Yamaha Dx7 und Cubase

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kusselin
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Hallo Zusammen,

Ich wollte hier mal die Experten fragen bzgl. DX7 und Cubase.

Ich habe noch diesen 80ziger Synthi und bin jetzt irgendwie wieder auf den Geschmack gekommen. In YouTube sieht m“n immer Videos mit Sounds aus den Achzigern wie zb take on me von aha oder Jump von van halten...die da immer nachgespielt werden..

Ich frage mich halt wie und wo die die Sounds herbekommen?

Kann man das zb mit dem DX7 auch machen? Der synthi hat ja damals noch kein USB gehabt.. ddr hat glaub ich nur so Stecker (polig) an der Rückseite.

Könnte man da mit einem Adapter den synthi ans Laptop mit Cubase anschließen .. da dann den Sound zb von van halen zb Jump wählen und nachspielen? Welches Verbindungskabel benötigt man da? Gibts das bei Ama** zb.

Ich bin absoluter Anfänger was das betrifft, also bitte nicht gleich steinigen. Wenn ich nicht frage komme ich ja auch nicht weiter.

Wäre super nett wenn ihr mir Tipps oder Links zukommen lassen könntet.

Mir wäre es halt wichtig.. DX7 mit Läppi zu verbinden und dann die entsprechenden Sounds zu laden zb mit Cubase oder ähnlichem Programm um d“n das Lied mit dem geladenen Sound zu spielen...hoffe ich hab mich gut ausgedrückt?

Wenn das geht woher bekommt man die Sounds? Gibt es die auch kostenlos?

Über Tipps und Tricks von euch freue ich mich.

Gruss

Kussel
 
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Nope, Du kannst den DX per Midi spielen lassen, aber nur die Sounds, die er drin hat. Eventuell besteht die Möglichkeit, per Midi Sounds aus anderer Quelle zu importieren, aber sie müssen dann im DX gespeichert sein.

Viele Sounds von damals kamen vom Yamaha, aber so Sounds wie Jump, das war eher Roland.
 
kusselin
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Ok das heißt das was ich vorhabe geht so nicht.. in verschiedenen Videos sieht man halt ein Synthi und ein PC sowie Cubase.. und dann laden die da Sounds rein (Plugin ?) und spielen dann....

Dh. ich bräuchte hier ein neues Keyboard und keinen Synthi?

So wie hier zb:



Kannst du mir da eines empfehlen das im Einsteigerbereich liegt und nicht zu euer ist?

Gibts da Informationsquellen , Videos mit denen ich mich weiterbilden kann? Wie gesagt absoluter Neuling was das betrifft.

Heißt aber auch das ich so den Dx7 nicht mit dem PC verbinden kann und nutzen kann?

Gruss
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Halt.. per Midi geht heißt aber nur die Sounds die er hat auch auf den Cartridges..richtig?
Welches Kabel benötigt man dazu?
 
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Halt.. per Midi geht heißt aber nur die Sounds die er hat auch auf den Cartridges..richtig?
Welches Kabel benötigt man dazu?
Ja er lässt sich per Midi ansteuern und das Kabel heißt Midikabel. Da gibt es Interfaces zum PC.
 
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Ok danke Dir....

Wo wende ich mich hin bzgl meiner anderen frage mit dem Keyboard und den Sounds?

Könntest du mir da einen Tipp geben oder Link

Das wäre echt super nett
 
kusselin
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Eigentlich bräuchte ich ja nur ein billiges MIDI - Keyboard mit UsB ...MIDI ist hier wichtig richtig?das ich dann an den Rechner anschliessen kann ..hiervdann cubase starten und dann müsste Cubase das Midi KB erkennen.. richtig
 
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Nope, Du kannst den DX per Midi spielen lassen, aber nur die Sounds, die er drin hat. Eventuell besteht die Möglichkeit, per Midi Sounds aus anderer Quelle zu importieren, aber sie müssen dann im DX gespeichert sein.

Viele Sounds von damals kamen vom Yamaha, aber so Sounds wie Jump, das war eher Roland.
Der Jump-Sound kommt aus einem Oberheim-Synthesizer ;) (Sorry fürs Klugquatschen, ob nun OB-X oder OB-Xa… :engel:

Ich frage mich halt wie und wo die die Sounds herbekommen?

Kann man das zb mit dem DX7 auch machen? Der synthi hat ja damals noch kein USB gehabt.. ddr hat glaub ich nur so Stecker (polig) an der Rückseite.

Man sollte eine Sache gleich am Anfang und verinnerlichen: MIDI (Musical Instruments Digital Interface) ist eine “Steuerschnittstelle“.
Es werden keine Audiodaten/Signale aufgezeichnet oder verarbeitet, wie z.B. bei einer Tonaufnahme. Mit einem MIDI-Interface für einen Computer, können im Computer die Notendaten gespeichert und bearbeitet werden, nach dem Muster: welche Note/Tonhöhe (welche Taste), wie lange (Taste wird runtergedrückt und wieder losgelassen) und wie stark wird die Taste angeschlagen. Diese Daten werden klassisch in einem Sequenzer aufgezeichnet. Das kann ein Hardware-Gerät sein oder auch eine Software (Sequenzer-Software). Dies war die ursprüngliche Kernaufgabe von Programmen wie Cubase oder Logic.

Die Sounds werden von einem Klangerzeuger, wie Synthesizer oder Drumcomputer erzeugt. Die Audio-Signale der Klangerzeuger wurden im einem Mischpult bearbeitet und dann auf einem Aufzeichungssystem (Bandmaschine / Harddiskrecoder / DAT) gespeichert.

Mit fortschreitender Computer-Technik ist aber alles virtualisiert worden. Aus der Sequenzer-Software wurde die DAW (Digital-Audio-Workstation). Hier liegt alles in Form von virtuellen Instrumenten und Effekt-Geräten (Plug-Ins) vor. Auch das Mischpult wurde virtualisiert.

Cubase zeichnet jetzt nicht nur die MIDI-Daten auf, sondern ist auch eine virtuelle Bandmaschine / Sampler /Drumcomputer / Synthesizer.

Um damit Musik zu produzieren, benötigst du neben der Software und einem guten Computer ein Gerät zum einspielen von Noten (der DX7 würde funktionieren, dann benötigst du noch ein MIDI-Interface um den DX7 z.B an eine USB-Schnittstelle des Computers anschliessen zu können). Dann empfiehlt sich ein externes Audiointerface. Einige Audio-Interfaces haben auch eingebaute MIDI-Schnittstellen. Mit dieser Kombination können dann die ersten Schritte in die Musikproduktion getan werden. Lautsprecher oder Kopfhörer lasse ich jetzt mal als weitere Komponenten weg.
 
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Nope, Du kannst den DX per Midi spielen lassen, aber nur die Sounds, die er drin hat. Eventuell besteht die Möglichkeit, per Midi Sounds aus anderer Quelle zu importieren, aber sie müssen dann im DX gespeichert sein.
Die Möglichkeit besteht nicht nur „eventuell“, sondern ganz real ;)
Der DX-7 hat alle aktiven Sounds (1 sog. Bank von 32 Einzelsounds) im batterie-gepufferten RAM Speicher.
Beim allerersten Einschalten werden die fest gespeicherten ROM Werks-Presets in diesen Bereich geladen oder bei Reset auf Auslieferungs-Zustand.

Ansonsten kann man beliebige „Bänke“ in den Speicher laden. Nach Ausschalten bleiben selbige erhalten (so die Batterie nicht leer ist).
Das Laden einer Bank dauert (geschätzt) 1-2 Sekunden, es gibt davon tausende im Netz, die meisten frei. (früher wurden die oft teuer verkauft, war mal ein riesiger Markt)

Vom „Jump“ Sound dürfte es einige hundert Varianten geben, mal mehr, mal weniger gelungen.
Dh da hat jemand mit FM Synthese versucht, den Oberheim Sound nachzubauen.
Puristen werden bääh schreien, aber manche Analog fakes auf dem DX-7 sind gar nicht so leicht von echten Analogsounds zu unterscheiden, speziell im Song-Kontext.

