. dadurch belibt deine Hand entspannt und wird gleichzeitig gekräftigt

    Tab mäßig sieht dat ungefähr so aus:


    E--x--x--x--1--
    B--x--x--x--1--
    G--x--x--x--2--
    D--x--x--x--3--
    A--x--x--x--3--
    E--x--x--x--1--

    Wenn das gut klapt mach nach jeder 2 Anschlag..
     
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