Yamaha CV820 Wes Borland Signature Erfahrungen

von MlM, 01.11.16.

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  1. MlM

    MlM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.16   #1
    Hallo Leute,

    ich bin zufällig auf eBay US auf die Yamaha CV820 Wes Borland gestossen. Hatte die völlig vergessen. Muss so um 2007 aktuell gewesen sein und Yamaha hat wohl die Produktion recht schnell wieder eingestellt.

    Nun hab ich GAS nach der Gitarre und möchte mich jetzt auf die Suche machen. In der Auktion auf eBay US liegt der Startpreis bei 2.500$. Das ist zu krass! Ich glaube in Deutschland lag der Neupreis bei 1.800€ oder so....

    Aber abgesehen davon würden mich Erfahrungsberichte interessieren. Hat die hier im Forum jemand oder hat jemand mal eine in der Hand gehabt? Is ja schon ne Weile her...

    Weiß jemand warum Yamaha die Produktion so schnell eingestellt hat bzw. warum es keine ähnlichen Folgemodelle mehr gab? Das Ding war schon irgendwie innovativ...

    Lass hören!
     
  2. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

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  3. Stratz

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    Erstellt: 02.11.16   #3
    Die Gitarre kam zu einer Zeit raus, wo Wes Borland nun gerade nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stand. Dann hat Yamaha auch nicht das größte Mojo/Standing bei vielen Gitarristen, obwohl die Gitarren wirklich toll verarbeitet sind und gut klingen. Preis-/Leistung sind immer sehr gut.
    Die Drop 6-Modelle, mit 26,25"-Mensur, (Viktor Smolski hat damals Werbung für die RGX 420S D6 gemacht und das Ty Tabor-Signature-Modell gab es auch mit dieser Mensur) sind damals auch für kleines Geld ausverkauft worden. Gedacht für Leute, die keine 7-Saiter oder 30"-Bariton haben wollen, trotzdem aber gerne runterstimmen. Heute sind 6-Saiter mit längerer Mensur (>25,5") absolut keine Seltenheit mehr. Da war Yamaha etwas seiner Zeit voraus, aber viele Gitarristen hat es nicht interessiert, weil man die Marke eher mit den Pacificas in Verbindung bringt, die bei Einsteigern sehr beliebt sind. Hätte ein Ibanez- oder ESP/LTD-Logo auf dem Headstock geprangt, so wäre das vielleicht etwas anders gelaufen.
    Die Form hat auch nicht jeden angesprochen. Da wird es schon sehr schwer eine gebrauchte Wes Borland aufzutreiben, für die kein Mondpreis aufgerufen wird.
    Der "höhere" Preis resultiert natürlich auch daraus, dass die Gitarre in Japan gefertigt wurde. Yamaha hat nämlich kein Sublabel für die günstigen Modelle wie z.B. ESP mit LTD, Fender mit Squier oder Gibson mit Epiphone. Qualitativ sind die Modelle aus Taiwan aber auch 1A.
    Meiner Meinung nach wirst du viel Glück haben müssen. Da musst du selber wissen, wo deine Schmerzgrenze ist. 2500$ werden wohl nur Sammler und absolute Wes Borland-Fans zahlen. Trotzdem ist das eine sehr interessante Gitarre, die ich leider nie angespielt habe.

    Hier noch ein Review:
    [Gitarre] - Yamaha CV820WB - Wes Borland Signature
     
  4. VilleVallo

    VilleVallo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.16   #4
    Rückblickend (das eine Review stammt ja von mir) ärgere ich mich heute schwarz, dass ich meine Wes Borland verkauft habe. Naja, was tut man nicht alles für die Liebe. Eine großartige Gitarre, deren Verarbeitungsqualität auf allerhöchstem Niveau war (mein Modell) bzw. ist. Yamaha baut Instrumente der Weltklasse, nur am Sexappeal hapert es doch erheblich. Da kollidieren wohl europäische und japanische Vorstellungen von Marken und Unternehmensstruktur.

    Einige Einzelheiten kurz angesprochen:

    - Die Tonabnehmer wären auch heute nicht so meins, die hatten einen schon arg niedrigen Output.

    - Der Hals hat schon ordentlich Fundament, dünner wäre besser, aber das ist nun mal Geschmackssache.

    - Den Klemmsattel halte ich noch immer für eine überragende Erfindung und frage mich, warum es diese Technik nicht auch wo anders (lizenziert) gibt. Im Rahmen des physisch möglichen keinerlei Stimmprobleme, schneller(er) Saitenwechsel und auch Tuningwechsel gehen so schneller von der Hand. Ein Problem der ganzen Sache ist allerdings, dass wohl keine Ersatzklemmelemente für den Sattel zu haben sind. Zumindest blieb eine dahingehende Anfrage von Yamaha (Deutschland) unbeantwortet. Wenn da einmal etwas im Eifer des Gefechts verloren geht, hat man ein Problem und muss sich irgendwo wohl etwas anfertigen lassen.

    - Elektronik war voll iO

    - Keine Griffbrettmarkierungen: Sexy as hell.


    Ganz ehrlich? Ich suche selbst seit dem Verkauf nach einer neuen Yamaha CV820. Diese Form, die einzelnen Eigenschaften und der Sound: das war schon lecker. Aber 2500 $ (zzgl. Versand, Steuern und Zoll - macht also gute 3000 Euro) wären mir da doch zu viel. Auch wenn die Decke der Gitarre (wohl) komplett handgeschnitzt ist und dementsprechend mehr Manpower drinsteckt als anderswo. Ursprünglich hat die Gitarre 1450 bzw. 1499 Euro und später nach dem Comeback von Limp Bizkit 2009 1899 Euro bzw. nach Einstellen der Produktion seitens Yamaha 2100 Euro gekostet. Für die hier aufgerufenen 3000 Euro könnte man ggf. das gute Stück auch als Customprojekt nachbauen lassen und entsprechende Anpassungen (dünnerer Hals, andere Tonabnehmer) vornehmen lassen.

    Falls das jemand liest und eine verkaufen will: Meldet euch! ;-)


    Kleine Ergänzung: Wes Borland hat den Vertrag mit Yamaha aufgelöst, nachdem der Gitarrentechniker, der ihn zu Yamaha geholt und die Gitarre geplant hat, das Unternehmen verließ und zu Jackson "gewechselt" ist. Dementsprechend spielt er bis heute Stock-Jackson Gitarren, die er zum Teil recht hart "modifiziert" (Was? Neckpickup? Brauch ich nicht. Raus und das Loch mit Panzertape zu kleben). Hier ein kleines Video: (Da wurde das Panzertape dann zu Werbezwecken wohl doch gegen etwas dauerhaftes getauscht)

     
  5. MlM

    MlM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.16   #5
    Das ist interessant!

    Ja, bezüglich der Ersatzteile hatte ich mich auch gefragt wie da wohl der Lagerbestand so aussieht. Vor allem weil das Custom Teile sind.

    Bezüglich des Halsen hätte ich da tatsächlich noch Fragen:

    Wie dick ist er so ca? Vergleichbare Gitarren bsp. Les Paul Custom hin Taper, PRS Wide Thin oder Fender Modern C. In welche Richtung gehts?

    Auf den Bildern sieht der Hals auch immer insgesamt sehr breit aus. Ist das so?
     
  6. flysky578

    flysky578 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.17   #6
    Moin, bin gerade über google auf den Thread getoßen..ist ja auch noch nicht soo alt deswegen Antworte ich mal :D

    Ende 2014 hab ich aus England ne Cv 820 gekauft die leider nicht wie im beschriebenen Zustand war..hab sie dann trotzdem behalten da bei mir bestimmt auch ein paar macken dazu gekommen wären.Allerdings war oben am Klemmsattel die Schraube total ausgenudelt weil der Vorgänger da wohl mit nem normalen Schraubenzieher drangegangen war.

    Daraufhin hatte ich mehrere Händler abgeklappert rund um Hamburg und hab einen kleineren Laden (mit Yamaha kontakten)gefunden der mir das Ersatzteil bestellen konnte.Allerdings meinte dieser auch das es ein sehr spezielles Ersatzteil wäre.
    Das waren dann fast 80€ und dauerte glaube ich über einen Monat..ob sie neu war oder aus bestand weiß ich nicht.Auch wie es mit den Tremolo/Mechanik Elementen auschaut weiß ich leider nicht, da ich dieses auch total genial finde ^^.

    Zum Halsprofil: Hm ich hab ihn eben mal mit meiner MIM Jazzmaster verglichen.
    Ich finde schon dass er einiges dicker ist als Fender Modern C, vorallem im vergleich mit meinen Schecter Gitarren mit C Profil kommt er mir dicker und um einiges breiter vor.Mich stört es nicht da ich es als angenehm empfinde, ein Freund mit einer Sg Standard meinte das selbe quasi "dick aber nicht zu dick". :D

    Hoffe ich konnte helfen

    Grüße
     
  7. Leader

    Leader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.17   #7
    Ich hätte sie sooooooo gern :) Glückwunsch
     
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