Wie richtig üben?

von Tentino, 19.11.07.

  1. Tentino

    Tentino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #1
    Hallo,

    bei der Durchsicht dieses tollen Forums bin ich neben vielen interessanten Tips zur Verbesserung der Spielpraxis u.a. auf das Buch "Fundamentals of Piano Praxis" von Chuan C. Chang gestoßen (http://foppde.uteedgar-lins.de/cchome.html). Wer von Euch hat Erfahrung mit den Lernhilfen und Tips zum Üben in diesem Buch? Das Werk ist aus meiner Sicht wirklich beachtlich, wenn auch zum Teil sehr theoretisch.

    Gruß,

    Thomas
     
  2. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #2
    Das Buch ist sehr interessant aber auch umstritten. Eigentlich würde ich inzwischen sagen, es sollte nur von Lehrern und Fortgeschrittenen gelesen werden, da einiges sonst unklar ist. Außerdem vergißt Chang immer das musikalische Spielen, vor allem wenn er von seiner Tocher erzählt. Man könnte befürchten, daß er einen zum Sequenzer machen will.
     
  3. $okow

    $okow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #3
    Hey,

    also ich habe das Buch gelesen und verwende die beschriebenen Methoden. Einige davon waren mir sowieso schon klar - bevor ich das Buch gelesen habe - andere wiederum nicht.

    @ Guendola:

    Das kann ich gar nicht nachvollziehen :confused: Er hat dem musikalischen Spielen ein extra Kapitel gewidmet. So macht er darauf aufmerksam, dass man sich beim Spielen IMMER selber zuhören sollte und da man mit seinen Methoden ziemlich schnell auf Geschwindigkeit kommt, fällt das musikalische Spielen gar nicht schwer.

    @ all:

    Natürlich kann das Buch keinen Lehrer ersetzen, aber es kann einige Denkanstöße geben, seine eigenen Methoden zu überdenken.

    So...und nun viel Spaß beim Grübeln :D

    Greetz
     
  4. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.07   #4
    fand das Buch auch sehr interessant, gerade auch zum Thema auswendig lernen.
    Allerdings war es mir auch oft ein wenig zu schwarz&weiss malerisch (zum Beispiel beim Thema Fingerübungen).
    Alles in allem sehr lesenswert, aber einen kritischen Blick auf das Ganze sollte man sich bewahren.
     
  5. $okow

    $okow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.07   #5
    Den kritischen Blick sollte man sowieso immer wahren :)

    Aber ich finde es wichtig für neue Methoden offen zu sein. So schreibt Chang z.B., dass Hanon absoluter Müll ist. Das sehe ich genauso :)
    Habe meinen Klavierlehrer drauf angesprochen und der meinte: "Hanon, wer ist das?" :D

    Greetz
     
  6. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.07   #6
    Andersrum gibt es auch viele Pädagogen (auch gute), die Hanon voll in Ordnung finden. Ich denke da muss jeder seinen eigenen Weg finden.
     
  7. cordesavide

    cordesavide Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.07   #7
    Also ich finde, die Übungen von Hanon sind ja wirklich nichts allzu Tolles aber es kommt gerade bei Technik viel mehr darauf an, WIE man etwas übt als was man übt. Wenn man die Übungen in verschiedenen Geschwindigkeiten/Tonarten/technischen Modi übt können sie durchaus Sinn machen und was bringen.

    Mir ist ja Chuan C. Chang und sein Buch nicht besonders sympathisch. Es macht zwar in meinen Augen Einiges was er schreibt durchaus Sinn, aber erstens neigt er, wie schon erwähnt, zu Schwarzweiß-Malerei und außerdem hat er eine sehr theoretische/technische Blickweise aufs Klavierspielen, die das eigentlich Wichtigste außen vor lässt - die Freude am Klavierspielen.

    Außerdem habe ich noch keinen Hinweis darauf gefunden, dass Chang je selbst auf einem hohen Level Klavier gespielt hat oder spielt.
     
  8. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.07   #8
    So wie ich sein Buch verstanden habe hat er es nie zu nem richtig hohen Level gebracht, weil er nicht wußte wie man richtig übt und hat deshalb dieses Buch geschrieben, weil er bei seinen Kindern wohl gesehen hat wie es gehen kann, wenn man "richtig" übt. Ich habe shcon manchmal das Gefühl, dass dieser Frust bei ihm durchschimmert.

    Aber prinzipiell muss man nicht fantastisch gespielt haben um bis zu nem bestimmten Level ein guter Lehrer zu sein.
    (auch wenn das nichts beweist: Ralf Rangnick war auch kein toller Fußballer und Bundesliga Trainer war er trotzdem.)
     
  9. Scheufele

    Scheufele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.07   #9
    Hai,

    jaja, der geistert schon seit Jahren im Netz herum. Manche Tips sind nützlich, aber auf mich macht es eher einen pseudowissenschaftlichen Eindruck.

    Meine Empfehlung lautet:
    Titel: "Einfach üben" - 185 unübliche Überezpte für Instrumentalisten
    Autor: Gerhard Mantel

    Gruß
     
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