Wie studiert Ihr eure "eigenen" Songs in der Band ein

von JensTrommer, 30.06.08.

  1. JensTrommer

    JensTrommer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #1
    Hallo

    ich spiele seit nem Jahr in einer Band (Sänger/Gitarrist/Songwriter).
    Anfangs haben wir mit "4 Akkord- Punk-Songs" angefangen.

    Dann wurde das den Jungs zu langweilig und ich sollte was
    komplexeres Schreiben. Hab ich gemacht, das war Anfang März.

    Wir können den Song immer noch nicht.

    Trotz zahlreicher Demo´s die ich den Leuten mitgebracht habe nichts,
    letzte Woche lief es dann ziemlich gut. Konnten 2/3 der Riff´s spielen und
    haben ausgemacht wir üben und machen beim nächsten Mal weiter.
    Diese Woche will ich wieder damit anfangen, frägt mich der Drummer:
    "Was hab ich den da nochmal gespielt?"(Mussten wieder von vorne anfangen)

    Die Sache mit der Motivation werde ich seperat nochmal ausloten müssen.

    Aber meine Frage: wie studiert Ihr Songs in eurer Band ein ?
    Liegt´s an mir oder warum klappt das nicht ?
     
  2. Gitarrenmensch

    Gitarrenmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #2
    Vorneweg, wir haben klar getrennte Aufgabenbereiche - Unser Sönger komponiert, und der Drummer macht seine Parts selbst, und ich mach bei den Gitarrenpatrs nurnoch die Feinheiten.
    Also geht es wie folgt:
    1. Sänger komponiert, und Notiert alles und schickt uns die Noten bzw druckt sie uns aus und schickt uns die midi-Files dazu
    2. Jeder übt zuhause seine Parts
    3. Der Song wird komplett durchgesprochen in der Band
    4. erstes zusammenspiel - klappt meistens sofort
    5. Viel üben bis es perfekt sitzt

    dH für einen Song brauchen wir 2 bis 3 Proben, bis er Livetauglich sitzt.
    Grundlage für das System ist bei uns ein gewisses musikalisches Level jedes Bandmitglieds, sowie Disziplin und Konzentration.

    MFG

    Gitarrenmensch
     
  3. Griffbrett Brad

    Griffbrett Brad Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #3
    Also bei mir in der Band gibt es ein "kreatives Hirn" - nämlich unseren Leadgitarristen, der gleichzeitig auch singt.
    Er komponiert die Songs&schreibt die Texte. Dann üben wir den Song in der Probe und zu Hause üben wir dann weiter.

    Bis jetzt klappt das ganz gut und er hat auch selbst gesagt, dass er das "Hirn" sein will und wir haben keine Problem damit, da die Songs eigentlich immer recht gut sind.
     
  4. -obZen-

    -obZen- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.08   #4
    nabend...
    also beide gitarristen in meiner band schreiben ihre songs mit guitar pro für gitarre und bass...
    wenn dann einer von den beiden neues material hat, sitzen wir im proberaum...und das ist dann die hölle... ich als armer drummer muss dann kreativ und fantasievoll mit den lauten umgehen die dann manchme von sich geben...

    spiel doch: tamtamtam bisch bosch drrrr bum...

    ja... :confused:

    ich spiel dann einfach erstmal so das grobe fundament vom groove oder fill und später, wenn ich denke das wir sicher sind, fang ich an rum zu experiementieren...

    das riesen problem bei den gitarristen ist, dass sie sachen spielen wollen, die sie gar nicht können. deswegen braucht es meistens manchmal viel zeit um sachen zu klären und zu vereinfachen...
    dann kommt meistens das aha erlebnis und es stellt sich raus, dass der gitarrist bei guitar pro nen 4/4 geschrieben hat, die ganze zeit von nem 4/4 takt redet aber in wirklichkeit nen 5/4 spielt... verse kommt in wirklichkeit 6 mal und nicht drei mal, weil der gitarrist anders zählt ( oder gar nicht) als ich und so kommen halt viele steine auf den weg...