Da ein DX-7 vorhanden ist:
es gibt eine freie Emulation Dexed (kann man als VST in Cubase laden), mit der sich ein echter DX-7 per Midi fernsteuern lässt.
Damit werden auch Einzelsounds und Bänke sehr einfach „austauschbar“ und auch das „Schrauben“ an Parameter wird um Faktoren erleichtert.
 
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Um damit Musik zu produzieren, benötigst du neben der Software und einem guten Computer ein Gerät zum einspielen von Noten (der DX7 würde funktionieren, dann benötigst du noch ein MIDI-Interface um den DX7 z.B an eine USB-Schnittstelle des Computers anschliessen zu können). Dann empfiehlt sich ein externes Audiointerface. Einige Audio-Interfaces haben auch eingebaute MIDI-Schnittstellen. Mit dieser Kombination können dann die ersten Schritte in die Musikproduktion getan werden. Lautsprecher oder Kopfhörer lasse ich jetzt mal als weitere Komponenten weg.
Erstmal herzlichen Dank für deine ausführliche Erklärung... auch keine Selbstverständlichkeit heutzutage in Foren👌

Gerne möchte ich auch den eig. Ton übertragen... könntest du mir hier ein AudioInterface für den Yamaha DX7 empfehlen sodass ich geladene Sound von Cubase und die eigenen DX7 Sounds über PC Lautsprecher abspielen und aufnehmen kann? Das wäre super von Dir👍

Hintergrund: ich möchte zb die Tasten vom DX7 verwenden um zb. Den Sound von Jump - Van Halen oder andere 80ziger Lieder über Cubase laden und dann zu spielen... ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt? Denn, dann brauche ich mir nicht extra noch ein MIDI-Keyboard kaufen und kann den DX7 mit seinen 61 Tasten verwenden.

Über Tipps und Links nach was ich suchen kann/soll herzlichen Dank.

Grüsse
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Da ein DX-7 vorhanden ist:
es gibt eine freie Emulation Dexed (kann man als VST in Cubase laden), mit der sich ein echter DX-7 per Midi fernsteuern lässt.
Damit werden auch Einzelsounds und Bänke sehr einfach „austauschbar“ und auch das „Schrauben“ an Parameter wird um Faktoren erleichtert.
Das Programm Dexed hab ich gegoogelt.. danke Dir... was heißt als VST in Cubase laden? Also was heißt das VST?

Welches Cubase empfehlt Ihr?

Ist zb der Jump Sound schon in der Cubase Soft enthalten ? Auch in den Versch. sofware Versionen von Cubase?

Mein Anliegen ist dermaßen ich mal mit mein3m DX7 über Cubase verschiedene Sounds laden kann ..auch die drums und die Bass Spur von Liedern und ich nur noch die Begleitung dazu über den DX7 spielen kann? Geht das? Wenn ja was brauch ich da dazu? Habt Ihr Links dazu im normale € Bereich?
Denn, dann brauche ich mir nicht extra noch ein MIDI-Keyboard kaufen und kann den DX7 mit 61 Tasten verwenden.

Hoffe Du/Ihr könnt mir weiterhelfen....

Vielen herzlichen Dank im Voraus.

Gruss
 
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Ich versuche es mal möglichst schlicht...
Der DX-7 hat eine gut spielbare Tastatur, mit der Midi Daten zum PC/Mac (zB Cubase) geschickt werden können.
Das Audio des DX wird im Grunde nicht gebraucht: einerseits macht Dexed den DX-7 nahezu perfekt nach, andererseits ist es für deine Anwendung (zB „Jump“) egal, weil es maximal sehr ähnlich, aber nie exakt so wie die Vorlage klingen kann.
(die Gründe lasse ich hier erstmal weg, wird vielleicht bei der VST Sache klarer)

Ein VSTi ist ein virtuelles Software Instrument, das den Klang eines Vorbilds imitiert.
Als sogenanntes Plugin (in einem speziellen Ordner) erweitert es die Klangmöglichkeiten von (zB) Cubase.
Was Dexed für den DX-7 macht, gibt für praktisch jeden Sythesizer. Also auch für Moog, Oberheim, Sequential Circuits, ect.
Teilweise praktisch nicht vom Original zu unterscheiden, idR um Grössenordnungen günstiger (manchmal kostenlos) und viel leichter aufzunehmen.

Du solltest dich auf dem Gebiet mal schlau machen (ein umfangreiches Thema).
Für akustische Instrumente gibt es das auch, meist in Form von Sample Bibliotheken.
Native Instruments Kontakt ist da die führende Umgebung.
Pianotec wäre ein Beispiel, das statt Samples die Klangerzeugung eines Flügels „modelliert“... mit beeindruckendem Ergebnis.

Dh die Sache ist zwar (anfangs) etwas kompliziert zu verstehen, im Endeffekt aber einfacher (und günstiger) in der Anwendung, als es dir momentan vorschwebt.
 
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Hallo, Mit Audio meinst du die Übertragung des Tons der eingespeichert ist im DX7 wenn ich eine reale Taste auf dem DX7 drücke richtig? Dazu muss ich das Dexed laden und hätte sozusagen den virtuellen Klang des DX7..richtig?

Meine Frage aber wäre noch welches Audio bzw. Midi Interface wäre für mich ok? Jetzt am Anfang damit’s nicht zu teuer wird? Und welche Kabel (Anschluss) werden benötigt?

Besteht hier die Möglichkeit einen Link zu posten? Dann weiß ich mal um was es geht.

Herzlichen Dank
 
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@kusselin : nur, falls es noch nicht klar sein sollte…: du hast mit deinem Setup zwei Möglichkeiten der Klangerzeugung: die internen Klänge des DX7 ( die in der Tat programmierbar und erweiterbar sind) sowie Cubase mit VST-Instrumenten. Diese VST-Instrumente sind Software-Erweiterungen, die man in Cubase hineinlädt. Für den Jump-Brass-Sound könntest du z.B. ein Analog-Synth-VST verwenden und den Sound nachprogrammieren (bzw. ein Preset verwenden) oder ein Player-VST wie z.B. Kontakt: das ist eine Sammlung von fertig programmierten Sounds.

Wenn Cubase bzw. ein VST den Klang erzeugt, ist der DX7 nur ein Steuerkeyboard: nur seine MIDI-Daten werden verwendet, der Audio-Output nicht.

Wenn du alle möglichen Sounds spielen willst, nimm lieber VSTs, denn der DX7 ist als Klangerzeuger bei weitem nicht so vielseitig und einfach zu bedienen. Er hat andere Stärken.
 
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kusselin
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..danke und jetzt bitte die Hardware.. welches Audio/Midi Interface könnte ich da zu Anfang verwenden zb. ???
 
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Gerne möchte ich auch den eig. Ton übertragen... könntest du mir hier ein AudioInterface für den Yamaha DX7 empfehlen sodass ich geladene Sound von Cubase und die eigenen DX7 Sounds über PC Lautsprecher abspielen und aufnehmen kann? Das wäre super von Dir👍
Ich finde das gar nicht so leicht, jemanden eine generelle Empfehlung für den Anfang zu geben, da das gesamte Thema schon recht komplex ist. Ich versuche mal eine kleine Liste zu erstellen, was man - nach meiner Meinung - für den Start benötigt.

  • Computer: Windows oder Apple
  • Audiointerface (idealerweise mit MIDI-Schnittstelle)
  • Masterkeyboard: z.B. ein MIDI-Masterkeyboard mit USB-Schnittstelle (dann brauch man nicht unbedingt MIDI am Audiointerface) oder Synthesizer/Workstation (z.B. DX7)
  • Musiksoftware, eine DAW (Digital Audio Workstation): Cubase, Logic, Ableton Live, Studio One
  • Abhöre / Lautsprecher / Kopfhörer

Gerade der letzte Punkt wird unterschätzt. Du schreibst bei dir z.B. PC-Lautsprecher, meinst du damit die eingebauten Lautsprecher in einem Notebook/Laptop oder extra Lautsprecher? Es gibt nämlich eine Sache, die Anfänger schnell unterschätzen bzw. übersehen: die Latenz.

Latenz entsteht automatisch bei der digitalen Art Signale zu verarbeiten. Du möchtest ja mit einem Masterkeyboard ein Software-Instrument spielen, welches die Klänge erzeugt. Hörbar gemacht werden diese Klänge über das Audiointerface und die daran angeschlossenen Kopfhörer / Lautsprecher. Ich möchte jetzt gar nicht zu sehr ins technische Detail gehen, sondern mehr die Auswirkung der Latenz beschreiben. Bei einer schlechten (großen) Latenz, kommt es zu einem spürbaren zeitlichen Versatz, wenn du die Keyboard-Taste runterdrückst und dem hörbaren Klang. Man bemüht sich also, die Latenz so klein wie möglich zu halten. Dies ist aber gar nicht so einfach. Es kommt auf den Computer und seine Hardware (RAM,SSD,CPU) an, das Audiointerface und auch die Treiber für das Audiointerface.

Es sieht halt eigentlich einfach aus, wenn jemand wie der Doctor MIX im Video mit den Sounds der VSTis (der virtuellen Instrumente) spielt. Einfach Software anwerfen und schon gehts los. Dies ist aber leider nicht die ganze Wahrheit.

Ich versuche mal meine erste Liste mit Empfehlungen zu füllen (die Empfehlungen sind als Beispiele zu verstehen):

Computer: CPU: min Intel i5…besser i7 (bei Apple natürlich der neue M-Prozessor), RAM: min 16GB…besser 32GB, schnelle SSD Festplatte

Audiointerface:

Presonus:
https://www.thomann.de/de/presonus_audiobox_usb_96_25th_anniv_ed.htm
https://www.thomann.de/de/presonus_studio_24c.htm

Ich empfehle für den Start gerne die Interfaces von Presonus, da diese mit einem umfangreichem Softwarepaket ausgeliefert werden. Es liegt z.B. Studio One in der Artist Version mit bei. Ich bin nach Jahren als treuer Cubase-Nutzer vor 1,5 Jahren auf Studio One 5 Pro umgestiegen und bereue das überhaupt nicht.

Neben Studio One, ist noch das Arturia Analog Lab Lite interessant. Eine Auswahl an Sounds aus Arturia Plug-Ins.

Es gibt natürlich noch andere Hersteller für Audiointerfaces:

https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_2i2_3rd_gen.htm

Günstig:
https://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_umc202hd.htm

Masterkeyboard:
https://www.thomann.de/de/arturia_keylab_essentials_61.htm
https://www.thomann.de/de/m_audio_oxygen_pro_49.htm

Software:
https://www.thomann.de/de/presonus_studio_one_5_artist_download.htm
https://www.thomann.de/de/steinberg_cubase_elements_11.htm

Ich habe hier bewusst die Einsteiger-Versionen verlinkt ;)
Es gibt natürlich noch größere und dann auch deutlich teurere Versionen.

Abhöre/Lautsprecher/Kopfhörer:
https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dt_240_pro.htm
https://www.thomann.de/de/yamaha_hs_5_mp.htm

Wie gesagt, alles Beispiele. Jedes hat Vor- und Nachteile, der persönliche Geschmack spielt oft eine Rolle dabei.
 
