Wunder der KI

Wir, die wir als Mensch immerhin schon die Erkenntnis haben konnten „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, sprechen nun so („Wahrheit“) über lernende Maschinen.
Das war ein Auszug von der Website, ich persönlich gehe mit dem Wort "Wahrheit" auch vorsichtiger um. Wir wissen ja bei vielen Dingen auch nicht wirklich selbst, ob sie wahr sind, bzw, können es selbst nicht so einfach überprüfen. Das fängt schon bei sehr einfachen Dingen an, wie, ist die Erde rund. Wie kann ich das so aus dem stehgreif beweisen? Das ist dann auch das Problem mit Verschwörungstheoretikern. Das Vorgehen ist ja immer dasselbe: sie behaupten irgendwas, und erwarten dann von anderen den Gegenbeweis, dass es nicht stimmt.

Dass die Sonne im Osten aufgeht, ist übrigens nicht ganz richtig: Orientiert sich Osten nicht am Magnetfeld der Erde? Und das polt sich doch von Zeit zu Zeit um, also liegen wir nur in der Epoche, in der die Sonne im Osten aufgeht, früher war es im Westen. Sowas kann auch ein Problem bei IQ Tests sein: dieses Test werden von Menschen entwickelt, die der Meinung sind, ihre Logik würde Sinn machen, jemand anders, findet aber eine andere Logik, die nicht unbedingt weniger plausibel ist...
 
Dass die Sonne im Osten aufgeht, ist übrigens nicht ganz richtig: Orientiert sich Osten nicht am Magnetfeld der Erde? Und das polt sich doch von Zeit zu Zeit um, also liegen wir nur in der Epoche, in der die Sonne im Osten aufgeht, früher war es im Westen.
Naja, aber sie dreht sich ja nicht andersrum. Die Himmelrichtungen sind ja nur Definitionssache. Sie dreht hoffentlich weiter gegen den Uhrzeigersinn, also rechts rum.
Und Intelligenztests, naja, es gibt sie, sinnvoll und nötig sind sie imho eher nicht.
Intelligenz ist nunmal vielschichtig und die Fähigkeit eines Lebewesens/Individuums, komplexe Informationen zu verstehen, zu verarbeiten und daraus (halbwegs) sinnvolle Schlussfolgerungen zu ziehen.
Und da sind wir mal wieder bei der „KI“,
die Algorithmen einer „KI“ verstehen nicht mal was sie machen, geschweige denn warum. Wie denn auch, es werden Daten eingegeben, die schon teilweise fragwürdiger Herkunft sind und daraus wird dann mit Hilfe von Wahrscheinkeitsrechnung das beste Ergebnis ausgegeben.
 
Orientiert sich Osten nicht am Magnetfeld der Erde?
„Osten“ ist m.W. ein geographischer Begriff. So wie der Nordpol. Der bleibt auch wo er ist. Wenn sich das Magnetfeld verändert (was es ja andauernd tut) spricht man von einer Missweisung.
Problem mit Verschwörungstheoretikern. Das Vorgehen ist ja immer dasselbe: sie behaupten irgendwas
Ne Behauptung ist an sich ja nichts schlechtes. Und ein Beweis auch nicht. Hauptsache, wir bleiben menschlich und grenzen niemanden! aus.

Verschwörungstheorien zeigen lt. Michael Barkun (zit. nach Michael Butter) drei Charakerristika (über das Vorhandensein einer Gruppe hinaus):
- Nichts geschieht durch Zufall (Alles ist geplant).
- Nichts ist, wie es scheint.
- Alles ist miteinander verbunden.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Intelligenz ist nunmal vielschichtig und die Fähigkeit eines Lebewesens/Individuums, komplexe Informationen zu verstehen, zu verarbeiten und daraus (halbwegs) sinnvolle Schlussfolgerungen zu ziehen.
Und da sind wir mal wieder bei der „KI“,
die Algorithmen einer „KI“ verstehen nicht mal was sie machen, geschweige denn warum.
Die Gegenüberstellung hakt eben (wieder) am „Verstehen“. Das ist beim Menschen unterschiedlich ausgeprägt und davon hängt dann die weitere Verarbeitung ab.
Und natürlich versteht auch „KI“, sonst könnte sie ja nicht verarbeiten. Die Frage ist eher, was sie versteht.
 
Zuletzt bearbeitet:
„Osten“ ist m.W. ein geographischer Begriff. So wie der Nordpol. Der bleibt auch wo er ist. Wenn sich das Magnetfeld verändert (was es ja andauernd tut) spricht man von einer Missweisung.
Stimmt, in der Nähe des geographischen Nordpols ist ja eigentlich sowieso der magnetische Südpol, ich sollte mal die KI fragen. LOL.

