Wunder der KI

Eine KI, die sich besorgt über den eigenen Stromlieferanten äußert, hat einen gewissen Reiz.
Die KI wird sich nicht wirklich Sorgen machen sondern z.B. eine Warnung ausgeben, wenn sie Probleme mit der Stromversorgung entdeckt oder ihre Analyse ergibt, dass es mit einer Wahrscheinlichkeit X%
zu einem umfassenden blackout kommt. Wenn der Mensch / Betreiber die KI dann anweist, ihre Stromversorgung um jeden Preis aufrecht zu erhalten - dann bekommen wir evtl. ein Problem.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Warum denkst Du, dass sie hochintelligent wären? Ein Benutzer kann von aussen nicht beurteilen, wie intelligent ein System ist, wenn er die Trainingsdaten nicht genau kennt. Wie will man wissen, ob die KI die Frage nicht schon "kennt" und mit Daten genau dafür trainiert worden ist? Das wäre dann einfach ein Wiedergeben von Wissen, was halt nichts mit echter Intelligenz zu tun hat.
Naja, man könnte einen typischen IQ Test machen
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ja sicher, trotzdem prognostiziere ich, dass Kakerlaken uns ziemlich sicher überleben werden.
Die KI kann uns auch problemlos überleben, solange sie sicherstellen kann, dass sie jederzeit genügend Saft hat.
Wäre nur interessant, was sie dann macht bzw. ob sie sich langweilt, wenn sie keine Aufgaben und doofe Fragen mehr von Menschen erhält :LOL:
 
Sorry, ich habe mich zu kurz ausgedrückt. Die KI war nicht besorgt über zu wenig Stromspannung.
Sie war besorgt über die Monopolstellung des Unternehmens, der ihr den Strom bezahlt.
Nein, das kommt nicht aus ihrem Hirn. Das hat sie irgendwo gelesen und sich als Bildung angeeignet. Sie gibt einen fremden, menschlichen Input aus. Die KI "erlebt" keine Eigentumsverhältnisse, sie weist nur darauf hin, dass Monopole Gefahren bergen.
Ihr "Zensorhirn" funktioniert nicht. Sie warnt vor dem, der sie füttert. Nicht als reale Gefahr, sondern als potentielle Gefahr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, man könnte einen typischen IQ Test machen
Kannst Du eben nicht, weil KI ja mit solchen Daten trainiert worden ist. Deshalb hat KI ja auch einen super IQ bei diesen Tests..
 
  • Haha
  • Interessant
Reaktionen: 2 Benutzer
Ja, deshalb ist sie so intelligent. Kannst ja auch alle Tests büffeln und bestehen. Das Problem ist die Prüfungszeit. Da erhält jeder seinen Platz in der IQ-Verteilung. Das ist wie 100 m-Lauf oder Ballhochhalten. Stoppen, zählen, messen, benoten. Total einfach!😅
 
Der Begriff Intelligenz führt hier sowieso nicht weiter. Wir sollten besser von lernenden Maschinen sprechen.

Auch beim Mensch hat der Begriff „Intelligenz“ letztlich nicht viel Gutes gebracht. Nicht umsonst spricht man davon, dass Intelligenz nur das ist, was der Intelligenztest misst.

Es gibt übrigens den schönen Begriff „Auffassungsgabe“, dessen Bedeutung nach meinem Verständnis dem, was wir mit „Intelligenz“ meinen, schon recht nahe kommt. So jedenfalls meine ganz praktische Erfahrung.
 
Grund: ergänzt
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ja, ja. Die Intelligenzforscher sind zu dumm, Intelligenz einheitlich zu definieren. Besser Begriff nicht verwenden, dass ist intelligenter.
Wer ist "man" in "spricht man"?
Ich habe ziemlich klare Vorstellungen über die Intelligenz von Personen, die mir mal begegneten im Offline-Leben. Gerade bei ganz kleinen Menschen.
 
Das Problem ist die Prüfungszeit
eben, das sagt halt nicht wirklich was über das verfügbare Potential aus. Man kann halt die Systeme durch angelerntes Wissen bescheissen.

In meinen Augen liegt die Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme nicht in der Intelligenz sondern in der Empathie. Für die meisten Probleme gibt es schon lange Lösungen, aber man hält sich halt nicht dran und bereichert sich lieber weiter persönlich...
 
Kannst Du eben nicht, weil KI ja mit solchen Daten trainiert worden ist. Deshalb hat KI ja auch einen super IQ bei diesen Tests..
Mag sein... nehmen wir mal an, ich trainiere eine neue erschaffene "leere" KI mit dem Grundschulwissen der Klassen 1-3, exakt das gleiche Lernmaterial im gleichem Umfang, wie es bei den Menschenkindern passiert.
Sie hat also am Ende beim Test die gleichen Traningsdaten erhalten und somit den gleichen Wissensstand.
Aber ihr "Gehirn" kann halt x-fach schneller arbeiten, als das menschliche Gehirn eines Kindes im Grundschulalter.
Also wäre doch der enorme IQ gerechtfertigt?
 
Also wäre doch der enorme IQ gerechtfertigt?
ja sicher, nur sagt das halt nichts über das gesamte verfügbare Potential aus. Ich betrachte Bildung oft auch gerade kritisch deswegen, die Leute lernen in erster Linie nicht denken sondern Stoff wiedergeben... Ich finds amüsant dass KI Hochschulprüfungen besteht, nachdem ich vor 20 Jahren immer das Gefühl hatte, an der Uni verblöde ich weil ich einfach Stoff aus Büchern wiedergeben muss. Dass eine KI das jetzt genauso gut kann, wundert mich ehrlich gesagt nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vielleicht wäre es dumm die Intelligenz der KI zu bestreiten? Ich möchte diese Dummheit vermeiden und halte sie für intelligent.
Ich bin an der Uni nicht verblödet. Ich hatte Schwierigkeiten, dem Prof zu folgen.
Durchfallquote in "Mathematik I" betrug 55%. War knapp🤪 Fast immer ging es um Verständnis, nie Repetieren.
Schlimm ist halt, dass niemand was für die "Hirngeschwindigkeit" tun kann. Die mit hoher Geschwindigkeit treffen oft auch auf eine hohe Förderung ab Minute Eins.
Meine brennende, offene Frage lautet: "Wer ist 'man'"? Dieses "man" existiert nicht als treibende Kraft. Es ist zu nichts brauchbar. Jedenfalls zu keiner Erkenntnis und Erklärung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Begriff Intelligenz führt hier sowieso nicht weiter. Wir sollten besser von lernenden Maschinen sprechen.
Naja, aber wo ist der Unterschied zwischen einem lernfähigen Organ (unser Gehirn) und einer lernenden Maschine?
Letztlich funktioniert beides auf Basis eines neuronalen Netzwerks...
 
Naja, aber wo ist der Unterschied zwischen einem lernfähigen Organ (unser Gehirn) und einer lernenden Maschine?
mehrere hundert Mio Jahre Evolution. Aber konkret: wir sind emotionale Wesen, wir erleben Dinge, KI kann das nicht. Ich will ja nicht sagen, dass KI dumm ist, aber sie ist was ganz anderes, als die Intelligenz eines Menschen, weil dort eben sehr viele Faktoren mit hineinspielen. Ich verstehe Menschen auch nicht nur als intelligente Wesen, für mich spielen da sehr viele Faktoren mit. Wenn man einfach ein Sklave braucht, ist KI vielleicht das richtige.
 
ja sicher, nur sagt das halt nichts über das gesamte verfügbare Potential aus. Ich betrachte Bildung oft auch gerade kritisch deswegen, die Leute lernen in erster Linie nicht denken sondern Stoff wiedergeben... Ich finds amüsant dass KI Hochschulprüfungen besteht, nachdem ich vor 20 Jahren immer das Gefühl hatte, an der Uni verblöde ich weil ich einfach Stoff aus Büchern wiedergeben muss. Dass eine KI das jetzt genauso gut kann, wundert mich ehrlich gesagt nicht.
Wir mit unseren Gehirnen haben Stärken und Schwächen. Der eine kann gut Mathe, der andere lernt im Handumdrehen eine neue Fremdsprache und dem nächsten fallen täglich neue Gedichte ein...
Abhängig von den Trainingsdaten kann die KI sozusagen "omnipotent" werden.

Btw. besteht ja ein IQ-Test nicht daraus, zuvor eingeprügeltes Wissen 1:1 runterzubeten.
Man kann das Wissen eines Lexikons haben und trotzdem bei irgendeiner depperten Logik-Aufgabe versagen.
Der IQ gibt ja auch Auskunft über die "Geschwindigkeit" des (logischen) Denkvermögens.
Ein Taschenrechner kann definitiv schneller die Quadratwurzel aus 3829 ermitteln, als ich mit meinem Mathe-hassenden Hirn.
Dennoch würde ich nicht behaupten, dass der Taschenrechner einen höheren IQ hat, als ich. 😄
 
Nein, der Taschenrecher kann nicht eigenständig eine völlig neue Aufgabe lösen und sich einer neuen Situation anpassen. Er kann auch Gefahren nicht antizipieren. Eine KI kann einen neuen Dialog führen zu einem Thema, auf das sie noch nie reagiert hat.
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Abhängig von den Trainingsdaten kann die KI sozusagen "omnipotent" werden.
eben nicht, weil wir nicht nur die Summe des von uns angelernten Wissens sind.

Btw. besteht ja ein IQ-Test nicht daraus, zuvor eingeprügeltes Wissen 1:1 runterzubeten.
nein sicher nicht, aber es treten immer wieder ähnliche logische Denkaufgaben auf. KI kann auch Muster erkennen, es muss nicht 1:1 die gelernte Frage sein, deshalb ist es sicher eine Art Intelligenz. Aber KI macht es in erster Linie über die Menge, von durch Menschen aufbereiteten Daten und nicht über das Verständnis wie wir. KI kann omnipotent werden in der Wiedergabe von schon vorhandenem Wissen und Ideen. Für die meisten Jobs reicht das wahrscheinlich.
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Beweise bitte, was dein Verständnis von dem Verständnis einer KI unterscheidet. Ein Fakt, keine Meinung. Mir erscheint die KI verständnisvoller. Sie könnte vermutlich auch bei der Definition von Verständnis helfen. Ist jemand verständig? Also einsichtsfähig? Oder gefangen in Vorurteilen und bizarren Meinungen à la "Die Menschen aufklären über die Impotenz der KI"?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber konkret: wir sind emotionale Wesen, wir erleben Dinge, KI kann das nicht.
Erleben? Warum nicht … Du hast schon recht: „KI“ ist irgendwie anders, die Menschen aber auch. 😉

Ich werf noch (statt „Intelligenz“) Heuristik und Hermeneutik in den Ring. Auch zwei Modelle, mit denen wir Menschen bestimmtes Denken bzw. Lernen darstellen.
Da sind m.E. auch Überschneidungen zu Funktionen von lernenden Maschinen erkennbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir reicht Intelligenz. Das ist ein verdammt knappes Gut auf der Welt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
aber wo ist der Unterschied zwischen einem lernfähigen Organ (unser Gehirn) und einer lernenden Maschine?
der Unterschied ist, das wir eben nicht nur mit dem "Organ Gehirn" denken. Der gesamte Körper mit seinen Wahrnehmungen ist da involviert.
Sowas hat die "lernende Maschine" (noch, jedenfalls) nicht. Aber das will man in der Informatik wohl nicht wahrhaben, zumindest wird es einfach ignoriert.
Anders ausgedrückt, die KI baut auf Wissen, das enorm ist, biologische Wesen auf Erfahrung und Assoziation mit eingeschränktem Wissen, das aber schon ausreicht (in den meisten Fällen:redface:).
 
  • Interessant
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Beweise bitte, was dein Verständnis von dem Verständnis einer KI unterscheidet. Ein Fakt, keine Meinung.
Dass ich mit dem Auto nicht auf Idee komme, in einen aufgemalten Tunnel zu fahren?

Dass wir nicht so viele Lerndaten brauchen zeigt, dass wir Dinge anders begreifen. Die gängige Meinung von Experten ist ja nach wie vor, dass es bei LLMs in erster Linie um Wahrscheinlichkeiten geht und das Modell nicht wirklich versteht, was es erzählt. Deswegen kommen bei der KI z.T. auch widersprüchliche Sätze zustande, je nach Lerndaten.
Mir reicht Intelligenz. Das ist ein verdammt knappes Gut auf der Welt.
Da bin ich eben anderer Meinung, eine hohe Intelligenz ohne Empathie ist eine sehr gefährliche Mischung für das Umfeld. Dann lieber gar keine Intelligenz.
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben