will jetzt KLARTEXT hören...

von inXS, 16.12.04.

  1. inXS

    inXS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.04   #1
    hallo,

    zu meiner person:
    ich bin sänger in ner band. wir spielen rock und manchmal auch balladen, die wohl auch in den bereich pop gehören. das spektrum geht von der härteren kost bis zur ganz lockeren. ich singe nun schon seit etwa 3 jahren intensiv.
    ich hatte mal son halbes jahr privat gesangsunterricht, da ich ich aber leider eltern habe, die das nich so unterstütze musste ich das selber zahlen und hab einfach nicht die kohle, weil ich auch gitarre und bass spiel und das sich auch finanzieren muss...
    betrachtet mich bitte als anfänger, ich hab keine ahnung!

    jetzt zur frage(n):
    hab das alles schon in die suche eingegeben, kam aber nur müll raus! (wenn ich das schreib, dann mein ich das auch so... :) )
    also, kann mir bitte mal einer hier erklären, wie ich kopf und bruststimme erkennen kann? hier gibts doch leute, die sich echt auskennen, Whych zum Beispiel, soweit ich das mitgekriegt hab. und wie kann ich zwischen beiden wechseln? hier wird so oft davon gesprochen, aber es kommt mir ALLES spanisch vor :confused: sorry, vielleicht bin ich auch zu dämlich, aber ich will das vorgekaut bekommen.
    die leute in meiner band sagen, ich muss die bruststimme trainieren und sie mehr einsetzen, aber ich glaube, die ham noch weniger ahnung als ich, weil so wie ich das hier verstanden hab, singen die richtigen sänger nur mit kopfstimme :confused: der smiley ist garkein ausdruck, ich bin wirklich confused!
    als sänger glaube ich, fühl ich mich etwa so in den mitten ziemlich wohl (z.B. etliche beatles songs, with a little help from my friends usw...).

    vielleicht hat ja auch jemand einen link auf irgendeine website, wo gesangstheorie RICHTIG gut erklärt ist, oder vielleicht gibts hier nen thread, der gut ist, sorry nochmal, hab keinen gefunden, der das richtig erklärt, wird immer nur gesagt, dass dies schadet, und jener sänger es so macht. aber wirkliche basics vermisse ich hier...

    so, das war mein totaler anfänger thread, ich hoffe mir kann jemand helfen!
    thx
     
  2. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.12.04   #2
    Ohje, das klingt ja verzweifelt. :(
    Ich versuche mal kurz von oben nach unten auf die einzelnen Dinge einzugehen.

    Erkennen Brust- / Kopfstimme: Eigentlich gehe ich davon aus, daß man das hört und fühlt. Bei Profis (also im Idealfall) hört man den Unterschied nicht mehr deutlich. Soviel ich weiß heißt die Bruststimme Bruststimme, weil hauptsächlich Resonanzräume im unteren Bereich genutzt werden. Da man da viel (Hohl-)raum hat, klingt die Bruststimme meist sehr voll. Sei kann aber auch "guttural" klingen, wenn sie im Kehlkopf "versackt". Die Kopfstimme klingt hauptsächlich in höhere liegenden Resonanzräumen. Sie hat einen helleren Klang und ist bei den meisten Menschen nicht so kräftig. (Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig beschrieben. Wer es besser weiß, korrigiere mich bitte.) Für Brust- und Kopfstimme "verwendet" man (natürlich unbewußt) unterschiedliche Bereich der Stimmbänder. Um Dir genau zu sagen welche, muß ich selbst nochmal nachschlagen.
    Eigentlich sollte man intuitiv wissen, ob man in Kopf- oder Bruststimme singt. Wie fühlt es sich denn an? Wo "fühlst" Du die Töne? Wie hört es sich an? Du müßtest eigentlich einen Unterschied feststellen, wenn Du hoch oder tief singst. Wenn beides gleich klingt und sich anfühlt, dann bist Du vielleicht ein Naturtalent, der von Anfang an das richtig macht, um das andere Sänger kämpfen müssen. :) Oder Du hast die "andere Stimme" noch nicht entdeckt.

    Richtige Sänger singen in Kopfstimme: NO!!!! Impo völliger Unsinn. "Richtige" Sänger können die Stimmen "mischen", bzw. man hört keinen deutlichen Unterschied mehr zwischen Kopf- und Bruststimme. Der Übergang ist flexibel, in die Bruststimme sind warme, hohe Frequenzen eingemischt, die Kopfstimme hat durch tiefere Frequenzen einen gewissen "Tiefgang" bekommen. Alles zusammen klingt dann harmonisch.
    Also: Ziel aller Übung - beide Stimmen trainieren und harmonisch miteinander verbinden. Man hat meist von Anfangan natürlich eine "Schokoladenseite", die man weniger trainieren muß.

    Basics: Powervoice
    Das Buch erklärt die Basics supergut. Die Übungen sind impo nicht so besonders gut.
    Es ist extrem schwierig, Gesang in Worte zu fassen. Daher tun wir uns alle hier so schwer. Versuch mal, ganz genau zu erklären, wo Deine Stimme klingt, wie sie klingt, was Du beim Singen machst.... dann wirst Du es verstehen. :D

    So, so viel habe ich noch nie vorher gepostet. Wenn Dir das nicht hilft, dann weiß ich auch nicht....

    LG
    Elisa
     
  3. 0o-BALTHASAR-o0

    0o-BALTHASAR-o0 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.04   #3
    Ich bin auch seit einiger Zeit Sänger einer Band (+Rythmusgitarre)...aber das es eine Kopf- und eine Bruststimme gibt wusste ich gar nicht :rolleyes: Ich werd ma drauf achten :)
     
  4. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.04   #4
    Versuch mal den Gesang bei Nightwishliedern mitzusingen (und zwar in der Originaltonlage, schummeln ist nicht!).

    Dann wirst du höchstwahrscheinlich in der Kopfstimme singen.

    "With a little help from my friends" ist aber, soweit ich das noch in Erinnerung habe, komplett in Bruststimme, die hohen Töne sind gepresst.

    Meine ich.
     
  5. inXS

    inXS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.04   #5
    vielen dank elisa, werd mir mal dieses buch genauer anschauen...
    ich weiß auch nicht, du hast wahrscheinlich recht. sehr schwer das in worte zu fassen, ich kann ja nicht mal erklären wo mein problem liegt. brauch wahrscheinlich doch unterricht.

    wenn ich beschreiben müsste, wo meine stimme liegt... irgendwo zwischen:
    Cat Stevens, Liam Gallagher, Paul McCartney, aber ich kann auch so kraftvoll und in der tonlage singen wie der von audioslave (fällt der name grad nicht ein). also in diesen gegenden fühl ich mich wohl... ich schätze mal kopfstimme...??? :confused:

    und was ist jetzt das besondere an diesen beiden stimmen? liegt das jetzt wirklich nur an der tonhöhe oder was???

    jetzt noch ne frage: meine bandkollegen sagen immer bei songs, die etwas mehr power haben, also rocknummern, ich müsste mehr aus der brust singen, also mehr von der magengegend oder so. wenn die bruststimme jetzt nur was mit der tonhöhe zu tun hat, dann ist das doch quatsch, ich mein, soll ich dann ne oktave tiefer singen oder was? oder was mach ich falsch? wie geht das?
    vielleicht jemand, der erfahrung mit rock-vocals hat...?

    vielen dank schonmal!
     
  6. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.12.04   #6
    Das besondere an den "beiden" Stimmen ist nicht (nur) die Tonhöhe sondern der Klang. Das hab ich versucht zu erklären. Du kannst die meisten Töne der mittleren Lage sowohl mit Kopf- wie auch mit Bruststimme singen. Wenn Du noch nicht in der Lage bist das zu vermischen, werden sie ziemlich unterschiedlich klingen. Es werden andere Partien der Stimmbänder genutzt und zum Teil andere Resonanzräume angesprochen. Beim ungeübten Sänger ist vielleicht sogar der Stimmsitz unterschiedlich.
    Der Nightwish Tipp ist super. Funktioniert totsicher nur in Kopfstimme. :D Es sei denn Du bist eine getarnte ausgebildete Opernsängerin.
    Oder poste mal eine Aufnahme von Dir, das könnte auch helfen.

    ABER wo genau ist eigentlich Dein Problem? Was willst Du eigentlich erreichen? Du redest immer was von aus dem Bauch raus und Power. Das hat nu nüschts mit der Kopf- oder Bruststimme zu tun. Beide können Powern. Die Bruststimme klingt meist (nicht immer) voller. "Power" kommt über das Zwerchefell, über Atmung und Körperspannung, den richtigen Stimmsitz, etc.......... Mit Power ist meist eher Stimmvolumen, denn Lautstärke gemeint. Also ein voller, kraftvoller Klang der Stimme. Von mir aus meinen Deine Bandkollegen rockig und kratzig. Dann such mal nach "wie singe ich kratzig". Da gibt es auch schon viele Threads.
    Ich glaub, Du must erstmal nach Worten suchen, um dein Problem zu definieren, bevor wir hier Worte finden können, um Dir zu helfen. :)

    MFG
    Elisa
     
  7. DerDrache

    DerDrache Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.04   #7
    so wie ich das mitbekommen hab, bist du männlich oder?
    dann ist es eigentlich ganz einfach. gesprochen wird in der bruststimme.
    du singst jetzt einen ton, ungefähr im bereich, deiner sprache und ziehst den ton dann nach oben. bald wirst du dann zum "bruch" kommen. der teil zwischen kopf und bruststimme, der nicht gesungen werden kann. jedenfalls nicht von ungeübten. mit viel übung geht das. darüber kommt dann die kopfstimme.
     
  8. t?ftler

    t?ftler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.04   #8
    genau, ich geb dem drachen recht.
    kennst du radiohead? das ist hauptsächlich kopfstimme!
    jetzt sing mal einen ton in dieser tonhöhengegend und zieh in runter. dann kommt der besagte bruch. du kommst dann einfach von der anderen seite.
    vielleicht merkst du dann den unterschied. er ist eigentlich ziemlich markannt. nur bei sängern mit sehr viel übung ist da kaum noch ein unterschied zu hören
     
  9. arepie

    arepie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.04   #9
    hallo inXS

    um dir evtl. eine bessere Vorstellung von "Brust und Kofpstimme" machen zu
    können hier "mein Versuch" ! :)

    Also wie schon vorher erklärt wurde , gibt es diesen "Tonhöhenbruch" wirklich
    bei männlichen Gesangsstimmen - ab einer gewissen Tonhöhe kann "Man"
    nicht mehr höher singen ohne in die "Kopfstimme" zu gehen .
    Wird auch sehr oft von "Männer - Satzgesang" z.B. Boygroups BSB o.ä. gemacht .
    Je weniger der "Unterschied zu hören ist , desto besser -
    -> der ist wirklich vorhanden , weil eine Kopfstimme meines Wissens aus
    "Kehlkopftechnischen Gründen " nicht so druckfvoll kommen kann .

    Gute Beispiele sind : BeeGees ! die haben daraus eine "Kunst" gemacht
    > nennt sich dann "Falset" <
    ( ich hoffe ich habe das jetzt richtig geschrieben ! ? )

    Je geübter man ist , desto sauberer und "unauffälliger" sind die Übergänge
    von "Druckvoller Bruststimme" zur höheren "Kopfstimme" .

    Ich hoffe dir das an diesen Beispielen ein wenig näher gebracht zu haben -
    ist wirklich , wenn man es nicht hört und daran erklären kann , schwer zu
    beschreiben . :great:

    MfG Arepie

    P.S. : Mir fällt gerade noch ein geniales Beispiel dieser "Kunst" ein -
    Feddy Mercury von Queen war auch so ein Begnadeter .
    Total druckvoller , ausdrucksstarker Sänger mit (fast) unhörbaren
    Höhenübergängen . :great:
     
  10. Marko@Rockvoice

    Marko@Rockvoice Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.05   #10
    Hallo zusammen!
    Die Begriffe "Brust- und Kopfstimme" sind eigentlich nicht ganz korrekt, genauso wie die komplette Trennung der beiden. Im Volksmund trennt man nach der gefühlten Resonanz, die sich entweder mehr im Kopf oder in der Brust befindet; ABER:
    Was man im allgemeinen als Kopfstimme bezeichnet ist in Wirklichkeit das Falsett, dass in der Tat kein wirkliches Volumen entfalten kann. Das Falsett (false = falsche Stimme) ist eine Stimmfunktion, die keine periodischen Schwingungen hat; die Stimmbänder schließen nicht, daher auch keine größere Resonanz möglich...
    Die Stimmfunktionen/Register die die meisten Sänger gebrauchen sind die Vollstimmfunktion (Bruststimme) und die Randstimmfunktion (eigentliche Kopfstimme MIT periodischer Schwingung).
    Eine ausgebildetet Stimme, die einen guten Registerübergang beherrscht hat eine ebenso ausdrucksstarke "Kopfstimme" wie Bruststimme.
    Ein Opernsänger beispielsweise nimmt Anteile der Randstimme mit in die tiefen Tonlagen und hat somit (fast) keinen hörbaren Bruch.
    Es gibt Sänger, die sich besonders in einer der beiden Register wohler fühlen und somit ihren Stil gefunden haben.
    Um nun herauszubekommen, in welchem Register Du singst und wie sich die Register "anfühlen" sing am besten ein Arpeggio über eine Oktave auf "jo" oder "gu". Dann gehst Du mit jedem Arpeggio einen Ganzton höher bis zu Deiner oberen tonalen Grenze. UND wichtig: Sing leise und GANZ ohen Druck!
    Achte darauf was passiert und wie sich die Töne anhören.
    Die Vokale "o" und "u" sollten es Dir schwer möglich machen vollstimmlich bis oben zu singen :cool:
    Aus meiner Erfahrung würde ich Dir eher nicht zu Powervoice raten. Das Buch ist soweit ganz gut, aber kann für einen Anfänger in manchen Punkten missverstanden werden, was für ein späteres Umlernen um so schwerer macht.
    Als Buch kann ich Dir den "Atlas der Gesangkunst" von Ank Reinders empfehlen, wenn Du ein paar Schritte weiter mit dem ausprobieren bist. Die Theorie ist hier sehr gut beschrieben und vor allem korrekt und nicht gefärbt ("nur klassisch ist gut" oder "Klassik ist mist - Rock ist geil"....)
    Versuch mal diese Website:
    http://www.goodrichvocal.com/education/voicelesson_men.htm
    Hier gibt es einige Tonbeispiele, die Brust- und Kopfstimme verdeutlichen und den Übergang der beiden zeigen.
    Viel Erfolg!

    Marko
     
  11. kox

    kox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.05   #11
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