Worauf achten beim In-Ear-Einstieg?

rosali9502

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Hallo,
Wir sind eine 6köpfige Band und vor allem ich habe ein riesiges Problem, mich als Sängerin in der Probe zu hören. Auch alle anderen höre ich nur als großen Mulm, mit Ausnahme vom Schlagzeug. Nun die Überlegung auf in-ear zu gehen. Nimmt man da Mono oder Stereo, grade als Sänger? Wollen erstmal im Proberaum kabelgebunden bleiben. Mein Herz sagt Stereo, aber ich habe keine Erfahrung mit in ear. Dazu kommt, dass ich schon von Kind auf mit Kopfhörerin in den Ohren so meine Probleme habe: Ein Ohr sitzt perfekt und das andere nur so semioptimal. Beim Gehörschutz ebenso. Daher würde ich gleich auf angegossene Kopfhörer setzen. Bloß welche taugen da was? Denn Rückgabe geht ja bei Costum nicht. Und wie läuft das mit der Anpassung eigentlich ab? Muss ich da irgendwo hin?
Und wie ist das später für die Bühne? Was bräuchte ich da für ein Wireless System? Bzw welches ist empfehlenswert?
Viele Grüße,
rosali9502
 

Wenn möglich (Busanzahl des Mischpultes, Live dann Anzahl der Funksender) würde ich auf jeden Fall zu stereo raten. Viele sind mit Mono zufrieden bis sie mal stereo gehört haben. Es gibt einfach viel mehr Raum her, um die Signale differenzierter voneinander darzustellen.
Wollen erstmal im Proberaum kabelgebunden bleiben
Das würde ich auch empfehlen. Spart erstmal Kosten.
Bloß welche taugen da was? Denn Rückgabe geht ja bei Costum nicht. Und wie läuft das mit der Anpassung eigentlich ab? Muss ich da irgendwo hin?
In welcher Gegend wohnst du denn? Je nachdem ist ein Besuch bei entsprechenden Akustikern empfehlenswert. Der kann beraten und hat i.d.R. verschiedene Hersteller und Modelle zum Testen da. Getestet werden kann mit universellen Ohrstöpseln. Wenn man sich dann für ein Modell entschieden hat, wird ein Ohrabdruck erstellt. Entweder digital oder mit einer Art „Knete“, die im Ohr aushärtet, womit dann Custom-Inears hergestellt werden können.
Und wie ist das später für die Bühne? Was bräuchte ich da für ein Wireless System? Bzw welches ist empfehlenswert?
Da kommt es auf viele Faktoren an:
-Anzahl der Funkstrecken
-Budget (!)
-Vorhandenes Mischpult
-Welche Signale habt ihr?
-sonstige Funkstrecken (Mikros, Gitarren,…)
-Locations
-Bühnengrößen

—> Um wirklich was sinnvolles und zukunftsfähiges empfehlen zu können, muss man sich ein Bild von der Gesamtsituation machen, und auf der Basis ein entsprechendes Gesamtkonzept für die komplette Band überlegen.
 
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Zuerst sollte, wie so oft schon hier besprochen, die Ursache für den schlechten Sound suchen, finden und beheben. Meist wird es dann schon um ein vielfaches besser. Zumal dieser, ich sag es mal etwas anders, Klangbrei, der bei zu bestehen scheint, sich ja auch auf die Inear Mischung nieder schlägt.

Dann ist es schon mal wichtig zu wissen, wie diese Inear Mischung entstehen wird. Welches Mischpult benutzt ihr und kann man davon ausgehen, dass da für IEM genügend Mixbusse bleiben, die eventuell auch in Stereo benutzt werden können. Und habt ihr dann vor auch alle Instrumente in der einen oder anderen Form abzunehmen, damit für IEM auch ein Mix entstehen kann? Grundsätzlich wird Stereo-IEM zumindest mittel- bis langfristig sicher das Ziel sein. Nur muss da die Technik mit spielen.

Wegen Ohrhörer, angepasste Ohrstücke usw kann ich nichts sagen, damit habe ich mich bisher nie beschäftigen müssen.
 
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Ich bin vor einer Weile auf In Ear umgestiegen und wollte dann auch auf angepasste Ohrstücke gehen. Vorher habe ich nach Empfehlung Ohrhörer ausprobiert. Bei Thoman kann man auch zurückschicken.
Ich hatte Rezensionen gelesen und dann Hörluchs HL1250 ausprobiert und war nicht ganz zufrieden.
Danach Audio Technika ATH-E70. Ein Stück teurer, 3-Wege Lautsprecher. Die haben mir dann gut gefallen und sitzen auch mit den gelieferten Ohrstücken gut für mich. Bis auf Weiteres brauche ich jetzt keine angepassten Ohrstücke machen.

Du solltest also aus meiner Sicht Hörer finden, die dir gefallen und erst danach bei Bedarf angepasste Ohrstücke machen lassen. Die Anpassungen werden dich m.E. nicht zufriedenstellen, wenn der Klang dir an sich nicht gefällt.
Mit mitgelieferten Ohrstücken kannst du auch ein Stück weit ausprobieren, wie weit das System dich vom Direktklang isolieren soll.

Mein Nachteil in der Bandprobe ist, dass ich mit den Ohrhörern nicht mit den anderen sprechen kann, wenn sie nicht auch in Mikros sprechen, die ich auf den IEs habe.

Noch ein Hinweis zu Mix: Digitalpulte wie z.B. Behringer* Wing haben die Möglichkeit, daß man sich mit einer App über WLAN verbinden und seinen eigenen Mix auf dem Smartphone individuell einstellen kann.
 
IEM ist ein ziemlicher Materialaufwand und selbst kabelgebunden eine erhebliche Umstellung für alle Beteiligten - jedes Instrument muss abgenommen und ins Pult geschickt werden. Und: Die Benutzung der Hörer muss man üben und langsam steigern - in der ersten Probe mit IEM habt Ihr die Stöpsel für vielleicht 15 Minuten in den Ohren und spielt dann wie üblich weiter. Beim nächsten Mal 20 oder 25 Minuten, dann bei jeder Probe ein wenig mehr, bis Ihr Euch damit wohlfühlt, die Teile die ganze Zeit über im Ohr zu tragen. Das kann für jeden sehr unterschiedlich sein, ich z.B. werde wahnsinnig mit einem Knopf im Ohr.

Wenn dann der Funk angeschafft wird, bleibt unbedingt bei Vereinheitlichung: EINE Sorte Sender und Empfänger, sonst macht man da ein Riesenfass mit Komplexität auf, und jedes Gerät will anders eingestellt, bedient und benutzt werden. Bloss nicht! Bei den Hörern kann natürlich jeder tun und lassen, was er/sie will?

Mono oder Stereo? Stereo ist hier klar besser - jeder kann sein Signal in die Stereomitte legen und den Rest der Band im Panorama drumherum verteilen. Damit kommt man auch bei geringerer Lautstärke klar durch das Arrangement durch, schont also langfristig das Gehör.

Ansonsten bin ich beim Kollegen @Mfk0815 - versucht erstmal, die Quelle der hohen Lautstärke zu ermitteln und daran zum arbeiten. Denn wo auch immer Ihr spielt, habt Ihr dort dasselbe Problem. Vielleicht dank IEM nicht mehr beim Monitorsound, aber beim Sound im Saal. Ich mische oft Bands in Räumen mit diffiziler Raumakustik. Und meiner Erfahrung nach klingen die Bands dort besser, je leiser sie spielen können. Ist einfach so.

Und falls Du trotzdem noch eine Empfehlung brauchst:
Shure* PSM 900 (gut) oder PSM 1000 (besser).
Sennheiser* XSW (okay) oder ew IEM G4 (besser).
Dann gibt es noch empfehlenswerte Anbieter wie mivic und audio Technical, aber mit Eren Systemen kenne ich mich nicht aus.

Ich würde in der Band erstmal die Lärmquellen identifizieren und daran arbeiten.
Und vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir einen kleinen Monitor vor Dich stellst, nur mit Deiner Stimme und Deinem Instrument drauf. In meinem Umfeld hat sich dafür die Box RCF ART 708a verbreitet. Ich selbst habe den Vorgänger und ein System aus einer noch neueren Serie, und die sind sehr gut dafür. https://www.thomann.de/de/rcf_art_708_a_mk_v.htm*

Unbedingt mit Hülle kaufen, sonst sehen diese modernen Plastikboxen nach dreimal transportieren abgeranzt aus. Das Original von RCF ist gut, aber teuer. Thomann* führt unter deren Hausmarke eine einfachere Alternative für den halben Preis, die tut es auch.
 
  • Ersteller
  • #6
Zuerst sollte, wie so oft schon hier besprochen, die Ursache für den schlechten Sound suchen, finden und beheben. Meist wird es dann schon um ein vielfaches besser. Zumal dieser, ich sag es mal etwas anders, Klangbrei, der bei zu bestehen scheint, sich ja auch auf die Inear Mischung nieder schlägt.

Dann ist es schon mal wichtig zu wissen, wie diese Inear Mischung entstehen wird. Welches Mischpult benutzt ihr und kann man davon ausgehen, dass da für IEM genügend Mixbusse bleiben, die eventuell auch in Stereo benutzt werden können. Und habt ihr dann vor auch alle Instrumente in der einen oder anderen Form abzunehmen, damit für IEM auch ein Mix entstehen kann? Grundsätzlich wird Stereo-IEM zumindest mittel- bis langfristig sicher das Ziel sein. Nur muss da die Technik mit spielen.

Wegen Ohrhörer, angepasste Ohrstücke usw kann ich nichts sagen, damit habe ich mich bisher nie beschäftigen müssen.
Die Ursache ist recht einfach: 6 Musiker auf 11m2 und ein Schlagzeuger, der unter 120 Prozent nie spielt, dazu Boxen, die mit meinem Mikro begeistert um die Wette einpfeifen.
 
Hallo,
Nun die Überlegung auf in-ear zu gehen. Nimmt man da Mono oder Stereo, grade als Sänger? Wollen erstmal im Proberaum kabelgebunden bleiben.
Wenn Du für kabelgebunden offen bist dann würde ich auf jeden Fall den Behringer* P1 empfehlen, die Mono-Ausführung ist kaum billiger, und umschalten auf Mono kannst Du auch, aber Du hast die Möglichkeiten.

Für den ersten Test würde ich nicht sagen müssen unbedingt angepasste sein, da tut es auch guter Durchschnitt mit größere Auswahl an Aufsätzen in verschiedenen Größen die man dann nur auch alle durchprobieren muss - für jedes Ohr einzeln. Wird ja nicht so sein dass links die kleinste Größe perfekt passt und rechts die größte noch zu klein ist - also das sollte erstmal auch so gehen denke ich.

in wieweit gehen denn die übrigen Bandmitglieder den IEM weg mit? Das ist denke ich die wichtigste Entscheidung die ansteht, da hängt ja so einiges anderes von ab.

Zum kostengünstige Ausprobieren ist das Mixen über App ein sehr guter erste Schritt. Ich finde wenn möglich Hardware-Controller wie P16 besser, was natürlich Geschmacksache ist. Wenn man als Musiker auch später beim Auftritt für seinen eigenen Mix verantwortlich ist finde es irritierend wenn insbesondere die Frontleute an Tablets (oder gar Smartphone!) hantieren. Wir Musiker wissen warum, das Durchschnittspublikum nicht und wenn man da "an Knöpfen schraubt" macht das auch einen anderen Eindruck als wenn man denkt "antwortet der gerade in einer WhatsApp-Gruppe?".
 
Mein Herz sagt Stereo,
ja, macht das nach möglichkeit, ich sortiere beim IEM immer das für mich Relevante aufs linke, das weniger relevante aufs rechte ohr, irgendwie kann mein Hirn das linke ohr besser auswerten als das rechte. ich werde nie wieder auf Mono zurückgehen.
Wollen erstmal im Proberaum kabelgebunden bleiben.
kannst du auch live machen, ich nutze seit jahren schon die Behringer P2* der kann wahlweise mono oder Stereo betrieben werden, allerdings braucht man für Stereo einen Y Adapter, ich bau sowas selber, zu Kaufen sind die Y Adapter meist recht teuer.

Auch alle anderen höre ich nur als großen Mulm,
- ist das Lautstärkebedingt durch laute Amps die alles zumüllen?
- Ist es einfach nur sound bedingt, also dass da die Höhen fehlen? womöglich auch durch ungleichmäßige Frequenzabsenkung des Gehörschutzs bedingt
- oder gehen alle mit modeler in eine Mittelmäßige PA die dann oder wie ist denn eure Besetzung?

falls alle gitarren via Verstärker spielen kann ich schonmal sagen, dass das spätestens live zum Fallstrick werden kann, den nicht nur der Verstärker, sondern, bzw. gerade auch Gitarrenbox und Mikrofon sind teil des sounds und sollten live reproduzierbar sein.



uff... jetzt hab ich das mit den 11m² gesehen... wie passt ihr da zu sechst überhaupt rein? da kannst du akustisch tatsächlich kaum was machen.


generell könnt ihr euch für ein Komplettes IEM system auf größere Ausgaben einstellen....
alleine Rackmixer, Kopfhörerverstärker und Drummikros sind schon über 1000€

dann kommt noch klimbims wie Split out um die Signale live an den Mischer zu übergeben
je nach anforderungen 100-300€

für jeden nochmal kopfhörer je 120€ - 6666€ je nachdem was man ausgeben will ( ich komm mit den 120€ dingern sehr gut zurecht

dann ein Rack wo der Ganze mist rein soll

Falls ihr für Gitarren Amps nutzt macht auch ein umstieg auf Modeler Sinn, da gehts auch von 80€ bis 2200€ für einen Gitarristen, je nachdem was die halt mindestens wollen.