    wenn wir dann fertig sind kommt der sänger, der dann in der zwischenzeit text verbessert hat und sich auch schon ne gesangsmelodie ausgedacht hat, dass geht dann recht schnell...

    also wie man sieht läuft es bei uns ziemlich chaotisch ab, da hätte ich doch gern sowas wie Gitarrenmensch... schön wenn bei allen diese motivation und disziplin da ist...

    nochmal so grob zusamen gefasst

    freitags 2-3 stunden proben (neuer song wird vorgespielt, ideen gesammeln, sachen geklärt, mit glück haben wir da schon 1/4 vom song fertig)

    samstag 2-6 stunden proben (song wir zu ende gebastelt, und dann so oft gespielt und wieder von vorne angefangen bis man mit ach und krach durchkommt, das kann dann mal mit pech 6 probetage dauern)

    also..
    an dir liegt das wahrscheinlich nicht, sondern wohl eher am song oder an den anderen.
    der drummer sollte sich dann wohl die sachen so grob aufschreiben, wenn er sie vergisst. muss ja nicht korrektes notengeschreibsel sein... reicht ja wenn er (ihr) die grundidee wiedererkennt....
     
  5. Gitarrenmensch

    Gitarrenmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #5
    Naja dazu muss man sagen dass wir dann eben andre mal 1 bis 2 monate nicht proben weil wir keinen Termin auf die Reihe bekommen. Und manche Proben wird ausschließlich scheiße gemacht^^
    Die Disziplin ist also bei völlig neuen Songs da, danach neemr^^

    MFG

    Gitarrenmensch
     
  6. maetze

    maetze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #6
    Vorweg: Wir Proben seit einem halben jahr, also noch nicht sehr lange (es ist für uns alle die erste Band)

    Ich würde mich auch so als "Band-Hirn" bezeichnen :screwy: . Wir spielen bisher hauptsächlich Ska-Covers von bekannten Songs um überhaupt mal in die Matierie rein zu kommen. Ich hol mir dann die chords vom netz, klicke Drum/Bass/Bläser-Linien im FruityLoops* zusammen, nehm Gitarre und Gesang auf, => exportieren (mp3 und Noten/Tabs) => ins netz stellen => Bandmembers laden sich das zeug runter und üben...

    Funktioniert bisher relativ gut, wenn alle zuhause genug üben würden :mad: ...

    * FruityLoops, Audio/Sampler Software, ziemlich geiles Teil! http://www.fruityloops.com/
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.07.08   #7
    Die meisten Antworten liegen ja im Bereich, wie in deren Bands neue und eigene Stücke entstehen.

    Ich weiß gar nicht, ob das hier so wichtig ist.
    Im Grunde gibt es auf der Ebene nur eine Nagelprobe, und die heißt: es paßt denen nicht, dass Du oder überhaupt nur einer denen was vorgibt. Da muss man drüber sprechen. Oder es kann sein, dass denen das Stück eigentlich nicht gefällt, die aber mit der Sprache nicht rausrücken wollen. Auch da muss man drüber sprechen.

    Wenn es an sowas liegt, dann ist deren Nicht-Engagement Ausdruck eines heimlichen Boykotts: uns paßt das nicht - also lassen wir den mal auflaufen - also tun wir nix dafür - wird dann schon fallen gelassen.
    Da sowas auf Dauer aber nur Frust erzeugt und über kurz oder lang eine Situation entsteht, dass jeder nur noch zu neunzig Prozent dagegen ist, was andere machen und deshalb irgendwann gar nix mehr geht, sollte man das einfach offen ansprechen.
    Lieber die Katze aus dem Sack lassen und gut ist als so unsausgesprochene Sachen im Raum.

    Wenn es daran nicht liegt, dann kann es an folgenden Punkten liegen:
    > das ist einfach zu kompliziert
    Sie wollen es sich nicht eingestehen, aber sie packen es einfach nicht und deshalb wollen sie es auch nicht spielen. Auch hier: offene Aussprache und auch mal über Ansprüche reden.

    > sie üben einfach nicht gerne oder genug und haben dazu nicht die Disziplin
    Tja - auch hier gehen dann Ansprüche und Tun auseinander und passen einfach nicht mehr. Prog spielen wollen, aber nicht mehr als 4 Akkorde und 2 Rhythmen beherrschen funktioniert halt einfach nicht. Auch hier: offene Aussprache und mal gemeinsame Ziele festlegen und sich zur Not gemeinsam in den faulen Hintern treten.

    Irgendwie gibt es dann noch eine weitere Möglichkeit:
    Ihr übt einfach ineffizient. Wenn sie beispielsweise zu Hause den song nicht hören - dann den gemeinsam hören. Wenn sie zu Hause nicht üben - dann eben gemeinsam. Wenn sie sich in die Struktur nicht einfinden wollen - dann Part für Part üben - bis es Ihnen zu den Ohren herauskommt.
    Und: alles aufnehmen und jeder muss es halt dann bis zum nächsten Mal drauf haben.
    Sonst: Bandkeile.
    Oder: keiner hat´s getan - und dann würde ich sagen: vergiß es. Du hast eine nette Kumpel-Band, die mit jedem Bier intus mehr Ambitionen hat, aber in nüchternem Zustand den Arsch nicht hochbekommt.

    x-Riff
     
  8. [okp]Razor

    [okp]Razor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #8
    Entweder überlegen wir uns in den Proben gemeinsam Riffs oder (was häufiger vorkommt) ich komm mit einem bereits spielbaren Song in die Probe.
    Da spiel ich dann die einzelnen Passagen vor, damit sich Bassist und Drummer schonmal etwas reindenken können und dann überlegt sich halt jeder beim Spielen wie er seine Parts noch ausschmücken könnte.
    Funktioniert eigentlich ziemlich gut
     
  9. JensTrommer

    JensTrommer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.08   #9
    Ok ich seh schon die meisten machen Sie noch mehr arbeit als ich.
    Obwohl Text ausdrucken und Demo aufnehmen auch in der Regel schon 3 Std. dauert.
    Meine Demo´s sind meistens ohne ClickTrack eingespielt, oft aus Faulheit und oft
    weil´s mir zu kompliziert ist.
    Ich nehme übrigens mit meinem Digitech GNX 4 (integrierter 8-SPur recorder) auf.
    Der besagte Song hat ein Riff mit 2 x 4/4 takten danach kommt ein 3/4 Takt usw.
    Wie programmiert man sowas im Drumcomputer ?
    Um ein gutes Demo komm ich nicht rum.

    Denn den Leuten das in den Proben vorspielen immer und immer wieder ist mir zu
    stressig und zu ineffektiv.

    Ich denke das Ihnen der Song ganz gut gefällt, als ich Ihnen den zum ersten Mal vorgespielt hab,
    war der Drummer ganz aus dem Häuschen: ..."bester Song, ...etc."

    Also meine Frage etwas konkretter:
    Wie bereitet Ihr so ein Demo auf ? Schreibt Ihr Notenblätter (ja wirklich Notenblätter oder Tabs)
    Kann vielleicht jemand sowas posten. (Was vielleicht schon geschützt ist oder so, nicht
    das hier noch jemand was klaut):D
    Und wieviel Mühe macht Ihr euch mit Audiodateien, bzw. mit was arbeitet Ihr ?
     
  10. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.07.08   #10
    "gutes Demo" muss ja garnicht sein, es reicht ja, wenn man darauf hört, wer was wann spielt, im Prinzip reicht es schon, die Proben nur mit Mikro im Raum mitzuschneiden, dann ist eine Frage wie "was hab ich da nochmal gespielt" schnell beantwortet
     
  11. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.07.08   #11
    Also wir haben da immer anders gearbeitet.

    Ein Klick reicht mir, darüber spiele ich das Riff - selbst wenn es 7/4 und abwechselnd gradtaktig ist.
    Der drummer sucht dazu eh den Beat, der dazu am besten flow hat - meinen nimmt er nur als Ausgangsbeat. Ähnlich mit dem Basslauf.

    In Zeiten wo ich gesungen habe, hatte ich ja selbst ne Linie, wenn ich einen Vorschlag habe, dann geht der Sänger so ähnlich damit um wie der drummer und der bassist.

    Dann gibt´s noch die Struktur, den Aufbau vom song. Da habe ich dann ne Vorstellung - das korrespondiert ja auch mit dem Text.

    Das ist das was als Vorgabe oder Orientierung steht, zu hören gibt´s in der Regel ein einfaches demo mit main Riff, klick oder drum track, eventuell Basslauf, eventuell Melodie für Gesang.
    Das reicht allen Beteiligten. Will eh keiner stur nachspielen, was ein anderer durchkomponiert hat, und keiner von uns hat Lust, was durchzukomponieren.

    Danach spielen wir den song - part für part - das heißt, so viele gibt es ja nicht: meist fangen wir mit dem wichtigsten an - der strophe. Die spielen wir bis die sitzt und sich gut anhört. Dann den Refrain. Dann Übergang refrain - Strophe. Dann möglicherweise Bridges oder Soli oder Zwischenparts.

    Letzteres machen wir dann aber schon, indem wir den song von vorne bis hinten spielen. Da kommen nämlich die Elemente rein: Dynamik, Längen, Einsatz der Instrumente, Pausen, Übergänge, Betonungen, Spannungsbogen.

    Und: wir nehmen grundsätzlich alles auf, hören oft in den Pausen gemeinsam an, meistens sind wir einer Meinung, was gelungen ist und was nicht - jeder bekommt einen Zusammenschnitt der Proben und der jeweils "amtlichen" Fassung - und die unterscheidet sich häufig vom "Original" - und in den allermeisten Fällen ist die Fassung, die wir dann spielen, lebendiger, besser und einfallsreicher.

    Kurz: wir machen weniger mit Noten oder Komposition oder kompletter Aufnahme - sondern eher mit spielen, üben, entwickeln auf Grundlage einer vorgegebenen Skizze.
    Bei uns funzte das gut.

    x-Riff
     
  12. StayTuned

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    Erstellt: 02.07.08   #12
    Bei uns wird bis zum ersten aufeinander treffen nur eine grobe Ideen/Kurze Riffs erarbeitet.
    Danach ist sofort die Meinung aller Bandmitglieder gefragt (sind ja nur 3) und die Idee wird zur Debatte gestellt.
    Wird die Idee für gut befunden beginnt das (er)arbeiten. 3 - 4 Proben und der Songs sollte grob stehen und Textideen umgesetzt sein. So sollte man imho Songs schreiben. Alle Einflüsse/Meinungen nutzen die einem zur Verfügung stehen.

    Greetz
     
  13. maetze

    maetze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.08   #13
    Ach so, sollte MAN das? Wenn das bei EUCH gut geht, ist das schön.

    Z.B. in einer 7-Köpfigen Band wie die in der ich spiele, könnte das schwierig werden ohne das jemand mindestens eine Grund-Idee liefert. Jedem das seine...

