C9 ist soweit ich weiß...
Zur Ergänzung noch ein Blick auf die beiden
Akkordtypen:
C oder
Cadd9 ist ein
Major-Akkord, solche Akkorde treten in Dur-Tonarten nur auf der ersten oder vierten Stufe auf (Tonika oder Subdominante).
Ein
C9 kennzeichnet
immer einen
Dominant-Akkord, der in Dur nur auf der fünften Stufe (Dominante) vorkommt.
Bei C9 ist die diatonische Septim zwangsläufig enthalten, denn erst durch den Tritonus von Terz (bestimmt das Tongeschlecht) und tonleitereigener Septim (bestimmt die Dominante) erhält man die erwünschte Wirkung im funktionsharmonischen Ablauf, z.B. "Höhepunkt" einer Kadenz, Dominantkette, Einleitung einer Modulation...
Bei alterierten Dominanten erstreckt sich die Änderung auf alle Möglichkeiten, also b9, #9, #11, #b13. Das ergibt eine Chord Scale wie z.B. C, Db, D#, E, F#, G#(= enharm. Ab), Bb, C.
Die Akkordsymbole werden von Komponisten/Arrangeuren nicht einheitlich verwendet und einige schreiben mehrere Tensions, andere nicht.
Häufig findet man Jamey Aebersolds knappe Akkordsymbole, z.B. C7
+9 (enthält b9, #4,#5) für C7
alt, bei Frank Sikora wird der gleiche Akkord auch durch das Symbol C7
b13 und bei Sammy Nestico als C+7
b9 beschrieben. Das + steht hier für den übermäßigen Dreiklang (sic!) aus Grundton, Dur-Terz und #5.
Sikora weist darauf hin, dass ein 7
b13 auch auf HM5 (enthält die reine 5 und b6) hinweisen kann, anstatt auf alteriert. Das sollte man am Kontext erkennen können.
Bei Akkordsymbolen müssen nicht immer alle Töne gespielt werden. Nicht nur für Keyboarder gibt es reichlich Literatur, die sich mit Voicings in verschiedenen Kontexten beschäftigt. M.E. ist es eine gute Übung, ein neues Stück erst in "shell chords" zu spielen und dann um sinnvolle tensions zu erweitern.
http://www.piano-play-it.com/shell-voicings.html