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Hi Kusselin, wenn Du den Sound, der aus dem DX7 kommt, im Computer aufnehmen möchtest, brauchst Du ein Audio-Interface. Kann man machen, hat aber folgenden Nachteil:
Der Original DX7 kann immer nur einen Sound zu selben Zeit erzeugen, sprich, wenn Du beispielsweise "Jump" aufnehmen möchtest, müsstest Du nacheinander alle Sounds auswählen (vom Bass bis zu dem charakteristischen Brass-Sound) und diese wie bei einem Mehrspur-Tonbandgerät der Reihe nach aufnehmen.
Da wirst Du allerdings schnell an die Grenzen des DX7 stoßen, weil er zum Beispiel keine digitalisierten Schlagzeugsets besitzt. Das heißt, wenn Du beispielsweise ein Schlagzeug einspielen willst, müsstest Du zuerst einen Bassdrum-Sound finden und den einspielen. Danach einen Snare-Sound. Danach Hi-Hat usw. "Echt" im Sinne von realistisch wird das nicht klingen.
Eleganter ist da die Variante, die hier schon ein paarmal erwähnt wurde: Du nutzt eine Sequencer-Software (bzw. eine DAW), die Dir den Zugriff auf verschiedene virtuelle Tonerzeuger bietet und besorgst Dir ein preiswertes USB-Midi-Interface.
Das hat auf der einen Seite einen normalen USB-Stecker und auf der anderen Seite zwei fünfpolige DIN-Buchsen.
Bekommen kannst Du dieses Kabel praktisch überall, bei Thomann (Link), bei Amazon, im lokalen Musikgeschäft. Preislich sollte es sich um die 15-20 Euro bewegen.

Mit der USB-Seite gehst Du an einen freien USB-Port deines Computers, die DIN-Kabel steckst Du in die entsprechenden Buchsen am DX7.
Damit nutzt Du den DX7 nur als Steuerung, d.h. Du sagst dem Computer, welche Tonhöhe in welcher Lautstärke aufgezeichnet wird (noch eine kleine Anmerkung: Der DX7 konnte in Sachen Anschlagdynamik nur einen Umfang von 0-100 abdecken, während die per MIDI übertragbare Anschlagdynamik von 0 - 127 ging).
Die Töne selber werden dann aber im Computer erzeugt.

Wenn Du in Sachen Software erst einmal nicht allzu viel (oder auch gar nichts) investieren willst, findest Du eine Vielzahl kostenloser DAWs, in der Regel natürlich mit eingeschränktem Funktionsumfang gegenüber ihren kostenpflichtigen Brüdern.
Zum Ausprobieren ist es aber trotzdem nicht schlecht.
Eine Übersicht findest Du hier: Amazona-Link
Bei den VSTs gibt es auch viele, die nichts kosten, Dexed wurde schon genannt, so etwas gibt es aber auch für viele andere Synthesizer und Naturinstrumente - hier machst Du Dich am Besten selber mal auf die Suche..
 
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Wenn ich mich recht erinnere, gibt der Dx7 nur den Midi Wert 100 velocity und nicht 128 aus. Von daher ist das eher suboptimal.
 
kusselin
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@BinaryFinary und falcon030: super und vielen herzlichen Dank für die tollen Erklärungen und Links!! Respekt!!!

Ok am Anfang möchte ich erstmal meinen DX7 nutzen und das habt ihr ja super erklärt benötige Ich ein USB Midi Interface... wenn ich aber später ev mir noch ein MIDI Keyboard kaufe dann wäre es besser gleich ein Midi und Audio Interface zu kaufen richtig? Hierzu muss aber da Keyboard dann auch eigene Töne machen können..richtig? Deshalb darf ich mir kein nur Midi Keyboard kaufen sondern ein Keyboard das selbst Töne machen kann und noch Midi kann richtig? Wie nennt man das Keyboard dann?

Und wie gesagt.. habe ich den DX7 erstmal mit zb cubase le verbunden kann ich mit Midi hier auch zb Jump nachbauen (einzelne Spuren inkl. drums usw.) richtig?

Viele Grüsse
 

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