    Ansonsten auch mal SuFu und Google fragen für sonstige Songwriting-Tips...
    Bsp: http://www.justchords.de/reality/writing.html
     
  14. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.08   #14
    vorher werden große ideen/kurze riffs erarbeitet an denen weiter gearbeitet wird. klar wird das mit 7 ungleich schwerer. lies meinen Post und reg dich nicht auf lol immer locker bleiben ;)
     
  15. reservoir dog

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    Erstellt: 02.07.08   #15
    Also wir haben es net besonders schwer, da wir uns in letzter zeit eigentlich nur auf unser "Duo" Projekt konzentrieren. das heisst ich als Sänger/Gittarist schreibe zuhause Texte und erarbeite meine Parts/Riffs auf der Gitarre. Dann treffe ich mich mit meinem Drummer und wir üben die Songs ein. Ich spiele ihm vor was ich geschrieben habe und er gibt seine meinung dazu ab. Wenn er zufrieden ist dann probiert er herrum. Ich gebe ihm vorschläge was er spielen könnte und irgendwann passt es.
    Damit wir einen Song nicht wieder vergessen und wir beim nächsten Proben wieder eraten müssen was wir rhytmisch gespielt haben schreiben wir den Song auf. Also Rhytmik und so was. dann sollte man in der lage sein den Song auch nach hundert mal immer gleich spielen zu können ohne ihn vergessen zu können.
     
  16. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.07.08   #16
    Stimmt!
    Hatte ich vergessen: für jede erarbeitete Fassung des songs gibt es ein gemeinsames Struktursheet - und jeder macht sich noch mal ne eigene Fassung (hier lauter, hier den und den Lauf, hier auf Toms umsteigen ...). Wenn es dann eine amtliche Fassung gibt, hat den jeder zu haben und danach wird dann auch geprobt.
     
  17. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #17
    Alles, was x-riff geschieben hat finde ich sehr passend und sehr erschöpfend.
    Ergänzend dazu würde ich gerne noch anführen, dass es mMn zunächst sehr wichtig ist, das handwerkliche Können und die kreativen Möglichkeiten eines jeden Musikers in der Band genau auszuloten, um offen und ehrlich miteinander umgehen zu können.
    Viel Zeit habe ich in dieversen Bands damit verschwendt, weil sich keiner getraut hat, Kritik am anderen zu üben, oder aber gleich tödlich beleidigt war, wenn er kritisiert wurde.
    Ein vertrauensvolles Miteinander und die Bereitschaft zur Unterstützung handwerklich oder in der Kreativleistung schwächerer Mitmusiker, ist total wichtig für das Gelingen.
    Schließlich verfolgt man ein gemeinsames Ziel und sollte miteinander reden können.
    Musiker sind oft Mimosen. [egal ob es Gitarristen oder Gitarristen sind, (kleiner Spaß)]
    Sie machen aber gern auf dicke Hose, deshalb immer fair bleiben.

    Zum Vorbereiten von Stücken denke ich, dass man hier nicht zu weit vorproduzieren sollte.
    Nur wenn der Songwriter und Texter in Personalunion das "Überhirn" ist, und alle anderen sich dieser Gottheit gerne unterordnen, um an seinem Licht zu partizipieren, funktioniert das mMn.

    Andernfalls stört ein fertig auskomponiertes und ausarrangiertes Stück Musik mMn die Entfaltung der Kreativität und Spielfreude der Musiker.
    Besondere Momente bei der Entstehung von neuen Songs sind für mich, die ersten Versuche, eine nur rudimentär vorgegebene Akkord- und Rhytmus- Struktur zu entdecken und zu beleben.
    Das sind für mich die größten Erlebnisse in der Musik, wenn eine gute Songidee auf Freiheit und Kreativität stößt.
    Die Reproduktion ist oftmals schon durch die Suche nach Einordnung in Hörgewohnheiten deutlich gehemmt.
    Dennoch sollte man diese Phase nicht verpassen, oder schon durch feste Vorgaben gar nicht erst entstehen lassen.
    Um es deutlicher zu machen:
    Gerne stelle ich meiner Band einen Song mit fertigem Text mit der Akustischen Gitarre vor.
    Nur die Akkorde werden vorher genannt und/oder aufgeschrieben.
    Wobei auch dies wenigen Vorgaben offen für Änderungen sind, wenn es der Song erfordert.
    Dann spielen, wirken lassen, Ideen sammeln. Dabei passieren dann oft solche Metamorphosen, wie die als Song gefühlte Midtempo- Nummer wird mit der Band zum Punk der die Ballade, wir ein fröhlicher Mitsinger mit gute- Laune- Feeling.