und ganz wichtig ihr braucht mindestens eine Person in der Band die gewillt ist sich in das thema einzuarbeiten, in meiner Band wären alle aufgeschmissen wenn ich nicht da wäre und ich hab lang gebraucht um alles so wie es jetzt ist hinzubekommen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

die Mono-Ausführung ist kaum billiger,
die mono Ausführung (Behringer P2) kann auch stereo (da ist innen ein dipschalter) und hat den vorteil, dass man mit einem selbstgebauten 2er Multicore Gitarre via Klinke und IEM Signal asymetrisch via XLR über ein kabel leiten kann, läuft bei uns bei 3 Leuten in der Band so, längen von 20 Metern machen überhaupt nix aus.

aber wenn alle erstmal kabel machen wäre so eine 1HE Rackunit auch denkbar und etwas günstiger
 
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  • #9
Wenn, wollen alle den in ear Sound haben, der Schlagzeuger kriegt den aber in sein Pult vom Klick. Wobei auch Schlagzeug das einzige ist, was nicht mit abgenommen werden soll, da er ja eigentlich eh sau laut spielt.

Der Rest soll dann ins Pult und von da auf irgendwas anderes, was dann so viele Ausgänge hat (das Pult ist ein uralter Powermixer mit ausschließlich einem Kopfhörer Ausgang, aber unser Bassist hat wohl irgendwas, was man da noch dran hängen kann).



Und ja, zu sechst auf 11m2 ist sehr kuschelig.. Wir ziehen zwar auch demnächst um, haben dann aber trotzdem nur 24m2. Ist sau schwer in unserer Gegend, überhaupt irgend einen Raum zum Proben zu bekommen.
 
  • #10
6 Musiker auf 11m2 und ein Schlagzeuger, der unter 120 Prozent nie spielt
Dann wirst du wohl mit IEM auch nicht zufrieden sein. Versuch es doch einfach mal mit einem geschlossenen Kopfhörer und einem Kopfhörerverstärker, eventuell gleich dem vom Pult. Da wirst du schon mal einen Ahnung bekommen, wo die Reise hingehen kann.
Ich habe hin und wieder mal mit dem Behringer P2* und einem Audio Technica ATH-M50X* Kopfhörer beim Recording im Proberaum gearbeitet. Damit brauche ich zumindest da keine IEM ausprobieren. Es kann auch mal zum Testen z.B ein Kopfhörer von Superlux* sein. Die sind ganz ordentlich für das Geld.

Aber egal wie du es angehst, wenn da Mikros, mindestens aber mal deines, mit im Spiel ist, und die ganze Band eine Lautstärke-Krieg zelebriert, dann wird das immer noch ein Matsch und Mulm sein. Lediglich der Faktor Monitorbox wird entfernt.
würde ich auf jeden Fall den Behringer P1 empfehlen, die Mono-Ausführung ist kaum billiger
der P1 geht auch, der P2, falls du den gemeint hast, ist aber auch ein Stereo-Teil.
 
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  • #11
Ja Ihr habt recht der P2 ist auch stereo.
Beim P1 gefällt mir der Balance-Regler (und wenn's nur "besser haben als brauchen" ist) und dass man nicht mit mit Adapter/Y-Peitsche/was auch immer hantieren muss. und ich nehme den lieber auf einem Mikrostativ in guter Zugriffshöhe, für An den Gürtel finde ich das Ding zu sperrig, gerade mit zwei XLR-Kabeln. Handling am Gurt wäre für mich der große Pluspunkt für den P2.
 
  • #12
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  • #13
Die Ursache ist recht einfach: 6 Musiker auf 11m2 und ein Schlagzeuger, der unter 120 Prozent nie spielt, dazu Boxen, die mit meinem Mikro begeistert um die Wette einpfeifen.
Meine persönliche Empfehlung geht da ganz klar zu angepassten InEars, das ist vermutlich die beste Abschirmung, die man erreichen kann. Als ich mit InEars angefangen habe, habe ich mir von einem Hörgeräte Akustiker einfach ein Kabel InEar (das waren so JBL Sport Teile) "eingießen" lassen. Das hat so ca. 100-150€ gekostet. Es wird dabei ein Abdruck gemacht und mit dem Abdruck wird dann das Ohrstück gefertigt. Das war tatsächlich eine ziemliche günstige, aber funktionsfähige Lösung. Ich hab die Teile immer noch als 3t Backup.

