Wie lange halten die Röhren eines Fender Twin Reverbs ?!?

von babazula, 13.05.05.

  1. babazula

    babazula Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #1
    Vielleicht ist das eine dumme Frage, aber da ich keine Ahnung habe...

    Ich habe mir einen Fender Twin Reissue zugelegt, ca. 10 Jahre Alt und noch mit den Original Röhren, also ist noch kein Röhrenwechsel stattgefunden. Meine Frage ist, wie lange die Röhren noch halten, wenn der Vorbesitzer durchschnittlich 1 X pro Woche einen Gig hatte, und ich ung. auch ?!?

    danke im voraus... :great:
     
  2. aam himself

    aam himself Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #2
    Hi,

    Vorstufenröhren halten virtuell ewig. Der Abgang macht sich da schleichend bemerkbar, der Amp wird leiser und klingt harsch und kratzig.

    Die 6L6 (Deine Endstufenröhren) könnten nach zehn Jahren Betrieb wahrscheinlich demnächst mal gewechselt werden. Du musst halt auf Verfärbungen beim Glühen achten, obs richtig grell wird, ob die "Silberschicht" an der Spitze wie immer ist usw. Auch die Endstufenröhren machen nicht von einem Moment auf den anderen Schlapp (es sei denn, es sind 6550) und auch da gibts deutliche Anzeichen vor dem Ausstieg.

    Mach Dir also keine Sorgen, hab aber sicherheitshalber Backup-Röhren im Schrank stehen...

    Grüsse
    aam
     
  3. Hurdibrehan

    Hurdibrehan Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #3
    also mein original twin reverb hat seit 65 die gleichen röhren und er klingt immernoch wie der einfach geilste amp für clean im universum!

    mfg - hurdy
     
  4. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 13.05.05   #4
    Nach 10 Jahren mit einem Gig pro Woche dürften die Röhren reif sein. Auch wenn sie noch funktionieren, sollten deutliche soundmäßige Einbußen da sein. Es ist immer ganz praktisch, wenn man ein Ersatzquartett da hat, und die Röhren kurz provisorisch und testweise umstecken kann (nur kurz spielen und nicht zu laut). Da merkt man, wann es Zeit wird. Die Röhren bauen leider nicht schlagartig sondern schleichend ab, da kann es gut sein, daß man es gar nicht mitbekommt oder die Schuld auf was anderes schiebt.

    @Hurdi: Wenn bei Deinem TR seit 40 Jahren die selben Röhren drin sind, würde ich die auf jeden Fall wechseln. Auch wenn's geil klingt, man risikert einen Totalausfall oder schlimmstenfalls einen Kurzschluß in einer Röhre. Bei der Gelgenheit würde ich auch gleich die Gitterwiderstände auf den Endröhren und die Elkos austauschen bevor sie sich von selbst verabschieden.
     
  5. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 13.05.05   #5
    Ach ja? Welche Anzeichen soll es denn geben??? Röhren sind in der Hinsicht genauso wie Glühbirnen.
     
  6. Hurdibrehan

    Hurdibrehan Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #6
    meinst? also letzte woche sind die neuen speaker gekommen und ich find den sound eigentlich grad ganz ok... aber mal schauen, vielleicht nach dem wir das album aufgenommen haben generalüberholung... neue hallspirale, neue potis und neue röhren, speaker hab ich ja schon. gibt es irgendwelche empfehlungen an röhren?

    mfg - hurdy
     
  7. babazula

    babazula Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #7
    heisst das, dass ich die kompletten röhren umtauschen muss, oder nur die endstufenröhren ?
     
  8. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 13.05.05   #8
    Schmeiß die Originalspeaker und Hallspirale nicht weg bzw. verkauf sie nicht! Falls Du jemals den Amp verkaufen willst oder musst, dann kannst Du die originalen Parts wieder einsetzen. Das Ding hat ja einen gewissen Sammlerwert. :)

    @babazula: Du MUSST gar nix tauschen. :D Ist nur eine Empfehlung. Wir stehen ja nicht vor dem Amp. Aber es ist schon sehr sehr wahrscheinlich, das ein Endröhrenwechsel angebracht ist. Die Vorstufenröhren könnte man z.B. nicht gleich komplett wechseln und erst mal mit zwei neuen Röhren in den Eingangsstufen anfangen, nur mal als Idee. Die Dinger kosten ja auch Geld... Vorstufenröhren sind ja problemslos zu wechseln, ruhig ein wenig hin-und her-probieren.

    Edit: eieiei, die Rechtschreibung!
     
  9. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #9
    Bei dir müssen wohl alle neu.

    @Hurdibrehan
    Bei dir ist wohl gar nix mehr original, das drückt natürlich den sammlerwert erheblich. Neue Potis, okay aber neuer Speaker ist fatal. Am besten wären wohl NOS (New Old Stock) Röhren, aber die werden zu teuer sein. Am besten sind dann wohl die Electro Harmonix bzw. die Svetlana Röhren.

    MfG
     
  10. Hurdibrehan

    Hurdibrehan Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #10
    für meinen fender is mir nix zu teuer, alle teile sind original und unverändert wie die alten, potis muss ich mir aber noch überlegen...

    is schon geil wenn man den amp hat der als einzigster amp im londoner history of music museum steht :).

    mfg - hurdy
     
  11. aam himself

    aam himself Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #11
    Äh.. nicht wirklich ;-.) Also bei den Vorstufenröhren HÖRT man das schon eine Weile bevor die komplett abrauchen. Bei Endstufenröhren geht das natürlich schneller. Aber wenn mal eine 6L6 ausfällt, kannst Du immer noch den Amp ausschalten, kurz abkühlen lassen und danach den Gig damit noch zuende spielen. Bei 6550 ist gleich tot, also da stimmt der Glühbirnenvergleich vielleicht.

    Grüsse
    aam
     
  12. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 13.05.05   #12
    Mal abgesehen davon, daß Du explizit eben nicht von Vorstufenröhren geredet hattest, gilt das aber genauso für die... Wie hört man denn, ob ein Kurzschluß kommt, ein Kontakt abgeht oder der Kolben in kürze undicht wird etc? ;)

    Was hast Du denn gegen 6550? Die sind auch nicht anders als die anderen Endröhren. Ob man mit einer kaputten Endröhre einfach so weiterspielen kann, hängt nur von Ampdesign und von der Art des Schadens ab. Ausschalten und abkühlen lassen hilft bei kaputten Röhren nix... Na ja gut, ausschalten ist auf jeden Fall eine keine schlechte Idee. :D
     
  13. aam himself

    aam himself Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #13
    Okay, explizit und nur für Endstufenröhren:
    Wenn ein Kurzschluss kommt, fliegt die Sicherung. Da ists klar, daß augenblicklich Trente ist. In der Regel - das heißt "in den allermeisten Fällen" - nudelt man aber die Röhren ab. Und da kann man sehr wohl im Vorfeld mitbekommen ob die reif sind.

    Beispielsweise wenn der Sound muffig wird, oder leiser oder harscher. Ähnlich wie bei den Vorstufenröhren, deswegen auch die Zusammenfassung. Anderes Indiz wäre die sich verflüchtigende Silberbeschichtung. In diesem Falle würden die Röhren anfangs nämlich normal funktionieren - nur eben nicht mehr lange.

    Gegen 6550 habe ich nichts, im Gegenteil, ich hab die in meinem Amp. Durch ihren speziellen Aufbau gibts da aber nicht die erwähnten Vorzeichen, sondern es ist schlagartig Schluß - wie bei einem Kurzschluss. Das Problem ist, das gerade hier oft auch nachfolgende Bauteile mit ins Nirwana genommen werden können, wenn - wie bei alten Amps - keine entsprechende Anodensicherung verbaut ist.

    Mach doch einfach mal den Test und einen A/B-Vergleich zwischen alten und neuen Endstufenröhren. Da hörst auch Du es garantiert und definitiv.

    Viele Grüße
    aam
     
  14. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 13.05.05   #14
    Was meinst Du mit Silberbeschichtung? Die elektronenemmitierende Schicht auf der Kathode? Die verflüchtigt sich tatsächlich im Laufe der Zeit (das sieht man allerdings nicht...), deswegen nimmt die Leistung ab, der Amp wird leiser und muffig. Da hast Du recht. Man sollte spätestens jetzt schon aus rein soundmässigen Gründen wechseln. Aber deswegen fällt die Röhre noch lange schlagartig nicht aus, dsa Beschriebene ist ein schleichender Prozess. Siehe Hurdis Röhren, die wahrscheinlich schon seit 35 Jahren in dem Zustand sind... :D

    Ach, is ja auch egal. Lassen wir die Haarspalterei. Wenn's nicht mehr klingt gehören die Dinger eh raus, ob Ausfall oder nicht. Ende! :D
     
  15. ronnie

    ronnie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #15
    Man muss aber dazusagen, dass man die Röhren von früher nicht mit den heutigen vergleichen kann. Die damaligen Tungsram, Philips oder NOS Röhren hatten eine viel höhere Qualität (und Leistung) als die heutigen. Damals wurden die Röhren noch in Westeuropa hergestellt.
    Aber nach 40 Jahren sollten selbst diese Röhren ausgetauscht werden (es sei denn, mit dem Amp wurde nicht viel gespiet; Röhren altern ja bekanntlich nicht)
     
  16. banjogit

    banjogit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.07   #16
    Hallo zusammen,

    kann denn jemand mal 'ne Anleitung / Tutorial geben wie man beim '65 Twin Reverb Reissue die Röhren wechselt und anschließend einstellt / abgleicht ?
    Ich hab weder bei Fender noch im Internet eine Serviceanleitung diesbezüglich gefunden.

    Wär super interessant!

    Danke und viele Grüße
    Hans
     
  17. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 06.07.07   #17
  18. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.07.07   #18
    Hallo Hans,

    die links von Goldtop sind schon ziemlich gut, schau dir die mal an.

    Du könntest mir gut einen Gefallen tun. Miss mal bitte wie hoch das Chassis(das Metallchassis mit den Potiknöpfen ist) und wie groß der Winkel der Front ist. Das muss nicht haargenau sein, grobe Werte reichen.
    Es würde mir sehr helfen:o

    . . . und ich würd dir evt. bei deinem Röhrenproblem helfen :twisted::p
     
  19. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 06.07.07   #19
    Der Winkel, um den die Fontplatte nach hinten abfällt, sollte schonmal 25° betragen.

    /V_Man
     
  20. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.07.07   #20
    Hi,

    gehe ich recht der Annahme dass demnach ein Winkel von 65° zwischen Front und Chassisboden besteht!?

    Thx!
     
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