Wie schlägt man richtig mit Plektrum an? (Saiten beim Anschlag auslassen)

von RobinCrusoe, 29.05.18.

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  1. RobinCrusoe

    RobinCrusoe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.18   #1
    Hallo ihr Lieben, ich habe eine Frage zum Spielen mit Plektrum, auf die ich leider bis jetzt weder eine Antwort in meinem Gitarrenbuch noch in verschiedenen Youtube-Videos gefunden habe. Deswegen dachte ich, ich probiere es einfach mal hier. :-)

    Und zwar geht es um Folgendes: Wenn man mit dem Plektrum verschiedene Akkorde auf der Gitarre spielt, darf man ja je nach Akkord nicht alle Saiten anschlagen (bspw. D-Dur; hier werden die zwei oberen Saiten ausgelassen). Allerdings verstehe ich nicht ganz, was genau ich mit meiner Hand dann anstellen soll. Beginnt meine Handbewegung erst ab der D-Saite und endet dort wieder auch wieder, wenn ich einen Upstroke mache, oder beginnt man wirklich über den Saiten und probiert, die ersten beiden nicht anzuspielen? Oder greift man die ersten beiden Saiten mit dem Daumen der linken Hand ab und spielt dann alle an?
     
  2. toni12345

    toni12345 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.05.18   #2
    Hallo und willkommen im Forum,

    im Prinzip kann man alle Methoden anwenden, die du oben beschrieben hast. Da ich davon ausgehe, dass du noch am Anfang deiner Gitarrenkarriere stehst, würde ich aber mal damit anfangen, die Handbewegung so zu beschränken, dass du tatsächlich erst bei derjenigen Basssaite beginnst, die wirklich angeschlagen werden soll. Entscheidend ist hier vor allem der Abschlag, da hier der Basston als erstes erklingt und großen Anteil daran hat, wie der Akkord wahrgenommen wird. Beim Aufschlag kannst du ohnehin ein bisschen schummeln und im wesentlichen die drei oberen Saiten anschlagen, das reicht für den Anfang völlig.

    Gerade bei höherem Tempo und wilderen Schlagmustern wirst du dann sicher irgendwann automatisch dazu übergehen, die Bewegung auszuweiten und jeweils an der richtigen Stelle auf den Saiten zu landen, und dann kommen auch Techniken zum Abdämpfen bestimmter Saiten ins Spiel, das würde ich mir aber wie gesagt für dann aufheben, wenn du die passenden Bewegungen für die einzelnen Akkorde schon im Kleinhirn abgespeichert hast.
     
  3. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.18   #3
    Hi:hat:

    Ich hab mir mal angewöhnt, alle Saiten die nicht erklingen sollen mit der linken Hand abzudämpfen.

    Dein Beispiel mit D-Dur wäre dann folgendermassen:
    Den Akkord ganz normal greifen. Zusätzlich einfach noch den Daumen über die E und A Saite legen (Nur berühren!). zB bei C-Dur kann das auch der Ringfinger sein. (damit greifst zwar die A-Saite im 3. Bund, aber gleichzeitig berührst damit auch noch die E-Saite darüber. Oder bei Powerchords mach ich das miten Zeigefinger... Je nach Akkord halt.. Natürlich versuche ich nur die Saiten anzuschlagen die der Akkord braucht, aber es ist auch nicht schlimm, wenn ich mal noch ungewollt eine Saite erwische, die ich eigentlich nicht anschlagen wollte... Man hört wohl kurz das Anschlaggeräusch, aber die Saite kann nicht schwingen, stört also den Akkord nicht wirklich.
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.05.18   #4
    Es kommt auch auf die Musik an ...

    Geht es härter zu, greift man in der Regel eh powerchords und da reichen die drei Saiten, die den powerchord ausmachen. Mehr Saiten führen bei hoher Zerre dazu, dass man nix definiertes mehr hört und soundmatsch entsteht.

    Bei Funk oder Pop dagegen gibt es gängige Schlagmuster, die auf komplexen und schnellen Up- und downstrokes beruhen, die häufig über alle Saiten gehen (bei Funk werden allerdings oft eher die hohen Saiten benutzt).

    Eine Technik hast Du nicht erwähnt, vermutlich, weil Du noch recht am Anfang stehst:
    Barre-Griffe. Hier wird beispielsweise der A-Dur-Akkord wie ein E-Dur-Akkord gespielt, allerdings auf dem 5ften Bund und der Ringfinger drückt alle Saiten herunter.
    Dadurch kann man alle Saiten anspielen - anders als bei vielen Akkorden, wo es offene Saiten gibt (wie den D-Akkord, in der Grifftechnik, die Du angeführt hast).
    Dadurch kann man dann sowohl alle Saiten anspielen als auch durch Heben und Senken des Ringfingers bestimmen, wie lange die Saiten nachklingen. Zudem kann man natürlich auch nur bestimmte Saiten anspielen.

    Kurz: es gibt mehrere Wege nach Rom und es ist von Vorteil, viele Wege zu kennen.

    x-Riff
     
  5. michum

    michum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.18   #5
    das hat mit Plektrum erst mal nichts zu tun, dasselbe gilt auch wenn du nur mit den Fingern schlägst.

    Du betrachtest das als wäre es eine Bewegung in 2D, es ist aber in 3D. Es gibt verschiedene Winkel, du kannst so schräg anschlagen dass du nur die gewünschten Saiten erwischst.
    Muss man natürlich üben.
    Wenn es dir wirklich nicht klar ist, lass es dir am besten von jemand zeigen. Live und in 3D.
     
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