Nach so vielen Jahren am Bass, warum sollte man es nicht mal mit einem Tasteninstrument versuchen? Ob nun Klavier oder Orgel ist erst einmal egal, aber die Tendenz geht zur Orgel. Die Sache ist die, wenn man ein Instrument neu erlernt, dass man sich doch Anleitungen sucht, oft immer noch in Buchform. Nun kann man aber meiner Erfahrung nach Orgel nicht mit einem Klavierbuch erlernen, ebenso wenig Klavier mit einem Orgelbuch. Der Grund liegt darin, dass eine Orgel einen andauernden Ton hat, das Klavier wie der Bass auch einen ausklingenden. Entsprechend sind in der Literatur die Stücke für ein bestimmtes Instrument arrangiert.
Was die Sache für jemanden von einem Saiteninstrument spannend macht, sich nun mit einem Tasteninstrument zu beschäftigen ist:
Für das, was du auf dem Bass spielst, brauchst du beide Hände dazu. Auf einem Tasteninstrument schaffst du das locker mit nur einer Hand. D.h., du hast noch eine Hand frei und kannst mit ihr das dazu spielen, was dann ein Gitarrist auch wieder mit 2 Händen spielt. Bei zweien habe ich das mittlerweile so gesehen, da war das am Anfang echt ein Problem, da kommt dem üben mit erst mal einer Hand große Bedeutung zu.
Auf eine klassische Spieltechnik würde ich zwar nicht verzichten wollen, ich bin froh, dass ich sie habe, aber Blues Rock ist nun so schwer auf den Tasten auch wieder nicht. Das größte Problem war für mich lange, die Finger so weit auseinander zu bringen, um Oktavsprünge innerhalb eines Akkordes sauber spielen zu können.