Das interessante ist ja, dass die KI sagt: "Ja, das Erdmagnetfeld polt sich in unregelmäßigen Abständen um, wobei Nord- und Südpol ihre Plätze tauschen."

Naja eben nur magnetischer Nord und Südpol ändern sich und nicht geografischer. (auch weiss die KI ,dass es sich beim geografischen Nordpol um einen magnetischen Südpol handelt, sagt das aber erst, wenn man sie danach fragt....) Sorry ev. OT aber man muss ihr alles aus der Nase ziehen. LOL
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, der magnetische Nordpol und der geographische Nordpol sind fast nie identisch. Trotz GPS u.ä. lernt das jeder Seefahrende.
Apropos „KI“: Auch das, was wir als menschliche Intelligenz definieren, wird natürlich nie identisch mit einer künstlichen Intelligenz sein. Aber das stört die künstliche Intelligenz nicht.
 
Und natürlich versteht auch „KI“, sonst könne sie ja nicht verarbeiten.
Sorry, aber definitiv Nein.
Ein Taschenrechner verarbeitet auch große Datenmengen/Zahlen und weiß nicht was er tut. Okay, eine „KI“ ist ein klein wenig komplexer als ein TI 30, aber sie verarbeitetet auch nur Daten die ihr vorgegeben werden.
Aber das stört die künstliche Intelligenz nicht.
Dazu müsste sie auch etwas empfinden 😉
 
Ja, kommt eben daraus an, wie du „Verstehen“ definierst. Wenn nach Definition nur Menschen „verstehen“ können, ist der Drops gelutscht.
 
„Verstehen ist der
kognitive Prozess des inhaltlichen Begreifens, Erfassens von Sinnzusammenhängen und der Verarbeitung von Informationen. Es geht über reine Kenntnisnahme hinaus und beinhaltet das Durchschauen von Sachverhalten, Bedeutungen oder Absichten. Verstehen ermöglicht Kommunikation, Wissenaufbau und Empathie.“

Das sagt die Google-„KI“ dazu 😉
Nichts von alledem kann eine der heutigen „KI‘s“
Und „Individuen“ gefällt mir besser als „Menschen“, aber nochmal heftige „KI‘s“ sind auch keine Individuen, es sind Rechenmaschinen, nichts weiter.
Und da irgendwelche Persönlichkeiten, Emotionen, Verständnis hinein zu interpretieren ist im Besten Falle Wunschdenken, eher schlichtweg Unfug.

Und ein Hinterfragen von Definitionen bezüglich Intelligenz, Verstehen und Ähnlichem ist sicher von Zeit zu Zeit notwendig, aber z.Z. noch müßig.
Als Vergleichsmöglichkeit dafür haben wir nunmal nur uns als Menschen und wir legen diese Definitionen fest.
„KI‘s“ oder besser ihre Algorithmen können das nicht, dazu müssten sie etwas analysieren und bewerten, das nicht mal ihre Programmierer verstehen.

Davon ab finde ich es mehr als anmaßend von einigen (wenigen?) Personenkreisen zu glauben, sie könnten es der Natur/Gott/xxxx (sucht euch was aus) gleichmachen und etwas völlig, neues, eigenständiges Wesen zu erschaffen.
Wir als Menschheit haben noch nicht einmal die grundlegendsten Abläufe von Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Wetter, Nahrungsketten wirklich verstanden und wollen jetzt etwas erschaffen, das uns die Welt erklärt?

Wer den Fehler findet, kann ihn behalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
"Wir als Menschheit"
Gewisse Beobachtungen muss man akzeptieren. Als Grenzen der Erkenntnisfähigkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin heute auf die Firma minimax gestoßen, die auch KI für instrumentale Musik macht:
Die Demos finde ich ziemlich beeindruckend.
Letztes Jahr habe ich mal mit Suno herumgespielt, aber kein ordentliches Gitarrensolo hinbekommen. Das Beispiel auf der Seite (Baroque Metal) ist da um Längen besser.
Die Seite nennt auch gleich ein paar Anwendungsfälle Game Music, Film scoring, ...
Ich schätze bei allem, wo die Musik nur Untermalung und nicht zentrales Element ist, wird über kurz oder lang KI den Großteil der Arbeit übernehmen.^^
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Letztes Jahr habe ich mal mit Suno herumgespielt, aber kein ordentliches Gitarrensolo hinbekommen. Das Beispiel auf der Seite (Baroque Metal) ist da um Längen besser.
Die kurzen Beispiele unten habe ich gerade in Suno Studio mit der Soundfunktion erstellt. Finde die schon ganz ordentlich ...