Allerdings ist es auch so, wenn das Ding richtig gut sitzt (und das sollte es ja), dann ist da auch vom Schlagzeug wirklich viel weniger zu hören, wobei natürlich auch Gesangsmikrofone eine Menge Müll aus dem Raum selber auffangen. Aber differenziert kommt da nichts mehr an.
Ich hab seit langem jetzt custom InEars von Hearos, ansprechen braucht man mich da nicht wenn ich die drinnen hab, ich höre dann nix. Solche Teile sind dann aber ganz klar eine Kostenfrage. Außerdem darf man bei InEars auch nicht ganz vergessen, dass sich das Ohr mit der Zeit verändert, der Sitz kann über die Jahre nicht mehr so perfekt sein wie am Anfang.

Ein weiterer Vorteil von gut angepassten InEars ist, dass du die deutlich weniger laut aufdrehen musst, das schont die Ohren, ein Nachteil ist, dass man sich unter Umständen vom Publikum abgekoppelt fühlt. Das ist auch so, man lebt dann irgendwie in seiner eigenen Welt. Unser Sänger nimmt sich die Prömpel bei Interaktionen auch gerne mal raus, wir haben aber auch Ambience Mikrofone auf großen Bühnen stehen, die dann automatisiert den Publikumssound in den Mix geben. Aber das ist schon ein gewisser Aufwand.

Ganz persönlich bin ich bereit, für gute InEars viel Geld auszugeben, das ist vielleicht eines meiner wichtigsten Tools auf der Bühne und mir ist es wichtig, dass es auch Freude bringt, damit Musik zu machen und zu hören.

Vieles wurde ja schon geschrieben, ich kann auch nur noch mal bestätigen, dass viel am Budget hängt. Man kann sich auch durchaus einiges gebraucht zusammen kaufen und bestimmte Sachen gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien. Allerdings ist es manchmal auch da, dass man unter Umständen doppelt und dreifach kauft, wenn man sich das vorher nicht gut genug überlegt.
Und ganz wichtig ist, dass man in der Band 1-2 Leute braucht, die Zeit und Bock haben, sich damit auseinander zu setzen. Ich hab leider auch schon Bands erlebt, die unbedingt InEar spielen wollten, aber keine Lust hatten, das vernünftig zusammen zu stellen und zu betreuen, geschweige denn, irgendwas vernünftig zu beschriften. Das ist alles kein Hexenwerk, aber ich baue unser System zum Beispiel 1-2 mal im Jahr auseinander um alles sauber zu machen und die Kleinigkeiten zu verbessern, die uns aufgefallen sind.
 
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  • #14
Ich sehe da auch die Möglichkeit, daß vielleicht nicht jeder in der Band mit Inears funktionert bzw. glücklich wird. Das stößt den Leuten auf, die Inears für ein Allheilmittel halten und das auf alle anderen verallgemeinern.
Zweitens bräuchte man für Problemlösung im Proberaum jemand, der sich mit der Materie auskennt, vor Ort bei euch. Ich nehme an, ist keiner da.
Drittens bräuchte man auch für Inears und den technischen Aufriß das alles einzustellen jemand der da Praxis hat. Fazit: das alles wird besser klappen, wenn ihr euch Hilfe holt. Einfach ein paar Thread lesen und dann viel Geld ausgeben kann funktionieren, muß aber nicht.
 
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  • #15
Ich versuche, mich in alle Richtungen schlau zu machen. Ich weiß, dass unser Bassist viel technischen Plan hat (und viele technische Spielereien besitzt), die sich im Laufe seiner Karriere als Schlagzeuger im Orchester angesammelt haben. Er würde von mir als halbe Chefin vermutlich den Auftrag bekommen, das System da zusammen zu stellen und sich einzufuchsen. Daher überlege ich tatsächlich erstmal mehr für mich, was ich als Sängerin brauche und ob das überhaupt alles helfen würde, damit ich mich besser hören kann.
 
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  • #16
Ich würde erst mal den Behringer P2 und einen geschlossenen Kopfhörer kaufen so wie ich es in #10 schon geschrieben habe.
Das ist sicher keine Fehlinvestition, egal wohin sich eurer Weg noch entwickelt, und ein Vermögen kostet das jetzt auch nicht.
Den P2 kannst du dann sicher beim Powermixer z.B per Aux Weg mit einem Klinkenkabel, das du dir von einem Gitarristen oder dem Bassisten schnorren kannst, anstecken und den P2 im Mono Modus betreiben. Dann kannst du dir einmal ein Bild machen, wie das mit dem Monitoring mit Kopfhörer/IEM funktionieren könnte.
 
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