Beziehungsweise: Gehörbildung (ja, und Üben natürlich auch).
Zum Thema Gehörbildung:
Wenn Du Intervalle erkennen kannst, dann kannst Du - von einem Startpunkt angefangen - jede Melodie nur im Kopf und ohne Instrument rekonstruieren.
Danach muss man das "nur" noch auf das Instrument übertragen.
Deshalb hatte ich gefragt, ob Du eine Melodie aus dem Stegreif pfeifen/singen kannst.
Das ist doch eigentlich viel schwerer, als auf einem Tasteninstrument die richtige Taste zu erwischen?
Woher weißt Du beim Pfeifen, wie Du Deine Zunge genau positionieren musst, damit der gewünschte Ton rauskommt?
Siehst Du? - Pfeifen ist viel schwieriger als Klavierspielen.
Beispiel: wieder mal eines meiner beliebten Kinderlieder, die immer herhalten müssen:
"Kuckuck, Kuckuck" - da weiß man (mit Übung und Gehörbildung) aha! Das ist eine kleine Terz abwärts!
Und schon kannst Du auf dem Keyboard (oder der Gitarre oder der Geige oder der Flöte oder der Klarinette usw.) diese Melodie spielen: Man nehme einen Anfangston, von dort aus eine kleine Terz (d. h. 3 Halbtonschritte) runter, und schon hat man's.
Ist doch eigentlich ganz einfach, oder?
Viele Grüße
Torsten