    Danach folgt eine kurze Aussprache.
    Taugt der Song, um daran weiterzuarbeiten? Wenn ja, was war gut, was schlecht?
    offene Kritik aber auch ehrliches Lob. Wer braucht Hilfe beim Verständnis, wer braucht Anregung?
    Wie gefallen die Sounds?
    Wie kommt man ggf. auch über den Text zur Musik?

    Wenn alle glücklich mit den ersten Ergebnissen sind, sollte man unbedingt eine Rohfassung aufnehmen,
    zur Kontrolle und damit man nichts vergisst.

    Meinem Schlagzeug bin ich dankbar, dass er in der folgenden Phase immer hartnäckig einfordert, einzelne Parts interessanter und eigenständiger zu gestalten, auch wenn er den anderen und mir damit manchmal auf den Sack geht, und sich manchmal in etwas verrennt, so sorgt er doch mit seinem Verhalten dafür, dass jedes einzelne Stück mehr Charakter bekommt und nie langweilig wird.
    Es kommt also mMn auf jeden Einzelnen an. Jeder Musiker soll sich in seiner Musik wiederfinden können. Dann stimmt auch die Motivation.
    Und jeder Musiker, der nicht bereit ist, an sich zu arbeiten und nicht bereit ist, sich weiterzuentwickeln, ist der Band nicht dienlich. Wenn man als Band Ambitionen verfolgt, und das Ziel hat, in irgendeiner Weise erfolgreich zu sein, sollte man sich von diesen Faulenzern verabschieden.
    Grüße
    willy
     
  18. Cranzly

    Cranzly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.08   #18
    Ich kann das nur so unterschreiben ! :)

    Es hilft mitunter auch sehr viel weiter, öfter/länger zu proben und sich über den Song Gedanken zu machen. Je öfter man das Ding gespielt hat, desto weniger vergisst mans. mMn ist nur am Wochenende zu proben zu wenig (auch, wenn das bei uns der Fall ist, da nicht anders möglich). Optimal wäre natürlich z.B. Dienstag und Samstag oder so.
    + die anderen Ratschläge mit sheets und dergleichen sollte das dann eigentlich ohne Probleme klappen, solange alle in der Band wirklich mitspielen !

    gruß, Cranzly
     
  19. Souleater

    Souleater Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.08   #19
    Ich kann willypanic auch voll zustimmen!

    Bei uns ist es auch so das ich als Gitarrist eine melodie kompniere und diese dann in der Probe vorspiele dann wird abgestimmt ob gut oder schlecht und wenn es gut ist dann überlegen die anderen was dazu gespielt werden kann und zum schluss wird der Text geschrieben.

    mfg
     
  20. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.08   #20
    Ich udn unser Sänger schreiben die Songs und nehmen sie bei mir im heimstudio auf (Gitarre und Gesang und oft geplante Keyboard-Sachen in Form von Gitarre). Die Aufnahme bekommt jeder ne Woche bevor wir den Song anfangen mit dazugehörigen Grundtönen. So kommen sie vorbereitet in die Probe.

    Wir nehmen dann einfach alles was feststeht im Proberaum sofort auf und damit kann man es nächste Probe einfach wieder abspielen und hat es wieder wie es war.

    Bei unseren zum teil sehr langen (z.T. bis zu 8 Minuten) Songs ist es fast unmöglich, es anders zu machen und möchte das auch nie wieder missen.

    Klar muss man ca. 1.000€ investieren, um das einigermaßen professionell machen zu können aber die sinds einfach wert.

    Aber im Notfall reicht es auch, ein Handy mitlaufen zu lassen, um etwas nicht zu vergessen.
     
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