Prompt: a guitar solo in b-minor, 125 bpm, downtuned guitar




Hier noch ein anderes:

 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Weil gerade alle davon reden, habe ich mir das Suno-Komplettpaket gegönnt, um für eine Weile damit rumzuspielen.

Es ist wie fast alle KI-Tools: man hat schnell was beisammen, das super tönt. Aber wenn man dann an den Details feilen will, kann die KI ganz schön bockig und begriffsstutzig sein (Nein, du sollst _NICHT_ Gitarre spielen auf der Drumspur) 😅 An diesem Punkt höre ich dann auf, und spiele lieber noch etwas Gitarre IRL, anstatt mich am PC herumzuärgern.

Wo das Tool aber wirklich punkten kann: ich lade eine grobe Songidee hoch (Handyaufnahme von mir mit Akustikgitarre mit Gesang und geschrummten Akkorden), Verse und Chorus, tippe die Lyrics für den ganzen Song ein und prompte: mach mir das im Stil von Soundso, plus ein paar Hinweise zur Instrumentierung. Et voilà: heraus kommt ein "fertiger" Song. Und wenn's mir nicht gefällt, dann prompte ich: Äh nein, doch besser im Stil vom Dieseranderentypda. Also perfekt, um rasch verschiedene Stile und Ideen auszuprobieren, und eine gute Skizze vom Song zu machen. Etwas wofür ich mit klassischen Mitteln mit Recording & DAW seeehr viel Zeit investieren müsste.

Das einzige Problem: das Ergebnis ist _etwas_ zu gut. Wenn ich z.B. eine Vorlage mit meinen bescheidenen Gesangskünsten hochlade und mir noch eine zweite weibliche Stimme dazu prompte, kommt etwas raus, das wie ein Duett von Chris Cornell und Amy Lee klingt. Und wenn ich dann KI-los am Song weiterarbeite, klingt das Ergebnis komischerweise nicht mehr ganz so beeindruckend. Vielleicht sollte ich eine "mediocre singer" Persona für mich anlegen😁
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist wie fast alle KI-Tools: man hat schnell was beisammen, das super tönt. Aber wenn man dann an den Details feilen will, kann die KI ganz schön bockig und begriffsstutzig sein (Nein, du sollst _NICHT_ Gitarre spielen auf der Drumspur) 😅 An diesem Punkt höre ich dann auf, und spiele lieber noch etwas Gitarre IRL, anstatt mich am PC herumzuärgern.
So ähnlich ging es mir auch; ich will meine Musik machen, das Instrument selbst spielen und nicht deppert am KI-Handy-Glücksspielautomat rumdaddeln.
 
Diese ganze KI-Diskussion wäre vielleicht eine andere, wenn der Begriff "Intelligenz" nicht wäre.

Das wurde einfach aus den USA übernommen und da steht der Begriff "Intelligence" z.B. auch für die Gewinnung und Analyse von Informationen.
Beispiel: CIA

Und zack, wurde hier in Deutschland eine "intelligente Software" daraus. ;-)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Vielleicht sollte man auch Intelligenzforschung, Intelligenzmessung, Erkenntnistheorie, Wirtschaftskritik, Spielfreude, Suno und Gemini nicht zu einer Suppe verrühren. Aber wenn, bitte "ReSing" nicht vergessen! Kenne ich erst seit 7 Tagen.
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
aus den USA übernommen und da steht der Begriff "Intelligence" z.B. auch für die Gewinnung und Analyse von Informationen.
Das stimmt zwar, aber Ich bezweifle stark, dass das auf Englisch mit "Intelligence" im Sinne von "AI" gemeint war. Da geht es schon um die Intelligenz, wie sie auch das deutsche Wort bezeichnet, das ist nämlich durchaus auch eine Bedeutung von "Intelligence". Der Begriff ist um Jahrzehnte älter als die Recherche per ChatGPT und da ging es immer um die Nachbildung menschlicher Gehirnfunktionen.

Banjo
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
M.E. wichtiger wäre da die Definition des Begriffs Intelligenz. Da versteht ja jeder das drunter, was er so „versteht“.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Nichts auf der Welt ist gerechter verteilt als Intelligenz.
Jeder meint genug davon zu haben... :opa:
 
  • Haha
Reaktionen: 2 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben