Improviesieren?

  • Ersteller BenBenson
  • Erstellt am
BenBenson
BenBenson
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
04.09.09
Registriert
28.09.05
Beiträge
57
Kekse
0
Ort
Köln
Hey,
ich wüsste gerne, wie ich auf dem Klavier improviesere,
bei der gitarre gibts ja zum improviesieren so ein spezielles Pattern, da is des kein problem,
aber wie is das beim klavier?
Angenommen ich hab ein stück in F-Dur mit den Akkorden F, C und Bb,
welche Töne kann ich dann dazu spielen?
 
Eigenschaft
 
BenBenson schrieb:
ich wüsste gerne, wie ich auf dem Klavier improviesere,
bei der gitarre gibts ja zum improviesieren so ein spezielles Pattern, da is des kein problem,
aber wie is das beim klavier?
Angenommen ich hab ein stück in F-Dur mit den Akkorden F, C und Bb,
welche Töne kann ich dann dazu spielen?
sind gleiche töne auf klavier und gitarre nicht eigentlich gleich? soweit ich weiß schon ;)
was lässt dich dann vermuten, dass man diese "Patterns" nicht einfach auf das klavier übertragen kann? ;)


PS: nicht böse gemeint ;)
 
Ja, dacht ich auch,
passt aber irgendwie nich
 
Ein Link oder so vielleicht?
 
Doofe Gegenfrage...was willst du denn improvisieren ?
Soll es ne Begleitung sein, oder nur einfach so vor sich hindaddeln?

Theoretisch kannst du alle Töne dazu spielen, wenn du dementsprechend auch die Akkorde veränders ... seit wann spielste denn Klavier ?
Fall du noch nicht so lange spielst:
Wenn du statt den Akkorden varieren willst, was ganz einfaches. Grundton, Quinte und Oktave. Und das immer auf und ab. Also bei F: F', A, F'',A, F' (F' und F'' nur um zu verdeutlichen, was Grundton, und was Oktave ist).
Bei C sähe das dann halt so aus: C', G, C'', G, C' und bei allen anderen Akkorden nach dem selben Schema. Dann kannst du versuche frei mit der rechten Hand ne Melodie dazu zu spielen, einfach Improvisieren und etwas ausprobieren, so habe ich es anfangs auch gemacht.

Viel Erfolg
MfG
Simon
 
Och, der Tipp von DiStAnCe ist schon relativ heiß ;)

Schau mal, Du hast auf der Gitarre einen gewissen Tonvorrat, um über eine bestimmte Progression zu improvisieren. Die sind in den meisten Büchern der Übersicht halber in "Boxen" dargestellt aber es sind nun mal immer bestimmte Töne, oft eine Pentatonik, also 5 verschiedene. Die suchst Du Dir jetzt raus und dann brauchst Du sie nur noch aufs Klavier zu übertragen. Wenn Du in F-Dur bist, bietet sich die F-Dur-Pentatonik oder die gesamte ionische F-Tonleiter an.

F-Dur-Pentatonik:
F G A C D (F)

F-ionisch:
F G A Bb C D E (F)
 
Wenn das Stück in Richtung Blues geht, wäre hier noch die Fm Pentatonik zu erwähnen:

F Ab Bb (B) C Eb

Das B kannst du mit einbeziehen, typischerweise als Vorschlag zum C hin. Das kannst du mit Ab-->A auch so machen. Musste halt hören, wie's zum Stück passt.

Das lässt sich dann auch gut im Wechsel oder gemischt mit der Dur Pentatonik spielen.

Gruß
Dirk
 
Alsoo, fürs improvisieren gibt es ein paar Grundregeln, die auf jeden Fall hilfreich wären:
- Baue Sequenzen ein: Das heißt, spiele einen festen kleinen Riff, den du dir selber ausgedacht hast, und baue diesen immer wieder in dein Solo ein. Am Anfang spielst du ihn noch genau so, wie er ist. Danach jedoch, variierst du ihn bei jedem Mal immer ein kleines bischen.
- Achte darauf, dass du immer auf der entsprechenden Tonleiter des gerade gespielten Akkords liegst. Dabei ist es empfehlenswert immer, wie schon vorher gesagt, die Bluestonleiter zu verwenden.
- Vermeide die "Avoidnotes". Diese bekommst du raus, wenn du vorher die jeweiligen Akkorde und dazu jede einzelne Note der entsprechenden Tonleiter. Sobald ein Ton total schräg klingt, ist dies eine Avoidnote. Diese solltest du nach Möglichkeit vermeiden, wo allerdings gilt: Eine Avoidnote ist nicht immer eine Avoidnote...:screwy: Manchmal passt eine Avoidnote sogar ziemlich gut ins Gesamte rein, wenn du sie z.B. in einem Roll einbaust, oder sie als einen hinführenden Ton zu einem anderen, normalem Ton verwendest. Tippe sie dabei nur kurz an!
- Das Selbe gilt bei der Bluenote in der Bluestonleiter. Auch da tippst du sie nach Möglichkeit nur kurz an und bleibst nicht zu lange auf ihr hängen, da es nach der Weile ziemlich schräg klingt...

---> Bei all diesen Regeln gibt es natürlich immer Außnahmen. Spiel einfach immer so wie es am besten passt...:D:great:

mfg,
Jan
 
Der Tipp von FeelTheBlues ist schon ziemlich gut ;-)

Ich würde allerdings als Anfänger nicht gleich mit einem riesen Tonvorrat beginnen, zumal man dann sowieso ganz schön im Regen dasteht... Wie wär's denn erst einmal im Fünftonraum zu beginnen? In F-Dur zum Beispiel F, G, A, Bb, C - und dann bei den einzelnen Akkorden im nächsten Schritt die fünf Töne so zu verändern dass sie immernoch (oder wieder) gut klingen - kommt auf die Stilistik und den eigenen Geschmack an...

Das mit dem Thema und Motiventwicklung/ Variation ist auch keine schlechte Idee, immerhin ist unsere Hörgewohnheit ja schon auf bestimmte Formen trainiert... Wie z.B. im Blues vier Takte Thema, die nächsten vier Takte Thema wiederholen, die letzten vier Takte was anderes spielen (am besten mit dem Thema arbeiten)... Oder mal verschiedene Liedformen durchprobieren - kommt halt darauf an wo Du mit Deiner Musik hin willst ;-)

Liebe Grüße
Mirko
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben